Herz und Geist auf Yahushuas plötzliche Rückkehr vorbereiten!
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Als Kinder im Sonntagsschulunterricht oder in der Ferienbibelschule wird uns oft die wunderbare Geschichte von Elia und Elisa erzählt. In 2. Könige 2 wird die Geschichte von Elisa erzählt, dem Erben des Dienstes von Elia, der seinem Mentor von Gilgal bis zum Jordan folgt und sich wiederholt weigert, zurückzubleiben. Gegen Ende der langen Reise bat Elisa Elia um einen „doppelten Anteil seines Geistes“ und erhielt ihn. Als sie ihren Weg fortsetzten, „erschien ein feuriger Wagen und feurige Rosse, die sie voneinander trennten, und Elia fuhr mit einem Wirbelwind in den Himmel hinauf“ (Siehe 2.Könige 2,1-11). Bezeichnenderweise wird uns gesagt, dass die Geschichte hier endet. Man lässt uns glauben, dass Elia in den Himmel aufgenommen wurde, wo Jahuwah lebt, und nie gestorben ist.
In ähnlicher Weise erfahren wir auch von Henoch, einem Mann, der „mit Jahuwah wandelte, und er war nicht mehr, denn Jahuwah nahm ihn zu sich“ (1. Mose 5,24). Die Sonntagsschullehrer, die Pastoren und die Fußnoten der Übersetzer in unseren Bibeln wollen uns glauben machen, dass diese beiden Männer – Henoch und Elia – „direkt in den Himmel kamen, ohne zu sterben“. Dies wird als ein unvorstellbares Geheimnis gelehrt.
Aber steht dieses „Geheimnis“ nicht im abnormen Widerspruch zur Heiligen Schrift, in der es heißt: „Der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Jahuwahs aber ist das ewige Leben, durch Jahuschua, unserem Herrn“ (Römer 6,23)? Jemand könnte sagen: „Henoch wandelte mit Jahuwah, was bedeutet, dass er nicht sündigte; deshalb konnte Jahuwah ihn direkt in den Himmel bringen.“ Wiederum sagt Römer 3,23 deutlich: „Denn alle haben gesündigt und sind der Herrlichkeit Jahuwahs nicht würdig.“ Das Wort „alle“ muss jeden Mann, jede Frau und jedes Kind einschließen, ohne Ausnahme. Alle haben gesündigt; deshalb müssen alle sterben (es sei denn, Jahuschua kommt vorher zurück). Wäre es fair, dass Jahuwah diesen beiden sündigen Männern – ganz gleich, wie „gut“ ihr Leben gewesen sein mögen – die Unsterblichkeit gewährt, ohne dass sie den Lohn ihrer Sünde zu spüren bekommen?
Oder werden wir betrogen? Hebräer 11 gibt uns eine lange Liste von treuen Männern und Frauen, die von Jahuwah anerkannt wurden (V. 1). Die Liste enthält sogar die Geschichte von Henoch: „Durch den Glauben wurde Henoch hinaufgenommen, damit er den Tod nicht sieht; und er wurde nicht gefunden, weil Jahuwah ihn hinaufnahm; denn er erhielt das Zeugnis, dass er, bevor er hinaufgenommen wurde, Jahuwah wohlgefällig war“ (V. 5). Das scheint sicherlich die Vorstellung zu unterstützen, dass Henoch nicht gestorben ist. Doch beachten Sie Vers 13: „Alle diese [gemeint sind all die großen Männer und Frauen des Glaubens, die bisher in den Versen 1-12 erwähnt wurden, einschließlich Henoch!] starben im Glauben, ohne die Verheißungen zu empfangen [ohne das Leben des kommenden Zeitalters zu empfangen!], sondern sie sahen sie und nahmen sie aus der Ferne auf [sie sahen die Verheißung des Lebens des kommenden Zeitalters auf der Erde als in der Zukunft liegend an].“ Nach Hebräer 11,13 ist Henoch also tatsächlich gestorben. Danach nennt der Schreiber des Hebräerbriefs mehr als ein Dutzend weiterer gläubiger Menschen, die dennoch, „nachdem sie durch ihren Glauben Anerkennung erlangt hatten, das Verheißene nicht empfingen, weil Jahuwah etwas Besseres für uns vorgesehen hatte, damit sie nicht außerhalb von uns vollendet würden“ (V. 39-40). Mit anderen Worten: Niemand durfte die Verheißungen vor allen anderen erhalten. Sie mussten auf uns warten. Wir alle erhalten die Verheißungen, die mit dem Leben des Zeitalters zusammenhängen, gleichzeitig, wenn Jahuschua auf die Erde zurückkehrt.
Wir haben nun einige Informationen über Henoch erhalten, aber was ist mit Elia? Er wurde in der Liste der treuen Toten in Hebräer 11 nicht erwähnt. Vielleicht ist er dem Tod ja doch entkommen. In 2. Könige 2,15-18 wird berichtet, dass „fünfzig starke Männer“ drei Tage lang vergeblich nach Elia suchten. Ist das nicht ein Beweis? Doch seltsamerweise finden wir in 2. Chronik 21,12, dass Jehoram (Joram), König von Juda, zehn Jahre danach (ca. 843 v. Chr.) nach seiner angeblichen „Entrückung in den Himmel“ (ca. 852 v. Chr.) einen Brief von Elia erhielt. War der Postdienst damals so schlecht, dass es zehn Jahre dauerte, bis Elias Brief zugestellt wurde? Oder hat er ihn vom Himmel herabschweben lassen? Vielleicht ließ er einen Engel als Briefträger fungieren? Abgesehen von solchen absonderlichen Vorstellungen müssen wir zugeben, dass der Prophet Elia zehn Jahre nach dem Wirbelsturm noch lebte und arbeitete.
In Anbetracht dieser Tatsache sollten wir überdenken, was uns gelehrt wurde. Die Heilige Schrift sagt nie, dass Henoch oder Elia nicht gestorben sind. Sie sagen, dass Henoch „von Jahuwah aufgenommen wurde, damit er den Tod nicht sieht“ (Hebräer 11,5) und dass Elia „nicht gefunden werden konnte“ (2. Könige 2,17). Diese beiden Sätze sind etwas ganz anderes als die Aussage, dass jemand nicht gestorben ist oder dass jemand in den Himmel aufgestiegen ist, um mit Jahuwah zu leben. Wir haben auf der Grundlage dieser Vermutungen eine große These aufgestellt. Wir haben angenommen, dass, wenn jemand „von Jahuwah aufgenommen wurde“, die Person in den Himmel gehen musste und immer noch dort ist. Wir haben angenommen, dass eine Person, die nicht gefunden werden konnte, Tausende von Jahren später noch am Leben sein muss, während 1.Mose 5,23 die Lebensspanne Henochs angibt: 365 Jahre und keinen Tag mehr.
Könnte die Formulierung „von Jahuwah aufgenommen“ oder „in den Himmel aufgenommen“ eine andere Bedeutung haben als die, die wir lange Zeit angenommen haben? In Apostelgeschichte 8,39 lesen wir, dass Philippus, nachdem er den äthiopischen Kämmerer erfolgreich evangelisiert und getauft hatte, vom Geist des Herrn „weggerissen wurde, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr.“ Das ist dem, was mit Henoch und Elia geschah, sehr ähnlich, aber wir nehmen nicht an, dass Philippus in den Himmel aufgenommen wurde, um nie zu sterben, denn im nächsten Vers wird uns gesagt, dass Philippus „sich in Azotus wiederfand“. Wir stellen keine unbegründete Vermutung über Philippus an, weil uns gesagt wird, wo er gelandet ist. Andererseits, weil uns nicht gesagt wird, wo Jahuwah Henoch und Elia abgesetzt hat, vermuten wir, dass sie noch im Himmel sind. Wir müssen unsere Überzeugungen mit der gesamten Schrift in Einklang bringen. Da uns Römer 6,23 und Hebräer 11,13 sagen, dass alle sterben, egal wie treu sie sind, müssen wir glauben, dass auch Henoch und Elia gestorben sind.
Die überzeugendere Erklärung für das Ende Henochs ist daher, dass alle anderen aus Henochs Geschlecht von ihren Familien begraben wurden. Doch in Henochs Fall, wie auch bei Mose (5. Mose 34,6), nahm Jahuwah ihn zu sich und begrub ihn an einem Ort, den niemand kennt. Er „war“, und dann „war er nicht“. Er wurde von niemandem auf der Erde mehr gesehen, genauso wie der Kämmerer den Philippus nie wiedergesehen hat. Henoch starb, und so starb schließlich auch Elia. Ja, Elia wurde von Jahuwah in den „Himmel“ entrückt, aber das bedeutet nicht, dass er noch dort ist.
Außerdem müssen wir die Bedeutung des Begriffs „Himmel“ in der Heiligen Schrift untersuchen. Laut Easton’s Bible Dictionary behaupteten die Juden, es gäbe drei Himmel: Das Firmament, in dem die Vögel fliegen (1. Mose 2,19), den Sternenhimmel (17,3) und den Himmel der Himmel oder dritten Himmel (5. Mose 10,14). Verschiedene Wörter, die in einigen Versen mit „Himmel“ wiedergegeben werden, können auch Höhen, Erhebungen, hohe Orte, Himmel oder Wolken bedeuten. Und da wir an Elia denken, wird das hebräische Wort galgal, wörtlich „Rad“, in Psalm 77,18 mit „Himmel“ oder in der englischen Revised Standard Version mit „Wirbelwind“ übersetzt! Wir können nicht wissen, wie hoch oder in welchen „Himmel“ Elia entführt worden sein mag. Wir können jedoch mit Sicherheit sagen, dass er dort nicht blieb. Zehn Jahre nach seiner Entrückung hörte man wieder von ihm auf der Erde. Da Jahushua sein Reich auf Erden nicht zu Lebzeiten Elia’s aufrichtete, können wir auch sicher sein, dass Elia starb, sowie alle vor ihrem Tod lebendige Seelen waren und nach dem Tod schlafen: „Ein Mann aber stirbt und liegt da; und ein Mensch verscheidet, und wo ist er 〈dann〉? Das Wasser verrinnt aus dem Meer, und der Fluss trocknet aus und versiegt; so legt der Mensch sich hin und steht nicht wieder auf. Bis der Himmel nicht mehr ist, erwacht er nicht und wird nicht aufgeweckt aus seinem Schlaf. (Hiob14,10-12). Und wie uns Hebräer 11,39-40 versichert, werden die Gläubigen zusammen mit uns vollendet werden: „Und diese alle, die durch den Glauben ein Zeugnis erhielten, haben die Verheißung nicht erlangt, da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet werden.“ Was für ein großartiger Plan!
Anmerkung: Dies ist ein Nicht-WLC-Artikel von Alane Rozelle.
Wir haben aus dem ursprünglichen Artikel alle heidnischen Namen und Titel des Vaters und des Sohnes entfernt und sie durch die ursprünglichen Vornamen ersetzt. Außerdem haben wir die Namen des Vaters und des Sohnes in den zitierten Schriften wiederhergestellt, wie sie ursprünglich von den inspirierten Autoren der Bibel geschrieben wurden. Euer WLC-Team
Vor fast 2.000 Jahren wurde den Christen versprochen, dass der Erlöser “bald“ zurückkehren würde. Ungläubige meinen deshalb, dass diese Prophezeiung offensichtlich gescheitert ist und dass man allen Grund dafür hat, an der Wahrhaftigkeit der Bibel zu zweifeln. In diesem Artikel wird erklärt, wie sich dieses Dilemma auflösen lässt.
Atheisten macht es oft großen Spaß, Christen zu verspotten. Besonders gern wird darüber hergezogen, dass die Bibel lehrt, dass der Erlöser „bald“ zurückkommen soll. Denn dieses Ereignis lässt seit über 2000 Jahren immer noch auf sich warten. Deswegen sollte man aber nicht den Glauben verlieren. Es ist sogar prophezeit worden, dass diese Ankündigung Hohn und Spott hervorrufen wird!
Der Apostel Petrus warnte: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist!“ (2. Petrus 3,3-4.)
Wann ist denn „bald“?
Das Wort „bald“ kann sich in der Heiligen Schrift unter anderem auf Ereignisse beziehen, die vor der Rückkehr Jahushuas eintreten. Es muss nicht immer auf die eigentliche Wiederkunft bezogen werden. Christus prophezeite über die Zerstörung Jerusalems und das Ende der Welt: „Also auch ihr, wenn ihr dies alles seht, so erkennt, dass er nahe vor der Türe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.“ (Matthäus 24,33-34.)
Wenn das Neue Testament die Rückkehr Jahushuas als „nahe“ bzw. vor der Tür stehend beschreibt, gibt es damit nicht unbedingt einen bestimmten Zeitrahmen für seine Rückkehr vor. Die Schreiber des Neuen Testaments berichten davon, dass der Messias gekommen ist und dass sein sündloses Leben und sein Tod bereits den Sieg errungen haben. Sein Werk hat einen Prozess in Gang gesetzt, der die Menschen sammelt, welche auf die Botschaft des Evangeliums hören.
“Bald“ & / oder “unerwartet“
Ein Beispiel: Wenn man einem Kind verspricht, dass es gleich bzw. „bald“ eine Süßigkeit bekommt, schlussfolgert es daraus, dass dieses Ereignis auch relativ zeitnah eintritt. Aber das Wort, welches im deutschen Neuen Testament mit „bald“ übersetzt wird, stammt von dem griechischen Wort tachu ab. In diesem Wort steckt viel mehr Bedeutung, als das deutsche Wort bald abdeckt.
Tachu kann auch plötzlich, schnell, überraschend oder unerwartet bedeuten. Christus benutzte es in Offenbarung 22, Vers 12, als er sagte: „Macht euch bereit! Ich komme schnell und unerwartet und werde jedem den verdienten Lohn geben.“ (Hoffnung für alle-Übersetzung) Mit anderen Worten: Jahushuas Rückkehr wird plötzlich erfolgen, wenn so gut wie niemand (mehr) damit rechnet.
Die Evangelisten lehrten, dass Jahushua selbst nicht wusste, wann er zurückkehren würde. In Matthäus 24, Vers 36 heißt es: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater. “ Wenn der Erlöser selbst nicht einmal weiß, wann er wiederkommt, kann er auch nicht den genauen Zeitpunkt dieses Ereignisses vorhersagen!
Es gibt eine Aussage Jahushuas über seiner Wiederkehr, die sehr häufig missverstanden wird. Sie lautet: „Wahrlich, ich sage euch: Es stehen einige hier, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie den Sohn des Menschen haben kommen sehen in seinem Reich!“ (Matthäus 16,28.) Es steht außer Frage, dass alle, die diese Worte Jahushuas mit ihren eigenen Ohren gehört haben, mittlerweile verstorben sind. Aber diese Aussage ist trotzdem nicht falsch.
Jahushua sprach diese Worte, kurz bevor er auf dem Berg verklärt wurde. Diese Verklärung wurde von Petrus, Jakobus und Johannes beobachtet. Sie stellte eine Vorschattung von Jahushuas Wiederkunft dar, die jetzt noch in der Zukunft liegt. Die Verklärung war der Typus, die Wiederkunft ist der Antitypus. Petrus erklärte unmissverständlich:
„Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jahushua, des Christus, wissen ließen, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen.
Denn er empfing von Jahuwah, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als eine Stimme von der hocherhabenen Herrlichkeit an ihn erging: »Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!«“ (Siehe 2. Petrus 1,16-17.)
Wir, die wir leben und übrigbleiben
Es gibt noch einen weiterer Text, der viele Gläubige verwirrt, und auf den hier eingehen wollen. An dieser Stelle behauptet Paulus scheinbar, er würde noch am Leben sein, wenn Jahushua zurückkehrt: „Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen“. (1. Thessalonicher 4,15.)
Doch Paulus war nicht der Ansicht, dass er bis zu diesem Zeitpunkt am Leben bleiben würde. Er gebrauchte hier das Wort „wir“, weil er damit die Christen an sich meinte. Er selbst wusste zu der Zeit, als er diesen Brief schrieb, nicht einmal, ob ihn nicht auch bald das Todesurteil erreichen würde. Ob er weiterleben oder ob er bald sterben würde – ihm war offen gestanden beides recht:
„Entsprechend meiner festen Erwartung und Hoffnung, dass ich in nichts zuschanden werde, sondern dass in aller Freimütigkeit, wie allezeit, so auch jetzt, Christus hoch gepriesen wird an meinem Leib, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn. Wenn aber das Leben im Fleisch mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht, was ich wählen soll. Denn ich werde von beidem bedrängt: Mich verlangt danach, aufzubrechen und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.“ (Philipper 1,20-24.)
Jahuwahs Königreich steht vor der Tür
Das Alte Testament ist voll von Prophezeiungen, welche die Mission des Messias beschreiben. Durch die Taten und Wunder, die Jahushua wirkte, wurden diese Prophezeiungen schon teilweise erfüllt. Wenn bei seiner Rückkehr Jahuwahs Königreich errichtet wird, finden diese Prophezeiungen ihre endgültige Erfüllung.
Im Königreich Jahuwahs soll ein menschlicher König auf dem Thron Davids sitzen. „Und er wird regieren über das Haus Jakobs in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.“ (Lukas 1,33.) Diese Voraussetzung wurde durch wundersame Geburt des Erlösers erfüllt. Die Gewissheit, dass das Reiches Gottes tatsächlich kommen würde, wurde damit in Stein gemeißelt. Matthäus berichtet uns: „Von da an begann Jahushua zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!“. Denn er ist derjenige, der auf dem Thron Davids sitzen wird.
Damals war sein Königreich von geistiger Natur. Bei seiner Rückkehr wird dieser Typus aber zum Antitypus. Denn dann wird die Erde neu gemacht und das Neue Jerusalem kommt vom Himmel herab auf die Neue Erde. Diese Stadt wird in alle Ewigkeit die Heimat der Erlösten und des Erlösers sein.
Wir sollten uns daran erinnern, dass uns die Wiederkunft Jahushuas genau so nahe ist wie der Moment unseres Todes.
Seine Rückkehr wird plötzlich und überraschend eintreten. Auch unser Leben kann schnell vorbei sein kann. Jeden Tag stehen Tausende von Menschen auf und gehen zur Arbeit –ohne dabei daran zu denken, dass sie einem Herzinfarkt, einem Autounfall oder einem aus dem Ruder gelaufenen Überfall zum Opfer fallen könnten. Vieles kann dazu führen, dass wir von einem Moment auf den anderen unser Leben verlieren. Gerade deshalb ist es so wichtig, jetzt die richtige Entscheidung zu treffen. Nimm heute die gute Nachricht und deine Erlösung von Herzen an.
Für jeden uns ist das Erscheinen des Erlösers so nahe wie unser letzter Atemzug. Wenn wir gestorben sind, wird in dem nächsten Moment, den wir bewusst erleben, die Wiederkunft stattfinden, weil sie zeitgleich mit der ersten Auferstehung erfolgt.
Nimm heute die Erlösung an. Denn dann wirst du – unabhängig davon, ob du in dem Moment der Rückkehr Jahushuas noch lebst oder auferstehst – mit Jahuwah im Reinen sein und ihm in Frieden begegnen.
Der Geist, der sich in den Werken der Heilungsprediger und bei jenen manifestiert,
die „im Geiste erschlagen“ werden („slain in the spirit“), ist nicht der Heilige Geist Jahuwahs.
Es begann ganz langsam und sanft. Nur ein leiser, kleiner Klang brach die Stille des Klosters. Dann war es wieder still. Doch plötzlich ertönte dieser Laut wieder. Hatte eine Katze den Weg in die Abtei gefunden?
Eine zweite Katze stimmte in die Stimme der ersten ein. Woher kamen diese Tiere? Die Mutter Äbtissin schritt schnell den Korridor entlang. In diesen heiligen Hallen hatten Tiere nichts zu suchen! Sie folgte dem Laut bis zu einem kleinen Raum, in dem eine Schwester ruhig fegte. Sie drehte der Äbtissin den Rücken zu. Warum stand sie beim Fegen so still? Warum versuchte sie nicht, die Katze einzufangen und hinauszubringen?
Die Nonne drehte sich um. Ihre Lippen bewegten sich. „Miau?“
Die Mutter Äbtissin eilte zum nächsten Raum. Zwei Nonnen sahen sie erstaunt an und fragten höflich: „Miau?“
Es waren die Nonnen, die diesen Radau veranstalteten! Noch eine weitere Stimme kam dazu. Es breitete sich aus! Es dauerte gar nicht lange, bis diese „Katzeninfektion“ auf die meisten anderen Nonnen in diesem französischen Kloster übergriff. Dann passierte noch etwas Ungewöhnliches. Die miauenden Schwestern fingen damit an, ihre Katzenmusik zu synchronisieren! Zu bestimmten Tageszeiten miauten sie alle zusammen mehrere Stunden lang. Nichts, was die Äbtissin tat, konnte sie zum Aufhören bewegen.
Der Lärm störte die Menschen in der nächsten Stadt. Die Stadtbewohner befürchteten, dass die Nonnen besessen seien und erstatteten der Regierung Bericht. Man schickte Soldaten, um die Ursache dieses merkwürdigen Phänomens auszumachen. Nachdem sie sich im Kloster umgesehen hatten, gaben die Soldaten bekannt, dass jede Nonne, die noch einmal miauen würde, ausgepeitscht werden würde.1
Das Problem war gelöst. Kein weiteres Miauen ertönte. Noch Jahrhunderte später blieb dieser Fall dennoch faszinierend. Man wollte herausfinden, was dazu geführt hatte, dass eine Massenhysterie unter den gelangweilten Klosterinsassen ausbrach.
Diese französischen Nonnen waren nicht die einzigen,
die jemals von der Macht der Suggestion überwältigt wurden.
Doch es gibt eine schockierende Tatsache: Es war nicht das letzte Mal, dass Massenhysterie und die Kraft der Suggestion „Christen“ beeinflussten.
[WLC befürwortet in keiner Weise Praktiken oder Traditionen der römisch-katholischen Kirche. Die oben genannte Geschichte wurde nur aus Gründen der Veranschaulichung erzählt.]
Im Geist erschlagen
In seinem ersten Brief an Timotheus warnte Paulus: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden“. (Timotheus 4,1.) Die charismatische Lehre über das „Erschlagen-Werden im Geist“ (slain in the spirit) gehört zu diesen teuflischen Verführungen.
Manchmal nennt man diesen Vorgang auch „im Geist fallen“ (falling in the spirit) oder „von der Macht berührt werden“ (to be touched by the power). Diese Dinge treten oft auf, wenn jemand Heilung sucht.
Die charismatischen Kreise innerhalb der christlichen Gemeinden gebrauchen die Worte, dass jemand „im Geist erschlagen ist“, um eine bestimmte Wirkung des Heiliges Geistes auf eine Person zu bezeichnen. Sie sagen, dass der Heilige Geist einen Menschen mit solcher Kraft trifft, dass diese Person „erschlagen wird“. Das bedeutet nicht, dass diese Person dabei stirbt, sondern dass er oder sie von der Gegenwart des Geistes derart überwältigt wird, dass er oder sie zu Boden fällt und vollständig überwältigt ist.2
Natürlich sind mit Jahuwah alle Dinge möglich. Als Schöpfer ist er allmächtig. Und so ist es natürlich möglich, dass seine Gegenwart einen Menschen so überwältigt, dass dieser die Kontrolle über sich verliert. Die Frage lautet jedoch nicht, ob Jahuwah dies tun kann, sondern, ob solche Glaubensthesen und daher auch solche Praktiken biblisch sind.
Befürworter dieser Vorgänge zitieren verschiedene Bibelpassagen, um zu belegen, dass sie auch in der Zeit der biblischen Schreiber vorkamen. Wenn wir uns die Abschnitte jedoch sorgfältig ansehen, stellen wir fest, dass man das Erschlagen-Werden oder Fallen im Geist nicht unterstützen kann, ohne die Heilige Schrift zu verdrehen.
Ein in diesem Zusammenhang häufig zitierter Vers beschreibt die Einweihung des salomonischen Tempels.
„Da war es, wie wenn die, welche die Trompeten bliesen und sangen, nur eine Stimme hören ließen, um [Jahuwah] […] zu loben und ihm zu danken. Und als sie die Stimme erhoben mit Trompeten, Zimbeln, ja, mit Musikinstrumenten und mit dem Lob [Jahuwahs] […], dass er gütig ist und seine Gnade ewig währt, da wurde das Haus, das Haus [Jahuwahs] […], mit einer Wolke erfüllt,
so dass die Priester wegen der Wolke nicht hinzutreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten, denn die Herrlichkeit [Jahuwahs] […] erfüllte das Haus Gottes (Elohim).“ (2. Chronik 5,13-14.)
Beachte: Diese Verse sagen überhaupt nicht aus, dass jemand unter der Macht Jahuwahs zusammenbrach oder, dass dabei irgendein Heilungswunder stattfand. Das Gegenteil ist der Fall. Im Vers 11 finden wir die Information: „Alle Priester, die anwesend waren, hatten sich geheiligt“. Es stand im Widerspruch zum Gesetz über die Leviten, irgendeinen Mann zum Dienst vor Jahuwah zuzulassen, der nicht vollkommen gesund war. Daher brauchte kein Priester um ein Heilungswunder bitten. Wäre einer der Priester krank gewesen, wäre er bei dieser Gelegenheit nicht dabei gewesen. (Vgl. 3. Mose 21,16-23.)
Die Befürworter beziehen sich außerdem auf die Situation, in der unser Heiland im Garten Gethsemane verhaftet wurde. Als Jahushua die Häscher fragte, wen sie denn suchten, „antworteten [sie] ihm: [Jahushua] […], den Nazarener! [Jahushua] […] spricht zu ihnen: Ich bin’s! Es stand aber auch Judas bei ihnen, der ihn verriet. Als er nun zu ihnen sprach: Ich bin’s!, wichen sie alle zurück und fielen zu Boden.“ (Johannes 18,5-6.)
Ein weiterer Vers, der diese Praktik unterstützen soll, findet sich in der Geschichte über die Bekehrung des Saulus von Tarsus. „Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte; und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul! Saul! Warum verfolgst du mich?“ (Apostelgeschichte 9,3-4.)
Man kann jedoch weder den Zusammenbruch der bösen Menschen bei Jahushuas Verhaftung noch den Zusammenbruch des Saulus gebrauchen, um den modernen Glauben an „das Fallen im Geist“ für biblisch zu erklären. Die Menschen, die die unterschiedlichen Heilungsprediger aufsuchen, sind für gewöhnlich sehr ernsthafte Gläubige, die nach bestem Wissen und Gewissen handeln und den Segen Jahuwahs suchen.
Es gibt einige Stellen in der Heiligen Schrift, die beschreiben, dass ein Mann Jahuwahs durch die himmlische Herrlichkeit und göttliche Gewalt einfach überwältigt wurde. Doch immer wird dabei angegeben, dass die betreffende Person nach VORN auf den Boden fiel. Sie fiel in einem Akt der Anbetung auf ihr Angesicht. Ein Beispiel: „Und ich hörte den Klang seiner Worte; als ich aber den Klang seiner Worte hörte, sank ich ohnmächtig auf mein Angesicht zur Erde nieder. Und siehe, eine Hand rührte mich an, so dass ich mich zitternd auf meine Knie und Hände stützen konnte.“ (Daniel 10,9-10.)
Doch wenn die Menschen heutzutage „im Geist erschlagen werden“, passiert genau das Gegenteil. Als Daniel kollabierte, streckte der Engel sofort seine Hand aus, um ihn zu stärken. Auch Johannes, der Autor der Offenbarung, wurde sofort gestärkt, als er sich von der gewaltigen Herrlichkeit des Boten Jahuwahs überwältigt sah: „Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte“. (Offenbarung 1,17.)
Die „Evangelisten“ und „Heilungsprediger“, die ihre Besucher „mit dem Geist erschlagen“, strecken sich niemals nach den Personen aus, die da angeblich von der Macht Jahuwahs getroffen wurden, um sie zu stärken und ihnen wieder aufzuhelfen. Es erscheint viel eher, als ob sie in der Demonstration „ihrer“ Macht förmlich schwelgen. Die meisten von ihnen beschäftigen sogar „Auffänger“, die hinter den fallenden Personen bereits warten, um sie aufzufangen, damit diese sich beim Sturz nach hinten nicht verletzen.
Gleichen sie dem sanftmütigen und demütigen Heiland?
Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen sind bereits Personen bei diesen Veranstaltungen verletzt worden. Die Familie von Ella Peppard strengte eine Millionen-Dollar-Klage gegen den Evangelisten Benny Hinn an, Frau Peppard während einer „Erweckung“ ernsthafte Verletzungen erlitt, die zu ihrem Tod beitrugen, wie die Familienmitglieder behaupteten.
„Peppard, 85, verstarb am 23. September 1986 aufgrund von blockierten Arterien, nachdem sie wegen einer gebrochenen Hüfte ins Krankenhaus eingewiesen worden war. Sie erlitt die Fraktur 15 Tage zuvor, nämlich während eines Erweckungsgottesdienstes im „Faith Tabernacle“.“3
Peppard wartete in der Schlange, um ebenfalls den Segen von Hinn zu empfangen, als er den vor ihr stehenden Mann so hart schlug, dass dieser nach hinten flog, sie zu Boden riss und ihr dadurch die Hüfte brach.
Die Anklage besagt, dass Hinn anordnete, Peppard von der Bühne zu bringen und auf einen Sitz an der Vorderseite der Kirche zu platzieren, anstatt medizinische Hilfe für sie zu holen.
Als ein Pförtner anbot, medizinische Hilfe für Peppard zu holen, stoppte Hinn diesen Pförtner laut Zeugenaussagen und sagte: „Lass sie in Ruhe. Gott wird sie heilen.“4
Es gibt noch einen anderen Vorfall, in den Benny Hinn involviert war. Sein Sohn und zwei seiner Leibwächter wurden verhaftet, weil sie einen tauben und stummen Mann geschlagen und gefoltert hatten, der mit etwas Wasser auf die Bühne gekommen war und gesegnet werden wollte.
Hestephenson Araujo, 21, benötigte nach dem Vorfall eine Behandlung im Krankenhaus, wie berichtet wird. […] Der Vorfall ereignete sich während eines religiösen Kreuzzuges in Manaus, Nordbrasilien.
Die Polizei verhaftete Joshua Hinn, 21, und mit ihm zwei Leibwächter Benny Hinns, da diese im Verdacht standen, jemanden gefoltert zu haben, nachdem die drei Männer Mr. Araujo angeblich in einen Anhänger gesperrt und ihn körperlich angegriffen hatten. […]
Die Männer brachten Mr. Araujo zu einem Anhänger, der in der Nähe der Bühne geparkt war, wo sie ihn angeblich einsperrten und auf ihn einschlugen, während sie von ihm verlangten, dass er sich identifiziere.
Die Polizei sagte, dass die körperliche Aggression fortgesetzt wurde, da der Mann ihre Forderungen weder hören noch auf diese antworten konnte.
Nachdem besorgte Bürger die Polizei gerufen hatten, stürmten taktische Offiziere den Anhänger.5
Eine solche Handlung ist vollkommen unvereinbar mit den Taten Jahushuas und denen der Apostel! Robert Liichow war ursprünglich selbst in diese Bewegung involviert. Nun versucht er, die Menschen über den dahinterstehenden Irrtum aufzuklären. Er schreibt:
Die offensichtliche Frage lautet: Warum müssen wir Leute auffangen, die doch angeblich von Gott niedergeschlagen werden? […] Sie sagen, dass diese Manifestation direkt durch die Kraft und Gegenwart des Heiligen Geistes verursacht wird. Wenn das der Fall ist, ist er […] dann nicht mächtig genug, um dafür zu sorgen, dass diejenigen, die er durch seine Macht niederschlägt, durch seinen Segen nicht verletzt werden? Die Kirchen stellen „Auffänger“ ein, weil sie 1. wissen, dass die Menschen oft absichtlich hinfallen, da diese Reaktion erwartet wird, und 2., weil sie selbst nicht an ihre eigenen Glaubensgrundsätze glauben. Ganz offensichtlich ist [dieser] Gott nicht groß genug, um seine Nachfolger zu beschützen.
Außer den „Auffängern“ hatten wir noch Schwestern, […] die neben oder hinter den Auffängern mit großen Stoffbahnen standen. Ihre Aufgabe bestand darin, diese Laken über die Beine und den restlichen Körper der Frauen zu legen. Warum? Wann immer Frauen „im Geist erschlagen wurden“, fielen sie in sehr unschickliche Positionen.
Es gab Vorfälle, bei denen einige Frauen unglücklicherweise so hinfielen, dass ihre Kleider etwas nach oben flogen und sich ihre Beine in einem unangemessenen Winkel spreizten. Wenn der Herr sich also dazu entschied, seine Töchter auf diese Art und Weise bloßzustellen, mussten wir schnell da sein, um ihre Scham zu bedecken. Klingt das wirklich wie etwas, das [Jahuwah Elohim] […] seinen Töchtern antun würde?6
Der Weg in die Freiheit
Jahushua hat verheißen: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen!“ (Johannes 8,32.) Immer mehr Menschen, die einst aktiv in die Bewegung involviert waren, haben sich von dieser Verführung befreien können. Sie warnen nun andere vor diesem seltsamen Glauben. Einer von ist Mark Haville. Als er danach gefragt wurde, was ihn zum Austritt bewegt habe, antworte Haville, dass es einfach das Bibelstudium gewesen sei.7
Mike Wright, ein weiterer Glaubensbruder, der nicht länger annimmt, dass diese Praktiken von der Bibel unterstützt werden, weist in diesem Zusammenhang auf ein weiteres Problem hin: Die Gruppendynamik bzw. der Gruppenzwang. Er schreibt:
Benny Hinn sprach bei einem Gebetsfrühstück. Ich beobachtete ihn, als er ein Gebet für meine Mutter auf der anderen Seite unseres Tisches sprach. Die Gruppe von Evangeliumsverkäufern, welche diesen angehenden Superstar begleitete, führte sich wie ein Kader von Leibwächtern auf, der den Präsidenten beschützen muss. Durch die Art und Weise, in der sie auf uns zu kamen und sich durch die Menge bewegten, erregten sie große Erwartungen und Aufregung und verströmten eine Atmosphäre der Macht und des Prestiges.
Meine Mutter wurde nicht „im Geist erschlagen“. Doch sie sagte mir, dass das wahrscheinlich mit ihr passiert wäre, wenn Benny noch länger mit seiner Hand gegen ihre Stirn gedrückt hätte. Das war ihre Reaktion. Irgendwie war sie verlegen: War sie vielleicht nicht vertrauensvoll genug gewesen? Hatte sie diese Gabe nicht stark genug gewollt? Oder war sie vielleicht nicht gerecht genug gewesen, um mit diesem (angeblich) wundervollen Akt des Heiligen Geistes gesegnet zu werden? (Das war mein erstes Erlebnis aus erster Hand, bei dem ich erlebte, welche Schuldgefühle dem Suchenden bzw. dem Empfänger implizit – und manchmal auch explizit – auferlegt werden.)8
Die Person, die einen Segen oder eine Heilung sucht, wird unter großen Druck gesetzt. Denn an ihr soll sich die Macht des Geistes körperlich wahrnehmbar erweisen. Wenn dies nicht der Fall ist, wird (von den Beobachtenden und von der Person selbst) angenommen, dass die Schuld daran bei der Person liegt, die nicht genug Glauben gehabt hat. Es handelt sich dabei um eine Art Gruppenzwang im geistlichen Bereich. Wright schließt seine Beobachtungen mit den traurigen Worten ab:
Ich könnte euch von Geschichten aus 30 Jahren berichten. Doch die Schlussfolgerung aus ihnen allen besteht darin, dass wir (unwissend) an einer Farce teilgenommen haben. Wir wurden von Menschen verführt, die es besser wussten oder die es besser hätten wissen müssen. Nachdem wir [Jahuwahs] […] Wort in dieser Frage ausführlichst studiert haben, können wir nun die Lehre von dem „Erschlagen-Werden im Geist“ brandmarken. Man findet diese Praktik nirgends in der Bibel. Nur auf Feinde [Jahuwahs] […] traf eine überwältigende Macht, die sie auf den Rücken fallen ließ. In jedem anderen Fall, der dort beschrieben wird, fielen die Männer, die in die Gegenwart Jahuwahs kamen, nach vorn auf ihr Gesicht (in demütiger Anbetung) oder sie STARBEN.9
Die Beeinflussung des Geistes
Das Ereignis, dass Menschen „im Geist erschlagen werden“, ist vor allem in großen Versammlungen zu beobachtet bzw. dann, wenn der Prediger eine besondere „Heilungszeit“ einlegt. Er oder sie wird umhergehen, die Hand auf die Stirn einer kranken Person legen und diese wird dann auf den Rücken fallen. Einige „Glaubensheiler“ wie z. B. Benny Hinn scheinen sich mit der „Kraft des Heiligen Geistes“ sogar einen Spaß zu machen. Er wedelt mit seinem Jackett vor der Menschenmasse herum oder pustet sie auch nur an. Es ist geradezu vorhersehbar, dass daraufhin die Menschen in sich zusammenbrechen.
Der bereits erwähnte Mark Haville wurde in einem Interview gefragt, warum und wie man jemanden „im Geist erschlagen kann“. Er listete die folgenden Gründe auf:
Menschen sind beeinflussbar. Man kann eine Person in einen beeinflussbaren Zustand des Geistes oder in einen veränderten Gewissenszustand versetzen, in dem sie anfälliger dafür sind, sich von einem Redner und von den Reaktionen der umgebenden Menschen beeinflussen zu lassen.
Diejenigen, die das Programm zusammenstellen, wählen absichtlich Musik, die mit der Herzfrequenz der Leute übereinstimmt. Der Rhythmus in der Lobpreismusik stimmt meistens mit dem Herzkreislaufsystem überein.
Die Unterhaltungsindustrie ist sich der Macht der Gruppendynamik sehr wohl bewusst. Daher bauen Comedians und Rockstars Eröffnungsakte in ihre Programme ein, um „die Menge aufzuwärmen“. Die Gruppendynamik funktioniert auch, wenn Heilungsprediger von ihr Gebrauch machen. Wenn jemandem bewusst ist, dass jeder um ihn herum erwartet, dass er hinfällt, sobald er an der Stirn berührt wird, werden die meisten Menschen tatsächlich hinfallen.
Sich wiederholende Sprachmuster und sogar gewisse Stimmlagen oder Töne können dazu beitragen, dass bestimmte Denkweisen anderen Menschen leichter aufgeprägt werden. Neuro-linguistische Programmierung (NLP) und die Eriksonian-Hypnose sind sogar in jene christlichen Denominationen eingedrungen, die nicht pfingstlerisch geprägt sind. So kommt es, dass manche Pastoren sich der Fähigkeit rühmen, ihre Gemeinden hypnotisieren zu können.
Unter diesen Umständen sind die Menschen verwundbar und anfällig für Hypnose. Für eine gewisse Zeitperiode kann es so aussehen, als ob ihr Schmerz wirklich verschwunden ist. Doch nachfolgende Studien haben gezeigt, dass die überwiegende Anzahl von Menschen, die zuerst glaubten, dass sie geheilt seien, es faktisch nicht war.
Charles S. Price hielt in Britisch Kolumbien einen Erweckungsgottesdienst ab, bei dem 350 Personen aussagten, dass sie geheilt worden seien. Eine Nachfolgestudie enthüllte 6 Monate später sehr verstörende Tatsachen. Von den 350 Personen, die angenommen hatten, dass sie geheilt worden seien, waren 301 noch immer krank, 39 waren verstorben und 5 hatten den Verstand verloren. Nur 5 Personen von ihnen behaupteten immer noch, geheilt worden zu sein.10
Harville gibt zu, dass genau dieselben Methoden und Praktiken in den östlichen Religionen und in den verschiedenen Traditionen der Mystiker überall auf der Welt in Gebrauch sind.
Paulus hat die Christen davor gewarnt, dass Satan sich selbst als ein Engel des Lichts darstellen kann. Er schrieb: „Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken entsprechend sein.“ (2. Korinther 11,14-15.) Genau das passiert in der Pfingstbewegung: Veränderter Gewissenszustand, Trancezustände, Hypnose etc. Die christlichen Gurus kleiden die okkulten Praktiken in Gewänder des Lichts, indem sie eine christliche Terminologie benutzen: Sie beten zu „Jesus“, rufen zu einer „Erweckung“ auf und ermahnen die Christen dazu, doch einen starken „Glauben“ zu haben.
Es hat schon oft Glaubensheilungen und andere Phänomene gegeben, die „der Kraft des Heiligen Geistes“ zugeschrieben wurden. Im Jahr 1994 erfuhren diese Dinge eine sehr große Wiederbelebung innerhalb der Toronto Airport Church in Toronto, Kanada. Paul Goldee11, einer der Gründer dieser Bewegung, war am Anfang ehrlich davon überzeugt, dass hier Jahuwah am Werk sei. Doch nachdem er gesehen hatte, dass einige Menschen wie Hunde geheult oder sich absolut tierisch benommen hatten, während sie doch angeblich unter der Macht des „Heiliges Geistes“ standen, fing er an, seine Meinung zu hinterfragen. Konnte dies alles wirklich von Jahuwah stammen? Er warnt:
Heute würde ich sagen, dass es etwas weitaus Dunkleres ist. […] Heute glaube ich, dass dieser Geist ein falscher Geist, ein betrügerischer Geist und nicht der Heilige Geist der Bibel ist. […] Ich würde sagen, dass es nie eine echte, wahrhaftige Manifestation des Heiligen Geistes gewesen ist, weil die Frucht dieser Kirche faul ist. […] Der Heilige Geist ist, wie sein Name schon sagt, heilig. Er wird keinen Menschen dazu ermutigen, etwas zu tun, was unheilig ist.
Die Menschen […] wurden im Ebenbild [Jahuwahs] […] erschaffen. Warum sollte Jahuwah die Menschheit entwürdigen, indem er dafür sorgt, dass sie sich wie Tiere benehmen? Wenn es bei diesen Treffen etwas gibt, was sich dort manifestiert und der Heiligen Schrift widerspricht, ist dort nicht [Jahuwah] […] am Werk, da [Jahuwah] […] sich nicht ändert. […] Nimm es nicht an. Glaube nicht, dass es dabei um eine leichte Sache geht. […] Dies stammt nicht von [Jahuwah] […]. Hier zeigt sich das Muster des Teufels und […] es wird Zerstörung unter den Männern, den Frauen und den Kindern anrichten, die es empfangen.12
Die Bibel beschreibt an keiner Stelle, dass die frühen Christen sich jemals in einem der würdelosen Zustände befanden, wie jene, die „im Geiste erschlagen werden“. Die biblische Anbetung ist heilig, da auch Jahuwah heilig ist. Er zerstörte niemals mit Freude die persönliche Würde eines Individuums. Zu den Früchten des Heiligen Geistes gehört die Kontrolle über sich selbst. Würde Jahuwah etwas aktiv zerstören, das er doch in deinen Charakter einpflanzen möchte?
Vergleiche einmal das unberechenbare und würdelose Verhalten jener, von denen gesagt wird, dass sie „im Geiste erschlagen worden seien“, mit dem Benehmen jener, die tatsächlich die heilende Berührung des Herrn Jahushua erlebten:
„Und sie kamen ans andere Ufer des Sees in das Gebiet der Gadarener. Und als er aus dem Schiff gestiegen war, lief ihm sogleich aus den Gräbern ein Mensch mit einem unreinen Geist entgegen, der seine Wohnung in den Gräbern hatte. Und selbst mit Ketten konnte niemand ihn binden, denn schon oft war er mit Fußfesseln und Ketten gebunden worden, aber die Ketten wurden von ihm zerrissen und die Fußfesseln zerrieben; und niemand konnte ihn bändigen. Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Gräbern, schrie und schlug sich selbst mit Steinen. Als er aber [Jahushua] […] von ferne sah, lief er und warf sich vor ihm nieder, schrie mit lauter Stimme und sprach: [Jahushua] […], du Sohn [Jahuwahs] […], des Höchsten, was habe ich mit dir zu tun? Ich beschwöre dich bei Gott (Elohim), dass du mich nicht quälst! Denn Er sprach zu ihm: Fahre aus dem Menschen aus, du unreiner Geist! Und er fragte ihn: Was ist dein Name? Und er antwortete und sprach: Legion ist mein Name; denn wir sind viele! Und er bat ihn sehr, sie nicht aus dem Land zu verweisen. Es war aber dort an den Bergen eine große Herde Schweine zur Weide. Und die Dämonen baten ihn alle und sprachen: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie fahren! Und sogleich erlaubte es ihnen [Jahushua] […]. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und die Herde stürzte sich den Abhang hinunter in den See. Es waren aber etwa 2 000, und sie ertranken im See. Die Schweinehirten aber flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land. Und sie gingen hinaus, um zu sehen, was da geschehen war. Und sie kamen zu [Jahushua] […] und sahen den Besessenen, der die Legion gehabt hatte, dasitzen, bekleidet und vernünftig; und sie fürchteten sich.“ (Markus 5,1-15.)
Beachte: Jahuwah bewirkte eine Verwandlung im Verhalten des Menschen, die im direkten Gegensatz zu dem Verhalten derer steht, die „im Geiste erschlagen sind“. Wie die oben genannte Geschichte berichtet, beruhigte der Geist Jahuwahs das unberechenbare Verhalten des Mannes, der von Dämonen besessen war, und verhalf ihm wieder zu einem gesunden Verstand. Wer für die unbiblische Praktik des „Erschlagens im Geiste“ eintritt, stellt das Gegenteil unter Beweis: Denn dabei verfallen Menschen mit einem anscheinend gesunden Geist plötzlich in einen Gefühlszustand, in dem sie rücksichtslos und ganz unberechenbar werden.
Echte, biblische Spiritualität
Die Heilige Schrift ermahnt die Gläubigen: „Prüft alles, das Gute behaltet! Haltet euch fern von dem Bösen in jeglicher Gestalt!“ (1. Thessalonicher 5,21-22.) Jahuwah ruft die heutigen Christen dazu auf, zur echten Spiritualität der Bibel zurückzukehren. Innerhalb einer lärmenden Gruppe kommt kaum eine Verbindung mit dem Allmächtigen zu Stande. Eine authentische, geistliche Erfahrung kann man nur individuell machen. In der Stille hört die einsame Seele die leise Stimme Jahuwahs mitunter viel deutlicher.
Auf dem Berg Horeb durfte der Prophet Elia lernen, dass Jahuwah sich nicht in dem großen, mächtigen Sturm befand, der um den Berg tobte. Er befand sich auch nicht in dem Erdbeben, welches den Boden erschütterte. Er war auch nicht in dem wütenden Chaos des Feuersturms gegenwärtig. Stattdessen sprach der Schöpfer allen Lebens mit seinem Diener ganz persönlich und mit einer ruhigen, sanften Stimme. (Vgl. 1. Könige 19,11-12.)
Diese Lehre gilt uns heute genauso. Der himmlische Vater kennt die Sehnsucht deines Herzens nach einer engen und innigen Verbindung zu ihm. Er wird sie nicht ungestillt lassen. Er selbst hat dir diesen Wunsch ins Herz gepflanzt!
Nimm dir Jahushua zum Beispiel. „Und am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort.“ (Markus 1,35.) Es kann sein, dass du dich in einem überfüllten Wohnhaus befindest. Du kannst von ungläubigen Familienmitgliedern umgeben sein. Doch auch du kannst dich an einen einsamen Ort zurückziehen.
Vielleicht ist dein ruhiger Ort dein Schlafzimmer oder dein Badezimmer. Vielleicht ist es eine Bank in einer stillen Parkecke. Vielleicht ist es dein Auto, das ganz hinten auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt steht. Vielleicht kannst du nur dann zur Ruhe kommen, wenn du dich im Badezimmer einschließt. Wo auch immer du dir ein wenig stillen Raum erkämpfen kannst, um dich beim Bibellesen und Beten auf die ruhige, leise Stimme deines Vaters zu konzentrieren und ihr zuzuhören, wird er sich dir nahen und mit dir persönlich reden.
Die Praxis, im Geist „erschlagen“ zu werden, beruht zu einem großen Teil auf emotionaler Aufregung.
Indem sie einen Segen suchen, haben sie die Wahrheit verlassen und sie durch eine übernatürliche Erfahrung ersetzt. Es ist keine biblische Erfahrung, aber sie kann übernatürlich sein. So haben sie sich versehentlich für eine Täuschung geöffnet, indem sie diese Sache fraglos und ohne Prüfung akzeptierten. […] Die Menschen sind der ältesten Scharade erlegen. In ihrem Verlangen, gesegnet zu werden, haben sie die Wahrheit verlassen und durch eine übernatürliche Erfahrung ersetzt, ohne davor zu prüfen, ob deren Quelle ein biblisches Fundament besitzt.13
Die göttliche Wahrheit verlässt sich nicht auf Gefühle, sondern appelliert an den Verstand. Jahuwah sagt: „Kommt doch, wir wollen miteinander rechten!“ (Jesaja 1,18; im englischen Text steht das Verb reason: seinen Verstand gebrauchen, überlegen, vernünftig urteilen.) Gebrauche also deinen Verstand und vergleiche Lehren und Theorien über Jahuwah mit der Bibel. Bewerte die Theologie nicht nach deinen Gefühlen. Denn die emotionalen Höhen, die von den Zuschauern eines Rockkonzerts durchlebt werden, erzeugen dasselbe Zusammengehörigkeitsgefühl und dieselbe Euphorie, die du auch bekommen kannst, wenn du mit 2000 anderen Gläubigen bei einem Bibeltreffen Hymnen und Lobpreislieder singst.
Man sollte niemals Gefühle als einen Beweis für irgendetwas ansehen, schon gar nicht, wenn es um etwas so Wichtiges wie die Erlösung geht. Die Erlösung erfordert Umkehr, Buße und den Glauben an Jahuwah, keinen ekstatischen Trancezustand und keinen emotionalen Höhenflug.
Bist du schon einmal in solche irrationalen, gefühlsbetonten Ereignisse involviert gewesen? Dann vertraue bitte nicht darauf, dass unsere Meinung schon stimmen wird. Wir halten diese Praktiken für unbiblisch. Doch du kannst selbst in der Bibel nachlesen! Prüfe alle Dinge mit dem Wort Jahuwahs. Lege das beiseite, welches mit seinem Wort nicht übereinstimmt und halte fest, was gut ist. Jahuwah wird den Seelenhunger eines jeden Menschen stillen, der sich nach einer innigen Beziehung zu ihm sehnt.
1 J.
F. C. Hecker: Epidemics of the Middle
Ages. S. 127; eig. dt. Übers.
2 Matt Slick: What Does It Mean To Be Slain In The Spirit?” Christian
Apologetics and Research Ministry; eig. dt. Übers.
Bestechung ist eine Handlung, bei der man seine Position ausnutzt, um Geld, Eigentum, usw. auf unehrliche Weise zu erwerben. Sie ist oft mit politischer Einflussnahme verbunden. (Vgl. Def. „Graft“ Webster’s Dictionary.) Die Irrlehre des Wohlstandsevangeliums bewegt ihre Anhänger zu geistlichen Bestechungsversuchen.
Am 9. August 2016 veröffentlichte die New York Posteinen Artikel, der mit der überraschenden Behauptung begann: „Hillary Clinton sorgt dafür, dass das State Departement der USA käuflich ist. Ihre Berater ziehen die Fäden und erweisen denen Gefallen, die der Clinton-Foundation fette Spenden zukommen lassen, wie die Smoking-Gun-Emails erkennen lassen, die am Dienstag veröffentlicht wurden.“ Der Artikel war recht vorsichtig formuliert worden, um keine Gesetze zu verletzen, die vor Verleumdung schützen sollen. Doch schon in der Überschrift steckt die Schlussfolgerung: „Emails zeigen Hillarys schockierendes Bestechungsmodell.“
Bestechung ist manchmal gleichbedeutend mit Politik. Doch gleichzeitig ist sie illegal. Daher versuchen die Politiker, die sie gebrauchen, die Beweise für Korruption nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Es ist möglich, dass die Korruptionsvorwürfe Hillary Clinton im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft gegen Donald Trump sehr viele Stimmen gekostet haben, so dass sie überraschenderweise verlor. Doch auch der Protestantismus ist von Korruption betroffen. Viele geistliche Leiter haben sich dadurch schuldig gemacht.
Nach dem 2. Weltkrieg erlebte die evangelikale Welt in Amerika eine förmliche Explosion. Überall entstanden Erweckungsbewegungen, vor allem in den Pfingstgemeinden.
1941 trat Amerika in den Weltkrieg ein. Innerhalb kurzer Zeit verwandelten sich die Vereinigten Staaten, die unter einer wirtschaftlichen Depression gelitten hatten, in ein finanzielles Kraftwerk. […] Nach dem 2. Weltkrieg konnte Amerika sich als doppelt gesegnet betrachten. […] Es brauchte keine großen Wunder mehr, um sich einer guten Gesundheit zu erfreuen. […] Das positive Denken und die Triumphstimmung innerhalb der Nation schaukelten sich gegenseitig auf […]. Sogar die Anhänger der Pfingstbewegung stellten fest, dass die Botschaft unwiderstehlich war. In den 1940er und 1950er Jahren begannen unabhängige Heilungsevangelisten der Pfingstbewegung, über finanziellen Segen, geistliche Gesetze und die Bedeutung eines intensiven Glaubens zu predigen. Indem sie den Fokus auf die Kraft des Geistes legten, die ihnen Gesundheit und Wohlstand verschaffen sollte, legten sie die Basis für den Beginn der modernen Wohlstandsbewegung.1
Kenneth und Gloria Copeland sind durch die Verkündigung ihrer Irrlehre vom „hundertfachen Gewinn“ sehr wohlhabend geworden.
Innerhalb dieser amerikanischen Erweckungsbewegung der Nachkriegszeit wurde eine neue Irrlehre geboren: Das „Wohlstandsevangelium“. Nach der Definition von Bradley A. Koch beinhaltet diese Ideologie folgende Punkte: „Das Wohlstandsevangelium besagt, dass Gott will, dass die Leute Wohlstand besitzen, insbesondere im finanziellen Bereich. Anhänger des Wohlstandsevangeliums glauben, dass eine großer Besitz ein Zeichen für den Segen Gottes ist und dass die Armen arm sind, weil sie nicht genug Glauben haben.“2
Es klingt angenehm: „Brauchst du dringend Geld? Gib das, was du hast, Gott! Er wird dir ein volles und überfließendes Maß zurückgeben!“ Gloria und Kenneth Copeland predigen die Lehre vom hundertfachen Gewinn. In ihrem Buch „God’s Will Is Prosperity“ (Wohlstand ist Gottes Wille) schreibt Gloria Copeland:
Du investierst 1 Dollar in die Sache des Evangeliums? Dann gehören dir 100 Dollar. Gib 10 Dollar und erhalte 1’000 Dollar. Gib 1’000 Dollar und empfange 100’000 Dollar. Ich weiß, dass du es vermehren kannst. Doch ich möchte, dass du schwarz auf weiß sehen kannst, wie gewaltig der hundertfache Gewinn ist, der zu dir zurückkehrt. […] Spende ein Haus und erhalte hundert Häuser oder ein Haus, das den hundertfachen Wert besitzt. Spende ein Flugzeug! Du wirst den hundertfachen Gewinn vom Wert des Flugzeugs zurückbekommen. Gib ein Auto her und der Gewinn, der zu dir zurückkommt, wird dich dein Leben lang mit Autos versorgen. Kurzum, Markus 10,30 stellt ein gutes Geschäftsmodell dar.3
Das ist sogar schlimmer als Korruption. Das ist Simonie. Simonie ist eine Bestechung, die sich in ein Lichtgewand gekleidet hat. Ihre Definition lautet: „Der Kauf oder Verkauf von kirchlichen Ämtern, kirchlichen Erlaubnissen oder anderen Dingen, die als heilig oder geistlich angesehen werden.“4 Dieser Begriff wird von dem Namen Simon Magus abgeleitet. Die biblische Geschichte über ihn beinhaltet eine scharfe Warnung an alle Gläubigen, den Gefahren dieses falschen Evangeliums aus dem Weg zu gehen.
Simon Magus
Simon war ein Zauberer in Samaria. Diese Tätigkeit brachte ihm großen Gewinn ein, so dass er ein angenehmes Lebens führen konnte. Er hatte alle Anwohner in seiner Umgebung davon überzeugen können, dass die „Wunder“, die er vollbrachte, von Jahuwah stammten.
Doch dann kam Philippus in die Stadt. Die Menschen bemerkten, dass es einen großen Unterschied gab zwischen den Wundern, die Philippus durch den Glauben an Jahuwah vollbrachte, und denen, die Simon durch Beschwörung und schwarze Magie bewirkte. Sie waren so beeindruckt, dass sie nun zu den Predigten des Philippus zusammenströmten, obwohl sie sich vorher durch Simon hatten betrügen lassen. Es geschahen sehr viele Wunder: Die Kranken wurden geheilt, die Teufel und Dämonen wurden ausgetrieben. Sogar Simon selbst wurde davon mitgerissen. Er sagte, er würde glauben, und ließ sich taufen. Doch die Geschichte ging noch weiter.
Als die Apostel in Jerusalem davon hörten, dass Samaria bekehrt worden sei, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Gleich nach ihrer Ankunft beteten Petrus und Johannes für die Bekehrten und baten den Vater darum, seinen Geist auf sie auszugießen. Und er tat es!
Simon Magus sah dies alles mit an und war sprachlos. Hier sah er eine Macht, auf die er keinen Zugriff hatte. Er wollte sie haben! Er fragte Petrus, ob er ihm diese Fähigkeit verkaufen würde. „Als aber Simon sah, dass durch die Handauflegung der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld und sprach: Gebt auch mir diese Vollmacht, damit jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt! “ (Apg. 8,18-19.)
Petrus war entsetzt. Er wies Simon Magus sehr scharf zurück. Seine Antwort gehört zu den heftigsten Verurteilungen, die die Bibel enthält: „Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu können! Du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott! So tue nun Buße über diese deine Bosheit und bitte [Jahuwah] […], ob dir die Tücke deines Herzens vielleicht vergeben werden mag; denn ich sehe, dass du in bitterer Galle steckst und in Fesseln der Ungerechtigkeit!“ (Apostelgeschichte 8,20-23.)
Dieser Artikel soll aufzeigen, dass die Sünde des Simon Magus das Fundament des sogenannten „Wohlstandsevangeliums“ bildet.
Ketzerische Irrtümer
Diese Philosophie des Wohlstandsevangeliums ist von Falschaussagen durchsetzt. Sie beruht auf drei Behauptungen:
Wohlstand und Reichtum sind Zeichen für Jahuwahs Gunst und seinen Segen.
Armut ist ein Zeichen dafür, dass Jahuwah mit dir oder mit irgendeiner Sache in deinem Leben unzufrieden ist.
Wenn du Jahuwah etwas gibst, ist er durch sein Wort daran gebunden, dir mehr zurückzugeben, als du ihm gegeben hast.
Die Autoren Russell S. Woodbridge und David W. Jones zählen in ihrem Buch „Health, Wealth & Happiness: Has the Prosperity Gospel Overshadowed the Gospel of Christ?“ („Gesundheit, Wohlstand und Glück: Hat das Wohlstandsevangelium das Evangelium Christi überschattet?“) fünf theologische Fehler auf, durch die die Verkünder des Wohlstandsevangeliums ihre Anhänger in die Irre führen.
Diese Irrtümer lauten:
Aufgrund des Bundes zwischen Gott und Abraham kann man Anspruch auf materiellen Reichtum erheben.
Die Versöhnung durch Jesus erstreckt sich auch auf die „Sünde“ der materiellen Armut.
Christen spenden, um von Gott materiell entschädigt zu werden.
Der Glaube ist eine geistliche Kraft, die man selbst erzeugt und die zum Wohlstand führt.
Das Gebet ist ein Werkzeug, das Gott dazu zwingt, Wohlstand zu gewähren.5
1. Aufgrund des Bundes zwischen Gott und Abraham kann man Anspruch auf materiellen Reichtum erheben.
Der Wohlstandsprediger Joel Osteen leitet die Lakewood Church, eine nicht-denominationale, charismatische Megakirche. Im Durchschnitt besuchen 52’000 Leute die Veranstaltungen pro Woche. Joel und Victoria Osteen leben in einer großen Villa im Wert von 10’500’000 Dollar.
Wohlstandsprediger verdrehen die Bibel, wenn sie verkünden, dass geistlicher Segen, der in der Bibel verheißen wird, zwangsläufig materiellen Wohlstand mit sich bringt. Das ist ein großer Fehler. So treibt man seine Anhänger dazu, sich auf sehr gefährliches Gebiet zu wagen. Edward Pousson fasst die These des Wohlstandsevangeliums in Bezug auf den Bund mit Abraham in der Aussage zusammen: „Christen sind Abrahams geistliche Kinder und Erben der Segnungen des Glaubens. […] Dieses Erbe Abrahams wird vor allem in materieller Hinsicht beansprucht.“6
Oft wird ein Text des Paulus zitiert, um diese verdrehte Interpretation zu unterstützen: “Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch wurde um unsertwillen […], damit der Segen Abrahams zu den Heiden komme in Christus Jesus.” (Galater 3,13-14.)
Das Problem besteht darin, dass hier nur der halbe Vers zitiert wird. Denn der Rest des Verses weist auf die geistliche Komponente hin, um die es Paulus eigentlich geht: „…damit der Segen Abrahams zu den Heiden komme in [Jahushua, dem Gesalbten,] […] damit wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war.“ (Galater 3,14.)
Der Erlöser erklärte das Werk des Heiligen Geistes mit deutlichen Worten:
Es ist gut für euch, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch.
Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden. Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht;
von Sünde, weil sie nicht an mich glauben;
von Gerechtigkeit aber, weil ich zu meinem Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht;
vom Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.
Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.
Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. (Johannes 16,7-13.)
Beachte: In diesen Versen findet sich nicht eine einzige Verheißung, die sich auf materiellen Wohlstand bezieht. Jahuwahs Geist beschert den Gläubigen einen Zugang zu den geistlichen Segnungen des Himmels. Darin besteht ihr Wohlstand! Die Bestätigung dafür finden wir in Galater 3,29, wo es heißt: „Wenn ihr aber Christus angehört, so seid ihr Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.“ Hier geht es offensichtlich um eine geistliche Bedeutung und nicht um eine physische. Wenn ein Heide Christ wird, ändert sich nicht plötzlich auf magische Weise seine DNA. Wir behalten unsere körperlichen Eigenschaften auch nach unserer Bekehrung, obwohl wir dann Abrahams geistliche Nachkommen sind. Daraus folgt, dass die Verheißung sich auf geistliche Reichtümer bezieht und nicht auf materiellen Wohlstand.
Die Prediger des Wohlstandsevangeliums sind die einzigen Personen, die einen großen materiellen Gewinn
daraus ziehen. In diesem Video ist die gerichtliche Befragung von Pastor David E. Taylor bezüglich
des Missbrauchs von kirchlichen Geldern zu sehen. Er gehört zu Joshua Media Ministry International.
2. Die Versöhnung durch Jesus erstreckt sich auch auf die „Sünde“ der materiellen Armut.
Oberflächlich betrachtet klingt auch das erst einmal gut. Doch indem man den Leuten beibringt, dass sie materielle Armut als Sünde anzusehen haben, legt man ihnen eine unglaubliche Last auf die Schultern. Wenn man diesen Faden weiterspinnt, sind nämlich auch körperliche Leiden und Krankheiten als Sünden zu betrachten. Kenneth Copeland schreibt:
Das Grundprinzip des christlichen Lebens besteht in dem Wissen, dass Gott unsere Sünde, Krankheit, Trauer, Sorge und Armut bei der Kreuzigung auf Jesus gelegt hat. Es wäre ungerecht, wenn Gott uns nun irgendetwas davon auferlegen würde, um uns etwas beizubringen oder unseren Glauben zu stärken. Die Ansicht, dass Gott der Krankheit einen Sinn gibt, bedeutet letztlich, dass Jesus unsere Krankheit umsonst getragen hat. Was für eine Beleidigung seiner Liebe, seiner Fürsorge und seines Mitgefühls für uns!7
Wir haben es hier mit derselben Last zu tun, die schon die Pharisäer den unschuldig Leidenden aufbürden wollten! Jahushua wies solche Ansichten stets zurück.
Und als er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, so daß dieser blind geboren ist, er oder seine Eltern?
Jahushua antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Jahuwahs offenbar werden! (Vgl. Johannes 9,1-3.)
3. Christen spenden, um von Gott materiell entschädigt zu werden.
Es gibt ein Wort dafür. Es nennt sich Bestechung. Denn dabei geht es um „eine Geldzahlung oder eine Gunst, die man gewährt oder verspricht, um das Urteil und das Verhalten einer Person, die sich in einer Vertrauensposition befindet, zu beeinflussen, […] etwas, das zur Beeinflussung dient oder einen Anstoß dazu gibt“.8 In den meisten Ländern ist Bestechung ein strafbares Verbrechen. Dennoch machen sich Christen genau dieser Sache schuldig, wenn sie Gott etwas geben, um dafür etwas von ihm zu bekommen. (Anmerkung: In der Antike regelten die heidnischen Römer ihre religiösen Angelegenheiten nach dem Grundsatz: „Ich gebe, damit du gibst.“)
Die Wohlstandsprediger unterstützen dieses Verhalten. Sie behaupten sogar, dass es ein „Entschädigungsgesetz“ gibt. Es geht ihnen also nicht um selbstlose Gaben, sondern um selbstsüchtige Investitionen. Sie geben nur, um etwas Besseres zurückzuerhalten. Dies widerspricht der Lehre Jahushuas. Denn er sagte: „Vielmehr liebt eure Feinde und tut Gutes und leiht, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein, denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.“ (Lukas 6, 35.) Die große Belohnung wartet im Himmel. In dieser Welt geht es für Christen nicht um materiellen Reichtum. Jahuwah ist nicht dazu verpflichtet, dafür zu sorgen. Er er hat dies auch niemandem verheißen.
4. Der Glaube ist eine geistliche Kraft, die man selbst erzeugt und die zum Wohlstand führt.
„Der Kenneth Copeland Airport, ein privater Flughafen, der durch das Missionswerk eingerichtet wurde, ist auf der Nordostseite des Anwesens zu sehen. Dort stehen ein Jet der Organisation im Wert von 20 Millionen Dollar und noch ein kleinerer. Im Jahr 2007 wurde Copeland beschuldigt, den Jet für Privatreisen und Freunde genutzt zu haben.“ Copeland „besitzt drei Flugzeuge und seine Kirche, die nordwestlich von Fort Worth liegt, hat auch eine kleine Flotte.
Im März kaufte seine Kirche einen Jet, der eine Meile in 6 Sekunden zurücklegen kann, nachdem sie zu Spenden aufgerufen und 20 Millionen Dollar bekommen hatte. Kürzlich bekam die Kirche noch ein fünftes Flugzeug, nämlich einen Jet im Wert von 3,4 Millionen Dollar.“
Die Bibel lehrt, dass der Glaube ein Geschenk ist. Er wächst, wenn er das Wort Jahuwahs hört und annimmt. Die Definition lautet: „Vertrauen; der Verstand verlässt sich dabei auf die Wahrheit der Aussagen einer anderen Person, gestützt auf deren Autorität und Wahrhaftigkeit und ohne weiteren Beweis.“9Das ist Glaube. Wohlstandsprediger unterbreiten ihren Zuhörern ein schlüpfriges Lockvogelangebot. Sie benutzen ein Wort mit einer positiven Bedeutung („Glaube“) und wandeln es um, indem sie ihm einen neuen Inhalt zuschreiben, der durch das Wort Jahuwahs nicht unterstützt wird!
Kenneth Copeland verkündet: „Glaube ist eine geistliche Kraft, eine geistliche Energie, eine geistliche Macht. Diese Kraft des Glaubens sorgt dafür, dass die Gesetze der geistlichen Welt funktionieren. […] Es gibt bestimmte Gesetze, die über den Wohlstand bestimmen, und sie sind im Wort Gottes offenbart worden. Der Glaube bringt sie dazu, zu wirken. Sie arbeiten, wenn man dazu bringt, und sie hören damit auf, wenn die Kraft des Glaubens gestoppt wird.“ Er setzt noch die blasphemische Behauptung hinzu: „Erkennst du, wie es funktioniert? Die Gesetze des Wachstums und des Wohlstandes wirken genauso wie die für die Erlösung, die Heilung und so weiter.“10
Doch der Glaube, von dem die Wohlstandsprediger reden, ist etwas anderes als der Glaube, von dem die Evangelien erzählen. Das „Wohlstandsevangelium“ ist ein falsche Evangelium. Paulus sprach oft von Irrlehrern und warnte die Christen davor, „damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen.“ (Epheser 4,14.) )
5. Das Gebet ist ein Werkzeug, das Gott dazu zwingt, Wohlstand zu gewähren.
Wohlstandsprediger bringen ihren Anhängern noch eine vermessene Ansicht bei: „Bestimmte Worte und Ansprüche zwingen den Allmächtigen dazu, das zu tun, wonach der Gläubige fragt.“ Es besteht hier kein Unterschied zu den Beschwörungsriten und -formeln der Heiden: Auch diese sollten die Geister dazu zwingen, den Menschen dienstbar zu sein!
Creflo A. Dollar verkündet: „Nun, du musst etwas über Geld hören. Denn du wirst keine Liebe, keine Freude und keinen Frieden haben, bis du etwas Geld bekommst!“
Creflo Dollar ist ein amerikanischer Televangelist und Gründer der „World Changers Church International“. Er schreibt in seinem Buch “Prayer: Your Path to Success” („Gebet: Dein Weg zum Erfolg“): „Wenn wir beten und dabei glauben, dass wir bereits bekommen haben, worum wir beten, hat Gott keine andere Wahl, als unsere Gebete zu erfüllen. Er ehrt sein Wort, nicht unsere Gefühle. […] Wenn wir dem Wort erlauben, die Grundlage unseres Gebetslebens zu werden, wird unser Vertrauen in unsere Gebete zu neuen Höhen aufsteigen.“11
Das Gebet ist der Atem der Seele. Doch es ist niemals ein Mittel, durch das wir den Allmächtigen dazu zwingen könnten, unseren Forderungen nachzukommen. Im Garten Gethsemane bat der Heiland inständig darum, dass der „Kelch des Leidens“ an ihm vorübergehen möge und er ihn nicht würde trinken müssen. Doch immer, wenn er darum bat, setzte er die Worte hinzu: „Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“(Lukas 22,42.)
Wir sollen unser Vertrauen nicht auf die Macht unserer Gebete setzen, sondern auf die Liebe des Vaters und die Verdienste seines Sohnes!
Die Anmaßung, Jahuwah Befehle zu erteilen
David bat: “Wer kann schon merken, wie oft er versagt? Vergib mir auch die verborgene Schuld! Und halte mich vor dem Hochmut zurück, dass er nie über mich herrscht! Dann stehe ich ohne Tadel da und werde vor großem Unrecht bewahrt.” (Psalm 19,13; NeÜ.) Die ganze Wohlstandsirrlehre beruht auf hochmütigen Anmaßungen. Man hat einfach angenommen, dass eine Person vollkommen unabhängig von dem Zustand ihres Herzens Verheißungen in Anspruch nehmen kann, um sich alle ihre Wünsche zu erfüllen!
David W.
Jones schreibt in seinem Vorwort zu Health, Wealth
& Happiness (Gesundheit, Wohlstand & Glück):
Sicherlich bin ich dem Wohlstandevangelium auch schon früher ausgesetzt gewesen. Doch erst als mein Seminartraining begann, bekam ich einen Eindruck von dem Ausmaß und dem Einfluss der Bewegung des Wohlstandsevangeliums. Ich war erstaunt, als ich bemerkte, dass Klassenkameraden und Laien ihre Beziehung zu Gott als ein Transaktionsgeschäft mit Einsatz und Gewinn betrachteten. Sie sahen Gott als eine Art „Sugar Daddy“ an, der existiere, um dafür zu sorgen, dass sie gesund, wohlhabend und glücklich sind, je nachdem, wie sehr sie sich in seinen Dienst stellen und was sie für ihn leisten. Natürlich kümmert sich Gott um seine Kinder und sorgt für sie. Doch die Wohlstandstheologie verdreht seine Selbstoffenbarung und verzerrt seinen Erlösungsplan. Diese Idee kann letztlich zu einer rücksichtslosen Sichtweise in Bezug auf das Materielle führen.12
Diese „rücksichtslose Sichtweise“, die lediglich auf Meinungen und Behauptungen fußt, ist ein ernsthaftes Problem. Denn sie verletzt zahllose, ernsthafte Gläubige. Pastor Rick Henderson schrieb zur Warnung vor der Wohlstandspredigerin Joyce Meyer: „Sie lehrt nicht nur, dass das Geben ein Mittel ist, um von Gott mehr Geld zu erhalten. Sie geht auch rücksichtslos mit verzweifelten Menschen um. Es stört sie nicht, wenn Leute an sie spenden, anstatt [ihre eigenen] Rechnungen zu bezahlen! Das ist unerträglich!“13
Doch es kommt noch schlimmer. Dieses falsche Evangelium wird in die ganze Welt exportiert und schikaniert die Menschen, die (nicht nur in den Ländern der „dritten Welt“) bereits um ihr Auskommen kämpfen müssen und der Armut und Verzweiflung preisgegeben sind.
Jahushua warnte: „Es ist unvermeidlich, dass Anstöße [zur Sünde] kommen; wehe aber dem, durch welchen sie kommen! Es wäre für ihn besser, wenn ein großer Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde, als dass er einem dieser Kleinen einen Anstoß [zur Sünde] gibt.“ (Lukas 17,1-2.) Mit den „Kleinen“, von denen er hier spricht, sind nicht nur Kinder gemeint. Er bezeichnet an dieser Stelle damit jeden Menschen, der verletzlich ist und von jemandem ausgenutzt wird oder werden kann.
Der Autor und Redner John Piper findet starke Worte für die Gier der Wohlstandsprediger, die zu Multi-Millionären geworden sind, indem sie die Schwachen ausbeuten, die mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
Diese Wohlstandsprediger sprechen nicht nur vor gut situierten Amerikanern […]. Sie steigen in ihre Jets, ihre persönlichen Jets, und fliegen nach Afrika oder auf die Philippinen. Dann landen sie, füllen ein Stadion mit 100’000 verzweifelt armen Leuten und erzählen ihnen, dass sie reich und alle ihre Bedürfnisse ihnen erfüllt werden, wenn sie an Jesus glauben. […] Und dann steigen sie mit vollen Taschen wieder in ihre Jets und fliegen nach Hause. Das ist niederträchtig. Denn die Bibel steckt voller Aussagen darüber, dass dieses Leben hier eine zeitliche Bedrängnis darstellt. Denn „unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit“.14
Bischof David Oyedepo ist ein nigerianischer Prediger und Gründer der Living Faith Church World Wide. Sein „Netto-Finanzwert“ beträgt 150 Millionen. Er besitzt vier Privatjets und Häuser in den Vereinigten Staaten und England. Oydepos Kirche erwarb ein Anwesen von 2’144’910 Quadratmetern, welches „Canaanland“ genannt wird (Kanaanland) und ihm als Hauptquartier dient. Darin befindet sich ein Auditorium mit 50’000-Sitzplätzen, das ‘Faith Tabernacle’ (Glaubenstabernakel), welches als das größte Kirchenauditorium der Welt angesehen wird. Auch im Guinness-Buch der Rekorde wurde dieses Wunderwerk erwähnt. https://genemcvay.wordpress.com/2014/11/02/rich-preacher-poor-preacher/
Geistliche Betrugskünstler
Carlo Ponzi wurde 1882 in Parma geboren, was in Italien liegt. 1903 wanderte er in die Vereinigten Staaten aus. Während seiner Überfahrt verspielte er den Großteil seines Geldes. Später kommentierte er dies mit den Worten: „Ich landete mit 2,50 Dollar Bargeld und 1 Million Dollar an Hoffnung in diesem Land. Diese Hoffnung hat mich nie verlassen.“ Nachdem er einige Jahre im Gefängnis zugebracht hatte (in Kanada wegen Scheck-Fälschung und in den USA wegen des Einschmuggelns illegaler Immigranten), erdachte er einen Plan, um seinen Traum von der Million Wirklichkeit werden zu lassen.
Und er hatte Erfolg! „Er kaufte eine Villa in Lexington, Massachusetts, inklusive Klimaanlage und beheiztem Swimmingpool. Angeblich verdiente er 250’000 Dollar am Tag.“15 Doch das dauerte nicht lange an. 1920 begann man zu untersuchen, wie viel er seinen Anlegern zurückzahlen könne. Die Investoren verfielen in Panik und verlangten ihr Geld zurück. Ponzi konnte natürlich nichts zurückzahlen. Er war ein Betrugskünstler. Seine Investoren wurden Schätzungen zufolge um 7 Millionen Dollar geprellt. Ponzi verbrachte die nächsten 14 Jahre im Gefängnis. Nach ihm wurde eine bestimmte Form des Investmentbetrugs benannt, die Scharlatane bis heute gebrauchen: Das Ponzi-Schema.
Die reichen Wohlstandsprediger sind sogar noch schlimmer als all die Carlo Ponzis und Bernie Madoffs der Welt. Sie sind schlimmer, weil sie Jahuwah und seinen Charakter falsch darstellen. Stellen wir uns ein Beispiel vor: Ein Christ schluckt die Lügen des Wohlstandsevangeliums und fiebert in diesem Wahn mit, weil er verzweifelt eine finanzielle Entlastung braucht. Er spendet etwas, was er eigentlich nicht spenden kann. Infolgedessen verliert er schließlich seine Wohnung oder seinen Job. Wird er dann dem Prediger die Schuld geben, der ihn verleitet hat? Vermutlich nicht. Stattdessen wird er den liebevollen Charakter Jahuwahs in Frage stellen, da dieser ihm falsch beschrieben worden ist.
Die geistlichen Betrugskünstler manipulieren die Gefühle ihrer Zuhörer, um immer mehr Geld aus ihnen herauszupressen. Sie nutzen die Notlage jener aus, die finanzielle Probleme haben, und nehmen auch das Wenige, was ihnen noch geblieben ist, indem sie ihnen versprechen: „Wenn ihr eure Spenden und Gaben bezahlt, werdet ihr viel mehr zurückerhalten als das, was ihr gegeben habt.“ Sie sagen Sätze wie: „Du kannst Gott nicht pleite machen.“ Und damit reizen sie die Menschen dazu an, auch noch den letzten Cent in die Missionswerke des Wohlstandsevangeliums zu pumpen.
Mitunter kommen diese Argumente auch zum Einsatz, um einen dritten Tempel (in Jerusalem) zu finanzieren. Vielleicht ist das die grausamste Betrugsmasche. Wenn Menschen immer wieder für ein Missionswerk spenden, welches ihnen Wohlstand verspricht, und sie trotz all ihrer Spenden nie einen Gewinn zurückerhalten, wachen sie vielleicht auf und spenden nicht weiter. Doch dies ist nicht der Fall, wenn der Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem als Spendengrund angegeben wird.
Man beruft sich dabei auf die Verheißung Jahuwahs an Abraham: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde!“ (1. Mose 12,3.) Das ist ein fein eingefädeltes Schwindelgeschäft, mit dem Milliarden von Dollar pro Jahr ergaunert werden. Milliarden von Dollar, die einfach sich in Luft auflösen! Und da der Tempel noch immer nicht wiederaufgebaut worden ist, besteht der Spendengrund noch immer.
Die Webseite www.InPlainSite.org hat den Lebensstil von 22 Fernsehevangelisten und Wohlstandspredigern näher untersucht. Dies sind acht von ihnen:
Joel Osteen Lakewood Church. Osteen besitz ein 10,5 Millionen Dollar-Anwesen.
Kenneth Copeland Er bezieht Gehalt und Haushaltsunterhalt, hat ein Pfarrhaus mit 18’280 Quadratmetern, einen privaten Flughafen für neun Flugzeuge, und erhält Bezüge für Reisen und sonstige Ausgaben.
Creflo Dollar
Er besitzt Rolls-Royce-Autos, Privatjets, ein Millionen-Dollar-Anwesen in Atlanta und ein 2,5 Millionen Dollar-Apartement in Manhattan.
Paula (And Randy) White Wenn man sich ein 2,1 Millionen Dollar-Anwesen am Bayshop Boulevard und eine 3,5 Millionen Dollar-Eigentumswohung im Trumptower in New York leisten kann, ist ein Bentley als Geburtstagsgeschenk wirklich keine große Sache.
Benny Hinn Er besitzt eine 10 Millionen Dollar-Villa am Meer, einen Privatjet, einen Mercedes SUV und ein Caprio und gibt bei seinen „Kreuzzügen“ in Hawaii, Cancun, London, Mailand etc. für Übernachtungen zwischen 900 und 3000 Dollar pro Nacht aus.
Eddie Long mag am liebsten Sonnenbrillen von Gucci, goldene Halsketten, Diamantarmbänder, Rolex-Uhren und Bentleys. Er sagt, dass er sich auf einem „anderen Level befindet als der kleine schwarze Prediger, der da drüben sitzt.“
“Bischof” Elijah Bernard Jordan Dieser größenwahnsinnige Prediger nimmt sich gewissermaßen das größte Stück vom Kuchen, wenn man bedenkt, dass ein besonderes Gemälde die Decke in einem der Räume seiner Wohnung ziert, die mehrere Millionen Dollar wert ist und in einer exklusiven Gegend liegt: Es zeigt Jordan auf einem Thron – als Gott – und er wird von seinen drei Söhnen umschwebt, die als Engel dargestellt sind.
T.D. Jakes
besitzt ein Luxushaus im Wert von 2,6 Millionen Dollar und ein Anwesen mit 7 Schlafzimmern und Swimmingpool im wohlhabenden White Rock Lake-Gebiet in Dallas … gleich neben dem ehemaligen Herrenhaus des Öltycoons H. L. Hunt.
Religiöse Bestechung
Das Wohlstandsevangelium stammt aus dem antiken Heidentum und hat sich über den Katholizismus seinen Weg in den modernen Protestantismus gebahnt. Es geht einfach nur um Geschäfte. Bei einer Transaktion werden Güter gegeneinander ausgetauscht. Im Heidentum bestand der Preis, den man für Gesundheit, Wohlstand oder einen Sieg bezahlen musste, oft in der Opferung eines Kindes. Die römischen Katholiken bezahlen Geld für ihrer Ablassbriefe. Die modernen Evangelikalen haben die Irrlehre des Wohlstandsevangeliums aufgesogen. Sie geben, geben und geben in der Hoffnung, dass Jahuwah sich dadurch dazu zwingen lassen wird, ihnen zu Wachstum und Wohlstand zu verhelfen.
Auch in Afrika erfreut sich dieses Konzept einer großen Beliebtheit. „Wohlstandsprediger in Afrika beanspruchen die Fähigkeit, Krankheiten zu heilen, Flüche zu brechen, Ehen wiederherzustellen, Unglück abzuwenden und vieles mehr.“16
In einem Bericht für TGC International Outreach […] sprach Charles Karuri das Problem an, dass sich viele Irrlehren über den ganzen afrikanischen Kontinent ausgebreitet haben. Karuri ist persönlicher Assistent an der Emmanuel Baptist Church in Nairobi in Kenya. Er beschreibt das Wohlstandsevangelium als eine bösartige Mixtur: „Afrikanische Armut, Arbeitslosigkeit und allgemeine soziale Dysfunktion begegnen einer Antithese, die aus dem Pfingstglauben und traditioneller afrikanischer Religion entstanden ist. […] Das sind genau dieselben Dinge, die die Medizinmänner in den Dörfern schon lange betrieben haben, bevor die Botschaft des Wohlstandsevangeliums an unseren Küsten landete.“17
Diese religiöse Betrügerei besitzt kein Anrecht auf einen Platz innerhalb des Christentums. Sie hat Leben zerstört, Einzelpersonen verletzt und den Glauben vieler Menschen zerrüttet. (Wenn du etwas über die Erfahrungen von Tom Killingsworth hören möchtest, der für Kenneth Copeland Ministries gearbeitet hat, klicke hier.) Der Autor Soren Dreir beschreibt die Bestechung mit klaren Worten: „Die Geschenke sind keine Geschenke, da sie aus einem bestimmten Motiv heraus oder in einer speziellen Situation gegeben werden. Sie sind keine Geschenke, da sie Bestechungsversuche sind: „Wenn du dies oder das tust, dann werde ich dich belohnen.“ Jedes Geschenk, das mit solch einem Motiv verbunden ist, ist eine Manipulation und enttarnt den Geber und seine Agenda.„
Wenn man jemandem Geld gibt, um dadurch mehr Geld zu erhalten, stellt dies kein freiwilliges Geschenk, sondern einen Kauf dar. Das Evangelium Jahushuas beinhaltete genau das Gegenteil. Er sagte:
Habt acht, daß ihr eure Almosen nicht vor den Leuten gebt, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut“. (Matthäus
6,1-3.)
Die Menschen, die auf das Wohlstandsevangelium hereingefallen sind, achten sorgfältig darauf, wie viel sie gespendet haben, da sie große Gewinnsummen aus ihren Investitionen erwarten. Ihre Spenden sind nicht selbstlos, so dass ihre rechte Hand nicht wissen würde, was ihre linke gibt.
Wenn in der Vergangenheit Gemeinden eine bestimmte Mitgliederanzahl erreichten, teilten sie sich, so dass neue Gemeinden gebildet wurden. Dies diente dazu, das Evangelium zu verbreiten und auf die Bedürfnisse der Mitglieder einzugehen. Doch die Wohlstandsprediger verfahren ganz anders. Ihre Einstellung lautet: Je größer – desto besser! Denn auf diese Weise vergrößern sich nicht nur die Einnahmen ihrer Missionswerke (und so auch ihr eigenes Gehalt). Dieses Vorgehen übt einen subtilen Einfluss auf die Mitglieder dieser Kirchen aus: Das Wohlstandsevangelium basiert auf der Herdenmentalität von sehr großen Gruppen. Nur dann funktioniert die Manipulation des Einzelnen, da dieser denkt: „So viele Leute können doch nicht falsch liegen!“
Im Jahr 2005 kaufte Pastor [Joel] Osteen das neue Heim der Lakewood Church im ehemaligen Compaq Center. Diese Arena hat 16000 Sitzplätze und beherbergt nun die größte Kongregation in den USA (43000 Mitglieder). Die Renovierungsarbeiten kosteten 95 Millionen Dollar, wie ein New York Times- Artikel 2005 berichtete. „Wie viele neue evangelikale Kirchen besitzt das Gebäude kein Kreuz, keine Glasmalerei und auch keine andere religiöse Ikonografie. Stattdessen hat es ein Café mit W-LAN Internetzugang, 32 Läden, in denen man Videospiele spielen kann, und ein Gewölbe zur Lagerung der Spenden“, wie das Blatt schreibt. (http://www.christianpost.com/buzzvine/joel-osteens-10-5-million-mansion-cross-less-church-and-other-surprising-facts-about-the-mega-pastor-106986/)
Niemand kann zwei Herren dienen
Menschen, die sich auf die Irrlehre des Wohlstandsevangeliums eingelassen haben, wagen ein Experiment, das nicht funktionieren kann. Jahushua erklärte: „Niemand kann zwei Herren dienen, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!“ (Matthäus 6,24.) „Mammon“ ist ein interessantes Wort. Es stammt von dem griechischen Wort „Mammonas“ ab, was „Habgier“ bedeutet. Habgier ist „das exzessive und unersättliche Verlangen nach Reichtum oder Gewinn“.18 Das Wohlstandsevangelium ist das Evangelium des Mammon.
Petrus hat vor dieser schädlichen Lehre sehr streng gewarnt. Er schrieb:
„Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen Und viele werden ihren verderblichen Wegen nachfolgen, und um ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden. Und aus Habsucht werden sie euch mit betrügerischen Worten ausbeuten„. (2. Petrus 2,1-3.)
Es gibt einen Grund für die Popularität des Wohlstandsevangeliums. Es spricht zwei große Gruppen an: Die Gierigen und diejenigen, die finanzielle Schwierigkeiten haben. Fast jeder Mensch fällt in eine der beiden Kategorien. Doch dieser Irrlehre zufolge hängt dein Erfolg nicht von Jahuwahs Güte oder Liebe ab, sondern von deiner Fähigkeit, positiv zu denken und deine Realität durch deine eigenen Werke zu beeinflussen: Durch die Zahlung des Zehnten und deiner Gaben an diese Kirchen. Und was am schlimmsten ist: Deine geistliche Beziehung zu Jahuwah wird nach dem Wohlstand beurteilt, den du nach außen hin zeigen kannst. Das ist eine ganz logische Schlussfolgerung. Wenn Armut und Bedürftigkeit Sünden sind, müssen Wohlstand und Pracht Zeichen für Jahuwahs Gunst sein! Also muss man diese Reichtümer auch zeigen! Infolgedessen übernimmt der geistliche Stolz die Herrschaft über den Menschen. Diese Einstellung unterscheidet sich von der der Pharisäer vor 2000 Jahren überhaupt nicht.
Dabei sind die Widersprüche dieser Irrlehre gegenüber der Bibel unübersehbar. Denn diese erklärt sehr oft, dass das Los der Nachfolger Jahushuas hier auf der Erde vor allem mit Schwierigkeiten behaftet ist: „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! “ (Johannes 16,33.)
Die Prediger des Wohlstandsevangeliums sammeln sich einen Schatz, der vergänglich ist. Noch dazu verführen sie große Menschenmassen dazu, ihnen nachzueifern. Dabei predigte Jahushua das Gegenteil davon. Er sagte:
Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen.
Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen!
Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
(Matthäus 6,19-21.)
Außerdem warnte er seine Jünger davor, dass Reichtum oft große, geistliche Gefahren in sich birgt! “Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich [Jahuwahs] […] hineinkommt.” (Markus 10,25.) Paulus war sogar noch direkter. Er schrieb:
Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen. Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel Schmerzen verursacht. Du aber, o Mensch [Jahuwahs] […], fliehe diese Dinge, jage aber nach Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut! (1.
Timotheus 6,9-11.)
Die Wohlstandsprediger ermutigen ihre Zuhörer, nach Dingen zu streben, von denen Paulus sagt, dass man vor ihnen fliehen soll, weil sie viele Sorgen mit sich bringen!
Die Bibel ist eindeutig: Das Leben auf einer von Sünde geplagten Erde ist voller Sorgen und Schwierigkeiten. Erst nach vielen Prüfungen und Bedrängnissen erreichen wir das Königreich des Himmels. Jahushua sagte zu Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ (Johannes 18,36.) Dem Gläubigen, der auf dieser Erde lebt, werden geistliche Verheißungen geschenkt, während die Verheißungen auf materiellen Wohlstand sich vorrangig auf das Leben in der Ewigkeit beziehen
Lass dich nicht betrügen. Gib dein Geld nicht in die Hände von Scharlatanen. Du hast auch keinen Grund zu der Annahme, dass du unter Jahuwahs Fluch stehst, wenn du finanzielle Probleme hast. Der himmlische Vater arbeitet nicht auf diese Art und Weise. Jahushua besaß auf dieser Erde nicht einmal ein eigenes Haus und doch sagte der Vater von ihm: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!“ (Matthäus 3,17.)
Nimm dein Kreuz auf dich und folge den Spuren Jahushuas. Widme deine Aufmerksamkeit (und auch deine Gaben) lieber der Aufgabe, Seelen zu retten und denen ein Segen zu werden, von denen du direkt umgeben bist. Jahuwah hat uns für dieses Leben keinen weltlichen Wohlstand versprochen, sondern einen göttlichen Gefährten. Er wird dich niemals im Stich lassen, ganz egal, wohin der Weg führt, auf den du berufen wirst.
Vertraue auf [Jahuwah] […] und tue Gutes, wohne im Land und übe Treue; und habe deine Lust am Herrn, so wird er dir geben, was dein Herz begehrt!
Halte still dem Herrn [= Jahuwah] und warte auf ihn! Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt, über den Mann, der Arglist übt.
Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser als der Überfluß vieler Gottloser.
Denn die Arme der Gottlosen werden zerbrochen, aber die Gerechten stützt [Jahuwah] […].
[Jahuwah]
kennt die Tage der Rechtschaffenen, und ihr Erbe wird ewiglich bestehen.
Sie sollen nicht zuschanden werden zur bösen Zeit, sondern genug haben auch in den Tagen der Hungersnot.
Von [Jahuwah] […] werden die Schritte des Mannes bestätigt, wenn Ihm sein Weg gefällt.
Fällt er, so wird er nicht hingestreckt liegenbleiben; denn [Jahuwah] […] stützt seine Hand.
Ich bin jung gewesen und alt geworden, doch habe ich nie den Gerechten verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln. (Psalm 37,3-4.7.16-19.23-25.)
Vertraue auf Jahuwah. Er weiß, was du brauchst, und er wird dir Hilfe schicken, wenn du sie wirklich nötig hast. Du brauchst ihn nicht zu bestechen. Er liebt dich. Er freut sich darüber, wenn er seinen Kindern gute Gaben schenken kann.
12 David W. Jones & Russell S. Woodbridge: Health,
Wealth & Happiness: Has the Prosperity Gospel Overshadowed the Gospel of
Christ? S. 8; eig. dt. Übers.
Das Zeichen des Propheten Jona umfasst weit mehr, als den meisten Menschen bewusst ist. Drei Tage und drei Nächte verbrachte der Erlöser im „Herzen derErde“. Ein sorgfältiges Studium der Bibel offenbart, dass diese Zeitspanne in Gethsemane begann, nämlich in der Nacht, in der er verraten wurde.
In der Bibelstunde untersuchten die Kinder die Geschichte von Jona. Mrs. Fredericks bat ihre Zweitklässler, ein Bild von ihm zu zeichnen. Die meisten Kinder malten Jona im Wasser mit dem Fisch. Einige von ihnen stellten dar, wie er gerade vom Fisch verschluckt wurde. Andere zeigten Jona von der Seite, wie er im Fisch betete. Als Mrs. Fredericks sich jedoch Jennifers Bild ansah, hatte sie keine Ahnung, was es darstellen sollte. Innerhalb eines großen Rechtecks sah man drei Betten, drei lächelnde Sonnen und zwei Strichmännchen. Das war ein Vater, der seinen kleinen Sohn an der Hand hielt. Ein großer Teil des Bildes war mit braunem Wachsstift ausgemalt. Am oberen Rand wuchs eine Reihe grünen Grases. Die Wurzeln waren sorgfältig eingezeichnet. „Jennifer, du solltest ein Bild von Jona malen. Aber ich kann ihn nirgendwo entdecken. Hast du die Aufgabe nicht richtig verstanden?“ „Doch, habe ich, Mrs. Fredericks! Das ist das Zeichen des Jona! Der Menschensohn ist drei Tage und drei Nächte in der Erde. Sehen Sie den kleinen Jungen? Das ist der Sohn. Die Betten sind die drei Nächte und die Sonnen die drei Tage. Und alles ist unter der Erde.“ Diese Zeichnung ließ die Lehrerin schmunzeln. Doch das Zeichen des Jona ist für die meisten Christen nicht verständlicher als für die kleine Jennifer. Die verschiedenen Kirchen haben alle ihre eigene Auslegung, wenn es um die Prophezeiung geht, in welcher der Erlöser seinen Tod ankündigte: „Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Jona. Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Riesenfisches war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Schoß der Erde sein.“ (Matthäus 12,39-40.)
Verschiedene Theorien im Überblick – Die Kirchen interpretieren „das Zeichen des Jona“ unterschiedlich. Sie entscheiden sich dabei für einen der folgenden Zeitrahmen:
Vom Morgen des Kreuzigungstages (Freitag) bis zur Auferstehung am Sonntagmorgen
Von Mittwochabend bis Samstagabend
Von Freitagabend bis Sonntagmorgen (nur die im Grab verbrachte Zeit)
Das erste Problem bei jeder einzelnen Interpretation ist, dass sie von einem falschen Grundverständnis ausgehen. Man meint nämlich, dass die Israeliten den heidnischen julianischen Kalender verwendeten. Doch zu Lebzeiten Jahushuas benutzten die Israeliten den Luni-Solar-Kalender desMose. Der biblische Kalender harmoniert weder mit der planetarischen Einteilung der Woche in Freitag, Samstag und Sonntag usw. noch mit der früheren Achttagewoche des frühen julianischen Kalenders. Aber es gibt noch andere Probleme, die die Fehlerhaftigkeit dieser Anschauungen aufdecken.
Von der Kreuzigung bis zur Auferstehung:Viele nehmen an, dass sich das Zeichen des Jona auf den Zeitraum von der Kreuzigung bis zur Auferstehung bezieht. Das ist nicht korrekt, denn der Erlöser wurde am Vormittag des 14. Abib zur Zeit des Morgenopfers gekreuzigt. Obwohl also Abschnitte der drei Tage betroffen sind, scheinen es nur zwei Nächte zu sein.
Von Mittwochabend bis Samstagabend:Andere Christen deuten das Zeichen des Jona so, dass Jahushua insgesamt 72 Stunden im Grab verbringen musste. In diesem Szenario setzen sie die Kreuzigung auf den Mittwoch des julianischen Kalenders. Diese Annahme kann auch nicht stimmen, denn sie führt uns zum Samstagabend als Auferstehungzeitpunkt. Das wiederum ist aus zwei Gründen nicht möglich: Erstens wurde, wie bereits erwähnt, der julianische Kalender von den Juden zur Zeit Jahushuas nicht verwendet. Zweitens sagt uns die Heilige Schrift klar, dass die Auferstehung nicht in der Nacht des 15. Abib stattfand. Vielmehr geschah sie in der Morgendämmerung des 16. Abib. „Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach (wörtlich: heraufdämmerte bzw. sein Licht zeigte), kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen.“ (Matthäus 28,1.) Die Kreuzigung erfolgte in Übereinstimmung mit der Typologie des Alten Testamentes zur Zeit des Exodus. Wir erkennen hier das große System von Typus und Antitypus. Dieses Ereignis konnte daher nicht vor dem 14. Abib stattfinden.
Freitagabend bis Sonntagmorgen: Andere haben angenommen, dass nur die Stunden, die Jahuwah im Grab verbrachte, als „im Herzen der Erde“ zugebracht gelten. Doch auch diese These kann nicht stimmen.
„Gerade erst war Lazarus nach vier Tagen im Grab vom Tod auferstanden und die Pharisäer, die ein Zeichen forderten, waren sich dessen vollkommen bewusst. Beabsichtigte Jahushua, dieses Wunder mit weniger Tagen zu wiederholen und es als Zeichen anzubieten? Nein, das Zeichen bedeutete weitaus mehr als die Auferstehung eines Toten nach drei Tagen und Nächten aus einem Grab. Das Zeichen bestand darin, dass er in unsere Sünden eintauchte, getrennt von […] [Jahuwah], wie Jona es prophezeite, wo [Jahuwah] ihn nicht hören würde, um für unsere Sünden mit Leidund Tod zu bezahlen und am dritten Tag wieder aufzuerstehen.“1
Um das Zeichen zu erkennen, das Jahushua gab, muss man die symbolische Sprache verstehen, die er benutzte. Wie immer liefert die Heilige Schrift Hinweise, um ihre eigenen Geheimnisse zu entschlüsseln. Folgende drei Anhaltspunkte machen uns die Deutung Jahushuas über das „Zeichen des Propheten Jona“ klar:
Einschließliche kontra ausschließliche Zählung
Die Bedeutung der Formulierung „Herz der Erde“
Der Beginn der drei Tage und drei Nächte
Einschließliche kontra ausschließliche Zählung: Sowohl die Römer als auch die Israeliten in biblischen Zeiten rechneten anders als die meisten Menschen heute. Heute rechnet man ausschließlich! Angenommen, ein Kind kommt am 20. April nach den Frühlingsferien zu seiner Mutter und fragt, wie lange es noch bis zu den Sommerferien dauert. Diese weiß, dass die Schultage am 15. Juni enden. Sie sagt also, dass die Sommerferien in zwei Monaten beginnen. Sie rechnet ausschließlich und zählt nur die Monate Mai und Juni. Sie zählt den April nicht mit, denn das ist der Monat, in dem sie sich gerade befindet. Ein antiker Israelit oder Römer hingegen rechnete immer inklusiv. Wäre ein solcher gefragt worden, wann die Sommerferien beginnen, hätte er geantwortet: „Drei Monate!“ Denn er hätte immer den Monat des Beginns der Berechnung mitgezählt. Es ist also nicht notwendig, dass das Zeichen des Jona volle 72 Stunden umfasst. Außerdem teilten die Israeliten den Tag nicht in 24 Stunden ein. Die Nächte wurden in Wachen eingeteilt und die Tage gleichmäßig in 12 Stunden, welche die Sonnenuhr anzeigte. Jahushua selbst fragte: „Hat der Tag nicht 12 Stunden?“ (Vgl. Johannes 11,9.) Die Stunden im Sommer waren folglich länger als die im Winter. Bei der Inklusivzählweise wird jeder angefangene Tag als ein voller Tag gezählt. Deshalb war der 16. Abib auch der dritte Tag der Zählung, obwohl Jahushua am Anfang dieses Tages auferstand.
Das „Herz der Erde“: Die Gläubigen nehmen seit langem an, dass die Wortkombination „im Herzen der Erde“ sich darauf bezieht, dass jemand begraben ist. Dies ist jedoch eine zu begrenzte Erklärung. Das echte „Herz der Erde“ ist etwas anderes. Die Schrift bezeichnet die „Erde“ als die Menschheit, genauer gesagt, als das menschliche Herz. In Jahushuas Gleichnis vom Sämann erklärt er ausdrücklich, dass das, was in die Erde gesät wurde, „das Wort in ihren Herzen“ war. (Vgl. Markus 4,3-20.) Die Schrift äußert sich auch klar darüber, dass das Herz des Menschen böse und sündig ist:
„Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?“ (Jeremia 17,9.)
„Als aber Jahuwah sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit böse“. (1. Mose 6,5.)
Auch das griechische Wort für Herz liefert uns einen weiteren Hinweis, denn „kardia“ bedeutet das Herz, d.h. die Gedanken oder Gefühle (Geist).2 Das Herz der Erde bezieht sich demnach auf weitaus mehr als auf ein physisches Begräbnis in der Erde. Es bedeutet, dass sich jemand unter dem Verdammungsurteil befindet, weil er Sünde trägt. Jahushua war sündlos. Er musste es sein! Keiner sonst hätte unser Erlöser werden können. Dennoch hat er freiwillig die Haftung für unsere Sünden übernommen. Dies war das Geheimnis der Gnade, das einem gerechten Schöpfer erlaubte, dem reuigen Sünder Rechtfertigung und Erlösung anzubieten. Weil Jahushua unsere Sünden übernahm, an denen er keinen Anteil hatte, konnte er uns seine Gerechtigkeit anbieten, an der wir keinen Anteil hatten.
„Das alles aber kommt von Jahuwah, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jahushua und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. […] Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Jahuwahs würden.“ (2. Korinther 5,18-19,21.)
Das gesamte 53. Kapitel Jesajas erklärt diesen göttlichen Austausch:
„Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt,
wegen unserer Missetaten zerschlagen;
die Strafe liegt auf ihm, damit wir Frieden hätten,
und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. [… ]
Jahuwah warf unser aller Schuld auf ihn. […]
Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben,
und er wird Starke zum Raub erhalten,
dafür, dass er seine Seele dem Tod preisgegeben hat
und sich unter die Übeltäter zählen ließ
und die Sünde vieler getragen
und für die Übeltäter gebetet hat.“
(Jesaja 53,5-6,12.)
Als Jahushua für uns zur Sünde wurde, nahm er die Strafe an, die alle, die weiter gegen den Himmel rebellieren, zu erwarten haben. Diese Strafe besteht in der Trennung von Jahuwah selbst.
„… sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott (Elohim),
und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch,
dass er nicht hört!“
(Jesaja 59, 2.)
„Hätte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen,
so hätte Jahuwah nicht erhört“.
(Psalm 66, 18.)
Wann hat die Zählung begonnen?Die Strafe, die Jahushua erduldete, bestand in einem Zustand der absoluten Trennung vom Schöpfer. Dieser Schmerz gipfelte in seinem Tod durch Herzstillstand. Das führte dazu, dass zugleich Blut und Wasser hervortraten, als einer der Kriegsknechte in Jahushuas Seite stach. (Vgl. Johannes 19, 34.) Das Leiden des Erlösers begann jedoch nicht mit dem ersten Nagel, der seine Haut durchbohrte, oder mit dem ersten Striemen einer römischen Geißel. Hier liegt der Schlüssel zum Verständnis des Zeichens des Propheten Jona. Jahushuas Leiden begann, als er im Garten von Gethsemane unter das göttliche Verdammungsurteil über die Sünde fiel.
„Im Garten Gethsemane litt Christus an Stelle des Menschen und die göttliche Natur des Sohnes [Jahuwahs] […] schwankte unter dem schrecklichen Grauen der Schuld und der Sünde, bis sich seinen bleichen, zitternden Lippen der qualvolle Schrei entrang: „O mein Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorüber gehen.“ Aber wenn es keinen anderen Weg gibt, auf dem die Rettung des gefallenen Menschen vollbracht werden kann, dann soll es „nicht wie ich will, sondern wie du willst“, geschehen. Die menschliche Natur wäre dort unter dem Schrecken der Sünde gestorben, hätte ihn nicht ein Engel vom Himmel gestärkt, die Qual zu tragen.“3
Jahushua war das Lamm Jahuwahs, das die Sünden der Welt wegnimmt. Er wurde am Passahfest, am 14. Abib, gekreuzigt, damit die Gerechtigkeit Jahuwahs über reuige Sünder hinweggehe, so wie es der Todesengel in Ägypten bei den Israeliten tat. Jahushuas Leiden begann jedoch im Garten Gethsemane nach dem letzten Abendmahl, also am Abend des 13. Abib.
„Die Macht, die dem Stellvertreter und Bürgen des Menschen die vergeltende Gerechtigkeit auferlegte, war zugleich auch die Macht, die ihn in seinem Leiden unterstützte und aufrechterhielt. Er wurde ja unter das gewaltige Gewicht des Zorns getan, der sonst auf eine sündige Welt gefallen wäre. Christus erlitt den Tod, der über die Übertreter des Gesetzes [Jahuwahs] […] ausgesprochen wurde.
Es ist eine furchtbare Sache für den reuelosen Sünder, in die Hände des lebendigen [Eloah] […] zu fallen. […] Aber noch nie wurde es in dem Maße bewiesen, wie durch die Qual Christi, des Sohnes des Unendlichen, als er den Zorn [Jahuwahs] für eine sündige Welt trug. Es war die Folge der Sünde, der Übertretung des Gesetzes [Jahuwahs] […], die den Garten Gethsemane zu einem Ort des Leidens für eine sündige Welt machte. Kein Leid und keine Qual kann mit dem aufgewogen werden, was der Sohn [Jahuwahs] […] zu ertragen hatte.“4
In Jesaja 53, 12 heißt es: „Er trug die Sünde vieler und betete für die Übeltäter“. Diese mentale und emotionale Qual begann in Gethsemane. Die Heilige Schrift berichtet uns von den furchtbaren Folgen: „ … sein Schweiß wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.“ (Lukas 22, 44.) Das war noch vor seiner Verhaftung. Schon in der Nacht vor dem Tag der Kreuzigung nahm also Jahushua den göttlichen Zorn über die Sünde auf sich und trug die Strafe. Wie es die Bibel bestätigt, umfasst diese Strafe weitaus mehr als die etwa sechs Stunden, die der Erlöser am Kreuz hing. Es gibt 12 Bibelstellen, die sich auf eine dreitägige Zeitspanne beziehen, innerhalb derer sich Jahushuas Tod ereignete. Jede einzelne von ihnen bringt in irgendeiner Weise das geistige Leiden in Erinnerung, das in Gethsemane für ihn begann.
„Der Mensch ist nicht zum Sündenträger gemacht worden und er wird nie den Schrecken des Fluches der Sünde erfahren, den der Erlöser getragen hat. Kein Kummer kann mit dem Leid dessen verglichen werden, auf den der Zorn [Jahuwahs] […] mit überwältigender Wucht fiel. Die menschliche Natur kann nur eine begrenzte Anzahl von Tests und Prüfungen aushalten. Das Endliche kann nur ein endliches Maß ertragen und die menschliche Natur unterliegt; aber die Natur Jahushuas hatte eine größere Fähigkeit zu leiden; denn der Mensch existierte in der göttlichen Natur und offenbarte eine Fähigkeit, zu leiden und das zu ertragen, was aus den Sünden einer verlorenen Welt erwachsen war. […] Der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gabe [Jahuwahs] […] ist das ewige Leben durch [Jahushua] […] an den bereuenden, gläubigen Sünder.“
Ellen G. White, Manuskript 35, 1895, (eig. dt. Übers.)
„Von da an begann Jahushua seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem gehen und viel leiden müsse von den Ältesten, den obersten Priestern und Schriftgelehrten, und getötet werden und am dritten Tag auferweckt werden müsse.“ (Matthäus 16,21.)
Am dritten Tag. Ab wann? Ab dem Beginn des Leidens! Wir lesen weiter:
„Da öffnete er ihnen das Verständnis, damit sie die Schriften verstanden, und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, und so musste der Christus leiden und am dritten Tag aus den Toten auferstehen“. (Lukas 24,45-46.)
„Und er fing an, sie zu lehren, der Sohn des Menschen müsse viel leiden und von den Ältesten und den obersten Priestern und Schriftgelehrten verworfen und getötet werden und nach drei Tagen wieder auferstehen.“ (Markus 8,31.)
Dieser Text ist von besonderer Bedeutung, weil er klar belegt, dass die Auferstehung nach einer dreitägigen Spanne erfolgt, die mit seinem Leiden begann. Lukas 24 erzählt uns die Geschichte von zwei Männern, die am Tag der Auferstehung von Jerusalem heimwärts nach Emmaus wanderten. Und während sie gingen, diskutierten sie „von allen diesen Geschehnissen.“ (Lukas 24,14.)
Und es geschah, während sie miteinander redeten und sich besprachen, da nahte sich Jahushua selbst und ging mit ihnen. Ihre Augen aber wurden gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten.
Und er sprach zu ihnen: Was habt ihr unterwegs miteinander besprochen, und warum seid ihr so traurig? […]
Sie sprachen zu ihm: Das mit Jahushua, dem Nazarener, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott (Eloah) und dem ganzen Volk; wie ihn unsere obersten Priester und führenden Männer ausgeliefert haben, dass er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde. Wir aber hofften, er sei der, welcher Israel erlösen sollte. Ja, bei alledem ist heute schon der dritte Tag, seit dies geschehen ist! “ (Lukas 24,15-17.19-21.)
Diese Worte gaben dem Erlöser die Möglichkeit, sie zu lehren und ihren Glauben zu erwecken:
„Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge, zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben! Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.“ (Lukas 24,25-27.)
(Um die anderen Bibelstellen zu lesen, die denselben Zusammenhang aufzeigt, klicken sie hier und scrollen Sie zur Anmerkung 5.5) Man muss diese erstaunliche Prophezeiung über die Leiden und den Tod des Erlösers nicht übergehen. Es ist auch nicht notwendig, diesem Zeitraum volle 72 Stunden beizumessen. Die Zeitspanne vom Abend des 13. Abib bis zur Morgendämmerung6 des 16. Abib entspricht den Eckdaten dieser Prophezeiung. Das „Zeichen des Propheten Jona“ erfüllte sich vollkommen in den Leiden und dem Tod des Erlösers, als er freiwillig die Verurteilung der Sünder aufgrund des Gesetzes hinnahm und sich der Trennung von Jahuwah unterwarf, um die Menschheit zu erlösen.
1 Jen Shroder: Three Days & Three Nights: The Sign of Jonah. Eig. dt. Übers.
2The New Strongs´s Expanded Dictionary of Bible Words, Stichwort “Kardia”, #2588.
3STA Bibelkommentar, Bd. 5, S.1103.
4Ebd.
5 In Apostelgeschichte 10,39 bedeutet das griechische Wort, dass hier mit „getötet“ übersetzt wurde (anaireo), einen gewaltsamen Tod. Das war kein barmherziger, schneller Tod, sondern ein gewalttätiger, voller Leid.
6 Die Tatsache, dass die Auferstehung in der Morgendämmerung des 16. Abib, dem dritten Tag der Prophezeiung, stattfand, unterstützt indirekt biblische Hinweise, die den Tagesbeginn mit der Morgendämmerung verknüpfen. Denn mit der Morgendämmerung des 16. Abib endete der 15. Abib, der dritte Tag.
Frage: Werden diejenigen, die Jahuwahs Gnade ablehnen, bis in alle Ewigkeit gequält werden?
Die Antwort der Bibel: NEIN. Sie werden "vertilgt".
Die Sünder werden für immer "vernichtet". Sie werden "untergehen". Sie
werden durch das Feuer "verschlungen werden" und werden "nicht mehr
sein". Sie sollen sein, "als wäre sie nie gewesen".
Hiob 20,7.26
(7) So geht er doch, gleich wie Kot, auf ewig unter; die ihn
gesehen haben, werden sagen: Wo ist er? (26) Alle Finsternis ist
aufgespart für seine Schätze; ihn wird ein Feuer verzehren, das nicht angefacht wird; übel wird es dem ergehen, der in seinem Zelt übriggeblieben ist.
Hiob 31,2-3
(2)
Denn was würde mir Gott (Eloah) vom Himmel her zuteilen, und welchen
Lohn erhielte ich von dem Allmächtigen aus der Höhe? (3) Ist denn das Unglück nicht für den Ungerechten und das Missgeschick für die Übeltäter?
Psalm 5,7
(7) Du vertilgst die Lügner; den Blutgierigen und Falschen verabscheut Jahuwah.
Psalm 9,6-7
(6) Du hast die Heidenvölker gescholten, den Gesetzlosen umgebracht, ihren Namen ausgelöscht auf immer und ewig. (7) Der Feind – er ist völlig und für immer zertrümmert, und die Städte hast du zerstört; ihr Andenken ist dahin.
Psalm 9,18
(18) Die Gottlosen müssen ins Totenreich [sheol = H7585 = das Grab] hinabfahren.
Psalm 11,6
(6) Er lässt Schlingen regnen über die Gottlosen; Feuer, Schwefel und Glutwind ist das Teil ihres Bechers.
Psalm 21,10
(10) Du wirst sie machen wie einen feurigen Schmelzofen zur Zeit deines Erscheinens! Jahuwah wird sie verschlingen in seinem Zorn, das Feuer wird sie fressen!
Psalm 28,5
(5) Denn sie achten nicht auf die Taten Jahuwahs, noch auf das Werk seiner Hände; er möge sie zerstörenund nicht bauen!
Psalm 37;9-11
(9) Die Übeltäter werden ausgerottet; die aber auf Jahuwah harren, werden das Land erben. (10) Nur noch eine kurze Zeit, so wird der Gottlose nicht mehr sein, und wenn du dich nach seiner Wohnung erkundigst, ist er nicht mehr da. (11) Aber die Sanftmütigen werden das Land erben und sich großen Friedens erfreuen.
Sünde und Sünder werden zusammen auf dieser Erde durch das Ereignis des höllischen Feuersees zerstört werden:
"Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort
aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des
Verderbens der gottlosen Menschen." (2. Petrus 3,7.)
Die Sanftmütigen werden die neue Erde erben, die Jahuwah dann machen wird: "Denn
gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor meinem
Angesicht bleiben werden, spricht Jahuwah, so soll auch euer Same und
euer Name bestehen bleiben." (Jesaja 66,22.)
Psalm 37,20
(20) Aber die Gottlosen werden umkommen,
und die Feinde Jahuwahs
sind wie die Pracht der Auen; sie vergehen,
im Rauch vergehen sie.
Psalm 37,34-38
(34) Harre auf Jahuwah und bewahre seinen Weg, so wird er dich erhöhen, dass du das Land erbst. Wenn die Gottlosen ausgerottet werden, wirst du es sehen!
(35) Ich sah einen Gottlosen, der war gewaltig und er breitete sich aus
wie ein grünender, tiefwurzelnder Baum. (36) Aber als man wieder
vorbeiging, da war er nicht mehr; ich suchte ihn, doch er war nicht mehr zu finden. (37) Achte auf den Unschuldigen und sieh auf den Aufrichtigen; denn für den Mann des Friedens gibt es eine Zukunft! (38) Die Übertreter jedoch werden allesamt vertilgt, und die Zukunft der Gottlosen wird abgeschnitten.
Psalm 52,3.7
(3) Was rühmst du dich des Bösen, du Tyrann? […] (7) So wird auch Gott (El) dichstürzen für immer; er wird dich wegraffen und herausreißen aus deinem Zelt, und dich ausrotten aus dem Land der Lebendigen!
Psalm 55,24
(24) Ja, du, o Jahuwah, wirst sie in die Grube des Verderbens hinunterstoßen.
Psalm 59,14
(14) Vertilge sie mit Zorn, vertilgesie, damit sie nicht mehr sind, damit man erkennt, dass Gott [Elohim] in Jakob herrscht bis an die Enden der Erde!
Psalm 73,18-19
(18)
Fürwahr, du stellst sie auf schlüpfrigen Boden; du lässt sie fallen,
dass sie in Trümmer sinken. (19) Wie sind sie so plötzlich verwüstet worden! Sie sind untergegangen und haben ein Ende mit Schrecken genommen.
Psalm 73,27
(27) Denn siehe, die fern von dir sind, gehen ins Verderben; du vertilgst alle, die dir hurerisch die Treue brechen.
Psalm 83,15.18
(15)
Wie ein Feuer, das den Wald verbrennt, und wie eine Flamme, welche die
Berge versengt, so verfolge sie mit deinem Ungewitter […]! (18) Lass
sie beschämt und erschreckt werden für immer, lass sie schamrot werden
und umkommen […]!
Psalm 92,8
(8) Wenn die Gottlosen sprossen wie das Gras und alle Übertäter blühen, so ist’s doch nur, damit sie für immer vertilgt werden.
Psalm 92,10
(10) Denn siehe, Jahuwah, deine Feinde,
siehe, deine Feinde kommen um […]!
Psalm 140,11
(11) Feuersglut falle auf sie! Ins Feuer stürze er sie, in tiefe Abgründe, dass sie nicht mehr aufstehen!
Psalm 145,20
(20) Jahuwah behütet alle, die ihn lieben,
und er wird alle Gottlosen vertilgen.
Sprüche 2,22
(22) Aber die Gottlosen werden aus dem Land ausgerottet
und die Treulosen daraus vertrieben [KJV: entwurzelt] werden.
Sprüche 5,11-12
(11) … damit du nicht seufzen musst bei deinem Ende, wenn […] dein Leib und Leben hinschwinden,
(12) und du sagen musst: "Warum habe ich doch die Zucht gehasst, warum hat mein Herz die Zurechtweisung verachtet?"
Sprüche 10,25
(25) Wenn ein Sturm vorüberfährt, so ist der Gottlose nicht mehr da; der Gerechte aberist für die Ewigkeit gegründet.
Sprüche 10,28-30
(28) Das Warten der Gerechten wird Freude werden,
aber die Hoffnung der Gottlosen wird verloren sein.
(29) Der Weg Jahuwahs ist eine Schutzwehr für den Lauteren,
dem Übeltäter aber bringt er denUntergang.
(30) Der Gerechte wird in Ewigkeit nicht wanken,
aber die Gottlosen bleiben nicht im Land.
(KJV: Aber die Gottlosen werden die Erde nicht bewohnen.)
Beachte:
Die Bösen und Reuelosen werden vertilgt werden. Sie sterben einen Tod,
von dem es in Ewigkeit keine Auferstehung geben wird. Sie werden die
neue Erde nicht bewohnen dürfen. Doch über die Gerechten sagt Jahuwah:
"Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor
meinen Angesicht bleiben werden, spricht Jahuwah, so soll auch euer Same
und euer Name bestehen bleiben." (Jesaja 66,22.)
Sprüche 12,7
(7) Die Gottlosen werden umgestürzt und sind nicht mehr,
aber das Haus der Gerechten bleibt stehen!
Sprüche 13,13
(13) Wer das Wort verachtet, der wird zugrundegehen;
wer aber das Gebot fürchtet, der wird belohnt.
*Jesaja 1,28.31
(28) Aber der Zusammenbruch trifft die Übertreter und Sünder alle miteinander,
und die Jahuwah verlassen, kommen um.
(31) Und der Starke wird zum Werg und sein Tun zum Funken,
und beide werden miteinander brennen, so dass sie niemand löschen kann.
Beachte: Die Ungerechten werden durch das Feuer vertilgt. "Niemand kann es löschen", weil dieses Feuer "unlöschbar" sein wird (Matthäus 3,12, Lukas 3,17). Mit anderen Worten: Es wird keiner in der Lage sein, dieses Feuer zu löschen. Es wird nicht ausgehen, bis alles verbrannt und vertilgt ist. Die Ungerechten werden wortwörtlich zu Stoppeln werden und zu Asche verbrennen.
"Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht Jahuwah, der Herr der Heerscharen, so dass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrigbleibt.
Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der
Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung wird unter ihren Flügeln sein; und
ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall! Und ihr
werdet die Gesetzlosen zertreten; denn sie werden wie Asche sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde! spricht Jahuwah, der Herr der Heerscharen." (Maleachi 3,19-21.)
Jesaja 5,24
(24) Darum, wie die Feuerzunge Stoppeln frisst und dürres Gras in der Flamme zusammensinkt,
so wird ihre Wurzel wie Moder werden und ihre Blüte wie Staub
auffliegen; denn sie haben das Gesetz Jahuwahs, des Herrn der
Heerscharen, verworfen und das Wort des Heiligen Israels verachtet.
*Jesaja 10:16-18
(16) Darum wird der Herrscher Jahuwah, der Herr der Heerscharen, unter die Fetten […] die Schwindsucht senden und
unter seinen Edlen einen Brand anzünden wie Feuersglut. (17) Und das
Licht Israels wird zum Feuer werden und sein Heiliger zur Flamme; die wird seine Dornen und Disteln an einem einzigen Tag verbrennen und verzehren. (18) Und er wird die Herrlichkeit seines Waldes und seines Fruchtgartens mit Stumpf und Stiel ausrotten, dass es sein wird, wie wenn ein Kranker dahinsiecht…
Beachte:
Dies ist eine Voraussage über die völlige Zerstörung der assyrischen
Armee. Zugleich finden wir hier eine prophetische Vorahnung des
Schicksals der Gottlosen, wenn Jahuwahs Urteil schließlich ausgeführt
wird.
Jesaja 10,25
(25) Denn nur noch eine ganz kleine Weile, so ist der Grimm vorüber, und mein Zorn wendet sich zu ihrer Vernichtung.
Jesaja 13,9
(9) Siehe, der Tag Jahuwahs kommt, unbarmherzig, mit Grimm und Zornglut, um die Erde zur Wüste zu machen und die Sünder daraus zuvertilgen.
Jesaja 26,11
(11)
Jahuwah, deine Hand ist erhoben; sie wollen es nicht sehen! Sie werden
es sehen und sich schämen müssen. Der Eifer für das Volk, das
Zornesfeuer wird deine Feinde verzehren.
Jesaja 26,14
(14) Tote werden nicht wieder lebendig; Schatten stehen nicht wieder auf; darum hast du sie heimgesucht und ausgerottet und jede Erinnerung an sie vertilgt.
Jesaja 29,6
(6)
Von Jahuwah, dem Herrn der Heerscharen, wirst du heimgesucht werden mit
Donner und Erdbeben und mit großem Krachen, Sturmwind und Ungewitter
und mit verzehrenden Feuerflammen.
Jesaja 30,27.30
(27)
Siehe, der Name Jahuwahs kommt von ferne! Sein Zorn brennt, mächtiger
Rauch steigt auf; seine Lippen sind voll Grimm und seine Zunge wie ein verzehrendes Feuer
[…]. (30) Jahuwah wird seine majestätische Stimme hören lassen und
seinen niederfahrenden Arm sehen lassen, mit Zornesbrausen und verzehrenden Feuerflammen, Wolkenbruch, Platzregen und Hagelsteinen.
Jesaja 34,1-4
(1)
Kommt herzu, ihr Heiden, um zu hören, und ihr Völker, horcht auf! Es
höre die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was ihm
entsprosst! (2) Denn Jahuwah ist zornig über alle Heidenvölker und
ergrimmt über ihr ganzes Heer. Er hat über ihnen den Bann verhängt und
sie zur Schlachtung dahingegeben.
(3) Ihre Erschlagenen sollen hingeworfen werden und der Gestank ihrer
Leichname aufsteigen, und ihre Berge werden von ihrem Blut triefen. (4) Das
gesamte Heer des Himmels wird vergehen, und die Himmel werden
zusammengerollt wie eine Buchrolle, und all ihr Heer wird herabfallen,
wie das Laub am Weinstock herabfällt und wie die verdorrte (Frucht) des
Feigenbaums.
(14) Sie sind geworden wie Stoppeln, die das Feuer verbrannt hat;
sie werden ihre Seele nicht vor der Gewalt der Flammen erretten; denn
es wird keine Kohlenglut sein, an der man sich wärmen, und kein Ofen, an
dem man sitzen könnte.
Hesekiel 18,4
(4) Siehe, alle Seelen gehören mir! Wie die Seele des Vaters mir gehört, so gehört mir auch die Seele des Sohnes. Die Seele, die sündigt, soll sterben!
*Obadja 1,15-16
(15) Denn nahe ist der Tag Jahuwahs
über alle Heidenvölker; wie du gehandelt hast, so wird man dir
gegenüber handeln; dein Tun fällt auf deinen Kopf zurück! (16) Denn
gleichwie ihr auf meinem heiligen Berg getrunken habt, so sollen alle
Heidenvölker beständig trinken; sie sollen trinken und schlürfen und sein, als wären sie nie gewesen.
Nahum 1,9-10
(9) Was denkt ihr euch aus gegen Jahuwah? Er wird eine gänzliche Zerstörung anrichten! Die Drangsal wird sich nicht zum zweitenmal erheben. (10) Sie sind zwar verflochten zu einem Dornengestrüpp und trunken wie vom Wein; doch sollen sie wie dürre Stoppeln völlig verzehrt werden.
Beachte:
Zusätzlich zu der Bestätigung, dass die Ungerechten verzehrt werden,
wird hier eine wunderbare Aussage über die Ewigkeit getroffen: "Die Drangsal wird sich nicht zum zweitenmal erheben."
Das heißt, dass die Sünde, die Rebellion gegen Jahuwah und all das
Elend, das sie begleitet, für immer ausgelöscht werden! All das Böse
wird nie wieder existieren! Lobet Jahuwah!
Sacharja 14,3-4.9.11-12
(3)
Aber Jahuwah wird ausziehen und gegen jene Heidenvölker kämpfen, wie
(damals) am Tag seines Kampfes, am Tag der Schlacht. (4) Und seine Füße
werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen […]. (9) Und Jahuwah wird
König sein über die ganze Erde. An jenem Tag wird Jahuwah der einzige
sein und sein Name der einzige. […] (11) Und sie werden darin wohnen;
und es wird keinen Bannfluch mehr geben, und Jerusalem wird sicher
wohnen. (12) Das aber wird die Plage sein, mit welcher Jahuwah alle
Völker schlagen wird, die gegen Jerusalem Krieg geführt haben: ihr
Fleisch wird verfaulen, während sie noch auf ihren Füßen stehen; ihre
Augen werden verfaulen in ihren Höhlen, und ihre Zunge wird verfaulen in
ihrem Mund.
*Maleachi 3,19-21
(19) Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht Jahuwah, der Herr der Heerscharen, so dass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt.
(20) Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der
Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung wird unter ihren Flügeln sein; und
ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall! (21) Und
ihr werdet die Gesetzlosen zertreten; denn sie werden wie Asche sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde! spricht Jahuwah, der Herr der Heerscharen.
Johannes 3,16
(16)
Denn so sehr hat Gott (Elohim) die Welt geliebt, dass er seinen
eingeborenen Sohn gab, damit jeder, er an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.
Beachte: Der Text spricht von "verloren gehen", nicht von "ewigen Qualen".
"Verloren gehen" [G622]: beruht auf G575 und der Wurzel von G3639, Bedeutung: vollkommen zerstören; im übertragenen Sinne oder wörtlich: zerstören, sterben, verlieren, beschädigen, umkommen. (Strongs Concordance)
Römer 6,23
(23) Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Jahushua, unserem Herrn.
Beachte: Der Text sagt, dass der "Lohn der Sünde" der Tod ist! Der Lohn ist also nicht "ein ewiges Leben in Qual".
Philipper 3,18-19
(18) Denn viele wandeln […] als Feinde des Kreuzes des Christus; (19) ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.
2. Thessalonicher 1,8-9
(8)
… in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die
Jahuwah nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn
Jahushua, des Gesalbten, nicht gehorsam sind. (9) Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft…
Beachte: Der Text sagt "ewiges Verderben", nicht "ewige Qual".
2. Petrus 2,9-12
(9)
So weiß Jahuwah die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu erretten,
die Ungerechten aber zur Bestrafung aufzubewahren für den Tag des Gerichts.
(10) Das gilt besonders für die, welche in unreiner Lust dem Fleisch
nachlaufen und die Herrschergewalt verachten. Verwegen und frech, wie
sie sind, fürchten sie sich nicht, Majestäten zu lästern, (11) wo doch
Engel, die an Stärke und Macht größer sind, kein lästerndes Urteil gegen
sie bei dem Herrn vorbringen. (12) Diese aber, wie unvernünftige Tiere
von Natur zum Fang und Verderben geboren, lästern über das, was sie nicht verstehen, und werden in ihrer Verdorbenheit völlig zugrundegerichtet werden.
*2. Petrus 3,7
(7) Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.
Beachte:
Die sogenannte "Hölle" brennt jetzt im Moment noch nicht. Diese Erde
hier wird eine Feuerhölle werden, bevor sie umgewandelt und erneuert
wird. Dieses Feuer wird den Satan, seine Engel, die Sünde, die Sünder
und den Tod für immer vernichten. Dies ist der zweite Tod. (Offenbarung 2,11, 20,6, 20,14, 21,18.)
Die Sünde wird für immer ausgelöscht und wird sich nie wieder zeigen:
Was denkt ihr euch gegen Jahuwah? Er wird eine gänzliche
Zerstörung anrichten! Die Drangsal wird sich nicht zum zweitenmal
erheben. (Nahum 1,9.)
Jahuwah wird eine neue Erde schaffen:
Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor
meinem Angesicht bleiben werden, spricht Jahuwah, so soll auch euer Same
und euer Name bestehen bleiben. (Jesaja 66,22.)
Offenbarung 11,18
(18) Und die Heidenvölker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit, dass die Toten gerichtet werden,
und dass du deinen Knechten, den Propheten, den Lohn gibst, und den
Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den
Großen, und dass du die verdirbst, welche die Erde verderben!
Offenbarung 20,7-9
(7) Und wenn die 1000 Jahre vollendet sind,
wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, (8) und er wird
ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der
Erde leben, den Gog und den Magog, um sie zum Kampf zu versammeln, deren
Zahl wie der Sand am Meer ist. (9) Und sie zogen herauf auf die Fläche
des Landes und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte
Stadt. Und es fiel Feuer von Gott (Elohim) aus dem Himmel herab und verzehrte sie.
Woher stammt die Idee von den ewigen Qualen?
Die
Lehre von einer ewig brennenden Hölle, wo die Verlorenen nach ihren Tod
für immer und ewig gequält werden, wurde von der Römisch-Katholischen
Kirche (die Hure aus Offenbarung 17) populär gemacht. Sie hatte diese
von den Griechen und dem übrigen Heidentum übernommen. Diese Lehre war
für die römische Kirche im Mittelalter höchst profitabel, da sie ihr die
Chance bot, "Ablassbriefe" zu verkaufen. Nirgendwo in der Bibel kann man lesen, dass die verlorenen Seelen bis in alle Ewigkeit gequält werden. (Weitere Informationen zur Macht des Römisch-Katholischen "Tieres" unter: "Wer ist das Tier im Buch Offenbarung?")
Regelmäßige Missverständnisse (Klicken zum Ausklappen!).
Missverständnis #1
Jesaja 66,24 – (24) Und man wird hinausgehen und die Leichname der Leute anschauen, die von mir abgefallen sind; denn
ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht erlöschen [KJV: neither
shall their fire be quenched = ihr Feuer wird nicht gelöscht werden]; und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.
Markus 9,43-44 – (43)
Und wenn deine Hand für dich ein Anstoß (zur Sünde) wird, so haue sie
ab! Es ist besser für dich, dass du als Krüppel in das Leben eingehst,
als dass du beide Hände hast und in die Hölle fährst, in das
unauslöschliche Feuer; (44) wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt [KJV: and the fire is not quenched = und das Feuer nicht gelöscht wird].
Antwort / Erklärung:
Diese Textstellen sind in der englischen KJV verständlicher
dargestellt. Sie enthalten zwei sehr interessante Aussagen, die oft
falsch verstanden werden: (1) "Ihr Wurm wird nicht sterben". (2) Ihr
Feuer wird "nicht gelöscht".
"Ihr Wurm wird nicht sterben".
Das
Wort, das in Markus 9,43 mit "Hölle" übersetzt wird, lautet "Gehenna"
(G1067). So wird im Alten Testament auch das "Hinnomtal" bezeichnet.
Dies war ein tiefes, enges Tal in der Nähe von Jerusalem. Nachdem König
Ahas die Anbetung der Feuergottheiten eingeführt hatte, brachten die
gottlosen Juden ihre Kinder dort dem Götzen Moloch dar. Hier wurden auch
die Körper toter Tiere und der Abfall der Stadt entsorgt. Das Feuer
brannte kontinuierlich und Würmer befielen die verwesenden Kadaver. Was
das Feuer nicht verbrannte, befielen die Würmer. Es war also ein Ort
völliger Vernichtung. Jahushua nutzt diesen Ort als Sinnbild, um das
endgültige Schicksal der Ungerechten zu veranschaulichen.
Beachte,
dass die Würmer keine "körperlosen Seelen" zerfressen, sondern die
Leichen (Jesaja 66,24.), es sind tote Menschenkörper. Diejenigen, die
durch den Feuersee vernichtet werden, sind in körperlicher Form (Markus
9,42-45, Matthäus 5,30).
Jesaja 51,8 sagt aus, dass "die Würmer sie wie Wolle verzehren werden".
Das bedeutet, dass ihre Existenz vollständig ausgerottet wird. Denn
Würmer / Maden sterben nicht, wenn sie einen Kadaver zersetzen, sondern
sie verpuppen sich und als ausgewachsene Tiere legen sie wieder Eier,
aus denen Maden kommen, die den Rest des Kadavers zersetzen – bis NICHTS
mehr davon übrig ist.
"Ihr Feuer wird "nicht gelöscht".
Das
bedeutet einfach, dass niemand in der Lage sein wird, dieses Feuer zu
löschen. Es wird so lange brennen und nicht ausgehen, bis alles verbrannt und verzehrt ist. Die Ungerechten werden wortwörtlich zu Stoppeln, die zu Asche verbrennen.
"Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht Jahuwah, der Herr der Heerscharen, so dass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt.
Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der
Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung wird unter ihren Flügeln sein; und
ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall. Und ihr
werdet die Gesetzlosen zertreten; denn sie werden wie Asche sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde! spricht Jahuwah, der Herr der Heerscharen." (Maleachi 3,19-21.)
Ein Beispiel für "unauslöschliches" Feuer:
"Wenn
ihr aber nicht auf mich hört, dass ihr den Sabbattag heiligt und keine
Last tragt und nicht am Sabbattag durch die Tore Jerusalems hineingeht, dann werde ich ein Feuer anzünden in ihren Toren; das soll die Paläste Jerusalems verzehren und nicht erlöschen!" (Jeremia 17,27.)
Die Prophetie wurde später in Kapitel 52 erfüllt:
"Aber
am zehnten Tag des fünften Monats, das war das neunzehnte Jahr des
Königs Nebukadnezar, des Königs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste
der Leibwache, der vor dem König von Babel stand, nach Jerusalem, und er
brannte das Haus Jahuwahs und das Haus des Königs und alle Häuser von
Jerusalem nieder; und jedes Haus der Vornehmen verbrannte er mit Feuer.
Und das ganze Heer der Chaldäer, das bei dem Obersten der Leibwache war,
zerstörte alle Mauern von Jerusalem ringsum." (Jeremia 52,12-14.)
Auf die Erfüllung dieser Prophezeiung über das "unauslöschliche Feuer von Jerusalem" wird auch im 2. Chronikbuch verwiesen:
"Und
sie verbrannten das Haus Gottes (Elohim) und rissen die Mauern von
Jerusalem nieder und verbrannten alle ihre Paläste mit Feuer, so dass
alle ihre kostbaren Geräte zugrunde gingen. Den Überrest derer aber, die
dem Schwert entkommen waren, führte er nach Babel hinweg, und sie
wurden ihm und seinen Söhnen als Knechte dienstbar, bis das Königreich
der Perser zur Herrschaft kam. So wurde das Wort Jahuwahs durch den Mund
Jeremias erfüllt: Bis das Land seine Sabbate gefeiert hat, soll es
ruhen, solange die Verwüstung währt, bis siebzig Jahre vollendet sind!"
(2. Chronik 36,19-21.)
Beachte:
Das Feuer, das in Jerusalem angezündet wurde (was unauslöschlich war),
brennt heute nicht mehr. Es brannte so lange, bis alles verzehrt worden
war und das Feuer keine Nahrung mehr fand. Dann ging es von selbst aus.
Das ist die Natur des Feuers.
Missverständnis #2
Matthäus 25,46 – (46) Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.
Antwort / Erklärung:
Das Schicksal der Ungerechten besteht darin, dass ihre Strafe ewig ist
(also nicht rückgängig gemacht wird oder endet). Diese Strafe besteht im
ewigen Todeszustand, von dem es keine Auferweckung mehr gibt. Das
heißt, die Gottlosen bleiben nicht ewig am Leben, um zu leiden, sondern
sie sterben durch das Ereignis des Feuersees auf der Erde und wachen
dann nie mehr wieder auf. Jahuwahs Verurteilung der Ungerechten, nämlich
ihre Ausrottung, wird für immer Bestand haben. Die Ungerechten werden
nie wieder leben. "Feuersglut falle auf sie! Ins Feuer stürze er sie, in
tiefe Abgründe, dass sie nicht mehr aufstehen!" (Psalm 140,11).
"Nur noch eine kurze Zeit, so wird der Gottlose nicht mehr sein, und
wenn du dich nach seiner Wohnung erkundigst, ist er nicht mehr da."
(Psalm 37,10). "Aber die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde
Jahuwahs sind wie die Pracht der Auen, sie vergehen, im Rauch vergehen
sie." (Psalm 37,20). "Die Übertreter jedoch werden allesamt vertilgt,
und die Zukunft der Gottlosen wird abgeschnitten". (Psalm 37,38.)
Vergleiche damit 2. Thessalonicher 1,8-9:
"…in
flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Jahuwah
nicht anerkennen, und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn
Jahushua, des Gesalbten, nicht gehorsam sind. Diese werden Strafe
erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht Jahuwahs und der Herrlichkeit
seiner Kraft". (2. Thessalonicher 1,8-9.)
Beachte: Auch hier ist es das "Verderben", also das Ausgerottet-Sein, dessen Dauer ewig ist, nicht die Qual. Nirgendwo in der Bibel heißt es, dass die Ungerechten in der Ewigkeit gequält werden.
Missverständnis #3
Offenbarung 14,11 – (11) Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit, und die das Tier und sein Bild anbeten, haben keine Ruhe Tag und Nacht, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt.
Offenbarung 19,2-3 – (2)
Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, denn er hat die große
Hure gerichtet, welche die Erde verderbte mit ihrer Unzucht, und das
Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert! (3) Und nochmals sprachen
sie: Hallelujah! Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Offenbarung 20,10 – (10)
Und der Teufel, der sie verführt hatte, wurde in den Feuer- und
Schwefelsee geworfen, wo das Tier ist und der falsche Prophet, und sie
werden gepeinigt werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Antwort / Erklärung: In der englischen King James-Version steht an Stelle von "Ewigkeit zu Ewigkeit" das Wort "forever". Der Begriff "forever" bezeichnet in der englischen Bibel eine begrenzte oder unbegrenzte Zeitspanne. Er kommt in der Bibel an 56 Stellen in Verbindung mit Dingen vor, die bereits geendet haben. In Jona 2,7 steht "forever" für drei Tage und Nächte (Jona 2,1). In 5. Mose 23,3
steht "forever" für 10 Generationen. In Bezug auf Menschen bedeutet es
auch "so lange er lebt" oder "bis zum Tod". (Siehe 1. Samuel 1,22, 28 und 2. Mose 21,6).
Die Ungerechten, die dann im Feuer verbrennen, brennen also bis sie
dadurch gestorben und auch ihre Körper vernichtet sind. Das feurige
Urteil wird für jeden einzelnen nach seinem Grad der Sünden variieren.
Doch nach der Vernichtung wird das Feuer ausgehen. "Für die Sünde ist
"unser Gott … ein verzehrendes Feuer" (Hebräer 12,29), ganz gleich, wo
sie vorgefunden wird. In allen, die sich ihm unterwerfen, wird der
Geist [Jahuwah] die Sünde verzehren. Aber wenn Menschen an der Sünde
hängen, identifizieren sie sich mit ihr. Dann wird die Herrlichkeit
[Jahuwahs], welche die Sünde vernichtet, sie selbst vernichten." (Ellen
White, Der Eine Jesus Christus. Seite 90-91.)
"Siehe,
sie sind geworden wie Stoppeln, die das Feuer verbrannt hat; sie werden
ihre Seele nicht vor der Gewalt der Flammen erretten, denn es wird
keine Kohlenglut sein, an der man sich wärmen, und kein Ofen, an dem man
sitzen könnte." (Jesaja 47,14.)
"Und
ihr werdet die Gesetzlosen zertreten, denn sie werden wie Asche sein
unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde! spricht Jahuwah,
der Herr der Heerscharen." (Maleachi 3,19-21.)
Die
Idee der ewigen Höllenqual hat mehr Menschen in den Atheismus und in
den Wahnsinn getrieben, als jede andere Erfindung des Teufels. Sie
diskreditiert den liebevollen Charakter unseres Vaters im Himmel und hat
der christlichen Sache bereits unermesslichen Schaden zugefügt.
Für
jeden ehrlichen Bibelleser ist es zwingend notwendig, alle
entsprechenden Stellen zu einem Thema in der Schrift heranzuziehen,
bevor er seine Schlussfolgerungen zieht. Wir müssen dahin gehen, wohin
uns die Beweise führen.
Missverständnis #4
Das Gleichnis von Lazarus und dem reichen Mann (Lukas 16,19-21.)
Was bedeutet es, "die Strafe des ewigen Feuers zu erleiden"?
Antwort / Erklärung:
Wenn Jahuwah jemanden dazu verurteilt, "die Strafe des ewigen Feuers zu
erleiden", heißt das nicht, dass diese Person sich ewig in einem
Zustand befindet, in dem sie lebendig mit "unauslöschbarem Feuer"
brennt. Das Wort "ewig" bezieht sich nicht auf den Vorgang des Brennens.
Die Strafe besteht in der Konsequenz des Feuergerichts, nämlich im
ewigen Todeszustand des Gerichteten. Er wird in Ewigkeit nicht mehr
erweckt werden. Das Ergebnis des Feuers wird nicht mehr rückgängig
gemacht.
"…wie Sodom und Gomorrha
und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie diese die Unzucht
bis zum Äußersten trieben und anderem Fleisch nachgingen, nun als
warnendes Beispiel dastehen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers zu erleiden haben". (Judas 1,7.)
Die
Schrift sagt klar, dass Sodom und Gomorrha "die Strafe des ewigen
Feuers" immer noch erleiden! Allerdings brennen diese Städte und ihre
Bewohner heute nicht mehr. Das Feuer erlosch, als alles verbrannt war. Doch die Folgen dieses Feuers sind ewig.
Der Schwefel und die Asche, die sich um das Tote Meer verteilt haben,
bezeugen die Unumkehrbarkeit des göttlichen Gerichtes, das diese Städte
einäscherte.
Auch der Apostel Petrus macht deutlich, dass diese Städte zu Asche verbrannt wurden:
"…und auch die Städte Sodom und Gomorrha einäscherte und so zum Untergang verurteilte, womit er sie künftigen Gottlosen zum warnenden Beispiel setzte". (2. Petrus 2,6.)
Die Bewohner dieser gottlosen Städte wurden in Asche verwandelt. Genauso beschreiben die göttlich inspirierten Propheten das kommende Jüngste Gericht:
"Denn
siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da werden alle Übermütigen
und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein, und der kommende
Tag wird sie verbrennen, spricht Jahuwah, der Herr der Heerscharen, so
dass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt. […] Und ihr werdet
die Gesetzlosen zertreten; denn sie werden wie Asche sein unter euren
Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde! spricht Jahuwah, der Herr
der Heerscharen." (Maleachi 3,19-21.)
Fazit: Die bösen und reuelosen Menschen werden nach dem Ablauf des Millenniumsvernichtet werden. Dies ist "der zweite Tod", von dem sie nie mehr erweckt werden.
Die
Lehre von der Unsterblichkeit der menschlichen Seele stammt nicht aus
dem Christentum. Dennoch glauben Massen von ernsthaften Christen
heutzutage, dass jeder von ihnen eine solche Seele besitzt, dass
diese niemals ausgelöscht werden kann und dass man folglich im
Todeszustand sich seiner selbst bewusst ist. Diese Annahmen sind
nicht nur weit verbreitet, sondern werden immer populärer. Wir haben
es bei ihnen mit frechen Lügen zu tun, durch die schon Millionen von
Menschen in ein ganzes Netz aus Betrugsmaschen verwickelt worden
sind. Die Idee, dass Verstorbene noch ein Bewusstsein besitzen,
bildet u. a. die Grundlage von spiritistischen Sitzungen (sogenannten
Séancen). Bei diesen Versammlungen rufen die Teilnehmer wissentlich
oder unwissentlich die Geister von Dämonen. Diese nehmen dann unter
anderem die Gestalt verstorbener Personen an und verkünden in deren
Namen Botschaften, welche der Heiligen Schrift klar widersprechen.
Wenn jeder Mensch wüsste, dass die Kommunikation mit Toten faktisch
unmöglich ist, wäre er vor solchen betrügerischen Angeboten
geschützt. Er würde von ihnen Abstand halten, anstatt sie zu
nutzen, immer neue Lügen zu akzeptieren und sich immer tiefer in die
entstehenden Abhängigkeiten zu verstricken. Wir müssen unseren
Glauben jetzt fest auf das unfehlbare Wort Jahuwahs gründen,
damit wir in dieser Frage vorbereitet und nicht mehr beeinflussbar
sind. Wenn dann die Stunde kommt, in der wir mit den bösartigen
Illusionen und Wunderzeichen Satans konfrontiert sind, wird uns der
“Vater der Lüge“ nicht überrumpeln können. Die Heilige Schrift
hat klar und eindeutig festgestellt: Die Toten wissen nichts. Jede
Erscheinung einer toten, noch nicht auferweckten Person ist ein Werk
Satans.
„Da
bildete Jahuwah Elohim den Menschen, Staub von der Erde, und blies
den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine
lebendige Seele.“– 1. Mose 2,7.
Beachte:
Der Atem/Geist Jahuwahs + der Körper (der “aus Staub“ gemacht
ist) = „eine lebendige Seele“
Prediger
9,5-6
(5)
Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen;
aber
die Toten wissen gar nichts,
und
es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil;
denn
man denkt nicht mehr an sie.
(6)
Ihre Liebe und ihr Hass wie auch ihr Eifer sind längst vergangen,
und
sie haben auf ewig keinen Anteil mehr
an
allem, was unter der Sonne geschieht.
(Beachte:
Die Bibel bezeichnet den Tod an mehr als fünfzig Stellen als
„Schlaf“.)
Prediger
9,10
(10)
Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen
Kraft; denn im Totenreich, in das du gehst,
gibt es kein Wirken mehr und kein Planen, keine Wissenschaft und
keine Weisheit!
*Prediger
12,7
(7)
… und der Staub wieder zur Erde zurückkehrt, wie er
gewesen ist, und der Geist zurückkehrt zu Gott [Elohim], der ihn
gegeben hat.
Beachte:
Wenn wir sterben, zerfällt der Körper zu Staub und der Geist/Atem
des Lebens kehrt zu Jahuwah zurück. Das sagt uns dieser Vers. Die
zwei Komponenten (1. der Atem Jahuwahs; 2. der menschliche Körper,
vgl. 1. Mose 2,7), die zusammen als Einheit eine lebendige Seele
bilden, werden im Tod voneinander getrennt. Die Seele ist also im
Todeszustand sozusagen vorerst aufgelöst, weil sie sich erst aus der
Einheit ihrer zwei Komponenten ergibt. Deshalb kann es in diesem
Zustand der Trennung kein Bewusstsein geben.
Erinnere
dich: der Atem/Geist Jahuwahs + der Körper (aus Staub /
Teilchen) = “eine lebendige Seele“ (Siehe 1. Mose 2,7 am
Artikelbeginn.)
Prediger
3,20
(20) Alle
gehen an denselben Ort: alles ist aus dem Staub geworden, und alles
kehrt auch wieder zum Staub zurück.
Prediger
6,6
(6)
Und wenn er auch zweitausend Jahre lebte, […] – geht denn nicht
alles dahin an denselben Ort?
Psalm
6,6
(6)
Denn im Tod gedenkt man nicht an dich; wer wird dir im Totenreich
lobsingen?
Beachte:
Dieser Vers würde keinen Sinn machen, wenn Jahuwahs Gläubige sofort
nach ihrem Tod in den Himmel kommen würden, denn dann würden diese
Jahuwah sicherlich danken und ihm lobsingen! Wie König David wusste
auch König Hiskia, dass es im Todeszustand kein Bewusstsein geben
kann. Deshalb bat er Jahuwah unter Tränen, ihm sein Leben zu
verlängern. Vgl. Jesaja
38.
Psalm
17:15
(15)
Ich aber werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, an deinem
Anblick mich sättigen, wenn ich erwache.
Beachte:
David bezieht sich hier auf den Tag der Auferstehung, wenn er bei der Wiederkunft
Jahushuas (von den Toten) erwachen wird. „Geliebte, wir
sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was
wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein
werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie
er ist.“ (1. Johannes 3,2.)
Psalm
30,10
„Wozu
ist mein Blut gut, wenn ich in die Grube [= ins Grab] fahre? Wird dir
der Staub danken, wird er deine Treue verkündigen?“ (KJV wörtlich:
„Wird dir der Staub danken, wird er deine Wahrheit verkündigen?“
Beachte:
Wieder bezieht sich der Psalmist auf den Fakt, dass es im
Todeszustand kein Bewusstsein für den Menschen gibt. Beim Tod nimmt
Jahuwah unseren Lebensatem zurück und unsere Körper zerfallen zu
Staub. Jahuwahs Getreue werden bewusstlos bis zur Wiederkunft
Jahushuas schlafen. Die bösen und reuelosen Menschen werden
bewusstlos bis zur zweiten Auferstehung schlafen, um dann nach dem Millennium
mit ihrem Urteil konfrontiert zu werden und danach den zweiten
Tod zu sterben.
Psalm
49,16
(16)
Aber Gott [Elohim] wird meine Seele aus der Gewalt des Totenreichs
erlösen; denn er wird mich aufnehmen!
Psalm
71,20
(20)
Der du uns viel Not und
Unglück hast sehen lassen, du machst uns wieder
lebendig
und
holst uns wieder herauf aus den Tiefen der Erde.
Psalm
88,11-13
(11)
Wirst du an den Toten Wunder tun?
Werden die Schatten aufstehen und dich preisen?
(12) Wird man im Grab deine Gnade
verkündigen,
deine Wahrheit im Abgrund? (KJV: deine Treue
am Ort der Vernichtung?)
(13) Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt,
deine Gerechtigkeit im Land der Vergessenheit?
Psalm
104,29-30
(29)
…verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie;
nimmst du
ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub;
(30)
sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen,
und du
erneuerst die Gestalt der Erde.
*Psalm
146,3-4
(3)
Verlasst euch nicht auf Fürsten, auf ein Menschenkind, bei dem keine
Rettung ist!
(4) Fährt sein Geist aus, wird er wieder zu
Erde; an dem Tag ist’s aus mit allen seinen Plänen.
KJV:
Fährt sein Atem aus, wird er wieder zu Erde; an dem Tag ist’s aus
mit allen seinen Gedanken.
(17)
Die Toten rühmen Jahuwah nicht, keiner, der hinabfährt in die
Stille.
Hiob
14,12
(12) …
so legt sich auch der Mensch nieder und steht nicht wieder auf; bis
die Himmel nicht mehr sind,
regen sie sich
nicht
und werden nicht aufgeweckt
aus ihrem Schlaf.
Beachte:
Bei der Wiederkunft Jahushuas am „Tag des Gerichts“ werden die
Himmel vergehen. (Vgl. 2.
Petrus 3,7.) Dann werden Jahuwahs treue Kinder auferweckt
werden (d. h. vom Todesschlaf erweckt werden).
Hiob
4,17
(17)
Kann wohl ein Sterblicher gerecht sein vor Gott [Eloah] […]?
Beachte:
Die Menschen sind sterblich. Allein Jahuwah besitzt von sich aus
Unsterblichkeit. „[Jahuwah,] der allein Unsterblichkeit hat, der in
einem unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch
sehen kann; ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen." (1. Timotheus
6,16.)
Hesekiel
18,4
(4)
Siehe, alle Seelen gehören mir! Wie die Seele des Vaters mir gehört,
so
gehört mir auch die Seele des Sohnes. Die Seele, die sündigt,
soll sterben!
Beachte: Die erste Lüge, die Satan
benutzte, um die Menschheit zu verführen, lautete: "Keineswegs
werdet ihr sterben." (Vgl. 1.
Mose 3,4.)
Daniel
12,2
(2)
Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen;
die
einen zum ewigen Leben, die anderen zur ewigen Schmach und
Schande.
Daniel
12,13
(13) Du aber geh hin [KJV: geh deinen Weg], bis das Ende kommt! Du darfst nun ruhen und wirst einst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage!
Beachte: Daniel wurde gesagt, dass er am "Ende der Tage" "auferstehen" wird, um sein Erbteil zu empfangen. Ihm wurde nicht gesagt, dass er sein Erbteil empfängt, wenn er stirbt.
Die, die Jahuwah treu sind, werden beim zweiten Kommen Jahushuas ihr "Erbteil" empfangen: "Gelobt sei der Gott [Elohim] und Vater unseres Herrn Jahushua, des Gesalbten, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jahushuas, des Gesalbten, aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns, die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit. […] Damit die Bewährung eures Glaubens [….] Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung [KJV: beim Erscheinen] Jahushuas, des Gesalbten". (1. Petrus 1,3-5, 7)
Jesaja
26,19
(19)
Aber deine Toten werden leben, auch mein Leichnam; sie werden
auferstehen!
[KJV:
Aber deine Toten werden leben, zusammen mit meinem Leichnam werden
sie auferstehen! ]
Wacht
auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes! Denn […] die Erde
wird die Toten wiedergeben!
Beachte: Jesaja setzte seine Hoffnung
auf die Auferstehung
der Gerechten am Ende der Tage.
Jesaja
38,18-19
(18)
Denn Sheol [= das Grab] kann dich nicht loben, noch der Tod
dich preisen;
und
die in die Grube fahren, können nicht auf deine Treue hoffen;
(19)
sondern der Lebendige, ja der Lebendige lobt dich, wie ich es tue.
Der
Vater erzählt den Kindern von deiner Treue.
Beachte: Der Prophet Jesaja, König
Salomo, König David und alle anderen inspirierten Autoren der Bibel
bekannten wiederholt, dass es kein Bewusstsein nach dem Tod gibt. Nur
die Lebendigen können Jahuwah loben. Wenn ein Mann stirbt, "fährt
sein Geist aus, wird er wieder zu Erde;
an dem Tag ist’s aus mit allen seinen Plänen [KJV:Gedanken]".
(Psalm
146,4)
Johannes
3,13
(13) Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der
aus dem Himmel herab gestiegen ist, dem Sohn des Menschen, der
im Himmel ist.
*Johannes
5,25-29
(25)
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da,
wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes [= die Stimmes des Sohnes
Jahuwahs] hören werden, und die sie hören, werden leben. (26) Denn
wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn
verliehen, das Leben in sich selbst zu haben. (27) Und er hat ihm
Vollmacht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Sohn des
Menschen ist. (28) Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die
Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören
werden, (29) und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben,
zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur
Auferstehung des Gerichts.
Beachte: Jahuwah’s Worte könnten hier
nicht klarer sein. Die Hoffnung der Gläubigen bezieht
sich auf die Wiederauferstehung des Lebens am Ende der Tage.
Diese Aussage würde absolut keinen Sinn ergeben, wenn die Gläubigen
schon vor der Wiederkunft Jahushuas im Himmel wären.
Johannes
11,11-13
(11)
Dies sprach er, und danach sagte er zu ihnen: Unser Freund Lazarus
ist eingeschlafen;
aber ich gehe hin, um ihn zu aufzuwecken. (12) Da sprachen seine
Jünger: Herr, wenn er eingeschlafen ist, so wird er gesund werden!
(13) Jesus aber hatte von seinem Tod geredet; sie dagegen
meinten, er rede vom natürlichen Schlaf.
Johannes
11,24
(24)
Martha spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der
Auferstehung am letzten Tag.
Beachte: Martha
hatte verstanden, dass ihre Hoffnung die "Auferstehung
am letzten Tag"
ist. Sie glaubte offenbar nicht daran, dass Lazarus sofort nach
seinem Tod in den Himmel gegangen sei.
Johannes
14,1-3
(1)
Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott [Elohim] und glaubt an
mich! (2) Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht,
so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu
bereiten. (3) Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so
komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr
seid, wo ich bin.
Beachte: Jahushua tröstet seine Jünger
hier mit dem Versprechen seiner Rückkehr. Er sagte zu ihnen, dass er
für sie zurückkehrt,
und dass sie dann
auch an dem Ort sein dürfen, wo er ist. Es ist wichtig,
dass wir diesen Vers so annehmen, wie er ist. Jahushua
tröstete seine Jünger NICHT
mit der Versicherung, dass sie direkt nach ihrem Tod
bei ihm sein würden.
Apostelgeschichte
2,29.34
(29)
Ihr Männer und Brüder, es sei mir erlaubt, freimütig zu euch zu
reden von dem Stammvater David: Er ist gestorben und begraben, und
sein Grab ist unter uns bis zu diesem Tag. (34) Denn nicht David
ist in den Himmel aufgefahren…
1.
Korinther 15, 6
(6)
Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen
die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind [= gestorben sind].
1.
Korinther 15, 20.23
(20)
Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling
der Entschlafenen geworden. (23) Ein jeder aber in seiner
Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus
angehören, bei seiner Wiederkunft.
Beachte: Auch hier ist unsere Hoffnung
die Auferstehung der Gerechten bei
der Wiederkunft Jahushuas.
1.
Thessalonicher 4, 13-18
(13)
Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die
Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die
keine Hoffnung haben. (14) Denn wenn wir glauben, dass Jahushua
gestorben und auferstanden ist, so wird Gott [Elohim] auch die
Entschlafenen durch Jahushua mit ihm führen. (15) Denn das sagen wir
euch in einem Wort Jahuwahs: Wir, die wir leben und bis zur
Wiederkunft des Herrn übrigbleiben, werden den Entschlafenen nicht
zuvorkommen; (16) denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht
und die Stimme des Erzengels und die Posaune Jahuwahs erschallt, vom
Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst
auferstehen. (17) Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben,
zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem
Herrn, in die Luft, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.
(18) So tröstet nun einander mit diesen Worten!
Vergleiche
dazu: Johannes 5,25-29.
Beachte: Paulus
erklärt uns in dieser inspirierten Aussage, womit wir uns
gegenseitig trösten sollen, wenn wir einen geliebten Menschen
verlieren. Er sagt uns nicht,
dass der Verstorbene jetzt im Himmel ist. Paulus
weist uns an, uns mit dem heiligen Versprechen der Auferstehung der
Gerechten bei der Wiederkunft Jahushuas zu trösten.
Es ist traurig, zu sehen, wie diese einfache Anweisung beständig
ignoriert wird. Wieder und wieder wird bei Todesfällen die Lüge des
großen Feindes wiederholt: "Er ist keineswegs gestorben. Er ist
jetzt im Himmel." (Vgl. 1. Mose 3,4.)
1.
Timotheus 6,15-16
(15) der Glückselige und allein Gewaltige, der König der Könige und
Herr der Herrschenden, (16) der allein Unsterblichkeit hat,
der in einem unzugängliches Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat
noch sehen kann; ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen.
Beachte: Nur Jahuwah ist aus sich selbst
heraus unsterblich.
Menschen sind sterblich.
"Kann ein Sterblicher gerecht sein vor Gott [Eloah]?" (Hiob
4,17.)
2.
Timotheus 4,8
(4)
Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die
mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen
wird, nicht aber mir
allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen
haben.
Beachte: Paulus glaubte nicht, dass er
direkt, nachdem er gestorben wäre, seinen Lohn erhalten würde.
Vielmehr sah er voraus, dass auch er bei der Wiederkunft Jahushuas am
letzten Tag auferstehen würde.
Offenbarung
20,5
(5)
Die übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis
die 1000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung.
Offenbarung
22,12
(12)
Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu
vergelten, wie sein Werk sein wird.
Beachte: Jahushua bringt die Belohnung
(das ewige Leben) mit, wenn er wiederkehrt. Der Mensch wird seine
Belohnung (das ewige Leben) also nicht direkt nach dem Sterbevorgang
erhalten, denn er muss bewusstlos bis zur Wiederkunft Jahushuas im
Todeszustand ruhen.
Schlussfolgerung:
Es
gibt keinBewusstsein im Todeszustand. Sowohl die
Gerechten als auch die Ungerechten werden "schlafen", bis
sie aus ihren Gräbern gerufen werden: Die Gerechten zur "1.
Auferstehung" und die Ungerechten zur "2. Auferstehung".
(Mehr Informationen dazu unter "The
Two Resurrections", dt. Übersetzung folgt.)
“Als
letzter Feind wird der Tod beseitigt.” – 1. Korinther
15,26.
Weit
verbreitete Missverständnisse:
Viele
verweisen auf die Erscheinung von Mose und Elia auf dem Berg der
Verklärung (Matthäus
17,3) und sehen dieses Ereignis als Beweis für die sofortige
Aufnahme der Heiligen in den Himmel nach ihrem Tod an. Wir müssen
uns aber daran erinnern, dass Elia nie gestorben ist. Er wurde direkt
in den Himmel geholt (2.
Könige 2). Nachdem Mose gestorben war (5.
Mose 34,7), wurde er offensichtlich auferweckt, denn es gab
einen Streit mit Satan um seinen "Körper" (Judas
1,9).
Viele ernsthafte Christen meinen, dass in allem, was hebräisch bzw. jüdisch ist, ein besonderer Segen verborgen ist. Was sie dabei nicht vermuten: Satan versucht auf diesem Wege, ihre Aufmerksamkeit von den Themen abzulenken, die in den letzten Tagen dieser Weltgeschichte wirklich wichtig sind.
Hast du schon einmal einen Werbespot für ein großartiges, neues Produkt gesehen? Angeblich wird es unter Garantie genau das Problem lösen, das dich und auch jeden anderen Menschen dieser Erde schon lange nervt. Du beißt an und freust dich darauf, dass dieses tolle Wunderding dein Leben verbessern wird! Duvertraust dem Verkäufer, weil er so eine freundliche und überzeugende Ausstrahlung besitzt. Du greifst nach deinem Telefon und wählst eilig die angegebene Nummer oder du klickst auf den dabeistehenden Link. Innerhalb von ein paar Minuten ist deine Kreditkarte belastet worden und das Wunderding auf dem Weg zu dir! Du wartest voller Vorfreude. Endlich erreicht die ersehnte Box dein Zuhause. Die Post klingelt an der Tür. Es ist da! Es ist da! Nachdem du die Verpackung geöffnet hast, erscheint dir das Wunderprodukt plötzlich doch nicht so glänzend, wie es in der Werbung ausgesehen hat. Und nachdem du es getestet hast, merkst du, dass auch der Effekt nicht so ist, wie du es dir ausgemalt hast. Jetzt fühlst du dich betrogen. Vielleicht rufst du noch einmal die Hotline an und beschwerst dich – völlig nutzlos – beim Kundenservice. Vielleicht schwörst du dir auch, dass du nie wieder dieser Marketingmasche auf den Leim gehen wirst. Dieses traurige Drama spielt sich allerdings nicht nur in der materiellen Welt ab. Wenn es um geistliche Dinge geht, greifen dieselben Strategien, verursachen dann jedoch viel größeren Herzschmerz.
Zahllose Christen tappen in eine ähnliche Falle, während sie auf der Suche nach der Wahrheit sind. Einige nehmen jedes Wort ihres Pastors oder Priesters für bare Münze und lehnen es ab, ein Thema selbst zu studieren, was (noch) nicht von ihrem geistlichen Mentor abgesegnet ist. Wieder andere sind von Satan auf einen anderen, subtileren Irrweg gelockt worden: Sie nehmen an, dass man sich die Juden zum Vorbild nehmen und von ihnen lernen müsse, um geistlich wachsen zu können und mehr Licht zu erhalten. Die Bibel warnt uns eindringlich: „Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann“. (1. Petrus 5,8.) Was ist der Grund für seinen Zorn? Offenbarung 12,12 gibt uns die Antwort: „Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.“ (Offenbarung 12,12.)
Alle, die die Wiederkunft Jahushuas herbeisehnen, sind wachsam. Sie gleichen den klugen Jungfrauen, denn sie haben den lauten Ruf beachtet, dass der Bräutigam bald kommt. Aus Liebe zu ihm haben sie ihre Lampen vorbereitet und sich mit Öl ausgerüstet, indem sie versuchten, ihr Leben in Übereinstimmung mit seinem Willen zu bringen. So sollte es sein. Doch es gibt viele Fallstricke und Stolpersteine, die uns davon abbringen sollen, uns vorzubereiten. Traurigerweise lassen sich viele ernsthafte, konservative Christen davon abbringen, sich mit den wirklich wichtigen Themen dieser letzten Tage zu befassen. Man hat ihnen beigebracht, dass alles Jüdische zu ihrer Errettung beiträgt. Es sei also sehr wichtig, so jüdisch wie möglich zu sein (oder zu werden) und die israelische Nation als Jahuwahs auserwähltes Volk anzusehen und zu unterstützen. Es gibt viele Predigten zu diesem Thema. Millionen von Dollar werden als Spendengelder zur Unterstützung nach Israel geschickt. John Hagee, Pastor einer Versammlung mit 18’000 Mitgliedern, ist ein bekannter Verteidiger dieser Sichtweise. Im Februar 2006 meinte er, dass die Zeit für eine nationale Basisbewegung zur Unterstützung Israels reif sei. Er rief die Oberhäupter der christlichen Gemeinschaften in ganz Amerika dazu auf, dieser neuen Initiative beizutreten. Über 400 Personen nahmen diesen Ruf an. Sie repräsentierten Denominationen, Mega-Kirchen, Evangelisationswerke im Bereich Medien, Verlage und christliche Universitäten. So wurde „Christians United for Israel“ ins Leben gerufen und John Hagee wurde Vorsitzender dieser Bewegung.1
In ihrem eifrigen Bestreben, so heilig wie möglich zu werden, übernehmen viele Christen rabbinische Vorschriften hinsichtlich der Kleidung und anderer Bereiche des täglichen Lebens. Sie peppen ihren Wortschatz mit hebräischen Worten und Sprüchen auf – manchmal in einem derart hohen Maße, dass andere Schwierigkeiten haben, sie zu verstehen. Sie sammeln Geld für den Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem oder für den Bau von Bunkern in Israel.
Hier weicht man entscheidend vom Kurs ab, weil auf subtilem Wege suggeriert wird, dass man sich seine Erlösung doch erarbeiten könne. Der Prophet Joel schildert den Zustand der endzeitlichen Generation in lebendigen Worten: „Scharen um Scharen [treffen ein] im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der Tag [Jahuwahs] […] im Tal der Entscheidung.“ (Joel 4,14.)
Es ist ganz menschlich, sich einen geistlichen „Führer“ zu wünschen, der einem sagt, was man zu glauben hat, sei es ein Guru, ein Schamane, Priester, Pastor oder Rabbi. Doch Jahuwah hat keinem Menschen erlaubt, diese Rolle zu spielen. Allein Jahushua ist unser Mittler. Alle sollen sich direkt an ihn wenden, um von ihm das Wasser des Lebens zu empfangen. Die Heilige Schrift enthält die Worte: „Denn so spricht Jahuwah, der Herr der Heerscharen: […] [Wer] euch antastet, der tastet seinen Augapfel an!“(Vgl. Sacharja 2,8.)
Auf Grund dieses Verses und ähnlicher Textstellen meinen viele Menschen, dass sie Jahuwah einen Gefallen tun, wenn sie ihr Leben, ihre Kleidung und ihre sonstigen Gewohnheiten so jüdisch wie möglich gestalten. Unglücklicherweise orientieren sie sich dabei meistens an pharisäischen Traditionen, also menschengemachten Regeln.
Mit der Zerstörung des Tempels in Jerusalem im Jahr 70 n. Chr. verschwanden die Sadduzäer, eine Strömung innerhalb des Judentums, die mit den Pharisäern bis dahin konkurriert hatte. „So blieb die Regelung aller jüdischen Angelegenheiten fortan den Pharisäern überlassen. Sie regelten das gesamte jüdische Leben und die ganze Geschichte des Judentums wurde aus der pharisäischen Sichtweise heraus rekonstruiert. Dem Sanhedrin der Vergangenheit wurde ein neuer Aspekt verliehen und eine neue Traditionskette verdrängte die alte, priesterliche Tradition […]. Das Pharisäertum formte zukünftig den Charakter des Judentums und das jüdische Leben und Denken.“2
Wer sich den Traditionen des Judentums zuwendet, um dadurch sein Glaubensleben aufzufrischen, landet also meistens direkt bei den Gedanken der Pharisäer. Auch jüdische Gelehrte geben an, dass das moderne Judentum auf der pharisäischen Tradition beruht: „Das Pharisäertum wurde zum Talmudismus […]. [Doch] der Geist der antiken Pharisäer überlebt unverändert. Wenn ein Jude […] den Talmud studiert, wiederholt er in Wirklichkeit die Argumente der [antiken] Akademien Palästinas. […] Der Geist der [pharisäischen] Lehre ist wach und lebendig geblieben. […] Das Pharisäertum der Antike ist von Palästina nach Babylon gewandert, von Babylon nach Nordafrika, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland und von dort aus nach Polen, Russland und allgemein Osteuropa.“3
Die schärfsten Zurechtweisungen Jahushuas waren an Pharisäer gerichtet. Er nannte sie „blinde Führer„, „blinde Narren„, „Schlangenbrut“ und „Otterngezücht„. Er bezeichnete sie als Heuchler und verglich sie mit „getünchten Gräbern […], die äußerlich zwar schön scheinen, inwendig aber voller Totengebeine und aller Unreinheit sind“. (Matthäus 23,27.)
Warum glauben so viele ehrliche Christen, die Juden seien noch heute Jahuwahs auserwähltes Volk? Weil es die Juden von sich behaupten. Doch das moderne Judentum besitzt genauso wenig erlösende Kraft wie das Pharisäertum der Antike.
Warum sollten wir uns an die Juden wenden, um Erkenntnisse bestätigt zu bekommen? Wir wollen doch keine menschengemachten Traditionen annehmen und sie zu göttlichen Geboten hochjubeln. Jahushua hat uns mit deutlichen Worten vorgewarnt. Er sah voraus, was mit den Menschen passiert, die pharisäische Traditionen als wahrhaftig und maßgeblich ansehen: „Aber wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr das Reich der Himmel vor den Menschen zuschließt! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hinein. […] Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass ihr Meer und Land durchzieht, um einen einzigen Proselyten zu machen [= einen Heiden zum Judentum zu bekehren], und wenn er es geworden ist, macht ihr einen Sohn der Hölle aus ihm, zweimal mehr, als ihr es seid!“ (Matthäus 23,13.15.)
Das Pharisäertum, und dadurch auch das heutige Judentum, besteht aus menschengemachten Gesetzen und Traditionen. Die Juden haben tausende Gesetze, doch Jahuwah hat gesagt, dass er diese Traditionen nicht nur ablehnt, sondern sogar „hasst“:
„Ich hasse und verwerfe eure Feste, eure Feiern kann ich nicht riechen! Eure Brandopfer sind mir zuwider, eure Speisopfer gefallen mir nicht. Eure fetten Freudenopfer mag ich nicht sehen! Hört auf mit dem Geplärr eurer Lieder! Euer Harfengeklimper ist nicht zu ertragen!“ (Amos 5,21-23; NeÜ.)
Dabei hatte Jahuwah die heiligen Festversammlungen selbst eingerichtet! Doch die Israeliten hatten diese Feierlichkeiten durch ihre selbsterdachten Regeln und Gesetze so beschwert, dass dies ihren geistlichen Nutzen zerstörte, den der Gesetzgeber bei ihrer Einrichtung bezweckt hatte. In dem Bestreben, das göttliche Gesetz „perfekt“ einzuhalten, erschufen die Pharisäer ein Heer von zusätzlichen Vorschriften. Sie brachten ihren Anhängern bei, dass diese Extra-Regeln den Menschen davor bewahren würden, das Gesetz zu verletzen und in Sünde zu fallen.
Ein Beispiel: Der biblische Sabbat begann nicht schon mit dem Sonnenuntergang des Vortages. Dies galt nur für den Versöhnungstag. Doch in ihrem Eifer dehnten die Juden diese Bestimmung auch auf den wöchentlichen Sabbat aus, um die „Grenzen des Sabbats zu beschützen“.
Jahushua missbilligte diese Zusatzregeln der Pharisäer mit scharfen Worten, die auch heute noch gelten: „Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür krümmen.“ (Matthäus 23,4; LUT1984.)
All die ehrlichen Christen, die diese Regeln befolgen, ahnen nicht, dass sie sich darin auf bloßes Menschenwerk stützen. Sie meinen: „Wir verlassen das Schlechte und kehren zurück zu den jüdischen Wurzeln.“ – Doch hinter diesen Wurzeln steht nicht Jahuwahs Autorität. Sie reichen nicht über Babylon hinaus!
Dein Denken wird nicht in Jahuwahs Sinne erzogen und geheiligt, indem du hebräische Vokabeln benutzt.
Du erwirbst dir keine Eintrittskarte zum Himmel, indem du Geld für den Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem spendest.
Auch ein Umzug nach Jerusalem (oder einen anderen Ort in Israel) ist kein Verdienst, der dir die Errettung garantiert.
Wenn man herausfinden will, was Jahuwah gefällt und was nicht, sollte man sich nicht an die heutigen Juden wenden. Sie sind keine ultimative Autorität in dieser Frage. Die meisten von ihnen sind säkular eingestellt oder verlassen sich darauf, dass ihre guten Taten sie retten werden oder haben sogar das trinitarische Glaubensbekenntnis, also das Hauptdogma Roms, adaptiert.
Die Entwicklung deines Charakters wird weder dadurch begünstigt, dass du bestimmte Kleidung trägst, noch dadurch, dass du deinen Wortschatz mit hebräischen Begriffen anreicherst, noch dadurch, dass du dir einen hebräischen Namen gibst. Denn dieses Geschenk wird dir nur verliehen, wenn sich dein Glaube auf eine intakte Beziehung zu Jahuwah durch Jahushua gründet und du ihre kostbaren Verheißungen in Anspruch nimmst. Schon in der Zeit des frühen Christentums tendierten viele Juden dazu, großen Wert auf die Glaubensgrundsätze, Riten und Überlieferungen der konservativen Pharisäer zu legen. Denen, die sich zu diesen menschlichen Traditionen hingezogen fühlten, schrieb Paulus:
„Denn es gibt viele widerspenstige und leere Schwätzer und Verführer, besonders die aus der Beschneidung. Denen muss man den Mund stopfen, denn sie bringen ganze Häuser durcheinander mit ihrem ungehörigen Lehren um schändlichen Gewinnes willen. […] [Aus] diesem Grund weise sie streng zurecht, damit sie gesund seien im Glauben und nicht auf jüdische Legenden achten und auf Gebote von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden. […] Sie geben vor, [Jahuwah] […] zu kennen, aber mit den Werken verleugnen sie ihn, da sie verabscheuungswürdig und ungehorsam und zu jedem guten Werk untüchtig sind.“ (Titus 1,10-16.)
Diese Worte warnen jeden, der die Juden als Schatzmeister der göttlichen Weisheit ansieht. Denn wenn man sie zur letztendlichen Autorität für geistliche Fragen erhebt, wird man auch dieselben Wahrheiten ablehnen, welche die Juden abgelehnt haben. Man wird die gleichen Fehler begehen. Ein gutes Beispiel ist hier der Sabbat. Nach dem Konzil zu Nicäa gaben die Juden unter dem Druck der harten römischen Verfolgung den biblischen Sabbat auf, als Hillel II. ihren Kalender „reformierte“. Heute halten die Juden am Samstag Ruhetag und beachten damit diesen Aspekt des gregorianischen Kalenders. In der Folge haben Millionen ehrlicher Christen sich darauf verlassen und angenommen, dass der Samstag mit dem biblischen Sabbat identisch sei! Diese Christen besaßen kein anderes Fundament für diese These. „Die Juden halten am Samstag Ruhetag. Selbstverständlich würden die Judenniemals an einem anderen Tag Sabbat halten als am echten Sabbat!“ Dann kommt der letzte Test. Und man wird ihn nur deshalb nicht bestehen, weil man meint, dass die Juden die Wahrheit haben, weil sie Juden sind…
Doch die Bibel zeigt uns eine ganz andere Sichtweise. Die Juden der frühen Antike, die jüdischen Zeitgenossen Jahushuas und die heutigen Juden hielten sich mehrheitlich nicht so an das göttliche Gesetz, wie Jahuwah es vorgesehen hatte:
„Ja, wenn [Jahuwah] […] gegen Israel und Juda durch alle Propheten und alle Seher Zeugnis ablegte, indem er ihnen sagen ließ: Kehrt um von euren bösen Wegen und haltet meine Gebote und meine Satzungen nach dem ganzen Gesetz, das ich euren Vätern geboten habe und das ich durch meine Knechte, die Propheten, zu euch gesandt habe!, so gehorchten sie nicht, sondern machten ihren Nacken hart, gleich dem Nacken ihrer Väter, die nicht an [Jahuwah] […], ihren Gott (Eloah), geglaubt hatten. Dazu verachteten sie seine Satzungen und seinen Bund, den er mit ihren Vätern geschlossen hatte, und seine Zeugnisse, die er ihnen bezeugt hatte; und sie wandelten der Nichtigkeit nach und wurden nichtig […]. Und sie verließen alle Gebote [Jahuwahs] […], ihres Gottes (Eloah)„. (2. Könige 17,13-17.)
Menschengemachte Traditionen besitzen nicht die Kraft, einen Menschen zu heiligen. Sie dienen nur dazu, dass er sich denen überlegen fühlt, die sie im Gegensatz zu ihm nicht beachten.
Das Gesetz Jahuwahs ist vollkommen; es gibt dem Leben neue Kraft [KJV: es verwandelt die Seele]. Das Zeugnis Jahuwahs ist verlässlich; es macht den Einfältigen klug. Die Befehle Jahuwahs sind richtig; sie erfreuen das Herz. Das Gebot Jahuwahs ist ganz rein; es schenkt einen klaren Blick. (Vgl. Psalm 19,8-9; NeÜ.)
Wenn wir Menschen uns auf der Basis unserer Interpretationen zusätzliche Regeln ausdenken und als bindende Traditionen weitergeben, verkomplizieren wir Jahuwahs Gesetz. Sein Gesetz ist einfach, geradlinig und direkt. Jahushua fegte alle Vorschriften der Pharisäer beiseite und machte seinen Jüngern klar, dass das göttliche Gesetz eine schöne, umfassende und dennoch einfache Natur besitzt.
Als nun die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern den Mund gestopft hatte, versammelten sie sich; und einer von ihnen, ein Gesetzesgelehrter, stellte ihm eine Frage, um ihn zu versuchen, und sprach: Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Und Jahushua sprach zu ihm: „Du sollst den Jahuwah, deinen Gott (Eloah), lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken“. Das ist das erste und größte Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten. (Vgl. Matthäus 22,34-40.)
„Er hat dir gesagt, o Mensch, was gut ist und was Jahuwah von dir fordert: Was anders als Recht tun, Liebe üben und demütig wandeln mit deinem Gott (Eloah)?“ (Vgl. Micha 6,8.) Paulus fürchtete, dass neubekehrte Christen sich an jüdische Traditionen fesseln und dadurch die Wahrheit in ihrer Einfachheit verlieren könnten. Er verlieh seiner Sorge mit den Worten Ausdruck:
„Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verdorben [und abgewandt] werden von der Einfalt gegenüber [Jahushua]“. (2. Korinther 11,3. KJV: „currupted from the simplicity that is inYahushua“ = „verdorben und von der Einfachheit abgewandt wird, die in Jahushua ist“. Die meisten deutschen Übersetzungen bringen den Aspekt dieser Textstelle, dass die Einfachheit in Jahushua zu finden ist, nicht zum Ausdruck.)
Viele übernehmen jüdische Traditionen mit der Begründung, dass die Verheißungen Jahuwahs nun einmal für das Volk Israel gelten. Doch wir sollten eines nicht vergessen: Jahuwahs Verheißungen waren immer an die Bedingung des Gehorsams geknüpft. Als das Volk Israel einen menschlichen König verlangte, verwarf es die Herrschaft Jahuwahs über sich: „Da sprach Jahuwah zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir gesagt haben; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll!“ (Vgl. 1. Samuel 8,7.)
Trotzdem ertrug der himmlische Vater dieses Volk noch lange nach diesem Zerwürfnis. Im Alten Testament wird oft gesagt, dass er dies um seinetwillen und um seines „Knechtes David willen“ tat.
Allerdings klopft Jahuwah nicht ewig an der Tür eines Herzens, die sich grundsätzlich nicht öffnen will. Seine Liebe verharrt nicht dort, wo sie nicht erwünscht ist. Obwohl sie sehr lange Geduld hat und wartet, wird sie sich schließlich den Wünschen des unerbittlich verstockten Herzens beugen und sich traurig zurückziehen. Wenige Tage vor seiner Hinrichtung weinte Jahushua, weil ihm der Starrsinn Israels das Herz brach: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus wird euch verwüstet gelassen werden; denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: „Gepriesen sei der, welcher kommt im Namen [Jahuwahs] […]!“ (Matthäus 23,37-39.)
Der Apostel Paulus warnte die Gemeinden vor denen, die „judaisieren“, und auf viele heutige Christen passt die Beschreibung, obwohl sie ehrlich und ernsthaft in ihren Bemühungen sind! Sie verfangen sich in der Annahme, dass es irgendwie verdienstvoll sei, wenn man jüdisch wird. Sie senden Geld nach Israel und haben eine ganze Eschatologie auf der These aufgebaut, dass Jahushua nicht wiederkommen wird, bis alle Israeliten sich ihm zugewandt haben. Und so schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass die tatsächliche Wiederkunft des Sohnes Jahuwahs sie überraschen wird.
Jahushua hat uns vorgewarnt: „Siehe, ich komme wie ein Dieb!“ (Offenbarung 16,15.) Wenn er zurückkehrt, werden viele Christen sich wundern, weil sie bis dahin nicht erleben werden, dass Massen von Juden sich zu ihm bekehren. Denn sie haben in ihren Gedanken die Wiederkunft hinausgeschoben, genau wie der untreue Diener, der meinte: „Mein Herr kommt noch lange nicht…!“
Die Verheißungen Jahuwahs für Israel gelten seinen geistlichen Kindern, also seinem geistlichen „Israel“. „Denn ihr seid alle durch den Glauben Jahuwahs Kinder in Jahushua, dem Gesalbten. Denn ihr alle, die ihr auf Jahushua getauft seid, habt Jahushua angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Jahushua, dem Gesalbten. Gehört ihr aber Jahushua an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.“ (Vgl. Galater 3,26-29; LUT1984.)
Noch immer kann jeder einzelne Mensch, sei er Jude oder nicht, Jahushua und damit seine Erlösung persönlich annehmen. Jahuwahs geistlicher Segen gilt nun allen, die seine Verheißungen annehmen, und zwar bis zum Ende der Weltgeschichte, „bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind“. (Lukas 21,24.)
Die Erlösung ist ein Geschenk der göttlichen Gnade. Wer seinen Retter liebt, möchte ihn in echter Heiligkeit ehren und dabei nicht durch menschliche Extravorschriften und Traditionen behindert werden. Jahuwah lädt jeden ein, der die schweren Lasten der Pharisäer mit sich herumschleppt und sich mit ihnen abmüht, sich an seinen Sohn Jahushua zu wenden. Denn er wird uns Ruhe verschaffen: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11,28; ELB.)
2 Stichwort “Pharisees”, in: The Jewish Encyclopedia. Bd. IX, (1901-1906 ed.), S. 666.
3 Louis Finkelstein: The Pharisees: The Sociological Background of their Faith. Bd. 1, Vorwort zur ersten Edition, S. XXI.
4 Soweit nichts anderes angegeben ist, stammen Bibelverse aus der Übersetzung von Franz Eugen Schlachter in der Version Schlachter 2000 (SCH2000).
Wir leben in einer Zeit, in der hartnäckige Rebellion und Trotz an der Tagesordnung sind.
Seit dem Sündenfall Luzifers hat sich die Sünde in dieser Welt durchgesetzt. Satan hat das Gesetz des Himmel gebrochen und wünscht sich, dass alle Menschen es ihm gleichtun. Doch wird es ihm gelingen?
Er hat eine Vielzahl von Taktiken ins Feld geführt, um die Christen zum Bruch des göttlichen Gesetzes zu ermutigen. Am effektivsten ist dabei eine Lüge gewesen, die viele Glaubensbekenntnisse beeinflusst hat und uns davon überzeugen soll, dass wir Jahuwahs Gesetz nicht länger beachten müssen.
Viele Christen bekennen, dass sie für Jahushua und für die Bibel sehr dankbar sind. Dennoch wissen sie nur wenig oder nichts darüber, dass ihre eigenen Glaubensgrundsätze dazu führen, dass sie Satans Rebellion unterstützen.
Das Konzept von Gesetz und Gnade ist oft missverstanden worden und hat viele zum Stolpern gebracht. Wie verhält sich die göttliche Gnade zum Gesetz? Ein irrtümliches Verständnis dieses Zusammenhangs hat Millionen bekenntlicher Christen zu der Annahme geführt, dass sie die Zehn Gebote nicht halten brauchen.
Wenn wir uns von diesem Irrtum befreien wollen, müssen wir zunächst herausfinden, was es bedeutet, „unter der Gnade zu stehen“. Was sagt die Bibel dazu? Bedeutet es, dass wir die Zehn Gebote nicht mehr einhalten müssen?
„Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde? Das sei ferne!“ (Römer 6,1-2.)
Die Bibel ist eindeutig: Wir sollen nicht sündigen, weil wir begnadigt worden sind.
Doch was ist Sünde?
„Jeder, der die Sünde tut, handelt gesetzwidrig; denn Sünde ist Gesetzwidrigkeit.“ (1. Johannes 3,4; EU.)
Die Gnade gibt uns also nicht die Freiheit, die Gebote zu übertreten, da Sünde per Definition die Übertretung des göttlichen Gesetzes ist. Der Vorschlag, dass uns die Gnade die Freiheit gäbe, den Zehn Geboten nicht gehorchen zu müssen, würden bedeuten, dass Gnade eine Lizenz zum Sündigen darstellt! Jahuwah bewahre uns davor.
Die Bibel hat noch mehr über die Sünde zu sagen:
„…der Lohn der Sünde ist der Tod“. (Römer 6,23.)
„Denn wer das ganze Gesetz hält, sich aber in einem verfehlt, der ist in allem schuldig geworden.“ (Jakobus 2,10.)
Natürlich ist es wichtig, das Gesetz einzuhalten. Doch andererseits können wir nicht dadurch gerettet werden, dass wir das tun:
„Weil aus Werken des Gesetzes kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann.“ (Römer 3,20.)
Die Heilige Schrift bezieht eine eindeutige Position. Niemand wird durch die Werke des Gesetzes gerettet. Wie werden wir dann gerettet? In welchem Verhältnis stehen Gesetz und Gnade zueinander? Offenbarung 14,12 sagt uns, dass die Heiligen jene sind, die die Gebote halten UND den Glauben an Jahushua haben. Es liegt also nur an der Gnade Jahuwahs, dass sie in der Lage sind, das Gesetz zu halten.
„Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote [Jahuwahs] […] und den Glauben an [Jahushua] […] bewahren!“ (Offenbarung 14,12.)
Es gibt einen weiteren Bibelvers, der das Konzept der Gnade erklärt, aber leider ebenfalls oft missverstanden wird:
„Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“ (Römer 6,14.)
Was sagt dieser Vers aus? Lasst uns den nächsten Vers betrachten, bevor wir irgendwelche Schlussfolgerungen ziehen:
„Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!“ (Römer 6,15.)
Wie wir zuvor schon bemerkt haben, besteht Sünde darin, Jahuwahs Gesetz zu brechen. (1. Johannes 3,4.) Dieser Vers stellt die Frage: „Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind?“ Die Antwort lautet: „Das sei ferne!“
Das Gesetz fungiert als ein Spiegel. Es zeigt uns auf, wo wir gesündigt haben bzw. wo die Sünde lauert.
„Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz.“ (Römer 7,7.)
Das Gesetz zeigt uns auf, wo wir gesündigt haben, damit wir uns zu Jahushua führen lassen. Wir halten nicht die Gebote, um dadurch gerettet zu werden. Wir halten die Gebote, weil wir gerettet worden sind. Das Beachten der Gebote ist die Frucht der Erlösung, nicht die Wurzel. Wir werden allein durch die göttliche Gnade gerettet.
Jahushua hielt das Gesetz ein. Wenn wir ihn besser kennenlernen, werden wir uns auch ein Beispiel an ihm nehmen und ihm ähnlich werden.
„Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht.“ (1. Johannes 2,4.)
Die Heiligen sind die Menschen, „welche die Gebote [Jahuwahs] […] und den Glauben an [Jahushua] […] bewahren!“ (Offenbarung 14,12.)
„Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot.“ (Jakobus 2,26.)
Ein Auto fuhr sehr schnell und wurde daher bei einer Verkehrskontrolle angehalten. Man warf dem Fahrer vor, die Vorschrift missachtet zu haben. Der Mann, der zu schnell gefahren war, hätte nun dementsprechend bestraft werden müssen. Doch als er den Polizisten um Gnade bat, verwarnte dieser ihn nur und ließ ihn weiterfahren. Der Fahrer war begnadigt worden. Er stand nun gewissermaßen unter dem Schutz der Gnade. Durfte er anschließend losbrausen und wiederum das Gesetz brechen, weil er ja unter dem Schutz der Gnade stand? Oder sollte er verantwortungsbewusster fahren, weil er für die Gnade dankbar war, die ihm widerfahren war?
Alles begann mit einer einzigen Sünde. Das Gesetz war gebrochen worden. Doch Jahushua traf die Entscheidung, die Todesstrafe auf sich zu nehmen, um uns auszulösen. Ist nach seinem Tod das Gesetz also nicht länger gültig? Jahushua selbst achtete die Gebote und hielt sie ein.
„Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe geblieben bin.“ (Johannes 15,10.)
Woran zeigt sich unsere Liebe zu Jahushua?
„Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!“ (Johannes 14,15.)
Wie wird deutlich, dass wir eine Beziehung zu Jahushua haben?
„Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht.“ (1. Johannes 2,4.)
„Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“ (Matthäus 7,22-23.)
Wenn wir Jahuwah wirklich lieben, werden wir ihn immer um seine Gnade bitten, die uns dazu befähigt, all seinen Geboten gehorsam zu sein.
„Denn das ist die Liebe zu [Jahuwah] […], dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.“ (1. Johannes 5,3.)
Es war im Jahr 1979. Der
Botschafter von Burma in Sri Lanka war davon überzeugt, dass seine
Frau eine Affäre hatte. Er entschloss sich dazu, die Angelegenheit
selbst zu regeln. Als seine Frau wieder einmal spät am Abend nach
Hause kam, erschoss er sie. Die Nachbarn riefen die Polizei und
erzählten, dass im Garten der Botschaft ein großer
Begräbnis-Scheiterhaufen gebaut würde. Als die Polizisten das
Grundstück erreichten, sahen sie, dass der Botschafter den Körper
seiner Frau auf den Scheiterhaufen legte. Er verbot ihnen jedoch,
auch nur einen Fuß auf das Gelände zu setzen.
Gerald Hensley, der
einmal Hoher Kommissar von Neuseeland war, berichtete: „Das
verursachte großen Ärger. Der Botschafter sagte, dies sei
burmesisches Hoheitsgebiet, und sie konnten es nicht betreten.“1
Obwohl ein schlimmes
Verbrechen begangen worden war, konnte die Regierung von Sri Lanka nicht gegen
den Gesandten vorgehen, der schließlich, doch nicht sofort, in sein
Land zurückbeordert wurde.2
Der Mörder kam (vorerst)
straflos davon … weil er diplomatische Immunität besaß.
Der Missbrauch von
diplomatischer Immunität hat viele Fragen hinsichtlich der Fairness
aufkommen lassen. Es ist weder gerecht noch vernünftig, jemandem die
Freiheit zu gewähren, sich durch einen diplomatischen Status über
Gesetze hinwegzusetzen. Es ist nicht fair, dass ein Mörder frei
ausgeht, weil er gerade Diplomat ist.
Und doch…
…verbreiten Millionen
von Christen eine Lehre, die faktisch genauso ungerecht und
unvernünftig ist. Sie wird in dem Spruch „Einmal gerettet,
immer gerettet!“ zusammengefasst. Mit anderen Worten: Wenn du
einmal Christ geworden und daher gerettet bist, kann und wird sich
daran nie wieder etwas ändern. Du bist dann für die Ewigkeit
gerettet, ob du es später noch willst oder nicht. Diese Lehre ist
auch unter dem Namen der „ewigen Sicherheit“ bekannt. Das
klingt erst einmal gut. Doch eine sorgfältige Untersuchung dieser
Ansicht zeigt uns, dass sie vollkommen unbiblisch ist.
Die Verfechter dieser
Lehre ziehen zu ihrer Begründung verschiedene Bibelverse heran, die
über die Sicherheit sprechen, welche der Gläubige durch seinen
Erlöser besitzt.
„Meine Schafe hören
meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach; und ich
gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht
verlorengehen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. Mein
Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand
kann sie aus der Hand meines Vaters reißen.“ (Johannes
10,27-29.)
In diesen Zeilen werden
die Gläubigen als „Schafe“ dargestellt, die die Stimme
ihres Hirten hören und ihm folgen. Die Passage sagt nicht aus, dass
diese Schafe einmal und damit für immer gerettet sind, sondern sie
verspricht ganz einfach, dass niemand einen geistlichen Schaden
erleiden wird, der sich Jahuwah unterstellt und sein Leben im
Gehorsam gegenüber dem göttlichen Willen führt.
Doch Schafe sind dafür
bekannt und berüchtigt, vom Weg abzukommen und davonzulaufen. „Wir
alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen
Weg“. (Jesaja 53,6.) Wenn jemand seinen Willen Jahuwah nicht
länger unterstellt und anfängt, wissentlich zu sündigen, wird er
verlorengehen – obwohl er in der Vergangenheit das Geschenk der
Erlösung angenommen hatte.
Jahuwah wird den Willen
eines Menschen niemals zwingen. Aus diesem Grund warnt die Bibel an
sehr vielen Stellen davor, was mit denjenigen geschehen wird, die den
Weg der Erlösung wieder verlassen und in die Irre gehen. Das
Gleichnis von dem verlorenen Schaf zeigt die mitleidige Liebe des
Vaters und des Heilands für verlorene, umherirrende Seelen. Trotzdem
werden sie keine dieser Seelen zur Umkehr zwingen. Für uns alle ist
die Glaubensfreiheit garantiert. Wenn wir uns in unserem Herzen
hartnäckig an „Lieblingssünden“ klammern, werden die
Wellen der Gnade schließlich aufhören und niemals zurückkehren.
Jahushua gebrauchte das Gleichnis vom Weinstock und seinen Zweigen, um das Schicksal jener zu
beschreiben, die nicht bei ihm bleiben: „Ich bin der Weinstock,
ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel
Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Wenn jemand
nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und
verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und sie
brennen.“ (Johannes 15,5-6.)
Die Zweige sind keine
Unkräuter, die niemals mit dem Weinstock verbunden waren. Ein
Zweig kann nur existieren und wachsen, wenn er mit ihm verbunden ist.
Die Zweige aus dem Gleichnis des Heillandes symbolisieren jene, die
einst eng mit ihm verbunden waren und von ihm geistlich ernährt
wurden, so dass sie wachsen konnten! Doch sie machten von
ihrer Willensfreiheit Gebrauch, die ihnen Jahuwah verliehen hatte,
und trennten sich von der Quelle ihres Lebens. Sie brachten keine
Frucht mehr und wurden schließlich abgetrennt.
Die Heilige Schrift ist
weit davon entfernt, die Theorie einer „ewigen Sicherheit“
zu unterstützen. Stattdessen lehrt sie gerade das Gegenteil: Es ist
möglich, die Erlösung anzunehmen und sie zu einem späteren
Zeitpunkt durch die Ausübung der Willensfreiheit aufzugeben und zu
einem Leben der Rebellion gegen Jahuwah zurückzukehren. Der Apostel
Paulus gebrauchte das Beispiel eines Wettlaufes, um den Weg eines
Christen darzustellen: Die Athleten bringen viele Opfer und bereiten
sich sorgfältig vor, um den Siegeskranz zu gewinnen. Am Ende seiner
Darstellung gibt er zu, dass auch er noch immer verloren gehen
könnte:
„Denkt
daran, dass alle wie in einem Wettrennen laufen, aber nur einer den
Siegespreis bekommt. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt! Jeder Athlet übt
strenge Selbstdisziplin. Er tut das allerdings, um einen Preis zu
erringen, dessen Wert verblassen wird – wir aber tun es für einen
ewigen Preis. So halte ich mir stets das Ziel vor Augen und laufe mit
jedem Schritt darauf zu. Ich kämpfe wie ein Boxer, aber nicht wie
einer, der ins Leere schlägt. Mit der eisernen Disziplin eines
Athleten bezwinge ich meinen Körper, damit er mir gehorcht. Sonst
müsste ich befürchten, dass ich zwar anderen gepredigt habe, mich
danach aber womöglich selbst disqualifiziere.“
(1. Korinther 9,24-27; NLB.)
Paulus war sich dessen bewusst:
Obwohl er sich in einer rettenden Beziehung mit seinem Erlöser
befand, raubte ihm dieser Umstand nicht seine persönliche
Willensfreiheit. Er konnte noch immer durch die
Entscheidungen, die er traf, das ewige Leben wieder aufgeben. Der Tod
Jahushuas am Kreuz sorgt für „diplomatische Immunität“ in
Bezug auf die Sünden der Vergangenheit. Er befreit uns allerdings
nicht von der Verantwortung für Sünden, die wir nach unserer
Errettung wissentlich begehen und unbereut lassen. Paulus erkannte, dass seine
persönlichen Entscheidungen noch immer eine „Disqualifizierung“
zur Folge haben konnten, obwohl er schon vielen anderen Menschen zur Bekehrung
verholfen hatte. Das Wort für „disqualifizieren“ stammt
von dem griechischen Wort adokimos (#96). Es bedeutet:
„nicht genehmigt, d.h. abgelehnt, wertlos, […]
verworfen, zurückgewiesen, verurteilt.“
Das Wort „verurteilt“
ist hier interessant. Es wird nicht mehr häufig gebraucht, doch es
beinhaltet eine große Bedeutungsfülle. In der substantivierten Form
bezieht es sich auf „eine Person, die der Sünde überlassen
worden ist; jemanden, der für Tugend und Glauben verloren ist.“3 Viele Bibelverse machen Gebrauch von diesem Wort. Sie liefern uns
viele anschauliche Beispiele, die uns zeigen, was es heißt,
verurteilt zu sein oder ein verkommenes Herz zu besitzen. (Vgl. Titus
1,10-16; 2.
Timotheus 3,8; 2.
Korinther 13,5-7.
usw.)
Die biblische Passage,
welche die Lehre „Einmal gerettet, immer gerettet!“
wahrscheinlich am besten widerlegt und dieses bestimmte Wort in den
deutlichsten Zusammenhang stellt, findet sich in Römer 1,18-32. Hier
stellt Paulus eindeutig fest, dass diese Verurteilten Jahuwah
kannten, (Vers 21.) und trotzdem hartnäckig an der Sünde
festhielten. Es kann keine Rede davon sein, dass er hier von Heiden
spricht, die den Schöpfer nicht kennen. Obwohl sie ihn kennen, sagt
Vers 28, dass sie sich nicht an ihn erinnern wollen: „Und
gleichwie sie Gott [Eloah] nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott
[Eloah] auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung“.
Beachte, dass Jahuwah sie
in eine „unwürdige Gesinnung dahingibt“. Es geht um die
Wahrheit, dass Jahuwah die Erlösung anbietet. Er „ist
langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verlorengehe,
sondern dass jedermann Raum zur Buße habe.“ (2. Petrus 3,9.)
Doch obwohl er sich danach sehnt, alle zur Umkehr zu bewegen, damit
sie gerettet werden, wird er niemals einem Menschen das Recht nehmen,
eine selbstständige Entscheidung zu treffen. Er wird diejenigen
gehen lassen, die ihre Beziehung zu ihm nicht aufrecht erhalten
wollen, und wird sie ihren eigenen Wünschen und Plänen überlassen.
Auch der Apostel Petrus
lehrte dasselbe:
„Denn wenn sie durch
die Erkenntnis des Herrn und Retters Jahushua, des Gesalbten, den
Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt
und überwunden werden, so ist der letzte Zustand für sie schlimmer
als der erste.
Denn es wäre für sie
besser, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, als
dass sie, nachdem sie ihn erkannt haben, wieder umkehren, hinweg von
dem ihnen überlieferten heiligen Gebot.
Doch es ist ihnen
ergangen nach dem wahren Sprichwort: „Der Hund kehrt wieder um
zu dem, was er erbrochen hat, und die gewaschene Sau zum Wälzen im
Schlamm.“ (2. Petrus 2,20-22.)
„Durch zweier und
dreier Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden!“ (2.
Korinther 13,1.) Das ist ein biblisches Prinzip. Paulus, der Apostel
der Heiden, und Petrus, der Apostel der Juden, stimmen darin überein,
dass ein Mensch durch die Ausübung seines freien Willens verlorengehen kann, obwohl er zuvor das Geschenk der Erlösung angenommen
hatte.
Wenn man sich an den
Irrtum der „ewigen Sicherheit“ klammert, besteht die Gefahr
darin, dass man diese Annahme wie die diplomatische Immunität dazu
verwenden kann, Lieblingssünden zu entschuldigen, die das hartnäckige
Herz nicht aufgeben will. Die Erlösung ist ein kostenloses Geschenk.
Doch sie befreit uns nicht von der Verantwortung, uns
Jahuwah täglich zu unterstellen. Die Annahme „Einmal
gerettet, immer gerettet!“ ist sehr populär. Denn diese
Irrlehre schließt aus, dass jemand jemals für seine zukünftigen
Handlungen und Entscheidungen zur Rechenschaft gezogen wird, egal wie
heftig oder häufig er das göttliche Gesetz bricht. Man geht davon
aus, dass derjenige so etwas wie eine göttliche „diplomatische
Immunität“ besitzt, die alle schlimmen Taten deckelt, weil die
Person ja unabänderlich gerettet ist.
Das ist eine äußerst
gefährliche Annahme. Das Werk des heiligen Geistes besteht darin,
„die Welt [zu] überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und
vom Gericht“. (Johannes 16,8.) Der heilige Geist mag ein Herz
dazu auffordern, eine bestimmte Sünde nicht mehr zu tun. Doch wenn
diese Person meint, sie sei „einmal gerettet“ und daher
„immer gerettet“, wird sie diese Aufforderung zur Seite
schieben und sie als „Zweifel“ abtun. Es ist äußerst
gefährlich, den heiligen Geist immer wieder abzuweisen, denn diese
eine Sünde wird nicht vergeben. Wenn man den Einfluss des heiligen
Geistes beständig und wiederkehrend zurückweist, kann der Himmel
irgendwann nichts mehr für diese Person tun.
Die Heilige Schrift
beschreibt das Schicksal jener, die sich von der Nachfolge des
Erlösers abwenden, mit klaren Worten:
„Denn es ist
unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die
himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig
geworden sind und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die
Kräfte der zukünftigen Weltzeit, und die dann abgefallen sind,
wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn
[Jahuwahs] […] wiederum kreuzigen und zum Gespött machen!“
(Hebräer 6,4-6.)
Man könnte nun
argumentieren: Wenn eine Person doch wieder abfällt, dann war sie
nie wirklich erlöst. Doch dies steht nicht im Einklang mit der Heiligen Schrift. Paulus erklärt eindeutig, dass diese Personen
„einmal erleuchtet worden“ waren. Wenn ein Mensch
sich von der göttlichen Gnade abwendet, wird Jahuwah in seiner Liebe
ihn niemals dazu zwingen, bei seiner vorherigen Entscheidung zu
bleiben, da er sich nun anders entschieden hat. „Denn wenn wir
mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit
empfangen haben, so bleibt für die Sünden kein Opfer mehr übrig“.
(Hebräer 10,26.)
Vielleicht ist das
Schlimmste an der Lehre „Einmal gerettet, immer gerettet!“,
was sie über Jahuwahs Charakter aussagt. „Denn so [sehr] hat
[Jahuwah] […] die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen
Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern
ewiges Leben hat. Denn [Jahuwah] […] hat seinen Sohn nicht in die
Welt gesandt, damit er die Welt
richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.“
(Johannes 3,16-17.) Da jeder Sohn und jede Tochter Adams eine Natur
geerbt haben, die anfällig für die Sünde ist, ging ihnen die
Fähigkeit verloren, für sich selbst zu entscheiden, wem sie dienen
wollten: Jahuwah oder Satan. Jahushuas Opfer garantierte nicht, dass
alle Menschen sich retten lassen würden. Es verschaffte ihnen nur
wieder das Recht, eine eigene Entscheidung für sich zu
treffen. Sonst hätten sie ihr ewiges Leben durch die Entscheidung Adams von vorn herein eingebüßt.
Jahuwah hat sehr viel
geopfert, um den Menschen die Freiheit der Wahl zu ermöglichen. Er
wird niemals ihnen dieses Recht wieder nehmen, auch nicht, sobald ein
Mensch eine Rettungsbeziehung mit dem Erlöser eingegangen ist.
Die Sünde versklavt den Willen. Die Erlösung stellt die
Willensfreiheit wieder her und bringt den Geist in Harmonie mit
Jahuwah. Doch niemand wird dadurch zu einem willenlosen Sklaven. Alle
Erlösten besitzen weiterhin die Macht der Entscheidung. Jahuwah
wird sie dieser Macht niemals berauben und seinen Geschöpfen
seinen Willen aufzwingen.
Die Bibel lehrt uns, dass
die Gläubigen sich in Sicherheit befinden, während sie Jahuwah treu
bleiben. Doch wenn jemand die Entscheidung trifft, die Hand Jahushuas
loszulassen, besteht diese Sicherheit nicht länger. „Denn der
Lohn der Sünde ist der Tod“. (Römer 6,23.) Das gilt auch für
die, welche die Erlösung einst angenommen hatten.
Jeder geistliche Irrtum
stellt sich trennend zwischen das Geschöpf und die Quelle des Lebens
und der Liebe. Jahuwah opferte seinen eigenen Sohn, um die Freiheit
des Willens zu gewährleisten. Er erlaubt allen, diese Freiheit
weiterhin auszuüben. Dies zeigt eine so tiefe, weitreichende Liebe,
welche der menschliche Verstand in ihrer Gesamtheit nicht erfassen
kann. Befreie dich von dem Irrtum der Lehre „Einmal gerettet,
immer gerettet!“. Halte dich an den einen, der dich vor allem
Bösen sicher bewahren kann. Er wird deine Individualität, deine
Persönlichkeit und deine Willensfreiheit niemals verletzen. Wenn du
deinen Willen seinem Willen anvertraust und unterstellst, dann wird
er dich bewahren.