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Herz und Geist auf Yahushuas plötzliche Rückkehr vorbereiten!

Herz und Geist auf Yahushuas plötzliche Rückkehr vorbereiten!

Studiert man die Historie, die Bibel und die Astronomie, zeigt sich etwas Erstaunliches: Der Samstag ist nicht der siebente Wochentag der Bibel, also der Sabbat, und der Sonntag ist auch nicht der Tag, an dem Jahushua von den Toten auferstand.

RettungsringArthur S. Maxwell erzählt uns die Geschichte einer Annahme. Es handelt sich dabei um einen Irrtum, der den Verlauf der Historie maßgeblich bestimmte. Spanien und Frankreich führten im Jahr 1805 Krieg gegen England. Laut Maxwell verfolgte die spanische Armada mehrere kleinere, britische Schiffe, die unter dem Befehl von Vizeadmiral Lord Nelson standen Die spanischen Schiffe waren den britischen an Zahl weit überlegen. Es schien unausweichlich, dass sie diese besiegen würden. Plötzlich fiel ein britischer Seemann über Bord. Unter diesen Umständen hätten die meisten Kommandanten befohlen, einfach weiterzusegeln. Warum sollte man das Leben aller aufs Spiel setzen, um das Leben eines einzigen Mannes zu retten?

Doch es kam anders. Der Kommandant der Briten erteilte den Befehl, den Mann aus dem Wasser zu fischen. Seine Schiffe verlangsamten ihre Fahrt. Man ließ ein Rettungsboot zu Wasser, um den Seemann zu bergen.

Der spanische Befehlshaber beobachtete, was da geschah. Er traute seinen Augen kaum. Warum riskierten die Briten eine Niederlage, um einem einzelnen Matrosen das Leben zu retten? Der Spanier schlussfolgerte daraus, dass der Kommandant der Briten am Horizont Verstärkung gesichtet haben musste. Warum sonst hätte er die Flucht gestoppt und sich die Zeit genommen, einen einzelnen Mann zu retten? Aufgrund dieser falschen Schlussfolgerung wendeten die spanischen Schiffe und flohen. Die Briten entkamen an diesem Tag einer Niederlage und konnten sich in Ruhe auf einen neuen Kampf vorbereiten.

Schlussendlich trug die falsche Annahme des spanischen Kommandanten dazu bei, dass die spanische Marine vollkommen vernichtet wurde. Denn die Spanier kämpften an der Seite Frankreichs gegen die Briten bei der Schlacht von Trafalgar. Der Sieg der Briten „vernichtete Napoleons Seestrategie und seine Invasionspläne. […] Somit wurde dem Reich Napoleons eine Grenze aufgezeigt und sein Untergang mit eingeleitet.“1 Was wäre gewesen, wenn der Spanier nicht die verkehrte Annahme getroffen hätte, dass die Briten Verstärkung erwarteten? Dann wäre Nelson wahrscheinlich schon zu diesem Zeitpunkt besiegt worden. Die Schlacht von Trafalgar hätte wohl ein anderes Ende genommen, wenn sie überhaupt stattgefunden hätte. Die Geschichte wäre vermutlich anders verlaufen, wenn diese kleine, verkehrte Annahme nicht ins Spiel gekommen wäre.

Gefährliche Annahmen

Wenn man bekannte Fakten (oder populäre Ideen) auf einen unerforschten Bereich extrapoliert, entstehen dadurch Annahmen, also unbewiesene Aussagen. Problematisch wird es, wenn verkehrte Annahmen als „harte“ Fakten akzeptiert werden.

Extrapolieren: „Etwas ableiten bzw. abschätzen, indem man bekannte Informationen auf einen unbekannten Bereich projiziert bzw. ausweitet.“

American Heritage Dictionary of the English Language, eig. dt. Übers.

Manche Annahmen führen zu lustigen Missverständnissen. Im frühen 19. Jahrhundert warnte Dr. Dionysius Lardner: „Das Reisen mit der Eisenbahn bei hohen Geschwindigkeiten ist nicht möglich, da Passagiere durch den Sauerstoffmangel nicht atmen könnten und ersticken würden.“ Manche Annahmen erweisen sich als gefährlich: Im 17. Jahrhundert glaubte man, dass alles Blut von gleicher Art sei. Viele Menschen starben, weil die Ärzte bei ihnen aufgrund dieser These Transfusionen mit Tierblut durchgeführt hatten. Allgemein gilt: Je weiter eine Annahme verbreitet ist, umso stärker ist auch ihre Überzeugungskraft.

Das moderne Christentum ist in einer Illusion gefangen. Diese beruht auf einer verkehrten Annahme. Leider wird diese Hypothese schon seit fast 1600 Jahren aufrecht erhalten und besitzt daher große Überzeugungskraft. Ihr „ehrwürdiges“ Alter hält die Christen davon ab, sie kritisch zu überprüfen.

Die Hypothese lautet: „Die moderne Woche verläuft ohne Unterbrechung seit der Schöpfung immer von Sonntag bis Samstag.“ Daraus ist die Schlussfolgerung gezogen worden, dass der Samstag mit dem siebenten Tag der Woche, dem Sabbat aus der Bibel, identisch sei. In diesem Fall müsste der Sonntag der Tag sein, an dem Jahushua von den Toten auferstand. Diese Illusion ist das Resultat der vorausgegangenen Hypothese. Aber diese ist nicht haltbar.

Der moderne Samstag ist nicht der Sabbat der Bibel. Jahuwah ruhte am Sabbat von seinem Schöpfungswerk. Das Sabbatgebot bildet die vierte der 10 Regeln, die am Sinai auf Steintafeln geschrieben wurden. Jahushua, seine Jünger und auch die frühen Christen hielten den Sabbat als Ruhetag. Immer ging es um den Sabbat, aber nie um den Samstag. Daher ist der Sonntag auch nicht mit dem Tag identisch, an dem Jahushua von den Toten auferstand. Diese Aussagen klingen vielleicht schockierend. Es ist verständlich, wenn man sie auf den ersten Blick ablehnt. Aber sie sind gut begründet. Denn Hinweise aus der Historie, der Bibel und sogar aus der Astronomie sprechen dafür, dass unser moderner, unendlicher Wochenzyklus nicht mit der Schöpfungswoche identisch ist.

Nun wäre es leicht, diese Aussage als eine Irrlehre zurückzuweisen. Man könnte sagen: „Das kann doch einfach nicht wahr sein!“ Doch WLC möchte dazu einladen, die Hinweise zu studieren, die wir in der Geschichte, in der Bibel und auch in der Astronomie vorfinden. Vieles ist vergessen worden. Dennoch kommt die Wahrheit wieder ans Licht. Sie wurde nicht zuletzt in den Himmeln aufbewahrt. Es ist immer nützlich, einen offenen Geist zu haben, also eine Einstellung, die zum Gehorsam bereit ist, wenn der Geist Jahuwahs uns zeigt, dass etwas wahr ist. Ihr könnt darauf vertrauen, dass Jahuwah euch bewahren wird, wenn ihr euch in Ruhe die Hinweise anseht und den alten Grundsatz beachtet: „Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig“. (Jesaja 28,10.)

Von der Geschichte vergessen

Das Gespräch war einerseits frustrierend und andererseits überraschend. Ich hatte großen Respekt vor meinem Freund und seiner Bildung. Er besaß einen Abschluss in Theologie und ich hielt ihn für einen intellektuell ehrlichen Mann, der nach der Wahrheit sucht. Ich hatte diesen Prediger der Siebenten-Tags-Adventisten schon bei vielen evangelistischen Treffen sprechen gehört. Er hatte in seinen Vorträgen oft erklärt, warum es so wichtig sei, gerade am siebenten Tag der Woche, also am Sabbat, Gottesdienst zu halten, und dass dafür kein anderer Tag (z.B. der Sonntag) in Frage käme.

Als ich herausfand, dass der Sabbat der Bibel an einen anderen Kalender gebunden ist, als ich ihn bisher kannte, wollte ich diese Nachricht diesem Prediger mitteilen. Er hatte die Wahrheit lieb und nahm seine Studien sehr ernst. Ich dachte mir: „Das wäre doch sicher etwas, was er auch hören wollen würde.“ (Ich hatte noch nicht gelernt, dass es oft am schwersten ist, jemandem etwas mitzuteilen, der fest davon überzeugt ist, dass er mehr weiß als du.)

Ich erzählte ihm, dass das Konzept eines seit der Schöpfung kontinuierlich durchlaufenden Wochenzyklus möglicherweise auf einer falschen Annahme beruhe. Diesen Gedanken wies er allerdings sofort zurück.

Er antwortete: „Als der julianische in den gregorianischen Kalender umgewandelt wurde, ging kein Wochentag verloren. Im Jahr 1582 folgte auf Donnerstag, den vierten Oktober, sofort Freitag, der 15. Oktober.“ Diese Fakten waren mir allerdings bewusst.

Seine Aussage stimmte. Aber er war nicht weit genug in der Geschichte zurückgegangen, um den größeren Rahmen sehen zu können. In diesem Fall muss man wirklich sehr weit zurück in die Vergangenheit reisen. Man darf nicht nur 400 Jahre zurückgehen und dann stehenbleiben. Wenn man die Wahrheit finden will, muss man tiefer graben. Die Änderung des Wochensystems fand etwa tausend Jahre vor der Einführung des modernen, gregorianischen Kalenders statt.

Die Kalender der alten Hochkulturen waren meist luni-solar angelegt. Ägypten ging als erste Nation zu einer rein solaren Form des Kalenders über. Ursprünglich waren die meisten Kalender der Antike in irgendeiner Form vom Lauf des Mondes abhängig. Reine Mondkalender hatten allerdings das Problem, dass die Monate durch die Jahreszeiten „wanderten“. Denn das Mondjahr ist kürzer als das Sonnenjahr. Bei Luni-Solar-Kalendern ist das Jahr an die Sonne gebunden, so dass die Monate nicht „wandern“ können. Diese Tatsache ist mehrfach von verschiedenen Archäologen bestätigt worden. Dr. Nicholas Campion von der University of Wales schreibt: „In den frühen astronomischen Aufzeichnungen ist es offensichtlich, dass die Astronomie zu kollektiven Zwecken, sowohl im religiösen als auch im politischen Bereich, genutzt wurde. Das sehen wir anhand der Beweise für altsteinzeitliche Mondkalender, megalithische Monumente und mesopotamische Horoskope.“

Die Zeit selbst ist natürlich fortlaufend. Das heißt jedoch nicht, dass die Methode, durch die sie eingeteilt wird, immer dieselbe war. In unserem modernen Kalendersystem verlaufen die Wochen kontinuierlich und ohne Monatsbezug. Aber das war nicht immer und überall so. Um das zu sehen, brauchen wir allerdings nicht einmal bis zu den altsteinzeitlichen Mondkalendern zurückgehen.

Die Planetenwoche

Das Wochensystem, welches heute in Gebrauch ist, wird von vielen Wissenschaftlern als „Planetenwoche“ bezeichnet. Da liegt daran, dass die Wochentage nach Planeten oder (genauer gesagt) nach Planetengöttern benannt wurden. In der englischen Sprache leitete man die Namen für Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von nordischen Gottheiten ab: Tyr („Tuesday“), Wotan („Wednesday“), Donar bzw. Thor („Thursday“) und Freya („Friday“), die Frau Wotans.2

Tage-der-Planetenwoche

Nicht in jeder Sprache ist dieses Konzept noch immer klar zu erkennen. Denn sobald die römisch-katholische Kirche an die Macht gelangt war, versuchte sie, die heidnischen Ursprünge der Planetenwoche zu verschleiern. Sie brachte ihren Anhängern bei, dass es sich dabei um das biblische Wochensystem handeln würde. (Aus diesem Grund nehmen viele Menschen heutzutage an, dass der moderne Samstag der Sabbat der Bibel sei.) Man versuchte, die heidnischen Bezeichnungen durch Zahlen zu ersetzen: 1. Tag, 2. Tag, 3. Tag, usw.

Die Strategie der Katholischen Kirche ging teilweise auf. In vielen Sprachen wurde die ursprüngliche Bezeichnung „Tag des Saturn“ durch den Begriff „Sabbat“ ersetzt, während der Sonntag den Titel „Tag des Herrn“ erhielt.

Dieser betrügerische Namenswechsel der Wochentage sollte den echten, biblischen Sabbat unkenntlichen machen. Eviatar Zerubavel ist ein israelischer Professor für Soziologie an der Rutgers University. In seinem Buch The Seven Day Circle: The History and Meaning of the Week hat er die heidnischen Wurzeln der modernen Woche und auch den römisch-katholischen Versuch, diesen Ursprung zu verbergen, gut dokumentiert. Er schreibt:

Trotz ihrer offensichtlichen Bemühungen, die Woche mit einem typisch christlichen Inhalt zu versehen, traf die Kirche die Entscheidung, den jüdischen Rhythmus von sieben Tagen zu behalten. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie hätte sich auch dafür entscheiden können, ihre Versammlungen nach der traditionellen, römischen 8-Tage-Woche auszurichten. […] Indem die Kirche den Sabbat aufhob, vernichtete sie die Daseinsberechtigen der jüdischen Sieben-Tage-Woche.

Die Bewahrung des Sieben-Tage-Rhythmus resultierte offensichtlich teilweise aus der tiefen, unbewussten Bindung der Kirche an das Judentum. Gleichzeitig versuchte man damit ganz pragmatisch, die bedeutende jüdische Komponente innerhalb der eigenen Mitgliederschaft nicht unnötig herauszufordern. Doch ein kurzer Blick auf die Namen der Wochentage sollte uns bei den meisten europäischen Sprachen daran erinnern, dass die jüdische Woche nicht den einzigen Kontext bildet, in dem die Entwicklung des kirchlichen Sieben-Tage-Zyklus betrachtet werden sollte. Wie wir sehen werden, führte die Konvergenz aus der jüdischen und der astrologischen Woche zu der Zeit, als das Christentum in das Römische Reich integriert wurde, dazu, dass der siebentägige Zyklus entstand, der sich seitdem in der zivilisierten Welt weitläufig verbreitet hat.3

Mit anderen Worten: Der Autor stellt fest, dass die Länge der modernen Woche auf einer bewussten Entscheidung beruhte. Es ging nicht darum, dass sie mit der biblischen Woche identisch sei oder das alte Zeitsystem weitergeführt würde. Die Kirche wies andere Wochenlängen zurück. Sie entschied sich bewusst dafür, eine siebentägige Woche zu beachten, um die jüdische Sieben-Tage-Woche nachzuahmen.

Wenn Leute über diese historischen Fakten stolpern, erinnern sie sich allerdings: „In sehr vielen Sprachen wird der siebente Tag der modernen Woche als „Sabbat“ bezeichnet. Und dort besteht keine Verbindung zu dem Wort „Saturn“.“ Zerubavel erklärt auch diesen Zusammenhang. Er schreibt:

„Offiziell klammerte sich die römisch-katholische Kirche an das traditionelle, jüdische Benennungssystem für die Wochentage. Dennoch tauchten die planetarischen Bezeichnungen dieser Tage schon im 2. Jahrhundert in den Schriften der Kirchenväter auf. Sie wurden auch von den Christen zumindest seit 269 n. Chr. allgemein gebraucht. (Der einzig bedeutende, organisierte, christliche Versuch, die ursprüngliche, hebräische Benennung der Wochentage wiederherzustellen, scheint die offizielle „Ausrottung der heidnischen Namen“ durch die First General Assembly of Pennsylvania gewesen zu sein. Darin wurde offenbar der Geist der sogenannten Society of Friends (zwischen 1682 und 1706) repräsentiert. Übrigens nennen die Quäker bis auf diesen Tag ihre Sonntagsschulen „Schulen des ersten Tages“.) Es ist ein etymologisch interessanter Fakt, dass man weder im Griechischen noch in einer anderen slawischen Sprache die Namen von Planeten zur Bezeichnung der Wochentage vorfindet. Nur die Kirche des Ostens scheint damit Erfolg gehabt zu haben, den beachtlichen Einfluss der Astrologie zu unterdrücken. Offensichtlich gelang dies Rom nicht so effektiv. Darauf scheinen uns die planetarischen Bezeichnungen für zumindest einige Wochentage in den Sprachen Englisch, Deutsch, Niederländisch, Norwegisch, Isländisch, Schwedisch, Finnisch, Lappisch, Ungarisch, Albanisch, Rumänisch, Italienisch, Französisch, Katalanisch, Spanisch, Bretonisch, Gälisch, Walisisch und Kornisch hinzuweisen.

Aus den etymologischen [d.h. sprachgeschichtlichen] Hinweisen geht hervor, dass sich die Astrologie viel früher und wahrscheinlich auch viel schneller im Römischen Reich verbreitete als das Christentum. Im frühen vierten Jahrhundert, als die Kirche schließlich die Kontrolle über das Reich erlangte, war es offenbar zu spät für sie, die astrologischen Verbindungen der sieben Wochentage vollständig zu eliminieren. […] Sogar im Herzen des Römischen Reiches, wo Sprachen gesprochen wurden, die vom Lateinischen abstammten, lag es nur am Respekt vor den zwei Schlüsseltagen der jüdisch-christlichen Woche, dass die Kirche es schaffte, die Astrologie zu verdrängen: Samstag (Sabbat) und Sonntag (der Tag des Herrn). Der Einfluss der Astrologie war offenbar an den Rändern des römischen Reiches, wo das Christentum erst später anlangte, noch ausgeprägter. Englisch, Niederländisch, Bretonisch, Walisisch und Kornisch sind die einzigen europäischen Sprachen, die die ursprüngliche Planetennamen bei allen sieben Wochentagen beibehalten haben. Sie alle wurden in Gebieten gesprochen, die während der ersten Jahrhunderte unseres Zeitalters, also als sich die astrologische Woche im Reich verbreitete, frei vom christlichen Einfluss waren. Sie stammten auch nicht vom Griechischen oder Lateinischen ab. Griechisch und Latein waren am engsten mit der Kirche verbunden. Das gilt übrigens auch für alle anderen Sprachen, die den Planetennamen bei mindestens einem der beiden Schlüsseltage der jüdisch-christlichen Woche beibehalten haben: Deutsch, Gälisch, Dänisch, Norwegisch, Isländisch, Schwedisch, Finnisch, Ungarisch und Albanisch.“4

Aus diesem Grund wurde in manchen Sprachen die alte Bezeichnung „Saturnstag“ mit „Sabbat“ und das Wort „Sonntag“ durch „Tag des Herrn“ ersetzt.

Eine Untersuchung zeigt, dass in mindestens 65 Sprachen die Wochentage nach den sieben Planetengöttern des antiken Heidentums benannt worden sind: Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn. In diesen Ländern, wo das Bekenntnis zur christlichen Religion vorherrscht, ist es allgemeine Praxis, die Wochentage so zu bezeichnen.

„Es gehörte zur Verehrung der Himmelskörper, dass man an den Tagen, die den Planeten gewidmet waren, zu ihnen betete.“

Robert L. Odom: Sunday in Roman Paganism. S. 158; eig. dt. Übers.

Es wäre absurd, anzunehmen, dass es ursprünglich eine hebräische oder christliche Praxis gewesen sei, die Wochentage nach diesen Himmelskörpern zu benennen. Die Bibel weist uns darauf hin, dass die Juden und die frühen Christen im Altertum die Tage mit Zahlen bezeichneten. Der 6. Tag der Woche wurde der „Vorbereitungstag“ und der siebente der „Sabbat“ genannt.

Lexika, Enzyklopädien und andere Informationsquellen ordnen den kalendarischen Namen der Tage einstimmig einen heidnischen Ursprung zu.5

Wie wir schon erwähnt haben: Die Planetenwoche stammt nicht von der Bibel ab. Sie kam aus dem Heidentum. Doch die Bemühungen der römisch-katholische Kirche, die heidnischen Namen der Wochentage umzuändern, führten nur teilweise zum Erfolg.

Die Ursprünge der Planetenwoche

Die moderne Woche hat dieselbe Länge wie die biblische Woche. Aber das ist auch schon die einzige Gemeinsamkeit. Die Bezeichnungen der Wochentage und der funktionelle Ablauf der Planetenwoche stammen nicht aus der Bibel. Wie Zerubavel schon anmerkte: „Trotz ihrer offensichtlichen Bemühungen, die Woche mit einem typisch christlichen Inhalt zu versehen, traf die Kirche die Entscheidung, den jüdischen Rhythmus von sieben Tagen zu behalten. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie hätte sich auch dafür entscheiden können, ihre Versammlungen nach der traditionellen, römischen 8-Tage-Woche auszurichten.“ Wir werden noch später auf diesen Punkt zurückkommen. Zunächst reicht es aus, festzuhalten, dass der moderne Wochenzyklus keine Fortführung des biblischen Wochenmodells ist. Er kommt aus dem Heidentum. Man wählte ihn zu einem betrügerischen Zweck aus, da er mit der Länge der biblischen Woche übereinstimmt, ohne von ihr abzustammen.

A stick calendar found in the Baths of Titus in Rome

Ein Kalender, der in den Bädern des Titus in Rom gefunden wurde.

Die Planetenwoche ist vollkommen unabhängig von der Bibel. Sie hat ihre eigene Geschichte. Als die Planetenwoche in den julianischen Kalender integriert wurde, begann sie am Tag des Saturn! Auf einem römischen Kalenderfragment ist erkennbar, dass hier der Saturnstag an erster Stelle der planetarischen Wochentage abgebildet ist. Dieses Fragment wurde in den Bädern des Titus gefunden, die im Jahr 81 n. Chr. in Rom erbaut wurden. Im oberen Bereich sieht man die sieben Planetengötter. Ihre Reihenfolge bestimmt die Benennung der Wochentage. Zuerst sehen wir Saturn. Er hält eine Sichel, da man ihn als den „Gott der Ernte“ betrachtete.

Die Schutzgottheit des zweiten Wochentages ist Sol, also der Sonnengott, mit einer Krone aus Lichtstrahlen auf dem Kopf. Die Mondgöttin Luna, die eine Mondsichel als Krone trägt, symbolisiert den dritten Wochentag. Darauf folgen der Kriegsgott Mars mit einem Helm, Merkur, der einen Flügelhelm und einen Heroldsstab trägt, und Jupiter, der ein Bündel Blitze in der Hand hält. Den Abschluss der Woche bildet der Tag der Venus, der sogenannten „Göttin der Liebe“.

Das moderne Wochensystem stimmt nicht mit dem der Bibel überein. Es begann mit dem Tag des Saturn und endete mit dem Tag der Venus. Erst später wurde dieses Wochenmodell so standardisiert, dass es am Sonntag anfing und mit dem Saturnstag aufhörte.

Die frühe julianische Woche

Als Jahushua geboren wurde, befand sich der julianische Kalender noch nicht lange im Gebrauch. Zuvor nutzten die Römer den Kalender der Römischen Republik, der wie der hebräische Kalender nach Mond und Sonne ausgerichtet war.

Der Kalender der Römischen Republik baute auf den Phasen des Mondes auf. Heidnische Priester Roms, die sogenannten pontiffs, waren dafür verantwortlich, den Kalender zu regulieren. […]

Zur Zeit von Julius Cäsar waren die Monate überhaupt nicht mehr mit den Jahreszeiten verknüpft. Julius Cäsar übte deshalb sein Recht als pontifex maximus (Hohepriester) aus und reformierte das, was mittlerweile ein umständlicher und ungenauer Kalender geworden war.6

Julius Cäsar lud Sosigenes ein, einen Astronomen aus Alexandria. Dieser sollte sich ein neues System ausdenken, um die Zeit einzuteilen.

Sosigenes entschied, dass die einzig praktische Möglichkeit darin bestünde, den Mondkalender ganz abzuschaffen. Die Monate sollten fortan mit den Jahreszeiten verknüpft sein. Daher gebrauchte er das Sonnenjahr, wie es auch im ägyptischen Kalender genutzt wurde. […] Jeder Kalenderreformer steht vor einem großen Problem: Es schien keine Möglichkeit zu geben, die Monate noch immer an die Mondphasen und dennoch das Jahr an die Jahreszeiten zu binden. Es war notwendig, einen grundlegenden Bruch mit der traditionellen Methode einzuleiten und einen effizienten Kalender einzuführen, der auf den Jahreszeiten beruhte.7

Julius-Cäsar-Büste

Der heidnische, julianische Sonnenkalender wurde nach Gaius Julius Cäsar benannt, der den lunaren Kalender der Römischen Republik abschaffte.

Der neue Kalender wurde nach Julius Cäsar benannt. Im Jahr 45 vor Christus fügte man ihm 90 Tage hinzu, um die Monate wieder in Einklang mit den Jahreszeiten zu bringen. Interessanterweise besaß dieser neue, julianische Kalender einen kontinuierlichen Wochenzyklus… Aber jede Woche dauerte 8 Tage! „Man stellte die frühen julianischen Kalender nicht wie heute in einem Raster dar. Die Daten wurden in Spalten aufgelistet und die Wochentage mit den Buchstaben A bis H gekennzeichnet.“8

Historie und Archäologie liefern also wichtige Hinweise in dieser Frage. Alle frühen julianischen Kalender (die sogenannten fasti) besaßen eine 8-tägige Woche. Sie alle befanden sich zwischen 32 vor Christus (zur Zeit von Kaiser Augustus) und 37 nach Christus (zur Zeit von Kaiser Tiberius) in Gebrauch. Die 8-Tage-Woche des julianischen Kalenders war also unter den Römern während der Lebenszeit Jahushuas aktuell. Die römischen Legionen, die in Palästina stationiert waren, nutzten dieses System. Das bedeutet: Zur Zeit Jahushuas kannten die Juden mindestens zwei Kalendersysteme:

  1. Den Sonnenkalender ihrer römischen Besatzer mit einer 8-Tagewoche und
  2. den Luni-Solar-Kalender, der bei der Schöpfung den Menschen gegeben und beim Exodus wieder bekannt gemacht wurde. Sein Wochensystem dauerte sieben Tage und begann nach jedem Neumondtag von neuem.

Was meint ihr? Welchen Kalender nutzten die Israeliten zu dieser Zeit? Die Mehrzahl der Schriftrollen vom Toten Meer lässt erkennen, dass man auf zwei verschiedene Zeitmesssysteme zurückgriff. Das weist darauf hin, dass in Palästina zu dieser Zeit zumindest zwei verschiedene Kalender bekannt waren. Es ist also wahrscheinlich, dass die Juden einen anderen Kalender gebrauchten, als ihre römischen Besatzer.

FAKE NEWS! Der Samstag ist der Sabbat image

Diese Steinfragmente zeigen die Monate August bis Dezember eines frühen julianischen Kalenders. Die Buchstaben A bis H bezeichnen die Wochentage. Das zeigt uns, dass der frühe julianische Kalender ein achttägiges Wochenmodell besaß.

Der julianische Kalender war ein heidnischer Sonnenkalender. Der gregorianische Kalender besitzt diese Eigenschaften ebenfalls. Beide gleichen sich in vielen Punkten und unterscheiden sich deshalb klar von dem biblischen Luni-Solar-Kalender Jahuwahs.

Eine Grabinschrift

Einige Inschriften auf christlichen Gräbern belegen, dass die frühen Christen sowohl den julianischen Kalender als auch ein System mit Lunarmonaten kannten. Es ist also möglich, dass ihnen die Unterschiede von zwei Wochensystemen bewusst waren und sie ihren Gottesdienst nach dem biblischen Kalender ausrichteten. Im Geschäftsleben mussten sie jedenfalls auf den julianischen Kalender ihrer Umwelt zurückgreifen. Ernst Diehl führt in Inscriptiones Latinæ Christianæ Veteres die folgende Inschrift aus dem Jahr 269 n. Chr. auf:

„Während der Konsulschaft von Claudius und Paternus an den Nonen des Novembers, am Tag der Venus und am 24. Tag des Lunarmonats richtete Leuces [dieses Denkmal] für ihre liebe Tochter Severa und für den Heiligen Geist auf. Sie starb [im Alter] von 55 Jahren, 11 Monaten [und] 10 Tagen.“9

Das ist eine der frühesten christlichen Grabinschriften, die in Rom gefunden wurden. Faszinierend daran ist, dass sie zwei verschiedene Datierungen nennt! Der Ausdruck „Nonen des Novembers“ bezieht sich auf den 5. November. In diesem Jahr fiel er auf den Tag der Venus, also auf den Freitag. Dies fiel mit dem 24. Tag des Lunarmonats zusammen, welcher ein zweiter Tag der biblischen Woche gewesen wäre.

Das ist bedeutsam! Denn wenn der zweite Tag der biblischen Woche in diesem Lunarmonat auf einen Freitag fiel, wäre der biblische Sabbat mit dem heidnischen Mittwoch, also dem Tag des Merkur, zusammengefallen.

Aussagen jüdischer Wissenschaftler

Viel zu lange hat man sich auf die Tatsache gestützt, dass die Juden am Samstag Gottesdienst halten. Immer wurde daraus geschlussfolgert, dass der Samstag doch der biblische Sabbat sein müsse. Doch diese Argumentation dreht sich im Kreis: „Die Juden halten am Samstag Gottesdienst. Warum? Weil das der Sabbat der Bibel ist. Woher weiß man das? Weil die Juden am Samstag Gottesdienst feiern…“

Dabei sind sich auch jüdische Gelehrte sehr wohl der Tatsache bewusst, dass der Samstag nicht der biblische Sabbat ist. Die folgenden Zitate stammen von jüdischen Gelehrten.

Rabbi Louis Finklestein (vom Jewish Theological Seminary of America) schrieb einen Brief an Dr. L. E. Froom. Dieses Schriftstück datiert auf den 20. Februar 1939. Darin gibt Finklestein bereitwillig zu: „Der gegenwärtige jüdische Kalender wurde im 4. Jahrhundert festgelegt.“ Maimonides und die meisten jüdischen Chronologen stimmen damit überein, dass der moderne jüdische Kalender auf den durchschnittlichen Bewegungen der Sonne und des Mondes beruht und dass „der wahre [Kalender] beiseite gesetzt wurde.10, 11

Maimonides (1135-1204), rabbi, philosopher and physician

Maimonides (1135-1204), Rabbiner, Philosoph und Arzt.

Der Neumond ist noch und der Sabbat war ursprünglich auch abhängig vom Mondzyklus … Der Neumondtag wurde in der gleichen Weise gehalten, wie der Sabbat; er wurde immer unwichtiger, während der Sabbat mehr und mehr ein Tag der Religion und der Menschlichkeit, der religiösen Meditation und Unterweisung, des Friedens und Freude der Seele wurde.12

Während der Sabbat als ein geweihter Tag immer wichtiger wurde, und die Betonung auf der signifikanten Zahl „7“ lag, wurde die Woche immer mehr von ihrer Verbindung zum Mond gelöst... 13

Die Monate des Jahres waren lunar und begannen mit dem Neumond (chodesh, was schließlich „Monat“ bedeutete). In der Zeit der Könige wurde der Neumond mit einem zweitägigen Fest gefeiert (1. Samuel 20,24-47).14

Rabbi Finklestein gab also offen zu, dass der gegenwärtige jüdische Kalender sich von dem unterscheidet, der vor dem 4. Jahrhundert in Gebrauch war. Maimonides ging sogar noch weiter. Er gab an, dass das Original aufgegeben wurde.

Das lag an der schlimmen Verfolgung, die von der frühen römisch-katholischen Kirche betrieben wurde, sobald sie im 4. Jahrhundert die Möglichkeit dazu hatte. Jeder, der sich nach dem Konzil zu Nizäa weiterhin an den biblischen Kalender hielt, hatte darunter zu leiden. Viele Juden sprechen offen darüber, dass sie den alten Schöpfungskalender unter der extremen Verfolgung aufgeben mussten.

„Unter der Regierung des Constantius (337-362) erreichte die Verfolgung der Juden ein so hohes Maß, dass […] die Berechnung des Kalenders unter schwere Strafen gestellt wurde.15

„Die Ausrufung des neuen Monats und des neuen Jahres mit dem Frühlingsanfang kann nur durch den Sanhedrin vorgenommen werden, nachdem der neue Mond beobachtet worden ist. In der Zeit von Hillel II. [4. Jh. n. Chr.], dem letzten Vorsitzenden des Sanhedrins, verboten die Römer diese Praxis. Hillel II. war daher dazu gezwungen, seinen festen Kalender einzusetzen, und so gab er im Voraus die Erlaubnis des Sanhedrins für die Kalender aller zukünftigen Jahre.“16

(Weitere Informationen dazu sind hier zu finden: Konstantin der Große & Hillel II.: Zwei Männer täuschen die ganze Welt)

Aussagen katholischer Wissenschaftler

Konzil-zu-Nizäa

Das Konzil zu Nizäa besitzt den Ruf, eines der einflussreichsten Kirchenkonzilien aller Zeiten gewesen zu sein.

Interessanterweise sprechen römisch-katholische Wissenschaftler mitunter sehr unverblümt davon, dass sie für den Kalenderwechsel verantwortlich sind, der den Ruhetag des Christentums maßgeblich beeinflusste. Das geschah beim Konzil zu Nizäa. Eine gute Zusammenfassung dazu finden wir bei Heinrich Graetz in seinem monumentalen Werk History of the Jews. Es wurde im Jahr 1893 von der Jewish Publication Society of America herausgegeben.

Dann erlebte die Welt das bis dahin ungeahnte Spektakel der ersten Generalversammlung von Nizäa. Dazu gehörten mehrere hundert Bischöfe und Priester. Der Kaiser führte den Vorsitz. Das Christentum glaubte, einen Triumph feiern zu können. Doch dies war nur möglich, indem es seine Schwäche und innere Spaltung verleugnete. Denn bei dieser Gelegenheit, bei der es zum ersten Mal offiziell in all seinem Glanz und in der Fülle geistlicher und weltlicher Macht auftrat, blieb keine Spur von seinem ursprünglichen Charakter übrig. Auf dem Konzil zu Nizäa wurde der letzte Faden zerrissen, der das Christentum mit seinem Ursprung verband. Das Osterfest war bis dahin weitestgehend zur selben Zeit gefeiert worden wie das jüdische Passah. Tatsächlich waren es dieselben Daten, die vom Sanhedrin berechnet und als Feiertage festgelegt wurden. Doch zukünftig sollte es vollkommen unabhängig vom jüdischen Kalender begangen werden. ‚Denn es ist unerträglich, dass wir uns in Bezug auf dieses heiligste aller Feste nach jüdischen Gewohnheiten richten sollten. Lasst uns zukünftig nichts gemeinsam haben mit diesem uns verhassten, widerlichen Volk; unser Erlöser hat uns einen anderen Weg gezeigt. Es wäre wirklich absurd, wenn sich die Juden damit rühmen könnten, dass wir nicht in der Lage sind, Passah zu feiern, ohne ihre Regeln (Berechnungen) zu Hilfe zu nehmen.‘ Diese Aussagen werden dem Kaiser Konstantin zugeschrieben. […] Die Worte begründeten ein Prinzip, nach dem sich die Kirche fortan richtete. An ihr lag es nun, über das Schicksal der Juden zu entscheiden.17

Zweifellos war die Vorgehensweise der katholischen Bischöfe auf dem Konzil zu Nizäa dafür verantwortlich, dass der Kalender, den sowohl die apostolischen Christen als auch die Juden zur Bestimmung ihrer religiösen Feiertage gebrauchten, aufgegeben wurde. Der Chronologe David Sidersky erklärte: „Es war unter Konstantin nicht länger möglich, das alte Kalendersystem anzuwenden.“18

In den folgenden Jahren gingen die Juden durch „Eisen und Feuer“. Die christlichen [d.h. katholischen] Kaiser verboten die jüdische Kalenderberechnung. Sie erlaubten ihnen nicht, ihre Feiertage festzulegen. Graetz sagt: „Die jüdischen Gemeinden tappten bezüglich der wichtigsten religiösen Entscheidungen im Dunkeln, nämlich im Hinblick auf ihre Festtage.“ Die unmittelbare Folge war die Fixierung und Berechnung des hebräischen Kalenders durch Hillel II.19

Die Dekrete von Nizäa „zerstörten den Tempel des Gesetzes in Judäa“. Die alten Regeln des Mose, nach denen die Bahn des Mondes mit der der Sonne in Übereinstimmung gebracht wurde, wurde durch Berechnungen ersetzt, die die Frühlingstagundnachtgleiche einschlossen. Der nächste Vollmond zur Frühlingstagundnachtgleiche sollte der Passahmond sein. Von diesem Äquinoktium aus entwickelte die katholische Kirche ihren Kalender. Das Osterfest war also davon abhängig. Es ist sehr einfach, die wirkliche Bedeutung des Konzils zu Nizäa und seinen Einfluss auf das jüdische Zeitsystem zu übergehen. Obwohl die Kirche sich von der jüdischen Berechnung abgrenzen und ein bewegliches Fest einführen wollte, stellte es sich heraus, dass schließlich sowohl die jüdischen als auch die römisch-katholische Feste vom selben Zeitpunkt aus berechnet wurden: […] von der Frühlingstagundnachtgleiche.20

„Um die Heiden mit dem Namenschristentum zu versöhnen, ergriff Rom, das seine gewöhnliche Politik verfolgte, Maßnahmen, um die christlichen und heidnischen Feste miteinander zu verschmelzen. Durch eine komplizierte, aber geschickte Anpassung des Kalenders, war es im Allgemeinen nicht schwierig, Heiden- und Christentum – das nun tief im Götzendienst versunken war – dazu zu bringen, sich die Hände zu reichen.“

Alexander Hislop: Von Babylon nach Rom. S. 95.

Viele katholische Gelehrte sind sich dieser Tatsachen bewusst. Die Schriftenreihe American Catholic Quarterly Review schreibt dazu: „Der Sonntag … ist eine reine Erfindung der katholischen Kirche.“ (21) Oder wie The Ecclesiastical Review erklärte:

„Sie [, d. h. die Protestanten] halten es für ihre Pflicht, den Sonntag heilig zu halten. Warum? Weil die katholische Kirche es ihnen sagt. Sie haben keine andere Begründung. […] Die Einhaltung des Sonntags ist also ein kirchliches Gesetz, das sich völlig vom göttlichen Gebot zur Einhaltung des Sabbats unterscheidet. […] Der Urheber des Sonntagsgesetzes […] ist die Katholische Kirche.“22

Das ist ebenfalls bedeutsam. Denn wenn der Samstag nicht der biblische Sabbat ist, stand Jahushua auch nicht am Sonntag von den Toten auf. Samstagshalter bestehen darauf, dass das vierte Gebot noch immer verbindlich ist. Sie sagen, dass es selbstverständlich für Jahuwah eine Rolle spielt, an welchem Tag man Gottesdienst hält. Die Sonntagshalter reagieren auf diese Aussagen mit der Antwort: „Ich kann doch an jedem Tag beten und Gott verehren.“

Dieses Argument beruht auf Unwissenheit. Das vierte Gebot besagt nämlich nicht nur, dass man am siebenten Tag der Woche ruhen und nicht arbeiten soll. Die Arbeit soll an den anderen 6 Wochentagen erledigt werden. Das Argument für einen Gottesdienst am Sonntag besagt: „Am Sonntag fand die Auferstehung Jahushuas statt.“ Doch wie wir gesehen haben, kam in der achttägigen Woche des frühen julianischen Kalenders kein Sonntag vor. Jahushua stand nicht an einem solchen Tag aus dem Grabe auf. Es gibt keinen biblischen Grund dafür, am Sonntag Gottesdienst zu feiern. Diese Tradition wurde von der römisch-katholische Kirche entwickelt, welche genau diesen Anspruch auch schon immer vertreten hat.

Catholic author and radio host, Patrick Madrid

Patrick Madrid, ein katholischer Autor und Radiomoderator.

Moderne, katholische Wissenschaftler sind mit diesen Fakten vertraut. Patrick Madrid ist Amerikaner und römisch-katholischer Autor, Apologet und Radiomoderator. Am 5. Januar 2006 war Herr Madrid bei EWTN, beim Global Catholic Radio Network, auf Sendung. Als die Zeit für die Hörerfragen gekommen war, fragte einer der Anrufer nach der Abänderung des Ruhetages. Sein Schwager habe behauptet, dass die Katholische Kirche den Sabbat vom Samstag auf den Sonntag verlegt hätte. Madrid gab eine typisch katholische Antwort darauf, warum nicht länger am biblischen Sabbat Gottesdienst gefeiert werden müsse. Seine Worte zeigten, dass er sehr wohl mit den Fakten aus Historie und Bibel vertraut war. Er erklärte:

„Ihr Schwager hat vielleicht noch nicht verstanden, dass die Katholische Kirche dieses Gebot [über den Sabbat] nie verändert hat. Die Katholische Kirche beachtet das Gebot, den Sabbat heilig zu halten. Aber sie tut das am Tag des Herrn. Die frühen Christen übertrugen ihre Beobachtung dieses Gebots vom Samstag auf den Sonntag.

Zunächst einmal: Es gab einen deutlichen Bruch mit den Regelungen aus dem Alten Testament, nämlich mit den Ritualen und mosaischen Bundesvorschriften, die die Sabbatheiligung und die Tieropfer betrafen und ähnliche Dinge. Sie wollten zeigen, dass das Christentum etwas anderes sei als das Judentum. Es kam aus dem Judentum, aber es unterschied sich von ihm. […] Es schien am angemessensten zu sein, die Auferstehung des Herrn und seinen Tod an dem Tag zu feiern, an dem er von den Toten auferstand.

Die andere Sache, an die wir uns auch erinnern sollten, besteht darin, dass der Kalender, dem wir, und auch die Siebenten-Tags-Adventisten, folgen, nicht nur ein Kalender ist, der von der Katholischen Kirche entworfen wurde, sondern der auch auf dem Sonnenjahr und nicht auf dem Mondjahr beruht. Und der jüdische Kalender, der zur Zeit Christi beobachte wurde, folgte einem Mondkalender, der einige Tage kürzer ist als der Sonnenkalender.

Die große Ironie liegt also darin, dass sogar die Siebenten-Tags-Adventisten selbst nicht an genau demselben Sabbattag Gottesdienst feiern wie die Juden zur Zeit Christi, […] da man davon abgewichen ist, dem lunaren Kalender zu folgen.“23

Das ganze Thema ist also viel größer als ein Konflikt zwischen Samstag und Sonntag. Wir haben es hier mit einem feindlichen Religionssystem zu tun: Der päpstliche bzw. heidnische Sonnenkult steht der reinen, biblischen Verehrung des Allmächtigen gegenüber.

Als ich diese Hinweise über die frühe Kalendergeschichte dem oben erwähnten STA-Prediger vorlegte, mit dem ich befreundet war, schwieg er einen langen Moment. Schließlich sagte er: „Du hast Recht. Aber alles, was Gott von uns verlangt, ist, dass wir den siebenten Tag des Kalenders heilig halten, den die Gesellschaft gebraucht, welcher das auch immer ist.“

Ich staunte. Diese Aussage stand im klaren Gegensatz zu all den Predigten, in denen er gelehrt hatte: „Der himmlische Vater erwartet von uns, dass wir an einem ganz bestimmten Tag ruhen und Gottesdienst halten.“

Schwierigkeiten, den Kalender in der Bibel auszumachen

Fast jeder Bibelleser begeht einen großen Fehler. Es ist auch verständlich, warum dieser so weit verbreitet ist. Wenn wir die Bibel lesen, tragen wir dabei eine „ideologische Brille“. Diese Brille besteht aus der Prägung, die der individuelle, kulturelle und soziologische Hintergrund uns mitgegeben hat. Sie beeinflusst die Interpretation des gelesenen Textes.

Prediger-und-Gemeinde

Die meisten Christen glauben, dass das moderne Wochensystem schon seit der Schöpfung besteht. Deshalb halten sie entweder am Samstag oder am Sonntag Ruhetag.

Gerade in der Frage nach dem Sabbat wird dies deutlich. Die ganze Welt gebraucht seit den 1940er Jahren den päpstlichen, gregorianischen Kalender. Es ist deshalb ganz natürlich, dass die Leute annehmen, dass es sich um den Samstag handelt, wenn sie das Wort „Sabbat“ in der Bibel lesen. Sie glauben an, dass der siebente Tag der modernen Woche gemeint ist. Doch diese Annahme ist unhaltbar.

Der größte Unterschied zwischen dem Kalender der Bibel und dem unserer modernen Gesellschaft besteht zwischen den Wochensystemen. Der moderne Kalender beinhaltet einen kontinuierlich verlaufenden Wochenzyklus. Das heißt, dass jeder Monat mit einem anderen Wochentag beginnen kann. Das sieht beim biblischen Kalender ganz anders aus. Dort beginnt der Wochenzyklus nach jedem Neumond wieder von vorn. Der moderne Kalender basiert allein auf der Sonne. Es besteht keine Verbindung zwischen seinen Wochen und der Natur. Im Gegensatz dazu ist der Wochenzyklus des Schöpferkalenders untrennbar mit den Mondphasen verknüpft.

Warum aber liefert nicht ein einziger Bibeltext eine umfassende Erklärung zum biblischen Kalender? Es gibt einen einfachen Grund dafür: In der Zeit, als die Bibel geschrieben wurde, gehörte dieser Zusammenhang zum Allgemeinwissen. Jeder richtete sich nach diesem Kalender. Es war damals nicht notwendig, die Funktionsweise des Kalenders im Detail zu beschreiben. Jeder wusste darüber Bescheid. Auch heutzutage erklären die wenigsten Bücher und Briefe die Funktionsweise des gregorianischen Kalendersystems. Denn der Erwerb dieser Kenntnisse findet bereits spätestens in der Grundschule statt. Danach sehen wir keinen Grund mehr dazu, auf das Thema zurückzukommen. Es sei denn, jemand fragt uns direkt!

Dennoch finden sich überall in der Bibel verstreute Hinweise. Hier greift wieder das Prinzip „Hier ein wenig, da ein wenig„. Wenn man Text mit Text vergleicht und die Verse dem modernen Kalendersystem gegenüberstellt, werden die Unterschiede sehr deutlich.

Neumondtage

Die Heilige Schrift bezieht sich immer wieder auf etwas, was in unserem modernen Kalender nicht vorkommt: Neumonde. Ganz offensichtlich wurde damals die Zeit anders eingeteilt als heute. Einen bezeichnenden Unterschied finden wir im Schöpfungsbericht beschrieben. Über den vierten Tag heißt es dort: „Und Gott (Elohim) sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre, und als Leuchten an der Himmelsausdehnung, dass sie die Erde beleuchten! Und es geschah so.“ (1. Mose 1,14-15.)

Das Wort „Zeichen“ stammt hier von dem hebräischen Wort owth. Es bedeutet soviel wie „Signal“, „Symbol“, „Markierung“ oder „Andenken“. Noch wichtiger ist an dieser Stelle allerdings der Begriff der „Zeiten“. Er ist eine Übersetzung des hebräischen Wortes mo’ed. Damit sind fixierte Termine gemeint, zum Beispiel Festtage. In 3. Mose 23 beschreibt dieses Wort die Feste Jahuwahs: „Und Jahuwah redete zu Mose und sprach: Rede zu den Kindern Israels und sage ihnen: Das sind die Feste Jahuwahs, zu denen ihr heilige Festversammlungen einberufen sollt; dies sind meine Feste“. (3. Mose 23,1-2.) Das Fest, das in dieser Liste gleich an der ersten Stelle steht, ist der wöchentliche Ruhetag: Der Sabbat am siebenten Tag der Woche. Danach werden die anderen jährlichen Feste genannt.

„Da die jüdischen Feste in regelmäßigen Abständen gefeiert wurden, bestand eine enge Verbindung zwischen ihnen und diesem Wort. […] Mo’ed wird in einem weiten Sinne für alle religiösen Versammlungen gebraucht. Es ist eng mit dem Heiligtum selbst verknüpft. […] Jahuwah begegnete Israel dort zu besonderen Zeiten, um seinen Willen zu offenbaren. Es ist ein gewöhnlicher Begriff für die Anbetungsversammlungen des Volkes Jahuwahs.“ 24

Zeit wird durch Bewegung messbar. Die Bahn des Mondes wurde von Jahuwah bei der Schöpfung eingerichtet. Sie bildet die Grundlage für die Monatseinteilung. Man beobachtete den Mondkreislauf, um daran ablesen zu können, wann die wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Festtermine Jahuwahs stattfinden sollten! Dieser Zusammenhang wird in den Psalmen deutlich: „Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten; die Sonne weiß ihren Untergang.“ (Psalm 104,19.) Mit den hier genannten „Zeiten“ (hebr. mo’ed) sind wieder die Anbetungsversammlungen von Jahuwahs Volk gemeint.

Funktionell betrachtet stellen die Neumonde die wichtigsten Tage im biblischen Kalender dar. Denn sie markieren nicht nur den Beginn der Monate. An ihnen kann man außerdem ablesen, wann der wöchentliche Zyklus beginnt und der Sabbat stattfindet. Diese Fakten sind den wenigsten Christen bekannt. Trotzdem sind einige christliche Wissenschaftler in diesen Dingen bewandert:

„Der Monat war eine Zeiteinheit, die eng mit dem Mond verbunden war. Das hebräische Wort für „Monat“ bedeutet gleichzeitig „Mond“. […] Der Grund für die Verbindung zwischen dem Monat und dem Mond liegt darin, dass der Beginn eines Monats durch einen neuen Mond angezeigt wurde. In den biblischen Zeiten beobachteten die Menschen den Mond sehr sorgfältig. Wenn er als dünne Sichel erschien, markierte dieses Ereignis den Beginn eines neuen Monats.“ 25

Der Wochenzyklus

Der julianische und der gregorianische Kalender besitzen beide einen kontinuierlichen Wochenzyklus. Aber der biblische Kalender nicht! Dort beginnt der Wochenzyklus nach jedem Neumondtag von neuem. Gerade dieser Unterschied ist für uns oft schwer vorstellbar, da wir praktisch anders geprägt sind. Diese Prägung kommt uns beim Studium des Luni-Solar-Kalender nicht zu Gute.26 Dennoch sind viele Wissenschaftler damit vertraut. Allerdings wird man in den Kirchen vermutlich keine Predigt darüber hören… Emil G. Hirsch schrieb einen Artikel mit dem Titel: “Week: Connection with Lunar Phases”. Darin heißt es:

Die siebentägige Woche war mit dem Lunarmonat verbunden; sie bildet ungefähr ein Viertel davon. Offenbar war bei den Hebräern und anderen Völkern des Altertums die Aufsplittung des Monats in vier Teile gebräuchlich. Aber es ist nicht klar, ob sie unter den Erstgenannten entstanden ist. Es ist allerdings nicht nötig, anzunehmen, dass sie von den Babyloniern abgeleitet wurde. Denn es ist gleichfalls möglich, dass die Beobachtung der vier Mondphasen hebräische Nomaden spontan und unabhängig dazu brachte, das Intervall zwischen den Neumonden in vier Gruppen zu je sieben Tagen aufzuteilen. […] Die Betonung der Forderung [3. Mose 23,15], dass die Wochen des Pfingstfestes „komplett“ (temimot) sein sollten, legte nahe, dass die Wochen auf eine Art und Weise zu berechnen waren, die diese Verfügung nicht [immer] erfüllen konnte.

Dieses Zitat ist sehr interessant. Einerseits verbindet es den antiken Wochenzyklus mit den Mondphasen. Andererseits sagt es aus, dass die Zählung bis zum Pfingstfest komplette Wochen erforderte. Das legt nahe, dass das biblische Wochensystem nicht nur aus kompletten Wochen bestand.

Die Daten

Da der Wochenzyklus nach jedem Neumondtag neu begann, fiel der Sabbat immer auf dieselben Daten eines lunaren Monats. Der Neumondtag war eine Kategorie für sich. Es handelte sich dabei um einen feierlichen Ruhetag. Daher war der zweite Tag jedes Monats zugleich der erste Tag der ersten Arbeitswoche. Mitunter kommt es auch im gregorianischen Kalender vor, dass der Samstag auf den ersten Tag des Monats fällt. Der April 2017 sah so aus:

April 2017

Der gregorianische April im Jahr 2017 unterscheidet sich von den Monaten des Luni-Solar-Kalenders nur dadurch, dass sein Muster im nächsten Monat nicht wiederkehren wird. Da im biblischen Monat am Neumondtag geruht wurde, fiel der Sabbat immer auf den 8., 15., 22. und 29. Tag des Mondmonats. Wann immer man das Datum eines wöchentlichen Sabbats durch den Kontext der umliegenden Verse ermitteln kann, fällt es auf eines der genannten Daten. Bei einem kontinuierlichen Wochenzyklus wäre das nicht möglich.27

Ging der Sabbat verloren?

„Jede Stelle in der Bibel, an der Sabbate und Neumonde erwähnt werden, weist darauf hin, dass der zweite Tag des Mondes bzw. des Monats immer der erste Arbeitstag ist. Und der 8., 15., 22., und 29. Tag des Monats sind ohne Ausnahme Sabbate!“

John D. Keyser, “Biblical Proof for the Lunar Sabbath. Eig. Übers.

Die Christen, die am Samstag Gottesdienst halten, sind sich der Wichtigkeit des Sabbats bewusst. Sie haben oft die größten Schwierigkeiten damit, zu akzeptieren, dass dieser Tag nicht der echte Sabbat ist. Sie protestieren: „Gott hätte es niemals zugelassen, dass der Sabbat in Vergessenheit gerät! Das ist einfach unmöglich! Deshalb muss der Samstag auch der Sabbat der Bibel sein.“

Diese Argument beruht allerdings auf einem Fehlschluss. Einerseits kann gezeigt werden, dass der Samstag nicht der Sabbat der Bibel ist. Und andererseits hat Jahuwah selbst in der Bibel angekündigt, dass der Sabbat vergessen werden und dass ER derjenige sein wird, der dafür sorgt!

Der Prophet Jeremia betrauerte den Fall Jerusalems, als diese Stadt von den Babyloniern eingenommen wurde. Babylon symbolisiert allerdings auch die gesamte Infrastruktur eines falschen Religionssystems. Die Klage des Propheten Jeremia besitzt also noch eine zweite Bedeutung. Sie bezieht sich auf eine Zeit, in der das Wissen über den wahren Sabbat verloren gegangen ist:

„Jahuwah ist wie ein Feind geworden; er hat Israel vertilgt, alle seine Paläste vernichtet; er hat seine Festungen zerstört und hat der Tochter Juda viel Seufzen und Wehklage bereitet.

Er hat seine Hütte verwüstet wie einen Garten, den Ort seiner Festversammlungen hat er zerstört; Jahuwah hat in Zion die Festtage und Sabbate in Vergessenheit gebracht und König und Priester verworfen in seinem grimmigen Zorn.“ (Klagelieder 2,5-6.)

Das ist nicht die einzige Bibelstelle, in der Jahuwah ankündigt: Er selbst wird dafür sorgen, dass der Sabbat vergessen wird. Im Buch Hosea wird das Volk Jahuwahs mit einer untreuen Ehefrau verglichen, die sich Liebhaber gesucht hat. Die Beziehung zwischen Jahuwah und den Gläubigen wird also als eine Art „Ehebund“ beschrieben. „Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, Jahuwah, der Herr der Heerscharen ist sein Name; und dein Erlöser ist der Heilige Israels; er wird »Gott der ganzen Erde« genannt.“ (Jesaja 54,5.)

Als Jahuwahs Braut (also seine Nachfolger) sich einem falschen Religionssystem zuwandte, beging sie dadurch geistlichen Ehebruch.

Im 2. Kapitel des Buches Hosea finden wir viele schöne Verheißungen. Wir lesen sie gern und berufen uns auf sie. Aber sie müssen im Zusammenhang gelesen werden. Ein Blick auf den Kontext zeigt, dass dort zunächst einmal geistliche Untreue scharf kritisiert wird:

„Weist eure Mutter zurecht; weist sie zurecht – denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann –, damit sie ihre Hurerei von ihrem Angesicht wegschaffe und ihre Ehebrecherei von ihren Brüsten!

Sonst werde ich sie nackt ausziehen und sie hinstellen, wie sie war am Tag ihrer Geburt, und sie der Wüste gleichmachen, einem dürren Land, und sie sterben lassen vor Durst!

Und über ihre Kinder werde ich mich nicht erbarmen, weil sie Hurenkinder sind. Denn ihre Mutter hat Hurerei getrieben; die sie geboren hat, bedeckte sich mit Schande; denn sie sprach: »Ich will doch meinen Liebhabern nachlaufen, die mir mein Brot und Wasser geben, meine Wolle, meinen Flachs, mein Öl und meinen Trank!«“ (Hosea 2,4-7.)

Womit wird dieser geistliche Ehebruch bestraft? Das Geschenk des Sabbats wird weggenommen:

„Und ich will nun ihre Schande enthüllen vor den Augen ihrer Liebhaber; und niemand wird sie aus meiner Hand erretten.

Und ich will aller ihrer Freude ein Ende machen, ihren Festen, ihren Neumondfeiern und ihren Sabbaten und allen ihren Feiertagen.“ (Hosea 2,12-13.)

Hier werden die Neumonde erwähnt. Das ist ein deutlicher Hinweis auf den Kalender, durch den die Sabbattage und alle übrigen Feste (mo’edim) bestimmt wurden. „Durch den Kompromiss mit dem Heidentum verlor die frühe christliche Gemeinde ihre apostolische Reinheit. Das öffnete allen Verführungen Satans die Schleusen. Da das Volk Jahuwahs die Wahrheit nicht schätzte und bewahrte, verlor sie sie. Wenn die Wahrheit des Himmels nicht so geachtet wird, wie es sein sollte, entfernt Jahuwah sie. Er sorgt dafür, dass sie vergessen wird.“28 Und genau das geschah auch.

Im vierten Jahrhundert vereinten die kirchlichen Autoritäten ihre Macht mit den weltlichen Autoritäten und adoptierten die heidnische Woche. Das führte zur Verfolgung all derer, die wünschten, am biblischen Kalender festzuhalten. Robert L. Odom schrieb in Sunday in Roman Paganism: „Es scheint so, als ob ein geistliches Genie, das die Kontrolle über die heidnische Welt besaß, die Dinge so ordnete, dass die heidnische Planetenwoche genau zur richtigen Zeit eingeführt wurde. So konnte der allgemein verbreitete Sonnenkult aller Zeitalter weitergeführt werden. Man erhob den Tag der Sonne als einen Tag, der heiliger als der ganze Rest sei und über allen anderen stünde. Mit Sicherheit war das kein Unfall.“29

„Diese langsame Metamorphose vom reinen, apostolischen Christentum zu einem Christentum, das mit heidnischen Kalenderprinzipien verzahnt war, ist größtenteils dafür verantwortlich, dass heutzutage das Wissen über den wahren Schöpferkalender im Allgemeinen fehlt. Der heidnische, kontinuierliche Wochenzyklus reicht in der Geschichte so weit zurück, dass man annimmt, dass er schon immer existiert hat. Die historischen Fakten zum julianischen Kalender sind vergessen worden und man gebraucht Zirkelschlüsse, um zu beweisen, dass der Samstag der biblische Sabbat sei: „Im gregorianischen Zeitsystem hat die Woche sieben Tage und zirkuliert ohne Unterbrechung. Also muss die Woche schon immer ohne Unterbrechung zirkuliert haben. Deshalb muss auch der Samstag der „Sabbat am siebenten Tag der Woche“ sein, der im vierten Gebot beschrieben wird.““30

Der Kalender des Himmels

Immer wieder finden wir in der Bibel Hinweise darauf, wie wichtig der Sabbat ist. Sie bilden vom ersten Buch Mose bis zur Offenbarung einen goldenen Faden. Überall taucht der Gedanke an die Ruhe auf, die Jahuwah verheißen hat. Es würde keinen Sinn machen, wenn der Schöpfer und Herrscher des Himmels und der Erde keine Methode zur Zeitbestimmung eingerichtet hätte, durch die man an jedem Ort und zu jeder Zeit ablesen kann, wann der Sabbat kommt. Das zeigte sich eindrüGulagcklich im Leben eines Predigers, der daran gewohnt war, am Samstag Sabbat zu halten. Er wurde zur Zeit der Sovjet-Ära vom KGB verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Zuerst saß er in einer Einzelzelle. Später schickte man ihn ins Gulag (eine Art Arbeitslager). Er achtete sehr genau auf die Abfolge der Tage, so dass er wusste, wann der Sabbat kam. Doch schließlich verlor er den Faden. War er in Folge von Misshandlung bewusstlos geworden? Oder war irgendetwas anderes daran schuld? Wir kennen die Ursache nicht. Jedenfalls wusste er irgendwann nicht mehr, welcher Wochentag gerade aktuell war.

Die Wachen machten sich einen Spaß daraus! Sie quälten ihn gnadenlos. Aber am schlimmsten war für ihn der geistliche Schmerz. Er liebte Jahuwah und wollte ihn ehren. Gerade weil er in Glaubensdingen keine Kompromisse eingehen wollte, war er ja ins Gefängnis gekommen! Und nun wusste er nicht mehr, wann der Sabbat kam und ob er an diesem Tag arbeitete oder nicht.

Diese Unsicherheit kann leicht entstehen, wenn man den wahren Sabbat und Jahuwahs Schöpfungskalender nicht kennt. Aber der himmlische Vater will nicht, dass wir unwissend bleiben. Er gab Adam und Eva keinen auf Papier ausgedruckten Kalender, den sie sich an einen Baum hätten hängen können, um nicht den Überblick zu verlieren. Etwas so Wichtiges wäre niemals an etwas gekoppelt worden, das so leicht verändert oder zerstört werden kann.

Jahuwah ist der Schöpfer aller Menschen. Er brauchte den beiden ersten Menschen kein Kalenderblatt aushändigen. Er bettete sein Zeitmesssystem in die Schöpfung ein und installierte es am Himmel, so dass jeder Erdbewohner es künftig nutzen konnte.

Sowohl in Psalm 104, Vers 19 als auch in 1. Mose 1, Vers 14-15 wird die Rolle des Mondes innerhalb des Kalenders deutlich. Ein weiterer Psalmtext beschreibt die unveränderte Natur der Funktion dieses Himmelskörpers: „…wie der Mond soll er ewig bestehen, und wie der Zeuge in den Wolken zuverlässig sein!“ (Psalm 89, 38.)

Jahuwah schrieb das Muster für sein Kalendersystem weder auf ein Stück Papier, noch ließ er es auf einem Felsen eingravieren. Das würde auch keinen Sinn machen. Er hätte die Berechnung seines heiligen Sabbats auch keinesfalls Luzifer anvertraut. Aber genau das verlangt man von ihm, wenn man darauf besteht, dass der Samstag der Sabbat der Bibel sei.

Der moderne, gregorianische Sonnenkalender ist eine päpstliche Erfindung. Er wurde sogar nach Papst Gregor XIII. benannt! Als er eingeführt werden sollte, akzeptierten ihn nur drei Länder. Alle von ihnen waren katholisch. Die anderen Staaten wiesen ihn zurück, eben weil er katholischen Ursprungs war.

Dennoch war der julianische Kalender, an dem diese anderen Länder festhielten, nicht besser! Das war ein heidnischer Kalender. Nur der Luni-Solar-Kalender, der bei der Schöpfung eingerichtet wurde, kann dazu benutzt werden, um Jahuwahs echte mo’edim, also die himmlischen Termine für die Anbetung, zu bestimmen.

Zeiteinteilung beruht auf Bewegung. Daher gibt es vier Kalenderarten. Alle Zeitmessmethoden stellen irgendeine Form dieser vier Kategorien da:

Siderisch (Sternenzeit): Siderische Kalender teilen die Zeit aufgrund der beobachteten, durchschnittlichen Bewegungen der Sterne ein. Der Kalender der Hindus verwendet eine Kombination aus siderischer und solarer Zeitmessung.

Solar: Bei Sonnenkalendern beruht das Jahr auf der Zeit, die die Sonne braucht, um in Harmonie mit den Jahreszeiten innerhalb ihrer Bahn an dieselbe Position zurückzukommen. Das sind 365 Tage. Sowohl der Julianische als auch der gregorianische Kalender können hier als Beispiel angeführt werden. Der Wochenzyklus ist im Sonnenkalender nicht an die Natur gekoppelt.

Lunar: Ein Mondkalender beruht ausschließlich auf den Mondphasen. Da das Mondjahr mit 354 Tagen kürzer ist als das Sonnenjahr, driften die Mondmonate durch die Jahreszeiten. Die Muslime verwenden einen Mondkalender. Deshalb verschiebt sich der Ramadan rückwärts durch das Jahr, wenn man mehrere Jahre in Betracht zieht.

Luni-Solar: Diese Kalender stellen die eleganteste und genaueste Form der gebräuchlichen Kalender dar. Der Wochenzyklus und die Monde sind dabei von der Bewegung des Mondes abhängig und das Jahr von der Sonne. Es gibt also keine Verschiebung der Jahreszeiten wie bei einem reinen Lunarkalender. Der biblische Kalender ist luni-solar angelegt.


Am Himmel verzeichnet

Die Wahrheit ist, bildlich gesprochen, „zerrissen und unter jahrhundertealten Irrtümern und falschen Annahmen begraben worden“. Es braucht viel Geduld und peinliche Aufmerksamkeit, um die verschiedenen Puzzleteile zu finden und wieder aneinander zu setzen. Doch der Himmel hält noch mehr Hinweise bereit. Dazu gehören das Datum der Kreuzigung und die internationale Datumslinie. Sie zeigen uns, dass der Samstag wirklich nicht der biblische Sabbat ist.

Das Datum der Kreuzigung

Wenn man von Science-Fiction-Spekulationen über Risse im Raum-Zeit-Kontinuum absieht, ist die Zeit selbst natürlich fortlaufend. Es ist schwierig, sich ein Zeitsystem vorzustellen, dass keinen durchgehenden Wochenzyklus besitzt. Man nimmt einfach an, dass es schon immer so gewesen ist. Deshalb tendieren wir dazu, unsere modernen Kalenderdaten auf Ereignisse aus allen Epochen anzuwenden.

Nehmen wir z. B. die Schlacht bei Marathon. Man datiert sie auf den 12. September im Jahr 490 v. Chr.. Fällt euch etwas auf? Mit diesem Datum gibt es ein paar Probleme. Im Jahr 490 v. Chr. gab es keinen gregorianischen Kalender. Der julianische Kalender besitzt einen Monat namens „September“. Aber das Ereignis fand an einem Datum statt, das noch fast 450 Jahre vor der Einführung des julianischen Kalenders lag!

Der griechische Kalender kannte im Jahr 490 v. Chr. keinen September. Wie der Kalender der Israeliten dieser Zeit war er luni-solar angelegt. Allerdings unterschieden sich manche griechische Stadtstaaten voneinander in ihrer jeweiligen Zählung. Die Monate in Athen hießen wie folgt:

Hekatombion

Metageitnion

Boedromion

Pyanepsion

Maimakterion

Poseidon

Gamelion

Anthesterion

Elaphebolion

Munychion

Thargelion

Skirophorion

Ein früher Kalender aus Griechenland (um ca. 1600 v. Chr.).

Ein früher Kalender aus Griechenland (um ca. 1600 v. Chr.).

Es ist kein „September“ darunter! Was bedeutet es also, wenn wir irgendwo die Angabe finden, dass die Schlacht bei Marathon am 12. September stattfand?

Unsere modernen Kalenderdaten werden oft auf Zeiten angewendet, die vor der Entstehung unseres Kalenders liegen. Warum macht man das? Auf diese Weise sind wir dazu in der Lage, zu berechnen, in welchen Abständen bestimmte Ereignisse zueinander stehen. Es handelt sich bei dieser Methode also um ein sehr nützliches Hilfsmittel. Ein proleptischer Kalender ist ein Kalender, bei dem ein Datierungssystem auf einen Zeitraum übertragen wird, in dem es noch nicht genutzt wurde. Weitet man den gregorianischen Kalender auf Daten aus, die vor seiner offiziellen Einführung im Jahr 1582 liegen, entsteht dadurch der proleptische gregorianische Kalender. Dieses Hilfsmittel kann sehr nützlich sein. Trotzdem ist es wichtig, dass wir wissen, wann diese Methode angewendet wird. Viele Christen haben versucht, bis zur Zeit Jahushuas zurückzurechnen, um zu beweisen, dass er an einem Freitag gekreuzigt wurde. Andere haben ebenfalls zurückgerechnet, um zu beweisen, dass er an einem Mittwoch ans Kreuz geschlagen wurde.

Doch beides ist unmöglich. Denn weder Freitag noch Mittwoch gehörten zum frühen julianischen Kalender. Der julianische Kalender dieser Zeit nutzte noch immer die 8-tägige Woche. Alle Behauptungen, dass der Heiland sein Leben an einem Freitag oder einem Mittwoch opferte, beruhen auf proleptischen Daten.

Jahushua wurde an einem sechsten Tag der Woche hingerichtet und zwar am Tag des Passahfestes. 3. Mose 23 liefert uns das Datum für das Passahfest: „Im ersten Monat, am vierzehnten [Tag] des Monats, zur Abendzeit, ist das Passah Jahuwahs.“ (3. Mose 23,5.) Innerhalb des Luni-Solar-Kalenders fällt der 14. Tag des Monats immer auf den sechsten Tag der biblischen Woche. Jahushua starb also zweifellos an dem Tag, der vor dem Sabbat liegt.

Genau aus diesem Grund baten die jüdischen Führer den Pilatus, den drei gekreuzigten Männern die Beine brechen zu lassen. Denn in diesem Fall würden diese schnell an Sauerstoffmangel sterben, so dass sie begraben werden könnten. „Weil es Rüsttag war – jener Sabbat war nämlich ein hoher Festtag –, baten die Juden nun Pilatus, damit die Leichname nicht während des Sabbats am Kreuz blieben, dass ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen würden.“ (Johannes 19,31.)

Der Tag, der auf das Passahdatum folgt, ist nicht nur ein wöchentlicher Sabbat. Er stellt zugleich den ersten Tag des Festes der ungesäuerten Brote dar. „Und am fünfzehnten Tag desselben Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote für Jahuwah. Da sollt ihr sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen.“ (3. Mose 23,6.) Mit anderen Worten: Wir haben es hier mit einem „hohen“ Sabbat zu tun.

Viele Wissenschaftler haben sich darüber gestritten, welches das Jahr der Kreuzigung sei. Denn immer wieder suchten sie nach einem Jahr, in dem der 14. Tag des ersten Lunarmonats, also das Passahfest am 14. Abib, mit einem proleptischen Freitag zusammenfiel. Die Berechnungen des Astronomical Applications Department of the United States Naval Observatory zeigen, dass der 14. Tag des Lunarmonats im Jahr 31. n. Chr. nicht auf einen proleptischen Freitag fiel. Dabei ist das Jahr 31 n. Chr. das einzige Jahr, das in Frage kommt.31 Diese astronomischen Fakten können am Himmel immer noch abgelesen werden, weil die Bahn des Mondes so genau berechenbar ist.

Jahuwah lässt die letzte Generation von Christen in dieser wichtigen Frage nicht in Unwissenheit. Er hat die Prinzipien erschaffen, auf denen die Astronomie beruht. Somit sind wir dazu in der Lage, die Bahn des Mondes vor 2000 Jahren zu berechnen! Die Ergebnisse dieser Berechnung zeigen eindeutig, dass Jahushua nicht an einem Freitag und dennoch an einem 6. Tag der Woche starb, wenn man sie auf den Luni-Solar-Kalender anwendet und mit dem modernen Wochensystem vergleicht.

Wieder sehen wir:

  1. Der Sabbat der Antike, der zur Zeit der Kreuzigung Jahushuas gehalten wurde, war kein Samstag.
  2. Der Tag, an dem Jahushua auferstand war kein Sonntag, obwohl dies immer wieder behauptet wird, um eine Sonntagsheiligung zu rechtfertigen.

Diese zwei Punkte machen deutlich, dass man den modernen Sonnenkalender nicht benutzen kann, um danach den Sabbat zu bestimmen. Der Samstag ist nicht der Sabbat der Bibel. Der Sonntag ist nicht der Auferstehungstag Jahushuas und damit auch kein heiliger Tag, an dem man Gottesdienst feiern müsste.

Die internationale Datumslinie

Anhand der internationalen Datumslinie kann man deutlich erkennen, dass man den modernen Kalender nicht benutzen kann, um danach den biblischen Sabbat zu bestimmen. Diese Linie ist eine menschliche Erfindung. Sie wurde von einer Gruppe Männer im Jahr 1884 eingerichtet. Sie ist vollkommen unnatürlich und hat aus Gründen der Bequemlichkeit auch schon einige Male verlegt werden müssen.

Das National Oceanic and Atmospheric Administration of the United States Department of Commerce gibt zu, dass die internationale Datumslinie tatsächlich rein künstlich ist. Von dort wurde verlautbart:

„Die internationale Datumslinie wurde im Jahr 1884 eingerichtet. Sie durchquert den mittleren Pazifik und folgt auf der Erde grob einer 180°-Linie von Norden nach Süden. Sie befindet sich auf halbem Weg um die Welt vom Nullmeridian aus gesehen, der 1852 auf Greenwich, England, festgelegt wurde.

Die internationale Datumslinie fungiert als eine Demarkationslinie. Sie trennt zwei aufeinanderfolgende Kalenderdaten voneinander. Wenn man diese Linie überschreitet, wird man in gewisser Weise zu einem Zeitreisenden. Reist man nach Westen, geht man einen Tag voraus, überquert man sie erneut, geht man einen Tag zurück.

Trotz ihres Namens besitzt die internationale Datumslinie keinen legalen, internationalen Status. Die Länder besitzen die Freiheit, die Daten zu wählen, nach denen sie sich richten wollen. Während die Datumslinie im allgemeinen gerade vom Nordpol bis zum Südpol geht, verläuft sie bei politischen Grenzen mitunter im Zickzack wie z.B. im Osten Russlands oder den Aleuten-Inseln Alaskas.“32

Ein schneller Blick auf eine Landkarte, die die internationale Datumslinie zeigt, lässt uns erkennen, dass sie tatsächlich sehr künstlich ist: Sie macht für den östlichsten Teil Russlands einen Schwenk Richtung Osten, für den westlichsten Teil Alaskas schlägt sie nach Westen aus!

Eine Weltkarte zeigt den nicht immer geraden Verlauf der internationalen Datumslinie über dem Pazifik an.

Eine Weltkarte zeigt den nicht immer geraden Verlauf der internationalen Datumslinie über dem Pazifik an.

Im Jahr 2012 wurde die internationale Datumslinie abgeändert. Für die Einwohner Samoas ging dadurch ein Wochentag verloren. Die Christen in Samoa, die am Samstag Sabbat feiern wollen, standen vor einem großen Problem. Sollten sie nun am neuen „Samstag“ Sabbat halten? Oder sollten sie an der alten Zählung festhalten und keinen Tag auslassen? Aber das hätte bedeutet, dass sie nach der neuen Zählung am Sonntag Ruhetag halten würden!

IDL-Zeitzonen-Weltkarte

Die internationale Datumslinie ist eine Erfindung, die keinerlei Bezug zur Natur hat. Warum sollte Jahuwah es zulassen, dass sein Sabbat, der ihm so wichtig ist, von einer Sache abhängt, die so instabil ist wie der moderne Kalender? Denn der moderne Kalender kann offensichtlich durch eine simple Volksabstimmung abgeändert werden.

Die von Menschen erfundene, internationale Datumslinie ist nur dann notwendig, wenn man den Sabbat nach dem päpstlichen, gregorianischen Kalender bestimmen will. Nutzt man den Mond, um sich den Beginn eines Monats und damit auch die Sabbatdaten anzeigen zu lassen, braucht man so ein künstliches Hilfsmittel nicht. Jahuwah erschuf den Mond unter anderem dazu, dass wir daran die Zeiten (mo’edim) ablesen können. Er gibt sie uns akkurat an, unabhängig davon, wo man lebt.

Nur ein wahrer Sabbat

Dr. Martin Luther King, Jr.Eine Pseudoreligion ähnelt einer Pseudowissenschaft. Es handelt sich dabei um einen „Fake“, also um einen als Wahrheit getarnten Betrug. Sowohl im Bereich der Pseudowissenschaft als auch in dem der Pseudoreligion werden Hypothesen auf Annahmen aufgebaut. Anschließend bemüht man sich, diese Thesen zu beweisen, anstatt nach der Wahrheit zu suchen. Doch wenn schon die Annahme verkehrt ist, wird auch kein sogenannter Beweis den Irrtum in Wahrheit verwandeln können.

Es hat Tradition, den Samstag als Sabbat zu bezeichnen. Das sorgt jedoch nicht dafür, dass diese Annahme der Realität entspricht. Die modernen Juden halten am Samstag Ruhetag. Das beweist, was schon viele jüdische Gelehrte bereits erklärt haben: Die Juden nutzen zur Bestimmung ihrer Feiertage nicht länger den biblischen Kalender.

Archäologie, Bibel und Astronomie weisen uns auf die Wahrheit hin: Der biblische Sabbat wurde durch den Luni-Solar-Kalender bestimmt, welcher wiederum auf der Bewegung des Mondes beruhte. Der Samstag ist also nicht der wahre Sabbat Jahuwahs aus 2. Mose 20,10 und der Sonntag nicht der echte Tag der Auferstehung Jahushuas. Beide sind Fälschungen, die von Satan als Ruhetage installiert wurden, um Jahuwah Ehre und Anbetung zu stehlen.

Doch diese Hinweise werden niemanden überzeugen können, dem die Wahrheit zu unbequem ist. Abraham Lincoln sagte einmal: „Wenn ein ehrlicher Mann einen Fehler macht und dann die Wahrheit hört, wird er entweder aufhören, diesen Fehler zu machen oder er wird aufhören, ehrlich zu sein.“ WLC appelliert hiermit dazu, alle Vorurteile beiseite zu legen. Setzt die Wahrheit an die erste Stelle! Folgt dem Lamm überallhin nach, wo es hingeht.

Es ist eure Entscheidung. Ihr habt die Hinweise vor euch. Was werdet ihr damit anfangen? Zum Abschluss einige Worte von Martin Luther King Jr.: „Die Feigheit fragt: Ist das auch sicher? Die Berechnung fragt: Ist das auch taktisch klug? Die Eitelkeit fragt: Ist es populär? Doch das Gewissen fragt: Ist es richtig? Es kommt eine Zeit, in der man eine Meinung vertreten muss, die weder sicher noch taktisch klug noch populär ist. Aber man muss sie vertreten, weil sie richtig ist.“


1 http://www.bbc.co.uk/history/british/empire_seapower/trafalgar_01.shtml Eig. dt. Übers.

2 “…sie wurde oft mit Venus assoziiert, der römischen Göttin der Liebe, der Schönheit und der Fruchtbarkeit. ‘Das englische Wort „Friday“ kommt vom altenglischen Begriff ‘Frīgedæg.’” (https://www.livescience.com/45432-days-of-the-week.html Eig. dt. Übers.)

3 Eviatar Zerubavel: The Seven Day Circle. S. 23; eig. Hervorheb. u. dt. Übers.

4 Ebd., S. 23-24; eig. Hervorheb. u. dt. Übers.

5 Robert L. Odom: Sunday in Roman Paganism. “The Pagan Planetary Week.” Eig. dt. Übers. Vgl.: http://4angelspublications.com/Books/SiRP/CHAPTER%201.pdf

6 eLaine Vornholt & Laura Lee Vornholt-Jones: Calendar Fraud. “Time’s Greatest Conspiracy Theory: The Continuous Weekly Cycle”. Eig. dt. Übers.

7 Encyclopædia Britannica. Stw.: „The Julian Calendar“. Eig. Hervorheb. u. dt. Übers.

8 eLaine Vornholt & Laura Lee Vornholt-Jones: Calendar Fraud. S. 31. Eig. dt. Übers.

9 Inscriptiones Latinæ Christianæ Veteres. Bd. 2, S. 118, #3033. Eig. dt. Übers.

10 eLaine Vornholt & Laura Lee Vornholt-Jones: Calendar Fraud. S. 31. Eig. dt. Übers.

11 Maimonides: Kiddusch Ha-hodesch. Tr. Mahler, 1889. Eig. dt. Übers.

12 The Universal Jewish Encyclopedia. „Holidays“, S. 410, eig. dt. Übers.

13 The Universal Jewish Encyclopedia. „Holidays“, Bd. X, Stw. „Week“, S. 482, eig. dt. Übers.

14 The Universal Jewish Encyclopedia. Stw. “Calendar,” S. 631, eig. dt. Übers.

15 The Jewish Encyclopedia. Stw. „Calendar“, eig. dt. Übers.

16 The Jewish Calendar; Changing the Calendar. www.torah.org; eig. dt. Übers.

17 Heinrich Graetz: History of the Jews. Bd. II, S. 563-564, eig. dt. Übers.

18 David Sidersky: Astronomical Origin of Jewish Chronology. Paris 1913, S. 651, eig. Übers.

19 Grace Amadon: Report of Committee on Historical Basis, Involvement, and Validity of the October 22, 1844, Position. Teil V, Sek. B, S. 17-18, eig. Hervorheb. u. dt. Übers.; Box 7, Ordner 1, Grace Amadon Collection, Center for Adventist Research, Andrews University, Berrien Springs, Michigan.

20 Ebd.

21 American Catholic Quarterly Review, Januar 1883; eig. dt. Üb.

22 The Ecclesiastical Review, Februar 1914; eig. dt. Üb.

23 Transkription und Audioaufnahme sind hier zu finden.

24 The Key Word Study Bible, King James Version. “Lexical Aids to the Old Testament.” Stw. „Mo’ed“ (#4150), eig. Übers.

25 Nelson’s Illustrated Bible Dictionary. Ed. 1986, eig. dt. Übers.

26 Weitere Informationen zur Funktionsweise des biblischen Kalenders sind hier und hier zu finden.

27 Detaillierte Informationen dazu hier in englischer Sprache: Arnold Bowen and Matthew Janzen: Weekly Sabbath Days Are Determined By The Moon.

28 eLaine Vornholt & Laura Lee Vornholt-Jones: The Great Calendar Controversy. S. 87. Eig. Übers.

29 Robert L. Odom: Sunday in Roman Paganism. S. 157. Eig. Übers.

30 eLaine Vornholt & Laura Lee Vornholt-Jones: Calendar Fraud. S. 44. Eig. Übers.

31 Detaillierte Informationen dazu hier in englischer Sprache: “When Was Christ Really Crucified?”

32 http://oceanservice.noaa.gov/facts/international-date-line.html Eig. Übers.

Eine genaue Untersuchung der Internationalen Datumsgrenze zeigt unwiderlegbar, dass es den modernen Wochenzyklus nicht kontinuierlich und ohne Unterbrechung seit der Schöpfung gab. Etwas anderes zu behaupten, würde bedeuten, sich – unter Ausschluss der Beweise – der Tradition und einer Vermutung zu beugen


Was ist die Internationale Datumsgrenze?

Die Internationale Datumsgrenze ist eine imaginäre Linie, die durch die Mitte des Pazifiks verläuft. Sie wurde offiziell1 1884 auf der Internationalen Meridiankonferenz in Washington D.C. gegründet, nur um zwischen den Tagen im gregorianischen Kalender zu unterscheiden.

Die Internationale Datumsgrenze funktioniert wie eine „Demarkationslinie“, die zwei aufeinanderfolgende Kalendertage trennt. Wenn du die Datumsgrenze überschreitest, wirst Du zu einer Art Zeitreisender. Überspringe sie westwärts und es ist ein Tag später, gehe wieder zurück, und du kommst „in die Ausgangszeit zurück“.2

Die Datumsgrenze folgt in weiten Teilen dem 180°-Meridian, der dem Greenwich-Meridian (dem Null-Meridian) in London, England3, gegenüberliegt. Diese Linie ist jedoch keineswegs gerade, da es mehrere künstliche Abweichungen gibt, um den politischen und wirtschaftlichen Zugehörigkeiten der umliegenden Gebiete Rechnung zu tragen. Ihre Lage ist rein willkürlich, nur aus Fragen der Zweckmäßigkeit gewählt und hat keinerlei natürlichen Bezug.

„Für den Verlauf [der Internationalen Datumsgrenze] wurde die 180-Grad-Linie gewählt, da diese durch den offenen Ozean in der Mitte des Pazifiks verläuft und sich nur einige „Zick-Zacks“ um die nahe gelegenen Länder ergeben, die sich ihren eigenen Tag und ihr eigenes Datum geben. So war die Wahl der 180°-Marke frei gewählt, aber ihre Festlegung ist bis heute fest etabliert.“4

„Die Internationale Datumsgrenze kann überall verlaufen […]. Aber es ist am einfachsten – ausgehend vom englischen Greenwich-Meridian – dafür die 180°- Linie zu nutzen. Auch ist es ein Glücksfall, dass dieses Gebiet weitgehend vom unbewohnten Meer bedeckt ist. Aber es gibt auch hier „so einige Zacken“, um den örtlichen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.“5

Die Datumsgrenze offenbart die Täuschung! (Besonders lesenswert für STA´s) image

„Der 180°-Meridian wurde als Internationale Datumsgrenze gewählt, weil er meist durch den dünn besiedelten Zentralpazifik verläuft. Dazu kam es 1884 auf der internationalen Meridiankonferenz in Washington D.C., an der 26 Länder teilnahmen.“
(https://www.timeanddate.com/time/dateline.html, abgerufen am 20. Mai 2017.)

Die Internationale Datumsgrenze (IDG) – Zusammenfassung:

Was ist die Luni-Solar-Datumsgrenze?

Die Luni-Solar-Datumsgrenze ist die Demarkationslinie, die auf der Erde durch Sonne und Mond bei der Luni-Solar-Konjunktion festgelegt wird.6 Dieses Phänomen findet zu Beginn jedes Mondzyklus statt und ist berechenbar. Im Gegensatz zur künstlichen Datumsgrenze ist sie nicht von Menschen erdacht, sondern basiert auf den Bewegungen der Himmelskörper, wie es Jahuwah beabsichtigte.

„Und Gott (Elohim) sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten [= Anbetungszeiten7] und der Tage und Jahre“. (1. Mose 1, 14.)

Beachte: Der Mosetext lautet nicht

„Und Gott (Elohim) sprach: Eine Gruppe von Menschen schaffe (etwa 6.000 Jahre später) nach eigenem Ermessen eine imaginäre Linie, um den Tag von der Nacht zu scheiden und sie soll als Zeichen dienen zur Bestimmung der Zeiten [=Anbetungszeiten] und der Tage und Jahre.“

Die Luni-Solar-Datumsgrenze ist bemerkenswert, weil sie es uns ermöglicht, zwischen den Kalendertagen ohne Zuhilfenahme menschlicher Erfindungen (wie z.B. der IDG) zu unterscheiden.8 Wenn man den Neumondtag als Beginn der Morgendämmerung nach der Luni-Solar-Konjunktion betrachtet, ist die ganze Welt nicht nur in der Beobachtung der Feste und Sabbate, sondern jeden Tag vereint. Das heißt, dass jeder Bewohner der Erde seinen Tag im gleichen 24-Stunden-Zeitraum beginnt.

Wie funktioniert die Luni-Solar-Datumsgrenze?

Die erste Morgendämmerung nach der Luni-Solar-Konjunktion markiert den Beginn der Datumsgrenze. Die Morgendämmerung bewegt sich dann von diesem Punkt an vorwärts und „bringt den Neumondtag in die Welt“. Danach folgen sechs Arbeitstage und darauf der siebente Tag, der Sabbat (Mondsabbat). Die Datumsgrenze Jahuwahs, die man auch als „Dämmerungslinie“ bezeichnen könnte, ändert sich geografisch von einer Lunation zur nächsten. Doch wenn der Neumondtag im Morgengrauen nach der Konjunktion beginnt, kann jeder auf der Erde seinen Tag innerhalb desselben Zeitraumes von 24 Stunden beginnen. Daraus folgt, dass eine künstliche, vom Menschen gemachte Einteilung überhaupt nicht erforderlich ist.

Wären die Festtage des Vaters und sein Kalender nie vergessen worden, gäbe es keinen Grund, sich eine künstliche Datumsgrenze auszudenken.

Wie schneiden beide Datumsgrenzen im Vergleich miteinander ab?

(1a) Basiert die Internationale Datumsgrenze (IDG) auf einem beobachtbaren Phänomen?

Nein. Die IDG ist zu 100 % imaginär und willkürlich.

(1b) Basiert die Luni-Solar-Datumsgrenze (LSDG) auf einem beobachtbaren Phänomen?

Ja. Ihre Basis bilden die Bewegungen der Himmelskörper laut 1. Mose 1,14.

(2a) Kann die IDG von Menschen verändert werden?

Ja, Menschen haben die IDG mehrmals aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen verschoben.

(2b) Kann die LSDG vom Menschen verändert werden?

Nein. Da die LSDG von den Himmelskörpern bestimmt wird, ist sie für den Menschen unerreichbar. Sie steht unter direkter Aufsicht des Vaters Jahuwah, der „die Erde durch Weisheit gegründet und die Himmel durch Einsicht befestigt hat“. (Sprüche 3,19.)

(3a) Wer hat die IDG erschaffen?

Die IDG wurde von einem Komitee von Männern Washington D.C. erdacht.

(3b) Wer hat die LSDG erschaffen?

Die LSDG wurde von Jahuwah etabliert. Sie wird vom Beginn eines jeden Mondumlaufes (Lunation) durch die Bewegung der Himmelskörper (gemäß 1. Mose 1, 14) bestimmt.

(4a) Wann wurde die IDG etabliert?

Die IDG wurde 1884 festgelegt.

(4b) Wann wurde die LSDG etabliert?

Die LSDG wurde bei der Schöpfung durch die Anordnung von Sonne und Mond etabliert.

Was meinst du? Welche Datumsgrenze bestätigt der Himmel?

Internationale Datumsgrenze (IDG)

Luni-Solar-Datumsgrenze (LSDG)

Imaginär und willkürlich.

Real. Sie wird objektiv durch beobachtbare phänomene am Himmel bestimmt.

Kann von Menschen verändert werden. (Die IDG wurde mehrmals aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen verschoben.)

Kann nicht von Menschen verändert werden. (Da die LSDG von den Himmelskörpern bestimmt wird, ist sie außerhalb der menschlichen Reichweite. Sie steht unter direkter Aufsicht des Vaters Jahuwah.

Erdacht von einem Komitee von Männern, die sich in Washington D.C. trafen.

Vom Schöpfer ins Dasein gebracht. Die LSDG ergibt sich zu Beginn jedes Mondumlaufes gemäß 1. Mose 1,14 durch die Bewegungen der Himmelskörper.

Wurde 1884 etabliert.

Wurde bei der Schöpfung etabliert .


Aufwachen…

Die Halbwahrheiten und Lügen, die in den offiziellen Kirchen verkündet werden, bringen heute viele zum Aufwachen und diese Menschen vertrauen den Zusagen der Thora neu. Sie erhalten neues Licht über die Gültigkeit der Festtage des Schöpfers und kehren zu einem abgesonderten Leben und der Einhaltung dessen, was Jahuwah befohlen hat, zurück. Oft wird jedoch übersehen, dass der Kalender, der zur Berechnung der Festtage verwendet wird, nicht nur irreparabel heidnisch, sondern auch von der Internationalen Datumsgrenze abhängig ist. Das ist ein großes Problem für die, die sich dazu bekennen, sich allein an die Schrift zu halten. Es ist völlig inkonsequent, offen den Leitsatzes sola scriptura9 zu bekennen und zu verkünden, während man Jahuwahs Festtage von dem modernen Kalender mit seiner IDG abhängig macht. Halte einmal eine Minute inne und denke darüber nach! Wie können die Sabbate und die jährlichen Feste von einer 130-jährigen, künstlichen Erfindung abhängig sein?

Die Datumsgrenze offenbart die Täuschung! (Besonders lesenswert für STA´s) image

Es ist völlig inkonsequent, offen den Leitsatzes sola scriptura zu bekennen und zu verkünden, während man Jahuwahs Festtage von dem modernen Kalender mit seiner IDG abhängig macht.“

Die STA´s und die Internationale Datumsgrenze: Eine totale kognitive Diskrepanz

Die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adventisten ist reich mit biblischer Wahrheit gesegnet worden. Insbesondere hat sie der Heiligung des Sabbats wieder enorme Bedeutung zugemessen. Doch leider hat sie die Fülle der Drei-Engels-Botschaft, sowie das zunehmende Licht der biblischen Datierung entschieden abgelehnt. Folglich klammert sie sich weiterhin blind an die einseitige Theologie der Erhöhung des päpstlichen, gregorianischen Samstags, der von der künstlichen IDG aus bestimmt wird, während sie sich zur Schrift als einzige Grundlage des Glaubens und der Pflicht bekennt.

Ein genauerer Blick auf die STA-Lehrmeinung

Falls du ein STA bist, bitten wir dich inständig, innezuhalten und einen Moment darüber nachzudenken: Wenn der letzte Konflikt sich lediglich um Samstag oder Sonntag drehen soll, wie kann es dann sein, dass der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Tagen eine imaginäre Grenze ist, die von einer Gruppe von Männern 1884 in Washington D.C. entworfen wurde?Die Datumsgrenze offenbart die Täuschung! (Besonders lesenswert für STA´s) image

Siebenten-Tags-Adventisten behaupten leidenschaftlich, dass der Samstag der biblische Sabbat (das Siegel Jahuwahs) ist und dass der Sonntag der heidnische Tag der Anbetung (das Malzeichen des Tieres) ist. Dabei ignorieren sie die Tatsache, dass allein die von Menschen gemachte Datumsgrenze diese beiden Tage voneinander trennt. Sie erkennen die Wichtigkeit des Sabbats und den schwerwiegenden Irrtum, den heidnischen Sonn(en)tag zu erhöhen, an. Doch gleichzeitig erlauben sie Menschen, das Ende des siebenten Tages und den Beginn des folgenden Tages durch die IDG zu bestimmen. Das ergibt keinen Sinn. Der einzige Unterschied zwischen dem „Siegel Jahuwahs“ und dem „Malzeichen des Tieres“ in der STA-Lehrmeinung ist die künstliche Datumsgrenze. Falls du ein STA bist, bitten wir dich inständig, innezuhalten und einen Moment darüber nachzudenken: Wenn der letzte Konflikt sich lediglich um Samstag oder Sonntag drehen soll, wie kann es dann sein, dass der einzige Unterschied zwischen ihnen eine imaginäre Grenze ist, die von einer Gruppe von Männern in Washington D.C. entworfen wurde? Und wenn der Samstag der ursprüngliche Sabbat der Heiligen Schrift sein soll, warum ist dann seine Datierung auf eine Erfindung von 1884 zurückzuführen?

Falls du ein STA bist, bitten wir dich inständig, innezuhalten und einen Moment darüber nachzudenken: Wenn der letzte Konflikt sich lediglich um Samstag oder Sonntag drehen soll, wie kann es dann sein, dass der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Tagen eine imaginäre Grenze ist, die von einer Gruppe von Männern 1884 in Washington D.C. entworfen wurde?

In Bewegung

Die Internationale Datumsgrenze (IDG) wurde seit ihrer Einführung mehrmals aus Gründen der Zweckmäßigkeit verlegt. Doch nicht nur das! Auch die inoffizielle10 Behelfslinie, die der IDG vorausging, wurde mindestens zweimal verschoben:

1888 depiction of the International Date Line

Der Verlauf der provisorischen Datumslinie nach der Alaska-Anpassung im Jahr 1867 unter Vernachlässigung der philippinischen Anpassung von 1844/45, siehe Veröffentlichung in der 4. Auflage (1885-90) von Meyers Konversationslexikon (Längengrade wurden aus den Meridianen von Ferro und Paris berechnet) Quelle: https://www.staff.science.uu.nl/~gent0113/idl/idl_philippines.htm

Die Philippinen: Im Jahr 1844 entfernten die Philippinen (zusammen mit den Marianen, Guam und den Karolinen) Dienstag (den 31. Dezember) aus ihrem Kalender und verschoben die IDG nach Osten. Folglich wurde aus dem Tag, der ein Freitag werden sollte, ein Samstag und der Tag, der Samstag werden sollte, ein Sonntag. Die STA´s auf den Philippinen ignorierten dieses Phänomen jedoch völlig, indem sie am „neuen“ Samstag Gottesdienst feierten und damit prahlten: „Unser Sabbat ist der neutestamentliche Sabbat!“11 Normalerweise müsste, nach STA-Lehrmeinung, derjenige, der den Sonntag (den ehemaligen Samstag) würdigt, Gefahr laufen, das „Malzeichen des Tieres“ zu erhalten. Das ganze Konstrukt ist also völlig unlogisch und inkonsequent. Wie soll ein ehrlicher Wahrheitssucher weiterhin an der falschen Theorie des kontinuierlichen Wochenzyklus festhalten, wenn er solche Beweise für das Gegenteil hat?

Der Verlauf der provisorischen Datumslinie nach der Alaska-Anpassung im Jahr 1867 unter Vernachlässigung der philippinischen Anpassung von 1844/45, siehe Veröffentlichung in der 4. Auflage (1885-90) von Meyers Konversationslexikon (Längengrade wurden aus den Meridianen von Ferro und Paris berechnet) Quelle: https://www.staff.science.uu.nl/~gent0113/idl/idl/idl_philippines.htm

Alaska: Als die Vereinigten Staaten 1867 Alaska von Russland kauften, wurde die provisorische Linie nach Westen verlegt. Folglich erlebte Alaska zwei aufeinanderfolgende Freitage.

„Auf Veranlassung des US-Außenministeriums genehmigte der US-Senator William Seward am 09. April 1867 den Kauf Alaskas von Russland für 7’200’000 Dollar. Am 18. Oktober desselben Jahres wurde dort die Flagge der Vereinigten Staaten gehisst und man nennt den Tag bis heute Alaska-Tag. Zeitgleich mit dem Eigentümerwechsel wurde die IDG nach Westen verschoben und Alaska wechselte vom julianischen zum gregorianischen Kalender. Für die Bewohner folgte auf Freitag, den 06. Oktober 1867, Freitag, der 18. Oktober 1867! Es gab also aufgrund der Datumsgrenzverschiebung zwei Freitage in Folge.“12

Das bedeutet, dass der Tag, der ein Samstag werden sollte, ein Freitag und der Tag, der ein Sonntag werden sollte, ein Samstag wurde! Wenn du die Sache durchdenkst, kommst du zu folgendem Schluss: Die Menschen, die heute am Samstag Gottesdienst halten, tun das an einem Tag, der vor nur 150 Jahren noch ein Sonntag war! Die Auswirkungen dieser Umstände sind auch hier beträchtlich. Denn die Lehrmeinung der STA beharrt nach wie vor darauf, dass Sonntaghalter letztlich das Malzeichen des Tieres tragen werden. Wie kann es sein, wenn noch vor 150 Jahren ihr Tag der Anbetung, also der Samstag, der Sonntag war? Die Integrität erfordert es, dass die Gläubigen diesen unglaublichen Irrtum anerkennen, der in der Nachrangigkeit bzw. Unterstellung Jahuwahs heiliger Tage unter die menschengemachte Datumsgrenze besteht.

Samoanische Inseln und Tokelau: 1892 wurde die IDG in den Westen der Samoanischen Inseln verlegt. Dies hatte zur Folge, dass es Montag, den 4. Juli 1892, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf den Inseln gab. 119 Jahre später, im Jahr 2011, verlagerte Samoa die Datumsgrenze zurück nach Osten, indem es Freitag, den 30. Dezember, aus dem Kalender nahm. Tokelau, eine zu Neuseeland gehörende Insel in der Nähe, machte die Umstellung ebenfalls mit. Heute verläuft die IDG zwischen den Inseln Samoa und Amerikanisch-Samoa.

Die Mehrheit der STA´s hält den Gottesdienst jetzt am neuen Sonntag, da, wie sie sagen, für sie der kontinuierliche Wochenzyklus entscheidend sei. Sie ignorieren jedoch die Tatsache, dass die Umstellung in Samoa nur in die Kalenderwoche zurückführt, die es 1892 schon gab. Dies alles ist völlig unsinnig und macht wieder einmal den Trugschluss deutlich, zu behaupten, dass die moderne Woche bei der Schöpfung entstand und sich seitdem kontinuierlich und ununterbrochen wiederholt hat.

Laut STA-Lehrauffassung müssen in Samoa das Siegel Jahuwahs (die Beachtung des Sabbats am 7. Tag) und das Malzeichen des Tieres (die Beachtung des Sonntags) ein und dasselbe sein. Dies allein sollte ausreichen, um ehrliche STA´s dazu zu bringen, das Paradigma, die grundsätzliche Herangehensweise an dieses Thema, neu zu beurteilen. (Leseempfehlung: „Die Änderung der IDG: Der Sabbat unverändert?“)

Kwajalein Atoll: 1993 entfernte Kwajalein (eine der Marshallinseln) den 21. August aus dem Kalender, so dass die IDG nach Osten verschoben wurde. Dies brachte Kwakalein wieder in Harmonie mit den anderen benachbarten Inseln, die bis dato immer einen anderen Tag hatten.

Ost-Kiribati: 1995 verlagerte Kiribati die IDG aus „administrativen Gründen“ nach Osten.13 (Davor wurde die Republik Kiriwati durch die Datumsgrenze getrennt.)

Moderne „Juden“ geben zu, dass es ein Problem gibt

Im modernen Judentum gibt es vier Hauptmeinungen14 darüber, wo die Datumsgrenze liegen soll:

  1. 90° östlich von Jerusalem
  2. 180° östlich von Jerusalem
  3. Im Mittelpazifik, ähnlich der IDG
  4. Keine spezifische Datumslinie, Datierung anhand der Praxis der Einheimischen

Kein echter Wahrheitssucher sollte sich an der irgendeiner Praxis der aschkenasischen „Juden“ orientieren. Die Tatsache aber, dass es überhaupt eine Debatte unter den selbsternannten Rabbinern gibt, ist ein Hinweis darauf, dass es hier um ein viel größeres Problem geht.

Die Patriarchen und Propheten

Wie sind nun die Patriarchen und Propheten mit der Zeit umgegangen? Sollten wir glauben, dass Jahuwahs Volk vor und nach der Sintflut eine imaginäre Zick-Zack-Linie inmitten des heutigen Pazifiks nutzte, um Sabbate und Feiertage zu bestimmen? Das ist einfach absurd! Erinnern wir uns: Die moderne Datumsgrenze wurde im Jahr 1884 von Männern geschaffen, um weltlichen Gewinn zu erzielen.

Noahs Nachkommen

Bedenke einmal folgende Situation: Als Noahs Familie nach der Sintflut wieder zu wachsen begann und die Erde bevölkerte, zogen einige gen Osten, andere gen Westen. Irgendwann hätten sich die beiden Gruppen auf der anderen Seite der Welt wieder getroffen.15 Hätten Noahs Nachkommen den kontinuierlichen Wochenzyklus beachtet, würden sie beim Zusammentreffen einen Kalendertag auseinander gelegen haben: Die eine Gruppe würde den sechsten, die andere den siebenten Tag beachten. Der Grund dafür ist folgender: Die, die nach Osten in Richtung aufgehender Sonne reisten, begannen ihre Tage früher, während die, die nach Westen in Richtung untergehender Sonne reisten, ihre Tage später begannen. Wenn sich die beiden Gruppen auf der anderen Seite der Welt getroffen hätten, würden die, die nach Osten reisten, einen Tag früher als die anderen ankommen. Wer würde also Recht haben? Wessen Kalender wäre korrekt gewesen? Die Antwort: Wenn beide einen Kalender mit einem kontinuierlichen Wochenzyklus genutzt hätten, würden sie beide richtig liegen, was nicht möglich ist. Dies deckt erneut die ganze Tragweite des Problems in der Anwendung des modernen Kalendersystems mit seiner durchlaufenden Woche auf.

Frage: Woran orientierten sich Jahuwahs Männer und Frauen der Antike, wenn sie nicht den modernen, gefälschten Kalender zur Bestimmung der Tage verwendeten?

„Und [Elohim] sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre.“ (1. Mose 1,14.)

Antwort: Sie benutzten die Luni-Solar-Datumsgrenze, die jede Lunation durch die „Lichter an der Himmelsausdehnung“ bestimmt. Wenn irrende Menschen nicht den „Himmelskalender“ aufgegeben und die Festtage Jahuwahs vernachlässigt hätten, wäre die falsche Datumsgrenze nie nötig gewesen. Die IDG ist das Ergebnis einer offenen Rebellion gegen den Himmel.

Eine Herausforderung für alle Samstaghalter (einschließlich Lehrer und Prediger:

Die Datumsgrenze offenbart die Täuschung! (Besonders lesenswert für STA´s) imageFrage: Wie kann man einen Samstag-Sabbat beachten, ohne die künstliche IDG zu nutzen?

Antwort: Du kannst es nicht. Es ist unbestritten unmöglich, den römisch-päpstlichen gregorianischen Kalender zu benutzen, ohne auch die künstliche Datumsgrenze zu verwenden. Denn genau diese Linie bestimmt, wann die Tage wechseln und welche Tage heilig oder gewöhnlich sind. Das macht vielleicht keinen Unterschied bei den institutionellen Sonntagsgemeinden, die lehren, das Gesetz sei ans Kreuz genagelt worden. Für die aber, die um Jahuwahs Dinge eifern und den ewigen Wert seiner Sabbate und Festtage erkennen, macht es einen riesigen Unterschied aus.

Wenn wir dem Vater kompromisslos dienen wollen, müssen wir es seinem Wort erlauben, dass allein darüber zu entscheiden, was heilig oder gewöhnlich ist. Der „Kalender des Himmels und seine Datumslinie“ zeigen uns, wie die Sabbate und Festtage fallen. Eine künstliche und betrügerische Linie, die seit 130 Jahren im Zick-Zack durch den Pazifik verläuft, tut es nicht.

Stelle Fragen

Wenn du ein Samstaghalter bist, frage doch deinen Prediger: „Wie können wir konsequent einen Samstag-Sabbat halten, ohne die 130-jährige künstliche Datumsgrenze in die Festlegung einfließen zu lassen?“ Wenn er ehrlich ist, muss er zugeben, dass das nicht möglich ist. Die Welt kann nicht durch die Nutzung eines gregorianischen Tages oder Datums vereint werden, ohne dass die IDG nicht dabei beachtet wird. Der Logik halber stellt sich dann folgende Frage: „Wie kann der Samstag der vom Himmel geweihte siebente Tag, also der Sabbat, sein? Wenn der Tag wichtig ist, dann spielt auch die Methode, nach der dieser Tag bestimmt wird, eine große Rolle. Hier kann man nicht auf beiden Seiten hinken. Wenn der Sabbat, der siebente Tag, für unseren Vater im Himmel von höchster Bedeutung ist, ist es völlig unangebracht, für die Bestimmung seines Beginns und seines Endes ein von weltlichen Männern erdachtes System (IDG) einzusetzen.


Stelle Fragen

Wenn du ein Samstaghalter bist, frage doch deinen Prediger: „Wie können wir konsequent einen Samstag-Sabbat halten, ohne die 130-jährige künstliche Datumsgrenze in die Festlegung einfließen zu lassen?“ Wenn er ehrlich ist, muss er zugeben, dass das nicht möglich ist. Die Welt kann nicht durch die Nutzung eines gregorianischen Tages oder Datums vereint werden, ohne dass die IDG nicht dabei beachtet wird. Der Logik halber stellt sich dann folgende Frage: „Wie kann der Samstag der vom Himmel geweihte siebente Tag, also der Sabbat, sein? Wenn der Tag wichtig ist, dann spielt auch die Methode, nach der dieser Tag bestimmt wird, eine große Rolle. Hier kann man nicht auf beiden Seiten hinken. Wenn der Sabbat, der siebente Tag, für unseren Vater im Himmel von höchster Bedeutung ist, ist es völlig unangebracht, für die Bestimmung seines Beginns und seines Endes ein von weltlichen Männern erdachtes System (IDG) einzusetzen.


Ergreife die Wahrheit

Da deine Augen über den Betrug des modernen Kalenders geöffnet wurden, liegt es an dir, entweder zu gehorchen (und anzufangen, den Kalender des Himmel zu studieren und zu beachten) oder deine Ohren und Augen hartnäckig zu verschließen und dich vom Licht wieder abzuwenden. Wirst du dein Kreuz aufnehmen und dem Lamm folgen, wohin es auch geht? Oder wirst du vor der Einladung zurückschrecken und zur Selbstgefälligkeit und Dunkelheit zurückkehren, von wo aus du gerufen wurdest? Es ist unser Gebet, dass du den Geist von Laodizea abschüttelst und aus Babylon fliehst, so lange noch Zeit dazu ist.

Mach bitte nicht den Fehler, zu denken, dass man auf der sicheren Seite ist, wenn man sich der Mehrheit anschließt. Dein Prediger kann sich dafür entscheiden, in der Dunkelheit zu bleiben. Deine Gemeinde kann den Komfort einer Kapelle dem Tragen des Kreuzes vorziehen. Jeder, den du kennst, kann den „Spätregen“ und das zunehmende Licht des Wissens über den Kalender des himmlischen Vaters ablehnen. Das alles entbindet dich jedoch nicht von deiner Verantwortung, die Wahrheit anzunehmen. Jahuwah hat es dir mitgeteilt. Unfassbare Segnungen warten auf diejenigen, die vertrauen und gehorchen.

„Aber der Pfad der Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.“ (Sprüche 4,18.)


Ähnliche Inhalte:


1 “Die Internationale Datumsgrenze wurde erst in den 1880er Jahren offiziell festgelegt, aber die Notwendigkeit, eine solche zu etablieren und den fehlenden Tag anzupassen, war schon Magellans Besatzung klar geworden, als sie 1519 bis 1521 als erste die Welt umsegelte.“ (James F. Petersen, Dorothy Sack, Robert E. Gabler in Physical Geography. 11. Aufl., 4. Februar 2016, S. 34. http://tinyurl.com/kps2efn, abgerufen am 11. Mai 2017.)

2 National Oceanic and Atmospheric Administration, http://www.livescience.com/44292-international-date-line-explained.html , abgerufen am 29. April 2017..

3 Der Greenwich-Meridian (primärer Längengrad) wurde 1851 von Sir George Biddell Airy, einem englischen Mathematiker und Astronomen, festgelegt. Nach dem Greenwich-Meridian richtet sich heute die gesamte universale Zeit. Die Wahl Greenwich´s als Ausgangspunkt für die gemessene Zeit „war willkürlich. Sie basierte mehr auf Stolz und Bequemlichkeit.“ (http://www.livescience.com/44292-international-date-line-explained.html, abgerufen am 29. April 2017.)

4 http://www.livescience.com/44292-international-date-line-explained.html, abgerufen am 29. April 2017.

5 Astronomical Applications Department oft he U.S. Naval Observatory, http://aa.usno.navy.mil/faq/docs/international_date.php, abgerufen am 8. Mai 2017..

6 Die Sonne bringt aufgrund ihrer etwas schnelleren Bewegung gegenüber dem Mond jeden Tag etwa 12,2° hinter sich. Sie lässt ihn dann hinter sich, so dass sie sich erst wieder nach 29,5 Tagen treffen und so einen vollen Kreis (12,2° x 29,5 x 360°) „gelaufen“ sind. Die Mond-Sonnen-Konjunktion ist genau der Moment, bei dem die Sonne wieder in einer Linie mit dem Mond steht (im gleichen Himmelslängengrad), bevor sie sich zu Beginn des nächsten Mondzyklus wieder vor dem Mond bewegt. Die Konjunktionszeit wird oft als „astronomischer Neumond“ bezeichnet.

7 Das Wort, das in 1. Mose 1,14 mit „Zeiten“ wiedergegeben wird, ist mo’ed. „Mo’ed wird im weitesten Sinne für alle religiösen Versammlungen verwendet. Es steht im engen Zusammenhang mit der Stiftshütte[…]. [Jahuwah] traf dort Israel zu bestimmten Zeiten, um seinen Willen zu offenbaren. Es ist ein gebräuchlicher Begriff für die Gottesdienstzeiten des Volkes [Jahuwas]“. (Vgl. Lexical Aids to the Old Testament,“ Hebrew-Greek Key Word Study Bible. S. 1626; eig. dt. Übers.)

8 Während wir moderne Techniken verwenden, um genau zu bestimmen, wann die Konjunktion stattfinden wird (wir bedienen uns nicht der künstlichen Datumsgrenze) sollten wir dafür lieber wie damals die Himmelskörper nutzen, wie es uns in 1. Mose 1,14 empfohlen wird. Unsere Vorfahren in der Antike waren viel klüger und mit den natürlichen Gegebenheiten vertrauter, als wir es heute sind. Dies wird durch unzählige alte Objekte auf der ganzen Welt belegt, mit denen man Finsternisse, Tag-und-Nacht-Gleichen, Sonnenwenden usw. genau vorhersagen konnte. Folglich konnten sie auch dieses Phänomen genau prognostizieren.

9Sola Scriptura!“ war ein Ausruf der Reformation. Es ist ein lateinischer Ausdruck und bedeutet: „Allein die Schrift!“

10 „Die Notwendigkeit einer Datumsgrenze wurde von Geographen des 13. Jahrhunderts thematisiert, die sich fragten, warum Weltumsegler nach Fahrtrichtung – paradoxerweise – entweder ein Datum gewinnen oder verlieren würden… Verschiedene Päpste und Reiche gaben später Kalenderdatumsgrenzen nach ihren Bedürfnissen bekannt.“ (The Jerusalem Post. Hervorhebung hinzugefügt. http://www.jpost.com/Jewish-World/Judaism/Ask-the-rabbi-a-matter-of-time-167236, abgerufen am 18. Mai 2017.).

11 http://adventist.ph/philippines-profile, abgerufen am 8.Mai 2017.

12 https://en.wikipedia.org/wiki/Department_of_Alaska abgerufen am 14. Oktober 2018 (siehe Anmerkungen Punkt 4).

13 BBC News zitiert Michael Walsh, den Generalkonsul Kiribatis in Großbritannien, http://www.bbc.com/news/world-13334229, abgerufen am 13. Mai 2017.

14 http://www.chabad.org/library/article_cdo/aid/1736567/jewish/The-Sabbath-the-International-Date-Line-and-Jewish-Law.htm, abgerufen am 18. Mai 2017; nicht in der deutschen Variante.

15 Die erwähnte Äußerung muss sich nicht auf eine Kugel beziehen. Wenn zwei Gruppen am gleichen Ausgangspunkt starten und sich auf einer flachen Erde in entgegengesetzte Richtungen bewegen, wird sich ihr Datum um einen Tag voneinander unterscheiden, wenn sie sich auf der anderen Seite treffen. „Der Grund dafür ist, dass die, die nach Osten in Richtung aufgehender Sonne reisen, ihre Tage früher beginnen, während die, die nach Westen in Richtung untergehender Sonne reisen, ihre Tage später beginnen.“ Ähnliche Inhalte oder Illustrationen: https://www.worldslastchance.com/flat-earth/countless-explores-have-circumnavigated-the-globe.html

Neue Erkenntnisse haben in den letzten Jahren darauf hingewiesen, dass der biblische Tag, und damit auch der Sabbat, mit dem Morgengrauen beginnt. Doch auch die Chronologie der Ereignisse, die mit dem Tod und dem Begräbnis verbunden sind, zeigen, dass für die Juden zur Zeit Jahushuas den Sabbat bei der Morgendämmerung begann.

coup de grâceHast du schon einmal von dem Begriff Coup de Grâce gehört? Damit ist ein Gnadenstoß oder Gnadenschuss gemeint, also eine schnelle Hinrichtungsmethode.

Dieser Begriff stammt aus einer Zeit, in der die medizinischen Verhältnisse unter Soldaten viel zu wünschen übrigließen. Wenn ein sterbender Kamerad sich beim Tod nur noch besonders quälen würde, versetzten ihm die anderen einen Gnadenstoß oder Gnadenschuss, um seine Schmerzen abzukürzen. Heutzutage verstehen wir unter diesem Begriff auch „eine Handlung oder ein Ereignis, dass etwas beendet oder vernichtet, dessen Zustand immer schwächer oder schlimmer wird.“ (1)

Es gibt eine These, die besagt, dass der Sabbat eine 24 Stundenperiode umfasst und von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang dauert. Doch die Argumentationsgrundlage dafür wird immer dünner und schwächer. Man hat sich dabei immer auf 3. Mose 23, Vers 32 berufen. Doch man hat diesen Text aus dem Zusammenhang gerissen. Er bezieht sich nämlich nicht auf den siebenten Wochentag im Allgemeinen.

Der biblische Bericht über den Tod und das Begräbnis Jahushuas versetzt der These über einen Sabbat von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang sozusagen den Gnadenstoß. Diese wichtige Chronologie zeigt ganz deutlich, dass der Sabbat am Morgen und nicht bei Sonnenuntergang beginnt.

CHRONOLOGIE

Der Tod Jahushuas:

„Und um die neunte Stunde rief Jahushua mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« […] Jahushua aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf.“ (Matthäus 27,46.50.)

Vor der Erfindung mechanischer Uhren teilte man die Tageslichtstunden in 12 Segmente ein. Jahushua stellte die Frage: „Hat der Tag nicht zwölf Stunden?“ (Johannes 11,9.) Niemand bestritt damals diese Tatsache. Denn alle seine Zuhörer kannten Sonnenuhren und wussten, dass der Tag mit der Morgendämmerung beginnt. Im Winter waren diese Stunden kürzer als im Sommer. Dennoch waren es immer 12 Stunden.

Am Passahdatum, dem 14. Abib, verstarb Jahushua etwa um die neunte Stunde. Das entspricht ungefähr 15 Uhr. Aufgrund der Jahreszeit, nämlich kurz nach der Frühjahrestagundnachtgleiche, war es sogar etwas später als 15 Uhr. Wer darauf besteht, dass der Sabbat bei Sonnenuntergang beginnt, glaubt, dass Jahushua noch vor dem Zeitpunkt, an dem die Sonne hinter dem Horizont verschwand, vom Kreuz abgenommen und begraben wurde. Zu dieser Zeit des Jahres geht die Sonne in Jerusalem zwischen 18:59 Uhr und 19:19 Uhr unter. Eine sorgfältige Untersuchung zeigt jedoch, dass man innerhalb dieser vier Stunden unmöglich all das hätte erledigen können, was in der der Heiligen Schrift beschrieben worden ist.

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Jahushua verstarb kurz nach 15 Uhr.


Die Bitte um Herausgabe des Leichnams

„Als es nun Abend geworden war, kam ein reicher Mann von Arimathia namens Joseph, der auch ein Jünger Jahushuas geworden war. Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jahushuas.“ (Matthäus 27,57-58.)

Es gibt zwei biblische Passagen, die ausdrücklich zeigen, dass ein Tag mit der Morgendämmerung beginnt. Der Bericht über die Kreuzigung und Grablegung ist eine davon. Doch durch Tradition und Fehlübersetzungen wird über diesen Falt leicht hinweggegangen.

Tradition: Traditionell nehmen die Christen an, im ersten Buch Mose Kapitel 1 würde ein Tagesbeginn bei Sonnenuntergang gelehrt werden. Dabei stützt man sich auf die Formulierung: „Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste [bzw. der zweite, der dritte usw.] Tag.“ (1. Mose 1,5.) Doch man muss diesen Text im Zusammenhang betrachten. Im 1. Kapitel der Genesis sehen wir, womit Jahuwah den ersten Tag begann: Mit der Erschaffung des Lichtes! „Und Gott (Elohim) sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis. Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag.“ (1. Mose 1,3-5.)

Zuvor war die Erde dunkel, wüst und leer. Der erste Schöpfungstag begann dann mit dem Befehl Jahuwahs: „Es werde Licht!“ Als nächstes trennte er das Licht von der Finsternis und gab den zwei Dingen, die er da gerade getrennt hatte, Namen. Und Jahuwah nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Wenn nun darauf bestehen würden, das ein Tag mit der Dunkelheit beginnt, fügen wir etwas zusammen, was Jahuwah getrennt hat.

Die Formulierung „Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag.“ muss in folgendem Kontext verstanden werden: Am Tag ist es hell und der Nacht ist es dunkel.

Das Wort, was hier mit „Abend“ übersetzt wurde kommt von dem hebräischen Wort ereb.

Dieses Wort repräsentiert die Zeit, die kurz vor Sonnenuntergang beginnt und auf den Sonnenuntergang folgt. Die Formulierung „es wurde Abend“ bezeichnet also die Phase zwischen Sonnenuntergang und vollständiger Dunkelheit, also die Abenddämmerung, das Zwielicht. (2)

Das Licht beherrscht den Tag. Die Dunkelheit herrscht in der Nacht.

Fehlübersetzung: Den zweiten Bibeltext, der darauf hinweist, dass ein Tag nicht bei Sonnenuntergang beginnt, finden wir in dem Bericht über das Begräbnis Jahushuas. Josef von Arimathia ging zu Pilatus und bat ihn den Leichnam. „Als es nun Abend geworden war, kam ein reicher Mann von Arimathia namens Joseph […]. Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jahushuas.“ (Matthäus 27,57-58.)

In dieser kurzen Passage liefert uns Matthäus einen überzeugenden Hinweis darauf, dass der Sabbat nicht bei Sonnenuntergang beginnen kann. Lesen wir den Text noch einmal: „Als es nun Abend geworden war, kam ein reicher Mann von Arimathia namens Joseph […]. Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jahushuas.“ (Matthäus 27,57-58.)

Das Wort, welches hier mit „Abend“ übersetzt wurde, stammt von dem griechischen Wort „opsios“. Dieses Wort bedeutet „Einbruch der Nacht“ bzw. „später Abend“. Die Juden bezeichneten damals den Abschnitt zwischen 3 Uhr nachmittags bis zum Sonnenuntergang als den „frühen Abend“ und den Abschnitt nach dem Sonnenuntergang bis zur völligen Dunkelheit als den „späten Abend“. Das Wort opsios bezeichnet meistens den späten Abend, wird aber mitunter auch für beide Bedeutungsinhalte gebraucht. (3)

Selbst ohne all die anderen Hinweise aus der Chronologie würde dieser Text an sich im Grunde genommen schon ausreichen, um zu zeigen, dass der Sabbat nicht bei Sonnenuntergang beginnen kann. Denn dieser Text weißt und darauf hin, dass Joseph von Arimathia erst am späten Abend, also nach Sonnenuntergang Pilatus aufsuchte, um ihn um Erlaubnis zu bitten, den Leichnam vom Kreuz abzunehmen.

Doch in diesem Artikel soll außerdem gezeigt werden, dass es unmöglich war, das Begräbnis Jahushuas vor Sonnenuntergang zu beenden. Das griechische Wort opsios bezieht sich für gewöhnlich auf einen Zeitpunkt nach dem Sonnenuntergang. Doch da es mitunter auch für die Zeitperiode zwischen 15 Uhr und dem Sonnenuntergang benutzt wurde, werden wir von diesem Zeitraum ausgehen. Wir betonen noch einmal: Normalerweise ist der späte Abend damit gemeint. Aber um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, werden wir 15 Uhr als Ausgangspunkt unserer Chronologie wählen.

Dieses Prinzip werden wir auch bei allen anderen Zeitabschnitten beachten. Wir werden immer von dem geringsten Zeitverbrauch ausgehen, um es deutlich zu machen.

Die Evangelien informieren uns sehr genau darüber, wer von den Nachfolgern Jahushuas zum Zeitpunkt seines Todes auf Golgatha mit anwesend war. Doch weder Joseph von Arimathia noch Nikodemus werden dabei aufgeführt. Dabei wäre es eigentlich logisch gewesen, wenn diese hochrangigen Geistlichen erwähnt worden wären.

Wenn wir beachten, wie lang die Stunden in Israel im Frühling waren, können wir annehmen, dass Jahushua etwa gegen 15:10 Uhr verstarb. Joseph von Arimathia hätte also erst danach von seinem Tod erfahren können. Einige Juden, die das Schauspiel hatten miterleben wollen, kehrten danach nach Jerusalem zurück, da sie durch die Dunkelheit und ein Erdbeben in Angst und Schrecken versetzt worden waren. „Und die ganzen Scharen, die herbeigekommen waren zu diesem Schauspiel – als sie sahen, was geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten zurück.“ (Lukas 23,48.) Die Nachricht musste sich also erst verbreiten.

Möglicherweise hatte es schon eine Dreiviertelstunde oder eine ganze Stunde gedauert, bis Joseph erfuhr, dass Jahushua gestorben war. Daraufhin brauchte er sicherlich etwas Zeit, um zu überlegen, was nun zu tun sei. Vielleicht besprach er sich auch mit Nikodemus. Wir reden hier über tatsächliche Menschen mit menschlichen Gefühlen und Reaktionsweisen. Es ist also nicht anzunehmen, dass Joseph, sobald er die Nachricht erhalten hatte, sofort aufbrach, um den Statthalter um den Leichnam zu bitten. Vielleicht hat er auch erst getrauert. Außerdem brauchte es auch gewisse Zeit, um von seinem Zuhause dorthin zu gelangen, wo Pilatus sich aufhielt. Wahrscheinlich kam er dort nicht früher als gegen 16:30 Uhr an.

Sicherlich nahm Joseph von Arimathia unter den Juden einen hohen Rang ein, da er dem Sanhedrin angehörte. Doch Pilatus stand noch weit über ihn. Er musste also sicherlich noch ein paar Minuten warten, bis die Wachen Pilatus über Josephs Bitte informiert hatten und ihm dann die Antwort überbrachten, dass ihm eine Audienz gewährt sei.

Wenn wir davon ausgehen, dass Joseph etwa gegen 16:30 Uhr dort ankam, wo Pilatus sich aufhielt, wurde er sicher erst gegen 16:45 Uhr zur Audienz gerufen.

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Der früheste Zeitpunkt für eine Audienz bei Pilatus wäre 16:45 Uhr (oder vermutlich noch später) gewesen.


Pilatus ist geschockt und kann nicht glauben, was er da hört

Die Kreuzigung war eine Hinrichtungsmethode, die den Delinquenten langsam und qualvoll sterben ließ. Mitunter dauerte es mehrere Tage, bis die Muskeln schließlich keine Kraft mehr hatten und das Opfer erstickte. Doch Jahushua erstickte nicht. Er starb an einem gebrochenen Herzen.

Doch Pilatus hatte damit nicht gerechnet. Als nun Joseph darum bat, den Leichnam an sich nehmen zu dürfen, war der Römer überrascht. „Pilatus aber wunderte sich, dass er schon gestorben sein sollte“. (Markus 15,44.) Mit anderen Worten: Pilatus hatte also nicht geglaubt, dass jemand bei einer Kreuzigung so schnell versterben könnte. Daraufhin ließ er „den Hauptmann herbeirufen und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei. Und als er es von dem Hauptmann erfahren hatte, überließ er dem Joseph den Leib.“ (Markus 15,44-45.)

Auch dies nahm wiederum Zeit in Anspruch. Pilatus lebte normalerweise nicht Jerusalem, sondern in Cäsaria. Die historischen Quellen legen nahe, dass er Jerusalem nur zu Festterminen besuchte, wenn es wahrscheinlicher war, dass sich die Juden, zu einem Aufstand zusammenrotten würden. Mehrere archäologische Entdeckungen machen es unwahrscheinlich, dass Pilatus sich in der Burg Antonie aufhielt. Es macht viel mehr Sinn, dass Pilatus als Gast von Herodes Antipas in dem Palast wohnte, der von Herodes dem Großen erbaut worden war.

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Ein Modell vom Palast des Herodes, wo Pilatus vermutlich bei Herodes Antipas zu Gast war.

Wahrscheinlich dauerte es auch länger als die hier veranschlagten 15 Minuten, um eine Audienz bei Pilatus im Palast zu bekommen. Entsprechend der orientalische Sitte mussten erst gewissen Grußformeln ausgetauscht und anschließend die Bitte vorgetragen werden. Der erstaunte Pilatus stellte Fragen und dann wurde auch noch zum Hauptmann geschickt, der die Verantwortung für das Geschehen auf Golgatha trug. Wahrscheinlich war es dann mittlerweile bereits 17 Uhr oder 17:15, abhängig davon, wann Joseph dort ankam und wann er zur Audienz zugelassen wurde.

Doch gehen wir von 17 Uhr aus.

Der Ort der Kreuzigung war etwa einen Kilometer vom Palast des Herodes entfernt. Ein Soldat konnte diese Strecke in wenigen Minuten zurücklegen, ganz besonders, wenn er zu Pferd unterwegs war. Dennoch müssen wir beachten, dass die Straßen mit Pilgern anlässlich des Festes der ungesäuerten Brote möglicherweise noch angefüllt waren.

  1. Der Bote musste gerufen werden und er musste seinen Auftrag erhalten.
  2. Der Weg des Boten bis nach Golgatha
  3. Ausrichtung des Auftrags beim Hauptmann
  4. Der Hauptmann musste einen anderen Verantwortlichen einsetzen, um seinen Platz verlassen zu können.
  5. Der Weg des Hauptmanns von Golgatha zum Palast

Damit wäre es mindestens schon 17:15 Uhr.

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Als der Hauptmann vor Pilatus trat um ihm seine Fragen zu beantworten, war es mindestens schon 17:15 Uhr.


Pilatus erlaubt Joseph, den Leichnam an sich zu nehmen

„Und als er es von dem Hauptmann erfahren hatte, überließ er dem Joseph den Leib.“ (Markus 15,45.)

Es ist uns nicht bekannt, ob Pilatus Joseph von Arimathia nur eine mündliche Erlaubnis erteilte oder ob er ihm sogar ein Schriftstück mitgab, was dieser später der römischen Wache vorweisen konnte. Dem Hauptmann musste vorher Audienz gewährt werden, er musste Pilatus Fragen beantworten und ihm versichern, dass Jahushua bereits verstorben war. Daraufhin erteilte er die Erlaubnis und Joseph verabschiedete sich. All das hat mindestens weitere 15 Minuten in Anspruch genommen, damit wären wir bereits bei 17:30 Uhr angelangt. Falls Pilatus die Erlaubnis in schriftlicher Form anfertigen ließ, wäre natürlich weitere Zeit verstrichen, bis Joseph den Palast endlich wieder hätte verlassen können.

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Joseph hat Pilatus wahrscheinlich erst nach 5:30 Uhr verlassen.

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Golgatha war etwa einen Kilometer vom Palast des Herodes entfernt. Wer von dem einen Punkt zum anderen gelangen wollte, wurde dabei wahrscheinlich durch die Pilger behindert, die anlässlich des Passahfestes und des Festes der ungesäuerten Brote in Jerusalem zu Gast waren.


Joseph bereitet das Begräbnis vor

„Und als er es von dem Hauptmann erfahren hatte, überließ er dem Joseph den Leib. Da kaufte dieser Leinwand“. (Markus 15,45-46.)

Anschießend begab sich Joseph nicht sofort nach Golgatha. Er hatte erst abwarten müssen, ob er die Erlaubnis von Pilatus erhalten würde oder nicht, bevor er wusste, was weiter zu tun sei. Es war nämlich nicht so einfach, den Körper eines verurteilten Kriminellen übergeben zu bekommen. Als er die Erlaubnis schließlich in der Tasche hatte, tat er Folgendes:

  1. Er kehrte nach Hause zurück, um seinen Dienern Anweisungen zu geben, dass sie sich zum Kreuz begeben und auch Werkzeug mitbringen sollten, um das Begräbnis zu ermöglichen.
  2. Er schickte eine Nachricht an Nikodemus, denn Nikodemus wusste, dass er zum Kreuz kommen und Gewürze für das Begräbnis mitbringen sollte.
  3. Er kaufte Leinenstoff für das Einbalsamieren. (Markus 15,46.)

Nun könnte man sich fragen, wie es möglich war, dass Joseph so spät am Nachmittag am Datum des Passahfestes noch Leinenstoff kaufen konnte. In diesem Fall müssen wir uns an drei Punkte erinnern. Diese würden auch auf ein Szenario zutreffen, bei dem Joseph all dies erst nach Sonnenuntergang erledigen konnte.

  1. Passah stellte einen Arbeitstag dar.
  2. Entweder die Läden waren noch immer geöffnet oder
  3. er konnte sich trotzdem noch an Ladeneigentümer wenden, die ihm sofort etwas verkauft hätten, sogar mitten in der Nach, da die gesetzlichen Vorschriften der Juden verlangten, dass mit dem Begräbnis sofort begonnen wurde.

Es ist anzunehmen, dass Joseph diesen Leinenstoff nach Sonnenuntergang erwarb. Es war den Juden nicht verboten, in der Nacht Handel zu treiben. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass die Läden noch immer geöffnet hatten. In Amos 8 hielt der Prophet seinen Mitbürgern vor, dass sie es gar nicht erwarten konnten, bis die heiligen Stunden des Sabbats vergangen waren, um endlich wieder handeln zu können.

„Hört dies, die ihr dem Armen nachstellt und die Wehrlosen im Land vernichten wollt, die ihr sagt: »Wann [endlich] ist der Neumond vorüber, damit wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, dass wir Korn anbieten, damit wir das Ephamaß verkleinern und das Schekelgewicht erhöhen und die Waage zum Betrug fälschen können“? (Amos 8,4-5.)

Beachte: Wenn alle Läden automatisch bei Sonnenuntergang geschlossen hätten, hätten sich diese Leute nicht gewünscht, dass die heiligen Stunden schneller vergehen würden. Denn sie alle hätten gewusst, dass sie ihre Läden ohnehin erst beim nächsten Sonnenaufgang hätten öffnen dürfen.

Skull Hill Golgotha

Golgatha, ein Hügel in der Form eines Schädels, war etwa einen Kilometer vom Palast des Herodes entfernt.

Doch selbst wenn du Läden bereits geschlossen hätten, hätte Joseph noch Leute aufsuchen können, die Leinenbinden in ihren Häusern vorrätig haben, um sie zu verkaufen. Auch heutzutage ist es in vielen Ländern üblich, dass Ladenbesitzer über unter hinter ihren Geschäftsräumen wohnen. Es wäre für Joseph also nicht besonders schwierig gewesen, die Stoffe noch am späten Nachmittag oder Abend zu erwerben. Doch auch dies hätte einige Zeit in Anspruch genommen, da die Händler mittlerweile mit ihrer Familie und ihren Freunden dabei gewesen wären, das Passah vorzubereiten oder bereits zu feiern. Aber nehmen wir an, dass Joseph genau wusste, an wen er sich zu wenden hatte, und dass er keine großen Umwege machen musste. Doch Jerusalem besaß damals recht verwinkelte Gassen, voller Ställe, Hinterhöfe und Pilgerunterkünften, keine breitangelegten Straßen, wie wir sie gewohnt sind.

Golgatha befand sich nur wenige hundert Meter vor den Stadttoren, lag aber 1 Kilometer vom Palast des Herodes entfernt. Joseph lief also von seinem Haus zum Palast, vom Palast wieder nach Hause, von dort zu einem oder mehreren Läden, dann wieder zu seinem Haus und von dort aus wieder zum Stadttor in Richtung Golgatha.

Es ist anzunehmen, dass etwa 2 Stunden vergangen waren, seitdem er den Palast verlassen hatte. Möglicherweise traf er sich mit Nikodemus am Stadttor und die beiden gingen zusammen zur Kreuzigungsstätte. Vielleicht hatten beide auch Diener und einen oder zwei Esel dabei, um die notwendigen Hilfsmittel zu transportieren.

Inzwischen zeigt unsere Uhr 19:30 an.

Es ist unmöglich, dass das Begräbnis zwischen 6:59 und 7:19 (also bei Sonnenuntergang) abgeschlossen gewesen wäre. Die Sonne war wahrscheinlich schon untergegangen, als Joseph die Stadt verließ.

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Joseph brach mit seinen Dienern und den Hilfsmitteln nach Sonnenuntergang auf, um nach Golgatha zu gehen.


Die Abnahme des Leichnams vom Kreuz

„…und nahm ihn herab“ (Markus 15,46.)

Nikodemus, Joseph und ihre Diener haben wahrscheinlich nicht lange gebraucht, u vom Stadttor nach Golgatha zu gelangen. Dieser Ort war schließlich bewusst aus dem Grund gewählt worden, weil er sich an d er Hauptverkehrsstraße nach Jerusalem befand.

Kurz nachdem Jahushua verstorben war, äußerten die jüdischen Priester, die das Geschehen mit überwachten, dass die Verurteilten nicht an den Kreuzen hängen bleiben sollten, da der nächste Tag ein Sabbat und zugleich der erste Feiertag des Festes der Ungesäuerten Brote war.

„Weil es Rüsttag war – jener Sabbat war nämlich ein hoher Festtag –, baten die Juden nun Pilatus, damit die Leichname nicht während des Sabbats am Kreuz blieben, dass ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, ebenso dem anderen, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jahushua kamen und sahen, dass er schon gestorben war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht“. (Johannes 19,31-33.)

Auch dieser Text zeigt uns, dass der Sabbat zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen haben konnte. Beachte die folgenden Punkte:

  1. Da Pilatus nicht glauben konnte, dass ein Mensch durch die Kreuzigung so schnell sterben könnte, und befragte den Hauptmann, der für diese Hinrichtung verantwortlich war.
  2. Der Hauptmann bestätigte, dass Jahushua bereits verstorben sei.
  3. Wären die jüdischen Priester bereits vor Joseph bei Pilatus gewesen, um ihn zu bitten, den Verurteilten die Beine brechen zu lassen, hätte Pilatus nicht zuerst noch nach dem Hauptmann schicken müssen, als Joseph ihn um den Leichnam bat. Er hätte zu diesem Zeitpunkt bereits gewusst, dass die verurteilten an Erstickung gestorben seien, da man ihnen die Beine bereits gebrochen hätte.

„Es war aber ein Garten an dem Ort, wo Jahushua gekreuzigt worden war, und in dem Garten ein neues Grab, in das noch niemand gelegt worden war.

Dorthin nun legten sie Jahushua, wegen des Rüsttages der Juden, weil das Grab nahe war.“ (Johannes 19,41-42.)

Die Juden baten Pilatus also darum, den Tod der zwei anderen Verurteilten zu beschleunigen, nachdem Joseph bereits die Erlaubnis erhalten hatte, den Leichnam Jahushuas an sich zu nehmen. Möglicherweise ersuchten sie Pilatus zu dem Zeitpunkt, als Joseph mit Nikodemus noch mit den Vorbereitungen für das Begräbnis beschäftigt waren.

Die Bibel erklärt, dass kein Knochen vom Leib Jahushuas gebrochen wurde, wie es die Propheten angekündigt hatten. Nikodemus, Joseph und ihre Diener haben den Leichnam wahrscheinlich sehr vorsichtig abgenommen. Aber es wird nicht einfach gewesen sein, die großen Nägel aus dem Holz zu ziehen. Archäologen haben in sogenannten Ossuarien (Knochenkisten) Knochen gefunden, in denen immer noch Nägel steckten. Derjenige, der in diesem Fall den Leichnam begrub, war also nicht dazu in der Lage gewesen, die Nägel von den Knochen zu trennen oder er hatte sich einfach nicht die Mühe machen wollen.

Joseph und Nikodemus werden sich also Zeit genommen haben, um den Körper von den Nägeln und dem Kreuz zu lösen. Sie hatten nicht vor, nach Hause zu eilen, um das Passahmal zu essen. Sie waren damit beschäftigt, den Körper desjenigen zu begraben, der in ihrem Leben so eine unglaublich wichtige Stelle einnahm. Danach brachten sie den Leichnam zum Gartengrab, welches nicht weit entfernt lag. Wir können annehmen, dass es bereits ca. 20:30 Uhr war, als sie dort ankamen.

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Es war eine schwierige Aufgabe, den gekreuzigten Leib herabzunehmen, ohne ihn weiter zu beschädigen.
Nach Beendigung dieser Aufgabe muss es mindestens 20:30 Uhr gewesen sein.


Die Reinigung des Leichnams

„…und er nahm ihn herab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in ein in Felsen gehauenes Grab, worin noch niemand gelegen hatte.“ (Lukas 23,53.)

Die Vorbereitung eines Körpers für ein Begräbnis nimmt viel Zeit in Anspruch. Jahushua war vor seinem Tod gefoltert worden (Geißelung usw.). Man wird seinen Leib also gründlich gewaschen und gereinigt haben, was ohnehin durch die jüdischen Begräbnisvorschriften festgelegt war. Joseph war ein sehr reicher Mann. Er besaß ein frisch ausgehauenes Grab für sich selbst und seine Frau, welches sich in einem Garten befand. An diesem ruhigen Ort gab es auch ein Reservoir mit Regenwasser. Wahrscheinlich nutzten sie es, um den Körper, das Haupthaar und den Bart von all den Striemen und dem Blut zu reinigen. Zu diesem Zeitpunkt war es wahrscheinlich bereits 22:30 Uhr.

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Nach der aufwendigen Reinigung des Leichnams zeigt unsere Uhr bereits 22:30 Uhr.


Die Einhüllung des Leichnams

„Es kam aber auch Nikodemus, der zuvor bei Nacht zu Jahushua gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa 100 Pfund. Sie nahmen nun den Leib Jahushuas und banden ihn samt den wohlriechenden Gewürzen in leinene Tücher, wie die Juden zu begraben pflegen.“ (Johannes 19,39-40.)

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Das Gartengrab.

Sobald der Körper vollständig gereinigt war, blieb nur noch die Arbeit zu tun, ihn in die Leinenbinden und die Gewürze einzuwickeln. Damals ging man anders vor als heutzutage. In der westlichen Welt wird der Körper in einen Sarg gelegt. Aber damals durfte in Israel kein Körperteil das andere berühren. Arme und Beine, die Hände, die Füße und auch das Gesicht mussten jeweils separat gewickelt werden. Wir können das der Beschreibung entnehmen, die die Bibel uns zu Lazarus nach seiner Auferstehung liefert: „Und der Verstorbene kam heraus, an Händen und Füßen mit Grabtüchern umwickelt und sein Angesicht mit einem Schweißtuch umhüllt. Jahushua spricht zu ihnen: Bindet ihn los und lasst ihn gehen!“ (Johannes 11,44.)

Für die Juden besaßen ein Begräbnis und der Einbalsamierungsprozess davor einen sehr hohen Stellenwert. Wenn ein Leichnam nicht in angemessener Weise bestattet wurde, wurde dieser Mensch als vom Schöpfer verflucht betrachtet. Die Bestattung eines geliebten Menschen wurde daher besonders penibel und sorgfältig ausgeführt.

Doch nicht jeder wurde tatsächlich mit Gewürzen einbalsamiert und eingehüllt. Nur Könige und sehr reiche Menschen konnten sich die besonderen Gewürze auch leisten. König Hiskia bewahrte Gewürze in seinem Schatzhaus auf. Man betrachtete sie also als Teil seines Reichtums.“ Die Gewürze, von denen gesagt wird, dass Nikodemus sie für die Vorbereitung von Jahushuas Leichnam benutzte, waren nach Johannes 19, Vers 39-40 Myrrhe und Aloe. Mit dem letzteren ist nicht die Aloe der Medizin gemeint, sondern das stark duftende Holz von Aquilaria agallochum.“ (6) Einige Wissenschaftler meinen, dass der Wert der Gewürze, die Nikodemus mitgebracht hatte, in heutigem Marktwert etwa 20000 Dollar oder mehr wert wären. (7)

Hundert Pfund Gewürze stellen wirklich eine riesige Menge dieser Kostbarkeiten dar! Myrrhe war eine Flüssigkeit, das Aloe gab es als Puder. Es ging beim Einbalsamieren nicht darum, nur ein paar Kräuter über den Leichnam zu streuen. Jeder Körperteil musste individuell in mehreren Lagen einbalsamiert werden. Die Mischung aus der Flüssigkeit und den Gewürzen in Puderform wurde auf jede Bindenlage sorgfältig aufgetragen. Das alles stellte einen sehr zeitaufwändigen Prozess dar.

Die ganze Prozedur dauerte wahrscheinlich mindestens zwei Stunden, wenn nicht sogar weit aus mehr. Wenn wir von zwei Stunden ausgehen, beträgt die Zeit auf unserer Uhr 0:30 Uhr.

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Es nahm sehr viel Zeit in Anspruch, einen Leichnam einzubalsamieren.
Danach zeigt unsere Uhr wenigstens 0:30 Uhr an.

Begräbnis

Joseph „nahm ihn herab, wickelte ihn in die Leinwand und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war; und er wälzte einen Stein vor den Eingang des Grabes.“ (Markus 15,46.)

Nachdem die Einbalsamierung und Einhüllung abgeschlossen war, dauerte es nur noch ein paar Minuten, um den Körper in das Grab zu legen. Anschließend musste noch der Stein an seinen Platz gerollt, die blutigen Tücher zusammengebündelt und die Werkzeuge zusammengesammelt werden. Um etwa 0:50 Uhr hätten die Trauernden endlich ihre Schritte heimwärts richten können.

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Die Männer und Frauen kehrten frühestens 0:50 Uhr nach Jerusalem zurück.

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Der Weg vom Gartengrab bis zu ihren Häusern kostete die Frauen mindestens 15-20 Minuten.


Die Frauen

„Es folgten aber auch die Frauen nach, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren, und sahen sich das Grab an und wie sein Leib hineingelegt wurde. Dann kehrten sie zurück und bereiteten wohlriechende Gewürze und Salben; am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz.“ (Lukas 23,55-56.)

In den Kulturen des Mittleren Ostens war es üblich, dass ein Leichnam durch Familienmitglieder zum Begräbnis vorbereitet wird. Handelte es sich um eine Frau, übernahm diese Aufgabe die Frauen. Bei einem männlichen Verstorbenen fiel es den männlichen Familienmitgliedern zu, die Vorbereitung vorzunehmen. Einige Quellen legen nahe, dass Joseph von Arimathia zur Familie Jahushuas gehörte. Es wäre also logisch gewesen, dass er sich an dessen Begräbnis beteiligte.

Wie die Heilige Schrift berichtet, blieben die Frauen etwas zurück und beteiligten sich nicht am Einbalsamierungsprozess. Dennoch hätten sie auch gern etwas dazu beigetragen. Doch diese Arbeit war Sache der Männer. Deshalb warteten sie im respektvollem Abstand und nahmen sich vor, noch Gewürze und Salben zusätzlich zuzubereiten, um den Körper damit zu bedecken, wenn er bereits eingehüllt war.

Nachdem der Stein vor das Grab gerollt worden war, gab es dort nichts mehr zu tun. Die Frauen kehrten nach Hause zurück. Wahrscheinlich unter dem Schutz der Männer. Dabei beeilte sich niemand. Man war fast die ganze Nacht beschäftigt gewesen. Sie alle waren geistig, emotional und körperlich erschöpft. Wir wissen nicht, wo genau die Frauen wohnten. Falls ihr Haus in der Nähe des Obergemaches lag, wo Jahushua mit seinen Jüngern am Tag zuvor das Abendmahl gehalten hatte, hatten sie über einen Kilometer Weges vor sich. Falls es sich in der Unterstadt befand, hätten sie sogar noch weiter gehen müssen. Falls wir unserer Rechnung die kürzere Distanz zu Grunde legen, hätten sie in etwa 15-20 Minuten dafür gebraucht.

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Das Gebäude mit dem Obergemach befindet sich in etwa in der Ecke unten rechts. Dieses Bild zeigt ein Modell des antiken Jerusalems. Der Palast des Herodes befindet sich in der Ecke oben links.

Vielleicht besprachen sie in dieser Zeit, was sie als nächstes tun wollten. Sie verabredeten sich dazu, Salben zuzubereiten, um den eingewickelten Leichnam ihres geliebten Meisters damit zu salben. Sie wollten wenigstens einen kleinen Teil zum Begräbnis beitragen. Zuhause angekommen werden sie sich darum gekümmert haben, alle Zutaten zusammenzusuchen. Lukas sagt uns, dass die Frauen „wohlriechende Gewürze und Salben“ zubereiteten. Doch offenbar fehlten ihnen noch einige Zutaten, da die Bibel uns außerdem darüber informiert, dass sie nach dem Sabbat noch einige Dinge dafür einkaufen mussten. Zunächst aber mussten sie diese Arbeit aufschieben: „…am Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz.“ (Lukas 23,56.)

Natürlich wollten sie so schnell wie möglich zum Grab zurückkehren, um den Körpers Jahushuas zu salben. Dennoch warteten sie. Sie hätten die weiteren Zutaten, die sie dafür brauchten, ohnehin erst nach dem Sabbat kaufen können. Außerdem wussten sie, dass sie ihn am besten dadurch ehrten, wenn sie ihm gehorchten. Er hatte gesagt: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!“ (Johannes 14,15.) Sie hielten also den Sabbattag heilig, um den Herrn des Sabbats zu ehren. Sobald der Sabbat vergangen und die Marktstände wieder geöffnet hatten, kauften die Frauen „wohlriechende Gewürze, um hinzugehen und ihn zu salben.“ (Markus 16,1.)

Wie bereits erwähnt, ist anzunehmen, dass die Frauen gemeinsam mit den Männern zurückkehrten. Wenn man dafür 15 Minuten einplant, währen sie in etwa 1:05 Uhr Zuhause angekommen. Danach durchforsteten die Frauen noch ihre Vorräte, um später Salben herstellen zu können. Vielleicht haben sie sich ja auch noch einmal getroffen, um abzusprechen, was nach dem Sabbat noch gekauft werden musste. Denn mitten in der Nacht hatte kein Geschäft mehr geöffnet. Grob gerechnet könnte man sagen, dass dies alles etwa 2 Uhr morgens abgeschlossen war.

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Wenn wir die Zeit sehr knapp bemessen, legten die Frauen etwa gegen 2 Uhr am Morgen ihre Vorbereitungsarbeiten beiseite.


Der Sabbat dämmert herauf

„Und es war Rüsttag, und der Sabbat brach an.“ (Lukas 23,54.)

Der Bericht der Evangelien vom Tod und dem Begräbnis Jahushuas ist recht kurz abgefasst. Die Bibel gibt uns nur wenige Hinweise darüber, wie viel Zeit all diese Ereignisse brauchten. Doch wenn man alle Schritte nacheinander notiert und die wichtigen Worte im griechischen nachschlägt, wird eines deutlich. Die Bestattung Jahushuas fand ganz sicher nicht vor Sonnenuntergang statt. Wir haben bei unserer Rechnung 15 Uhr, also den frühestmöglichen Zeitpunkt, als Ausgangspunkt genommen. Dabei ist unter dem griechischen Wort opsios normalerweise bereits die Dämmerung nach Sonnenuntergang gemeint. Es ist also viel wahrscheinlicher, dass die Bestattung fast die ganze Nacht in Anspruch nahm. Diese Nacht wurde noch als Bestandteil des 6. Tages der Woche betrachtet. Das Lukasevangelium gibt an, dass die Bestatter ihr Werk erst beenden konnten, als der Sabbat bereits heraufzudämmern begann. (8)

Die Formulierung, die mit „brach an“ übersetzt wurde, ist das griechische Wort […] epiphosko. Die Definition dieses Wortes ist sehr interessant: Das Licht steigt herauf, es beginnt zu leuchten, die Morgendämmerung beginnt. (9) Dieses Wort stellt eine abgewandelte Form von #2017, nämlich dem Wort epiphauo, dar. Es bedeutet „erleuchten, Licht geben.“ (10) Da man erst am Abend die Erlaubnis zur Abnahme des Leichnams eingeholt hatte und diesen dann herabnehmen, waschen und einwickeln musste, verbrachte man die Nacht mit dieser Arbeit. Die Bestatter hatten ihr Werk erst beendet, als das Licht des Sabbats heraufstieg. (11)

The New Strong’s Expanded Dictionary of Bible Words erklärt diese Definition folgendermaßen: Das Wort “epiphosko” bezieht sich auf den Anbruch des Sabbats. (12) Wenn dieses Wort anzeigen soll, dass der Sabbat beginnt und es selbst bedeutet, dass es hell wird, ist die Schlussfolgerung daraus ganz offensichtlich: Der Sabbat begann mit der Morgendämmerung und nicht mit dem Sonnenuntergang und der darauffolgenden Dunkelheit.

In dieser Jahreszeit ging die Sonne in Jerusalem zwischen 5:54 Uhr und 6:27 Uhr auf. Doch die Morgendämmerung, also der Zeitraum, in dem es hell wird, beginnt noch früher. Die Dämmerungsphase im Monat April findet dort zwischen 5:05 Uhr und 4:25 Uhr statt (die erste Angabe bezieht sich auf den beginn und die zweite auf das Ende des Monats, da die Tage zum Sommer hin länger wurden).

Wie bereits angemerkt, wurden in diesem Artikel immer die kürzesten Zeitabstände in die Rechnung miteinbezogen. Es ist dabei nicht notwendig, diese Abstände künstlich zu übertreiben. Entweder konnte der gesamte Vorgang vor dem Sonnenuntergang abgeschlossen werden oder er konnte es nicht. Selbst wenn wir annehmen, dass Joseph schon vor Sonnenuntergang um die Herausgabe des Leichnams gebeten hatte, können wir erkennen, dass die nachfolgenden Ereignisse an sich schon genug Zeit verbrauchten. Es ist nicht möglich, dass die Frauen noch vor Sonnenuntergang Zuhause ankamen und dort feststellten, dass sie nicht genug Zutaten für die Salben im Haus hatten. Denn zu diesem Zeitpunkt war Mitternacht schon überschritten und niemand hätte ihnen mehr etwas verkauft. Sie mussten also abwarten, bis der Sabbat vorbei war, um ihre Vorbereitungen abzuschließen. Nach unserer Rechnung war der Sonnenaufgang zu diesem Zeitpunkt schon sieben Stunden her. Realistischere Einschätzungen müssten zu unserer Rechnung aber noch vier Stunden hinzufügen! Mit anderen Worten: Der Ablauf der Ereignisse, den die Bibel angibt, verbrauchte in jedem Fall mehr Zeit, als ein Sabbat mit Beginn bei Sonnenuntergang zugelassen hätte.

Die Bibel informiert uns darüber, dass der Sabbat bereits heraufdämmerte, als sie mit ihren Vorbereitungen aufhörten. Das bedeutet: Die Bestattung, die Rückkehr nach Jerusalem und das Zusammensuchen der Zutaten dauerte bis fast 5 Uhr am Morgen! Der 15. Abib, also der Sabbat, begann mit dem Morgengrauen und die Frauen ruhten dem Gebot entsprechend.

Sabbatbeginn bei Sonnenuntergang? Absurd und unmöglich! image

Der gesamte Prozess endete, als der Sabbat mit der Morgendämmerung anbrach. Das wäre etwa 5 Uhr am Morgen.
Die aufgelisteten Aktivitäten verbrauchten offenbar alle Nachstunden.


Die Auferstehung

„Und als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Gewürze, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sehr früh am ersten Tag der Woche, als die Sonne aufging, kamen sie zu dem Grab.“ (Markus 16,1-2.)

Es gibt noch einen letzten Hinweis darauf, dass ein Tag tatsächlich mit der Morgendämmerung und nicht mit dem Sonnenuntergang beginnt. „Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen.“ (Matthäus 28,1.) Das Wort „anbrach“ stammt von demselben Wort, das auch in Lukas 23,54 besagt, dass der Sabbat anbrach, als die Frauen mit ihren Vorbereitungen aufhörten, weil der Sabbat begann. Es bedeutet wörtlich, „damit beginnen, Licht wachsen zu lassen bzw. mit der Morgendämmerung beginnen“. (13)

Der erste Tag der Woche begann also nicht bei Sonnenuntergang. Er begann, als das Licht heraufzudämmern begann.

Wenn die Juden ihren Tag schon immer bei Sonnenuntergang begonnen hätten, hätte der erste Tag der Woche dabei keine Ausnahme gebildet. Doch Matthäus 28,1 erklärt, dass der Sabbat vorüber war und es bereits hell zu werden begann, als der erste Tag der Woche anfing. (Die Sabbatstunden hatten geendet, als kein Tageslicht mehr zu sehen war. Die darauffolgende Nacht gehörte noch zum selben Datum, stellte aber keine Sabbatzeit dar, da ein Tag damals nur 12 Stunden hatte.) Nun kehrten die Frauen zum Grab zurück, um den eingehüllte Leichnam Jahushuas zusätzlich zu salben. Es war der 16. Abib, das Fest der Erstlingsfrüchte.

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Er ist nicht hier! Er ist auferstanden!

„Öffne mir die Augen, damit ich sehe die Wunder in deinem Gesetz!“ (Psalm 119,18.)

Jahuwah hat in seiner Vorsehung die Ereignisse nach dem Tod seines Sohnes detailliert aufschreiben lassen. Er wusste, dass die Sabbatwahrheit für sehr lange Zeit in Vergessenheit geraten würde, nämlich für fast 2000 Jahre. Die Chronologie dieser Geschichte zeigt uns deutlich, wann der Sabbat beginnt, wenn man sie sorgfältig studiert.

Diejenigen, die am Samstag Ruhetag halten, beginnen diesen bereits am Freitag bei Sonnenuntergang. Für sie müssten all die geschilderten Ereignisse zwischen dem Tod Jahushuas und dem Beginn des Sabbats von 15 Uhr bis 19 Uhr stattgefunden haben, also in gerade einmal vier Stunden. Doch das ist eine unlösbare Aufgabe. Wie unsere Rechnung gezeigt hat, hat der ganze Prozess mindestens neun Stunden in Anspruch genommen. Wenn man die Zeit der Morgendämmerung miteinbezieht, hat er sogar noch länger gedauert.

Es ist einfach nicht möglich, die ganze Chronologie in eine Spanne von vier Stunden zu pressen. Sollte man es dennoch versuchen, handelt man entgegen der Fakten, die die Bibel uns liefert:

  1. Wenn wir den allgemeinen Gebrauch des Wortes opsios akzeptieren, bat Joseph von Arimathia erst nach Sonnenuntergang den Pilatus um die Erlaubnis, den Leichnam an sich nehmen zu dürfen. (Matthäus 27,57-58.) Doch selbst wenn Joseph erst nach Sonnenuntergang bei Pilatus vorgesprochen hätte, wäre es unmöglich die Chronologie der Ereignisse in das kleine Zeitfenster von vier Stunden zu zwängen.
  2. Nachdem Joseph die Erlaubnis bekommen hatte, den Leichnam zu begraben, ging er hin, um die Begräbnisbandagen zu kaufen. (Markus 15,46.)
  3. Der Bestattungsprozess nahm so viel Zeit in Anspruch, dass der neue Tag heraufzudämmern begann, als die Frauen ihre Vorbereitungen beiseiteließen, um den Sabbat über zu ruhen. (Lukas 23,54.)
  4. Nachdem der Sabbat vorbei war, gingen die Frauen einkaufen und erwarben Gewürze und Salben, um den Leichnam zu salben. (Lukas 23,56 und Markus 16,1.)
  5. Die Frauen kehrten zum Grab zurück, als der erste Tag der Woche anbrach. (Matthäus 28,1.)

Die Chronologie der Ereignisse nach dem Tod Jahushuas belegen, dass der biblische Tag und damit auch der Sabbat am siebenten Tag der Woche mit der Morgendämmerung und nicht bei Sonnenuntergang beginnt. Es ist höchste Zeit, die Irrtümer aus Tradition und Annahme hinter sich zu lassen. Die heiligen Sabbatstunden beginnen mit dem Heraufsteigen des Lichtes bei der Morgendämmerung und dauern an, bis das Licht wieder verschwindet und der Nacht weicht. Alle anderen Thesen beruhen auf Traditionen und diese wiederrum auf verkehrten Annahmen.

WLC ruft jeden, der glaubt, dass der Sabbat von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang dauert, dazu auf, eine alternative Chronologie der Ereignisse anzubieten. Sie müsste den Zeitraum zwischen dem Tod Jahushuas gegen 15 Uhr und Sonnenuntergang (gegen 19 Uhr) umfassen. Bezieht dazu bitte, Zeit, Distanzen und die Chronologie der Ereignisse ein. Die Wahrheit kann sich untersuchen und letztlich auch beweisen lassen. Wenn die These vom Sabbatbeginn bei Sonnenuntergang nicht beweisbar ist, ist es höchste Zeit, sie fallen zu lassen.


1 Merriam-Webster Dictionary. Eig. dt. Übers.

2 The New Strong’s Expanded Dictionary Of Bible Words. 2001, #6153.

3 Ebd., #3798.

4 Der „traditionelle“ Ort der Kreuzigung, den die römischen Katholiken als Golgatha bezeichnen, scheidet aus mehreren Gründen aus. Dazu gehört, dass dieser Platz westlich der Stadt liegt. Die jüdischen Reinheitsgesetze und auch die üblichen Windrichtungen sorgten dafür, dass niemand auf der Westseite Jerusalems bestattet werden durfte. Die Bibel erklärt eindeutig, dass das Grab, in das Jahushua gelegt wurde, sich dicht am Exekutionsort befand. Damit scheidet dieser traditionelle Platz als Ort der Kreuzigung aus.

5 Johannes 19 sagt aus, dass die Soldaten den anderen zwei Männern die Beine brachen. Doch da Jahushua bereits tot war, unterließen sie dies bei ihm. Vers 38 erklärt: „Danach bat Joseph von Arimathia – der ein Jünger Jahushuas war, jedoch heimlich, aus Furcht vor den Juden –, den Pilatus, dass er den Leib Jahushuas abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leib Jahushuas herab.“

Mit anderen Worten: Es geht um einen Zeitraum, in dem viele verschiedene Dinge parallel passierten und sich auch überschnitten. Dennoch ist es möglich, abzuschätzen, wann die jüdischen Priester an Pilatus herantraten. Wir müssen dabei beachten, dass Markus dieselben Ereignisse schildert. Daher wissen wir, dass Pilatus zu dem Zeitpunkt, als Joseph ihm seine Bitte vortrug, noch nichts vom Tod Jahushuas wusste.

6 Smith’s Bible Dictionary. Eig. dt. Übers.

7 Die Bibel sagt uns nicht, dass Nikodemus die Gewürze, die für das Begräbnis notwendig waren kaufte. Dieser Fakt weißt und darauf hin, auf welche Weise die Reichen dieser Zeit ihren Reichtum aufbewahrten. Es war üblich, dass man zur Wertanlage Waren und Gegenstände erwarb und bei sich lagerte, die bei Bedarf verkauft werden konnten.

8 Lukas setzt den Kommentar, dass der Sabbat heraufzudämmern begann, gleich hinter die Information, dass die Männer den Stein vor das Grab rollten. Doch wir müssen alle Evangelien sich ergänzen lassen, um die Chronologie nachzuvollziehen. Offenbar wollte Lukas deutlich machen, dass die Bestattung wirklich sehr viele Nachtstunden in Anspruch nahm. Das nächste erwähnenswerte Ereignis war für ihn dann der Beginn des Sabbats. Daraufhin geht er noch einmal (teilweise im Rückblick) auf die Frauen ein.

9 The New Strong’s Exhaustive Concordance of the Bible. 1990, #2020.

10 Ebd.

11 eLaine Vornholt und Laura Lee Vornholt-Jones: The Great Calendar Controversy. S. 40. Eig. dt. Übers.

12 The New Strong’s Exhaustive Concordance of the Bible. 1990, #2020.

13 Ebd.

Die Prophezeiung der „70 Wochen“ aus dem Buch Daniel Kapitel 9 ist eine der bemerkenswertesten Prophezeiungen in der ganzen Bibel, da sie die genauen Jahre eindeutig identifiziert, in dem der Erlöser getauft wurde und in dem er gekreuzigt wurde. Traurigerweise interpretieren1 viele diese Prophezeiung völlig falsch oder sehen nicht ihre größere Bedeutung. Betrachtet man die „70 Wochen“ von Daniel genauer, muss eine „Freitagskreuzigung“ verworfen, und die Vorstellung, dass die moderne 7-Tage-Woche seit der Schöpfung ununterbrochen durchgelaufen ist, abgelehnt werden!


Die Prophezeiung der „70 Wochen“ (Daniel 9,24-27)

Im neunten Kapitel des Buches Daniel, kann man lesen, dass der Prophet sich sehr aufgeregt an Jahuwah wendet, wegen Jerusalem und den weggeführten Kindern Israels. Denn eine Weile zuvor hatte er eine sehr verstörende Vision (Daniel 8) erhalten, deren Bedeutung er nicht ganz verstand. Während Daniel betet, erscheint ihm der Engel Gabriel und fängt an, den zeitlichen Ablauf der Ereignisse genauer zu erklären, die der prophetischen Reinigung des himmlischen Heiligtums2 vorausgehen. Genau diese Erklärung ist es, welche die bedeutsamen Jahre der Taufe und der Kreuzigung Jahushuas unbestreitbar festlegen. Gabriel erklärt Daniel:

Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weissagung zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben. (Daniel 9,24)

Hier macht der Himmel deutlich, dass 70 prophetische Wochen für Daniels Volk (die Juden) und für die heilige Stadt (Jerusalem) bestimmt worden waren, in der Folgendes erreicht werden sollte:

  1. Die Übertretung zu beenden
  2. Die Sünden abzutun
  3. Die Missetat zu sühnen
  4. Eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen
  5. Gesicht und Weissagung zu versiegeln
  6. ein Allerheiligstes zu salben

Bevor wir weitermachen, ist es unerlässlich, dass wir die Bedeutung einer prophetischen Woche verstehen. Beim Studium der Prophetie müssen wir der Bibel immer erlauben, sich selbst auszulegen. In seinem Wort hat Jahuwah die Erklärung für jegliches Symbol bereitgestellt, das die Propheten benutzen. In der Bibel ist ein prophetischer Tag = ein tatsächliches Jahr.

. . . je einen Tag will ich dir für ein Jahr auferlegen. (Hesekiel 4,6)

Entsprechend der Zahl der 40 Tage, in denen ihr das Land erkundet habt — sodass je ein Tag ein Jahr gilt —, sollt ihr 40 Jahre lang eure Ungerechtigkeiten tragen,… (4. Mose 14,34)

Daraus müssen wir folgendes ableiten:

Nun wollen wir uns dem nächsten Vers der Prophetie widmen. In Vers 25 fängt Gabriel an, die Art, den zeitlichen Ablauf und die Ereignisse, die während der 70 prophetischen Wochen stattfinden sollen, ausführlich zu deuten. Der Bote Jahuwahs beginnt hier, den Anfangs- und den Endpunkt der ersten 69 prophetischen Wochen zu erklären.

So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen; Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit. (Daniel 9,25)

Hier erfahren wir dass „vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems“, bis zum Messias, 69 prophetische Wochen (7 Wochen + 62 Wochen) vergehen. Das entspricht 483 tatsächlichen Jahren.

Es gibt vier Ereignisse, die als „Befehl zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems“ betrachtet werden könnten. Diese sind:

  1. Der Erlass des Kyrus, das Haus Jahuwahs wieder aufzubauen, aus dem Jahr 536 v. Chr. (Esra 1,1-4)
  2. Der Erlass des Darius aus dem Jahr 519 v. Chr., dass die Arbeit fortgesetzt werden sollte, die behindert worden ist. (Esra 6,1-12)
  3. Der Erlass von Artaxerxes an Esra im Jahr 457 v. Chr. (Esra 7)
  4. Nehemiahs Auftrag von Artaxerxes im Jahr 444 v. Chr. (Nehemiah 2)

Drei dieser vier Erlasse, können wir sofort verwerfen.

Der Erlass des Kyrus aus dem Jahr 536 v. Chr., und der Erlass des Darius aus dem Jahr 519 v. Chr., müssen von vornherein verworfen werden. Wenn man nämlich 483 vom Zeitpunkt der Erlasse dazu zählt, kommt man nicht hin zum Erscheinen des Messias, der ja der angegebene Endpunkt der ersten 69 prophetischen Wochen ist. Wenn wir 69 prophetische Wochen zum Erlass des Kyrus hinzuzählen, bringt uns das ins Jahr 53 v. Chr.. Das Hinzuzählen derselben Zeit zum Erlass des Darius, würde uns ins Jahr 36 v. Chr. bringen. Noch einmal, beide Zeitspannen sind zu kurz und müssen deshalb verworfen werden.

Der dritte Erlass, den wir verwerfen können, ist der des Artaxerxes an Nehemia im Jahr 444 v. Chr.. Obwohl es der König Nehemiah erlaubte, nach Jerusalem zurückzukehren, scheint es kein offizielles Dekret zu geben. Artaxerxes gewährte lediglich Nehemiahs persönliche Bitte, für eine bestimmte Zeit nach Jerusalem zurückkehren zu dürfen. Als Nehemia in Jerusalem ankam, sah er, dass die Menschen sich bereits mitten in der Arbeit befanden, die Stadt wieder aufzubauen. Sie handelten anscheinend nach dem Erlass, der dem Esra dreizehn Jahre früher ausgestellt wurde. Nehemiah beendete das Werk, das er in Jerusalem erreichen wollte, nach nur zweiundfünfzig Tagen. (Nehemiah 6,15).

Das macht deutlich, welcher Erlass der Ausgangspunkt für die 70 prophetischen Wochen gewesen ist, von denen die ersten 69 sich bis zum Kommen des Messias erstreckten: der Erlass des Artaxerxes an Esra im Jahre 457 v. Chr.3

„»Artasasta, der König der Könige, an Esra, den Priester, den vollkommenen Schriftgelehrten im Gesetz des [Eloah] des Himmels, ausgefertigt und so weiter. Es ist von mir befohlen worden, dass jeder mit dir ziehen soll, der in meinem Reich vom Volk Israel und seinen Priestern und Leviten willens ist, nach Jerusalem zu gehen.“ (Siehe Esra 7,12-13)

Nachdem wir nun mit Sicherheit festgelegt haben, wann die 70 prophetischen Wochen begannen, zählen wir nun 69 Wochen nach vorne, um festzustellen, ob uns das in die Zeit des Messias bringt, wie es der Engel vorausgesagt hatte.

Zählen wir 483 Jahre zum Jahr 457 v. Chr. hinzu, kommen wir in das Jahr 27 n. Chr..

-457 + 483 = 26 (n. Chr.)

Allerdings müssen wir ein Jahr hinzufügen, weil es kein Jahr 0 gibt.

26 n. Chr. + 1 Jahr = 27 n. Chr.

Was geschah im Jahr 27 n. Chr.? Jahushua, der Messias, wurde getauft! „Das Allerheiligste“ wurde zu genau der Zeit gesalbt (Daniel 9,24), die Gabriel genannt hatte.

„Ihr kennt es; das Zeugnis,… nach der Taufe, die Johannes verkündigte: wie Jahuwah Jahushua von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat…“ (siehe Apostelgeschichte 10,37-38)

Jahushua wusste natürlich, dass die ersten 69 Wochen von Daniels Prophezeiung bei seiner Taufe in Erfüllung gingen, denn danach fing er an, die Menschen zur Buße zu rufen, indem er sprach: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Jahuwahs ist nahe.“ (Markus 1,15)

Prophezeiung Der 70 Wochen Aus Daniel 9,24-27

Wir wissen sicher, dass 27 n. Chr. das Jahr war, in dem Jahushua getauft wurde, weil Lukas uns sagt, dass sie im fünfzehnten Jahr der Herrschaft von Tiberius Cäsar stattfand.

„Aber im fünfzehnten Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius. . . (Lukas 3,1)

„Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ und auch Jahushua getauft wurde und betete, da tat sich der Himmel auf, und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme ertönte aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!“ (Siehe Lukas 3,21-22)

Tiberius begann offiziell als Mitregent im Jahr 12 n. Chr. und als Kaiser im Jahr 14 n. Chr..4 Wenn man vom Jahr 12 n. Chr., dem ersten Jahr der Herrschaft des Tiberius, noch 15 Jahre hinzufügt, kommt man in das Jahr 27. n. Chr.. Das ist in perfekter Harmonie mit dem, was der Engel Daniel 600 Jahre früher offenbart hat!

Wir sollten uns auch der Worte erinnern, die der Engel über die Stadt Jerusalem selbst ausgesprochen hat:

… Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit. (Daniel 9,25)

Die Mauern von Jerusalem wurden in den ersten sieben prophetischen Wochen (49 tatsächliche Jahre) nach dem Erlass von Artaxerxes, in Jahr 457 v. Chr., wieder aufgebaut. Das war eine wahrhaft „bedrängter Zeit“. Nehemia berichtet uns, die Arbeiter „verrichteten mit der einen Hand die Arbeit, während sie, wegen der ständigen Gefahr eines Angriffs, mit der anderen die Waffe hielten.“ (Nehemia 4,17). Im Jahre 408 v. Chr. wurde die Wiederherstellung Jerusalems und des Tempels abgeschlossen.

-457 + 49 = -408 (408 v. Chr.)

Prophezeiung Der 70 Wochen Aus Daniel 9,24-27

Fantastisch! Allerdings endet die Prophezeiung hier noch nicht. Lesen wir weiter!

Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden, und ihm wird nichts zuteilwerden; die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören, und sie geht unter in der überströmenden Flut; und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstungen. (Daniel 9,26)

Hier wird uns gesagt, dass irgendwann nach der Erfüllung der 69 prophetischen Wochen, der Messias „abgeschnitten“ wurde und dass danach die Stadt zerstört wurde. Wenn wir zum letzten Vers in der Prophezeiung weitergehen, dort beleuchtet Gabriel die Details der 70. prophetischen Woche:

Und er wird mit den Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang; und in der Mitte der Woche wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen, und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt, und zwar bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt. (Daniel 9,27)

doves and lambs : the veil of the temple in which the sacrifices were performed was rent by Yahuwah Himself from top to bottomHier sagt der Engel, dass für die Dauer der 70. prophetischen Woche, Er (der Messias) einen Bund mit vielen bestätigen würde. Dann sagt er weiter, dass der Messias in der Mitte dieser letzten prophetischen Woche, die Schlacht- und Speiseopfer aufhören lassen wird.

Wir wollen uns zunächst einmal genauer ansehen, was in der Mitte der 70. Woche geschah. Zählen wir 7 Jahre (eine prophetische Woche) von Jahushuas Taufe im Herbst 27 n. Chr. weiter, landen wir im Herbst des Jahres 34 n. Chr.. Dadurch wäre die Mitte der 70. Woche im Frühjahr 31 n. Chr.. Was geschah im Frühjahr 31 n .Chr., dass die Schlacht- und Speiseopfer aufhören ließ? Der Messias wurde zum Zeitpunkt des Passahfestes gekreuzigt, und der Vorhang des Tempels, in dem die Opfer durchgeführt wurden, wurde von Jahuwah selbst von oben bis unten zerrissen!

„Jahushua aber schrie nochmals mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Und siehe, der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten entzwei, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich.“ (Siehe Matthäus 27,50-51).

Jahushua, unser Messias, war das allerletzte Sündopfer, auf das alle im Gesetz vorgeschriebenen Tieropfer hinwiesen. Er war „ausgerottet […], und ihm wird nichts zuteilwerden“ (Daniel 9,26). Er wurde gekreuzigt, nicht für das, was er getan hatte, sondern für das, was du und ich getan haben.

„Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm [zur] Gerechtigkeit Jahuwahs würden.“ (Siehe 2 Korinther 5,21.)

Nach seiner Kreuzigung sollten die Tempelopfer für immer hinfällig sein.

„Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen! Darum spricht [Jahushua, der Messias] bei seinem Eintritt in die Welt: »Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. An Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen. Da sprach ich: Siehe, ich komme — in der Buchrolle steht von mir geschrieben —, um deinen Willen, o Jahuwah, zu tun!« … [Somit] hebt er das Erste auf, um das Zweite einzusetzen. Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jahushuas des Gesalbten, [und zwar] ein für alle Mal.“ (Hebräer 10,4-10)

Prophezeiung Der 70 Wochen Aus Daniel 9,24-27

Wir können jetzt ganz sicher wissen, dass Jahushua im Jahr 31 n. Chr. gekreuzigt worden ist, aber Gabriel sagte, der Messias wird, „mit den Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang (die Dauer der 70. Woche, die im Herbst 34 n. Chr. endete). Wie ist das möglich? Der neue Bund, den Jahushua, der Messias, in seinem 3½-jährigen Dienst predigte, wurde von den Aposteln nach seiner Kreuzigung weitergetragen! Die Einladung, den Neuen Bund anzunehmen, galt bis zum Herbst des Jahres 34 n. Chr., vor allem der jüdischen Nation, bis der Sanhedrin, in einem letzten Akt der Rebellion gegen den Himmel, den ersten christlichen Märtyrer, Stephanus, (Apostelgeschichte 7) ermordete. Nachdem er vor dem Sanhedrin eine bemerkenswert mächtige Rede hielt, in der er deutlich machte, dass das jüdische Volk schuldig geworden ist, weil sie Jahuwahs Propheten und den Messias selbst ablehnten, wurde Stephanus vom Rat zu Tode gesteinigt.

Die göttliche Vollmacht der letzten Worte des Stephanus wurde von Jahuwah bestätigt, als ihm der Himmel aufgetan wurde, und er Jahushua zur rechten Hand des Vaters stehen sah.

„Er aber, voll Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Jahuwahs, und Jahushua zur Rechten Jahuwahs stehen; und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Jahuwahs stehen!“ (Siehe Apostelgeschichte 7,55-56)

Anstatt Buße zu tun, wurden die Mitglieder des Sanhedrin außerordentlich wütend und weigerten sich zu hören. Hartnäckig lehnten sie ihre letzte Gelegenheit ab, den Bund mit Jahuwah anzunehmen.

„Sie aber schrien mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los; und als sie ihn zur Stadt hinausgestoßen hatten, steinigten sie ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß.“ (Apostelgeschichte 7,57-58)

(Anmerkung: Die Mitglieder des Rates legten hier ihre Kleider vor Saulus ab, dem Mann, dessen Name kurz darauf in Paulus geändert wurde, und der vom Himmel beauftragt wurde, den Heiden das Evangelium zu bringen.)

Prophezeiung Der 70 Wochen Aus Daniel 9,24-27

Als endgültige Bestätigung des Himmels, dass die 70 prophetischen Wochen, die für die jüdische Nation und das irdische Jerusalem bestimmt waren, zu Ende gingen, wurde die Stadt und der Tempel im Jahre 70 n. Chr. zerstört, genau so, wie es der Engel vorhergesagt hatte.

… die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören, und sie geht unter in der überströmenden Flut; und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstungen. (Daniel 9,26)

Anmerkung:Wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören bedeutet, dass Rom das Urteil des Himmels bei der Zerstörung der irdischen Stadt und des Tempels, ausführte. „Sie geht unter in der überströmenden Flut“ bezieht sich auf die Schnelligkeit, mit der das Urteil vollstreckt wurde. „Bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstungen„: (1) sagte die rasche Zerstörung Jerusalems voraus, die im Jahre 70 n. Chr. in Erfüllung ging, (2) sagt die Tatsache voraus, dass ab der Zeit der Zerstörung des Tempels bis zum Ende der Zeit [d.h. bis zur Wiederkunft Jahushuas], das Land, das vom ursprünglichen Volk Israel besetzt war, nie mehr Frieden und Stabilität erleben wird. Dies wird heute durch die endlosen Kriege zwischen Israel und seinen Nachbarn bestätigt. Diese Verwüstung wird auch in Daniel 9,27 angedeutet.

Prophezeiung Der 70 Wochen Aus Daniel 9,24-27

So gingen die 70 prophetischen Wochen hinsichtlich jedes Details in Erfüllung, und alles, was der Himmel festlegte, wurde vollbracht:

  1. Die Übertretung sollte beendet werden – bezieht sich auf die Möglichkeit für das jüdische Volk, ihre Übertretungen/Rebellion und auf Jahushuas Sieg über die Übertretungen (Sünde)
  2. Die Sünden abzutun – bezieht sich auf die Möglichkeit für das jüdische Volk, Buße für ihre Sünden zu tun und auf Jahushuas Sieg über die Sünde
  3. Die Missetat zu sühnen – bezieht sich auf Jahushuas Versöhnung für die Sünde am Kreuz
  4. Eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen – bezieht ich auf die ewige Gerechtigkeit, die durch den Glauben an Jahushua und sein Opfer, zur Verfügung steht
  5. Gesicht und Weissagung zu versiegeln – bezieht sich auf die Erfüllung jedes prophetischen Details der Vision
  6. ein Allerheiligstes zu salben – bezieht sich auf die Salbung Jahushuas durch den Heiligen Geist

Die Zeit, die der jüdischen Nation zugeteilt wurde, wurde erfüllt, und das Evangelium sollte nun zu den Heiden gebracht werden. (Siehe Matthäus 21,33-43, um ein bemerkenswertes Gleichnis zu lesen, das auf diese Zeit hinweist, in der „das Königreich Jahuwahs“ von der jüdischen Nation genommen und einem anderen gegeben wird.)


Fügen wir nun alles zusammen .…

Nun, da wir zweifelsfrei festgestellt haben, dass Jahushua, laut der Bibel, im Jahr 31 n. Chr. gekreuzigt wurde, wollen wir die größere Bedeutung dieser Tatsache unter die Lupe nehmen, nämlich, dass der kontinuierliche Wochenzyklus von sieben Tagen, den wir heute halten, nicht ohne Unterbrechung seit der Schöpfung durchgelaufen ist! Der moderne gregorianische Kalender ist eine Fälschung.

Die Kreuzigung

Laut der Bibel wurde Jahushua am Passahtag gekreuzigt, das ist immer der 14. Tag des ersten Mondmonats. Der göttlich angeordnete Zeitplan der Kreuzigung bezeugt, dass Jahushua von Nazareth tatsächlich das Passahlamm „Jahuwahs [gewesen ist], das die Sünden der Welt wegnimmt.“ (Johannes 1,29)

„Im ersten Monat, am vierzehnten [Tag] des Monats, zur Abendzeit, ist das Passah Jahuwahs.“ (Siehe 3. Mose 23,5)

Die Schrift berichtet uns auch, dass dies „der Tag vor dem Sabbat“ war, und damit der 6. Tag der Woche.

„Als aber der Hauptmann, der ihm (Jahushua) gegenüberstand, sah, dass er so schrie und verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war der Sohn Elohims!… Und als es schon Abend geworden war (es war nämlich Rüsttag, das ist der Tag vor dem Sabbat), da kam Joseph von Arimathia, … der wagte es, ging zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jahushuas.“ (Siehe Markus 15,39-43)

Manche sind der Meinung, dass der „Sabbat“, der im obigen Textabschnitt angesprochen wird, sich auf den ersten Tag der ungesäuerten Brote bezieht. Sie gehen davon aus, dass dieser dann auf jeglichen Tag der Woche fallen kann. Der Irrtum dieses Annahme lässt sich leicht dadurch beweisen, dass der Tag nach diesem „Sabbat“ der erste Tag der Woche war.

Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen.“ (Matthäus 28,1)

Manche Samstagssabbathalter behaupten, dass der Erlöser an einem gregorianischen Mittwoch gekreuzigt wurde, dass der Donnerstag der erste Tag des Festes der ungesäuerten Brote (ein Festtags-„Sabbat“) war und dass der „Sabbat“, der in der oben genannten Passage erwähnt wird, ein Samstag war. Diese Überzeugung kann man jedoch dadurch als Irrtum entlarven, dass in diesem Szenario der 10. Abib auf einen gregorianischen Samstag gefallen wäre, der Tag, von dem von Samstagssabbathaltern irrtümlicherweise angenommen wird, dass es der Sabbat der Bibel ist.

Wenn der Samstag der Sabbat wäre - hätte Passah nicht an einem Mittwoch stattfinden können

Dieses Szenario kann nicht korrekt sein, weil den Israeliten aufgetragen wurde, am 10. Tag dieses Monats ein Lamm auszusuchen (2. Mose 12,3). Sollten sie nicht das notwendige Vieh besitzen, aus dessen Bestand sie auswählen konnten, mussten sie eins kaufen. Das Kaufen und Verkaufen ist am Siebenten-Tags-Sabbat natürlich verboten, deshalb müssen die, die sich irrtümlicherweise an den Samstagssabbat klammern, zugeben, dass dieses Szenario falsch sein muss.5

Wir wissen jetzt aus der Schrift, dass Jahushua gekreuzigt wurde:

Nun müssen wir nur noch alle diese Details zusammenfügen. Hier sehen wir ein Diagramm der Mondphasen im Jahr 31 n. Chr., dem Jahr der Kreuzigung. (Anmerkung: Die „New Moon (Neumond)“ – Spalte, zeigt die astronomischen Zeitpunkte der Konjunktion von Sonne und Mond)

chart of the moon's phases in 31 AD

Quelle: http://astropixels.com/ephemeris/phasescat/phases0001.html

Es gibt verschiedene Denkschulen darüber, wann ein biblischer Monat und ein biblisches Jahr beginnen. WLC ist überzeugt davon, dass der Neumondtag im Morgengrauen nach der Konjunktion von Sonne und Mond beginnt. Das neue Jahr beginnt mit dem Neumond, der der Frühjahrestagundnachtgleiche am nächsten ist.8 Wir werden das Jahr der Kreuzigung aber aus allen Blickwinkeln untersuchen und alle möglichen Bestimmungsmethoden verwenden, um festzustellen, ob es überhaupt möglich ist, eine „Freitagskreuzigung“ hinzubekommen.

Zuerst müssen wir den Zeitpunkt der Konjunktion für den März und den April im Jahr 31 n. Chr. festlegen, denn das neue Jahr hätte in beiden Monaten beginnen können, wenn man alle Bestimmungsmethoden berücksichtigt.

Konjunktion:

Wenn wir annehmen, dass der Neumondtag (der erste Tag des Mondmonats) der Tag nach der Konjunktion ist, stellen wir fest, dass das Passahfest (der 14. Tag des Mondmonats) auf den 25. März gefallen wäre (das entspräche im heutigen gregorianischen Kalender dem „Sonntag“), oder auf den 24. April (das entspräche im gregorianischen Kalender dem „Dienstag“). Hier kann man sich den Kalender mit den Planetenwochen6 des Jahres 31 n. Chr. ansehen: http://www.timeanddate.com/calendar/?year=31&country=34

eine Kreuzigung am Freitag ist nicht möglich

Damit kommt man einer „Freitagskreuzigung“ noch nicht einmal nahe.

Nun wollen wir versuchen, die erste sichtbare Mondsichel zu verwenden, um den Monat zu beginnen, wie es viele Traditionalisten befürworten. Nach Aussage von Gelehrten und Astronomen wird die erste Sichel in der Regel frühestens 17-23 Stunden nach der Konjunktion sichtbar, obwohl es einige Berichte gibt, dass man sie „schon 15,5 Stunden nach dem Neunmond [der Konjunktion] gesichtet hat.“ (United States Naval Observatory)

„Etwa 17-23 Stunden nach dem Neumond [Konjunktion] wird ein dünner Halbmond auf der Erde sichtbar.“ (http://www.moonsighting.com/faq_ms.html7)

„Im Jahre 1855 führte Sir G.B. Airy … astronomische Berechnungen … in Bezug auf das Jahr 29 bis 34 n. Chr. durch. Er nahm an, dass 18 Stunden nach der Konjunktion für die Sichtbarkeit ausreichen sollten, vor allem im März und April und im Klima von Judäa. Aber vorsichtshalber rechnete er auch mit 23 Stunden.“ („The Moon’s visibility and the date of the Crucifixion,“ Courtenay R., The Observatory, Bd. 34, S. 228-232 (1911))

Laut dem historischen Forschungsausschuss der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten (Historical Research Committee) wird die erste Mondsichel im Nahen Osten weniger als 42 Stunden nach der Konjunktion sichtbar:

„Im Nahen Osten dauert es 16,5 bis 42 Stunden nach der Konjunktion, bevor der Mond, in Form einer dünnen Mondsichel, wieder sichtbar wird, die dann größer und größer wird, bis zum Vollmond. Das hängt davon ab, ob seine Bewegungen bezüglich seiner Entfernung zur Erde schnell oder langsam sind.“ (The Chronology Of Ezra 7, A Report of the Historical Research Committee Of the General Conference of Seventh-Day Adventists, S. 11)

Zusammenfassung: Die erste Mondsichel…

Das bedeutet, dass wir erwarten sollten, dass die erste Mondsichel immer konsequent 17-42 Stunden nach der Konjunktion in Jerusalem gesehen werden kann.

Jetzt, wo wir klar festgelegte Parameter haben, um die erste sichtbare Mondsichel zu erkennen (d.h. 17-42 Stunden nach der Konjunktion), wollen wir den Monat März im Jahr 31 n. Chr. untersuchen, um zu sehen, ob es möglich ist, zu einer „Freitagskreuzigung“ zu gelangen, wenn man die Methode der ersten sichtbaren Mondsichel verwendet, um den Monat zu beginnen.

Konjunktion = 11. März @ 22:20 Uhr (UTC) = 12. März @ 00:20 Uhr (Jerusalem Zeit, UTC + 2). Unten ist die ungefähre Zeit zwischen der Konjunktion und dem Sonnenuntergang des besagten Datums. (Der Sonnenuntergang in Jerusalem, findet Mitte März um ca. 17:45 Uhr statt)

eine Kreuzigung am Freitag ist nicht möglich

Es ist ganz deutlich, dass eine „Freitagskreuzigung“ im März des Jahres 31 n. Chr. nicht möglich gewesen ist. Nun wollen wir den Monat April genauer untersuchen, um zu sehen, ob es möglich ist, zu einer „Freitagskreuzigung“ zu kommen, wenn man den Monat mit der ersten sichtbaren Mondsichel beginnt.

Konjunktion = 10. April @ 11:33 Uhr (UTC) = 10. April @ 14:33 Uhr (Jerusalem – Sommerzeit, UTC + 3). Unten ist die ungefähre Zeit zwischen der Konjunktion und dem Sonnenuntergang des besagten Datums. (Der Sonnenuntergang in Jerusalem findet Mitte April ca.19:00 Uhr statt.)

a Friday crucifixion is still not possible

Man kann hier wieder ganz klar erkennen, dass es unmöglich ist, auf eine „Freitagskreuzigung“ zu kommen. Um weiterhin zu behaupten, dass die Kreuzigung an einem Freitag im Jahr 31 n. Chr. stattfand, müssen die Traditionalisten davon ausgehen, dass man die erste Mondsichel nicht sehen konnte, bis sie 76,5 Stunden alt und schon zu 10% beleuchtet war. Das liegt weit jenseits der akzeptablen Sichtbarkeitsparameter der 17-42 Stunden!

Erinnern wir uns noch einmal daran, die erste Mondsichel…

Man hätte den Mond höchstwahrscheinlich schon am 11. April sichten können, als er 28,5 Stunden alt war. Wenn aber nicht, hätte man ihn mit Sicherheit am 12. April sehen können, als er etwa 2 Stunden nach der Sonne, mit einem Alter von 52,5 Stunden und einer Beleuchtung von 5% unterging.

Die Annahme, dass der Mond schon 76,5 Stunden alt war, bevor er gesehen werden konnte, ist einfach nicht stichhaltig. Auch wenn eine solche Anomalie möglich gewesen wäre, bringt diese Annahme unvereinbare Auswirkungen mit sich, die sie schlicht als absurd bloßstellen:

Anzunehmen, dass im Jahr 31 n. Chr. eine „Freitagskreuzigung“ stattfand, würde bedeuten, dass der Mond 5 aufeinander folgende Monate (Februar – Juni) immer weit von den anerkannten Parametern für die Sichtbarkeit (17-42 Stunden nach der Konjunktion) abgewichen ist. Wenn man behauptet, dass die Kreuzigung am Freitag, den 27. April im Jahr 31 n. Chr. stattfand, muss man glauben, dass der jüngste Mond, der zwischen Februar und Juni desselben Jahres gesehen werden konnte, immer mindestens 47,75 Stunden alt war.

Traditionalisten, die an einer Kreuzigung am Freitag, den 27. April im Jahr 31 n. Chr. festhalten, müssen annehmen, dass der 13. Februar der Neumondtag war, denn ein Mondmonat ist niemals mehr als 30 Tage lang. Wenn wir vom Neumondtag im März, 30 Tage zurückzählen, kommen wir zum 13. Februar. Dies bedeutet, dass man glauben muss, dass man den Mond bis zum 12. Februar nicht sehen konnte, als er schon 53,25 Stunden alt war, will man an diesem Paradigma festhalten. (Anmerkung: Dieser Mond ging erst etwa 2 Stunden nach der Sonne mit 6% Beleuchtung, unter) Der Mond wäre höchstwahrscheinlich schon am 11. Februar sichtbar gewesen, wenn er etwa 1 Stunde nach der Sonne, etwa 29,25 Stunden alt, mit 2% Beleuchtung unterging.

Traditionalisten, die an einer Kreuzigung am Freitag, den 27. April im Jahr 31 n. Chr. festhalten, müssen annehmen, dass der 15. März der Neumondtag war, denn ein Mondmonat ist niemals mehr als 30 Tage lang. Wenn wir vom Neumondtag im April, 30 Tage zurückzählen, kommen wir zum 15. März. Dies bedeutet, dass man glauben muss, dass man den Mond bis zum 14. März nicht sehen konnte, als er schon 65,5 Stunden alt war, will man an diesem Paradigma festhalten. (Anmerkung: Dieser Mond ging erst etwa 2,5 Stunden nach der Sonne mit 8% Beleuchtung, unter) Der Mond wäre höchstwahrscheinlich schon am 13. März sichtbar gewesen, wenn er etwa 1,5 Stunden nach der Sonne, etwa 41,5 Stunden alt, mit 3% Beleuchtung unterging.

Traditionalisten, die an einer Kreuzigung am Freitag, den 27. April im Jahr 31 n. Chr. festhalten, müssen annehmen, dass der 14. April der Neumondtag war, denn ein Mondmonat ist niemals mehr als 30 Tage lang. Dies bedeutet, dass man glauben muss, dass man den Mond bis zum 13. April nicht sehen konnte, als er schon 76,5 Stunden alt war, will man an diesem Paradigma festhalten. (Anmerkung: Dieser Mond ging erst etwa 3 Stunden nach der Sonne mit 10% Beleuchtung, unter) Auch hier, der Mond wäre höchstwahrscheinlich schon am 11. April sichtbar gewesen, wenn er etwa 2 Stunden nach der Sonne, etwas 52,5 Stunden alt, mit 5% Beleuchtung unterging.

Traditionalisten, die an einer Kreuzigung am Freitag, den 27. April im Jahr 31 n. Chr. festhalten, müssen annehmen, dass der 13. Mai der Neumondtag war. Das ist das günstigste Szenario für dieses Paradigma, denn wenn man einen extra Tag einfügt, um die vorangegangene Lunation zu einem 30-tägigen Monat zu machen, würde das bedeuten, dass man einen noch älteren Mond zur ersten sichtbaren Mondsichel erklären muss. Dies bedeutet, dass man glauben muss, dass man den Mond bis zum 12. Mai nicht sehen konnte, als er schon 62,5 Stunden alt war, will man an diesem Paradigma festhalten. (Anmerkung: Dieser Mond ging erst etwa 2,25 Stunden nach der Sonne mit 6% Beleuchtung, unter) Der Mond wäre höchstwahrscheinlich schon am 11. Mai sichtbar gewesen, wenn er etwa 1,25 Stunden nach der Sonne, etwa 38,5 Stunden alt, mit 2% Beleuchtung unterging.

Traditionalisten, die an einer Kreuzigung am Freitag, den 27. April im Jahr 31 n. Chr. festhalten, müssen annehmen, dass der 11. Juni der Neumondtag war. Das ist das günstigste Szenario für dieses Paradigma, denn wenn man einen extra Tag einfügt, um die vorangegangene Lunation zu einem 30-tägigen Monat zu machen, würde das bedeuten, dass man einen noch älteren Mond zur ersten sichtbaren Mondsichel erklären muss. Dies bedeutet, dass man glauben muss, dass man den Mond bis zum 10. Juni nicht sehen konnte, als er schon 47,75 Stunden alt war, will man an diesem Paradigma festhalten. (Anmerkung: Dieser Mond ging erst etwa 1,75 Stunden nach der Sonne mit 3% Beleuchtung, unter) Der Mond wäre höchstwahrscheinlich schon am 9. Juni sichtbar gewesen, wenn er etwa 0,75 Stunden nach der Sonne, etwa 23,75 Stunden alt, mit 1% Beleuchtung unterging.

Die Anhänger des obigen Modells müssen glauben, dass der jüngste sichtbare Mond zwischen Februar und Juni 31 n. Chr., 47,75 Stunden alt war. Das Alter der ersten sichtbaren Mondsicheln, das man akzeptieren muss, ist: 53,25 Stunden, 65,5 Stunden, 76,5 Stunden, 62,5 Stunden und 47,75 Stunden. Ohne Ausnahme reicht jede einzelne davon weit über die etablierten Parameter zur Bestimmung der Sichtbarkeit hinaus.

Erinnern wir uns noch einmal an die früheste sichtbare Mondsichel. Sie…:

  • kann in der Regel 17-23 Stunden nach der Konjunktion gesehen werden.
  • kann bis zu 42 Stunden nach der Konjunktion brauchen, bevor sie im Nahen Osten sichtbar wird (z. B. Jerusalem).

Anmerkung: Das obige Modell ist das bestmögliche Szenario für diejenigen, die an einer „Freitagskreuzigung“ im Jahr 31 n. Chr. festhalten. Wenn man auch nur eine einzige Änderung in der Anzahl an Tagen vornimmt, die diese Mondmonate aufweisen, dann müsste man einen noch älteren Mond annehmen, als den für die erste sichtbare Mondsichel. Der Ankerpunkt muss der unbewegliche Neumondtag des 14. April sein, von diesem aus muss alles gezählt werden, denn von diesem Tag aus, wird bis zum 14. Tag des Mondmonats (Passah / Kreuzigung) gezählt. Wenn man diesen Tag ändern würde, würde man zu einem 14. Tag des Mondmonat kommen, der nicht auf einem „Freitag“ landen würde. Von diesem Punkt (14. April) kannst du nicht mehr als 30 Tage rückwärts zählen, weil die Mondmonate nie mehr als 30 Tage lang sind. Von diesem Punkt (14. April) ab vorwärts zu zählen bedeutet, mindestens 29 Tage zu zählen, weil Mondmonate nie weniger als 29 Tage lang sind.


Daraus kann man schlussfolgern, dass man, will man eine Freitagskreuzigung, am 27. April im Jahr 31 n. Chr. haben, man nicht nur von einer Anomalie (unerklärliche Unregelmäßigkeit) ausgehen muss, sondern von 5 Stück in Folge! Wie kann jemand guten Gewissens solch eine hanebüchene Sichtweise annehmen? Die Ehrlichkeit verlangt von uns, dass wir den Beweisen folgen, wo sie uns auch immer hinführen, auch wenn das Ergebnis nicht mit unseren Traditionen und lieb gewonnen Annahmen übereinstimmt.

Die Tatsache, dass es im Jahr 31 n. Chr. keine „Freitagskreuzigung“ gegeben haben konnte, wurde von Gelehrten auf der ganzen Linie bestätigt, darunter auch der verstorbene Sir Isaac Newton (der Mann, der von vielen als „Vater der modernen Physik“ geschätzt wurde).

„Er [Newton] schloss deshalb die Jahre 31, 32 und 35 n. Chr. aus, weil der 14. Nisan kein Freitag gewesen sein konnte, was von allen modernen Forschern bestätigt wurde.“ („Newton’s Date for the Crucifixion,“ Pratt, J. P., Quarterly Journal of the Royal Astronomical Society, Bd.32, No. 3/SEP, S. 301, 1991)

Schlussfolgerung:

Die Bibel erklärt anhand von Daniels erstaunlicher „70 Wochen“- Prophezeiung eindeutig, dass der Erlöser Jahr im 31 n. Chr. gekreuzigt wurde. Die Schrift erklärt weiterhin eindeutig, dass die Kreuzigung am 6. Tag der Woche und am 14. Tag des ersten Mondmonats stattfand. Bringt man alle Details des Kalenders zusammen, wird es zweifelsfrei deutlich, dass die Israeliten einen anderen Kalender benutzten, als ihn die Welt heutzutage verwendet. Sie verwendeten nicht den julianischen Kalender, der der Vorgänger des modernen päpstlich-gregorianischen Kalenders mit seinem kontinuierlichen Wochenzyklus war.

Wenn man an einer „Freitagskreuzigung“ im Jahr 31 n. Chr. festhält, kann das nicht das Ergebnis davon sein, dass man den Beweisen ehrlich nachgeht und logische Schlüsse daraus zieht. Wenn man an einer „Freitagskreuzigung“ festhält folgt daraus eigentlich nur, dass man die Tradition höher achtet und die eindeutigen biblischen Beweise hartnäckig ablehnt.

Viele aufrichtige Christen glauben, dass der Samstag der biblische Sabbat ist, aus keinem anderen Grund, außer, dass er der Tag ist, an dem die heutigen „Juden“ Gottesdienst halten. Obwohl es natürlich stimmt, dass die heutigen Juden am Samstag ihren Gottesdiensttag halten, war das nicht immer so. Jüdischen Gelehrte sind sich einig darüber, dass die ursprüngliche Methode der Kalenderführung, sich sehr vom modernen Kalender unterschied und dass die Juden den ursprünglichen Mondsonnenkalender unter der heftigen Verfolgung durch Rom im vierten Jahrhundert n. Chr. aufgaben.

„Wahrend der Herrschaft von Konstantius (337-362) erreichte die Verfolgungen der Juden ein solches Ausmaß, dass … die Berechnung des Kalenders unter Androhung von schweren Strafen verboten wurde.“ („Calendar,“ The Jewish Encyclopedia)

„Der Neumond ist immernoch, und der Sabbat war ursprünglich, abhängig vom Mondzyklus.“ (Universal Jewish Encyclopedia, S. 410)

Wer lehrt, dass der Samstag der Sabbat ist, stützt seinen Glauben ausschließlich auf Vermutungen und Traditionen. Niemand kann einen römisch-gregorianischen Samstagssabbat allein aus der Schrift rechtfertigen. Jeder, der sich an den Samstag klammert, gründet diese Tatsache auf die Traditionen derer, die als Nation den Messias verworfen haben und auf den modernen Kalender, derer, die ihn gekreuzigt haben.

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Ansicht, heißt es nirgendwo in der Schrift, dass der Sabbat „alle sieben Tage“ gehalten werden soll. Vielmehr heißt es, dass der Siebenten-Tags-Sabbat auf die sechs Arbeitstage folgen soll.

„Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat Jahuwahs, deines Elohim.“ (siehe 2. Mose 20, 8-10)

Siehe auch: 2. Mose 16,26. 23,12. 31,15. 34,21. 35,2. 3. Mose 23,3. 5. Mose 5,13-14

Erst wenn man von einem kontinuierlichen Wochenzyklus ausgeht, kann man zu der Schlussfolgerung gelangen, dass der Sabbat auf jeden siebenten Tag fällt. Wenn man die Schrift genau so liest, wie sie geschrieben steht und man alle Texte, die sich auf den Kalender und die Festtage (einschließlich des Sabbats) beziehen, sorgfältig studiert, wird es glasklar, dass der biblische Kalender lunisolar ist und dass dieser überhaupt nicht mit dem modernen päpstlich–gregorianischen Kalender, und seinem Vorgänger, dem julianischen Kalender, übereinstimmt.

In der Bibel beginnt jede Lunation mit der Feier eines besonderen Anbetungstags: dem Neumondtag10. Diesem folgen sechs Arbeitstage und darauf dann ein Siebenten-Tags-Sabbat am achten Tag des Monats. Drei weitere Wochen folgen und enden am 29. Mondtag. Der wöchentliche Zyklus startet dann nach dem nächsten Neumondtag wieder neu. (Kein Monat hat mehr als 30 Tage.)

Die Kreuzigung widerlegt den kontinuierlichen Wochenzyklus image

Jedes mal, wenn in der Bibel einem Siebenten-Tags-Sabbat ein Datum zugeordnet werden kann,
fällt er immer auf den 8., 15., 22., und 29. Tag, eines Mondmonats.

Ursprünglich waren alle antiken Kalender lunisolar und hatten einen wöchentlichen Zyklus (von unterschiedlicher Länge), der jeden Monat wieder von vorne begann. Geschichtsschreiber datieren den ersten Kalender mit einem kontinuierlichen Wochenzyklus, auf 600 v. Chr.. Er wurde in Babylon eingeführt. Bis dahin nutzte kein Kalender einen durchgängigen wöchentlichen Zyklus. Der Wochenzyklus startete entweder zu Beginn des Monats/der Lunation oder zu Beginn des Jahres nach fünf Schalttagen, die das vergangene Jahr vervollständigten, aber nicht Teil eines wöchentlichen Zyklus waren.11

„Wir bitten dich, Geliebter Jahuwahs, dass du nicht einfach unserem Wort vertraust. Bitte studiere das alles für dich selbst.“ Viele Einwände gegen den Mondsabbat, die auf den ersten Blick vernünftig erscheinen, scheitern kläglich, wenn man sie einer genaueren Prüfung unterzieht.“

Tatsache ist, dass der moderne päpstlich-gregorianische Samstagssabbat nicht durch die Bibel oder die Kalendergeschichte begründet werden kann.12 Die fehlerhafte Lehre eines kontinuierlichen Wochenzyklus gründet sich auf nichts weiter, als auf Vermutungen. Es ist höchste Zeit, dass diejenigen, die Jahuwah treu sind, sich von dieser Täuschung befreien und die Bibel allein zu ihrer Glaubens- und Lebensgrundlage machen.

Wir bitten dich, Geliebter Jahuwahs, dass du nicht auf unser Wort vertraust. Bitte studiere das alles für dich selbst.“ Viele Einwände gegen den Mondsabbat, die auf den ersten Blick vernünftig erscheinen, scheitern kläglich, wenn man sie einer genaueren Prüfung unterzieht.

Wir flehen dich an, dass du dieses Thema mit einem offenen Herzen studierst.

Klicke hier, um zu einer Liste mit Artikeln und Videos über den Mondsabbat zu gelangen.

Klicke hier, um zu einer Liste mit Artikeln und Videos über den biblischen Kalender zu gelangen.


Der Mondsabbat | Die Verteidigung – Teil 1

Der Mondsabbat | Die Verteidigung – Teil 1

Die Änderung der Internationalen Datumsgrenze: Der Sabbat unverändert?

Die Änderung der Internationalen Datumsgrenze: Der Sabbat unverändert?

Der Mondsabbat | Die Verteidigung – Teil 3

Der Mondsabbat | Die Verteidigung – Teil 3

Der Mondsabbat | Die Verteidigung – Teil 2

Der Mondsabbat | Die Verteidigung – Teil 2

Alle Bibelzitate sind der Schlachter 2000 entnommen, wenn nicht anders vermerkt.

1 Leider ist es gerade diese bemerkenswerte Prophezeiung, die viele grob fehlinterpretieren, um zu der immer populärer werdenden, und doch unbiblischen Vorstellung zu gelangen, dass in naher Zukunft ein mysteriöser „Antichrist“ erscheinen, und einen 7-jährigen Friedensvertrag mit der Nation Israel unterzeichnen wird. Um mehr Informationen zu diesem wichtigen Thema zu erhalten, siehe bitte: Die heimliche Entrückung: Satans Geheimwaffe

2 Die Prophezeiung der „70 Wochen“ ist die Grundlage einer noch viel größeren Prophezeiung, nämlich der Prophezeiung der „2300 Tage“. Siehe: Daniel 8: Die Prophezeiung der 2300-Abendmorgende leicht gemacht.

3 Das Jahr der Thronbesteigung von Artaxerxes I. war 465-464 v. Chr., sein erstes Regierungsjahr erstreckte sich vom Herbst 464 v. Chr. bis zum Herbst 463 v. Chr.. Wir wissen, dass das „Ausgehen“ des Erlasses des Artaxerxes 457 v. Chr. gewesen ist, weil Esra uns berichtet, dass er im Frühjahr, im ersten [biblischen] Monat, aus Babylon abgereist ist, und in Jerusalem im fünften [biblischen] Monat, des siebten Jahres der Herrschaft des Artaxerxes angekommen ist. „Und er kam im fünften Monat nach Jerusalem, im siebten Jahr des Königs. Denn am ersten Tag des ersten Monats begann der Hinaufzug von Babel, und am ersten Tag des fünften Monats kam er in Jerusalem an, weil die gute Hand seines Elohim über ihm war.“ (Esra 7,8-9)

4 http://de.wikipedia.org/wiki/Tiberius

5 Wenn man den biblischen Mondsonnenkalender benutzt, der bei der Schöpfung eingesetzt wurde, ist das niemals ein Problem. Die Pharisäer, die den Talmud geschrieben haben, mussten besondere Regeln für den Umgang mit diesen Situationen schaffen, von denen keine, durch die Bibel gestützt werden kann. http://www.truthontheweb.org/postpone.htm (Anmerkung: WLC befürwortet in keinster Weise Lehren, die auf dieser Website gefunden werden können. Der angegebene Link illustriert allerdings gut, die vielfältigen Verschiebungsregeln, derer, die sowohl den Kalender des Himmels, als auch den Messias abgelehnt haben.)

6 Zur Zeit Christi hielt Rom nicht die siebentägige Planetenwoche, die heute in der Welt gehalten wird. Sie hielten den 8-tägigen Zyklus des julianischen Kalenders:

7 http://www.moonsighting.com/faq_ms.html – WLC unterstützt in keinster Weise die auf dieser Seite vertretenen Lehren, da sie mit den Lehren des Islam verbunden sind. Allerdings ist es doch so, dass diejenigen, die den Islam praktizieren, obwohl sie auch verführt sind, in ihrem Studium des Mondes und seiner frühesten Sichtbarkeit nach der Konjunktion, sehr genau und sehr fleißig sind, denn durch diese Sichtung beginnen sie ihre Monate.

8 Nach der Methode, die WLC benutzt, wäre das Passahfest auf den 25. März im Jahr 31 n. Chr. gefallen.

9 Die aufgeführten Auf- und Untergangszeiten des Mondes sowie der Beleuchtungsprozentsatz werden von Starry Night Pro, Quick Phase Pro und der Stellarium Software bestätigt. Sie können Stellarium kostenlos unter folgendem Link herunterladen: http://www.stellarium.org/

10 Die Bedeutung des Neumondtags kann an der Tatsache gesehen werden, dass die für den Neumondtag vorgeschriebenen Opfer beträchtlich mehr waren, als die, die für den wöchentlichen Siebenten-Tags-Sabbat vorgeschrieben waren. (4. Mose 28, 11-15)

11 Eviatar Zerubavel, The Seven Day Circle, S. 7-8.

12


Das Geheimnis wird gelüftet

Der Kalender des Schöpfers hat zwei Kategorien von Tagen, die es im modernen päpstlich / heidnischen Kalender nicht gibt. Neumondtage und Translationstage. Wenn man diese versteht, ist es leichter zu begreifen, wie die Zeit ursprünglich gemessen wurde.

Seit fast 2.000
Jahren,
bestimmen große Teile der westlichen Welt die Zeit mithilfe
desselben siebentägigen Wochenzyklus. Das hat unter Christen zu der Illusion
geführt, dass die moderne
Woche
, Sonntag
bis Samstag, schon seit der Schöpfung ohne Unterbrechung durchläuft. Das ist
einfach nicht wahr. Das letzte Land, das den modernen gregorianischen Kalender offiziell
annahm, war Griechenland, im Jahr 1923.

„Die Zeit ist eine Abstraktion, die wir nur bestimmen können, weil sich Dinge verändern (bewegen).“

Österreichischer Physiker, Ernst Mach (1838-1916)

Es dauerte aber noch bis zum Jahr 1949,
bis die ganze Welt in seiner Verwendung vereint war. Das Wissen über die Zeit
und wie sie bestimmt wird, gestattet es einem, die Bedeutung der Neumonde und
Translationstage zu verstehen, die man in der biblischen Methode zur
Zeitbestimmung findet.

Zeit kann nur durch Bewegung gemessen werden.

Menschen messen die Zeit mit Bezug auf Bewegung. Die Zeiger einer Uhr, die sich
um eine Ziffernblatt herum bewegen, beschreiben Stunden, Minuten und Sekunden.
Ein Jahr wird durch die Rotation der Erde um die Sonne beschrieben. Ein Monat
wird durch die Rotation des Mondes um die Erde beschrieben. Ein Tag wird durch
die Rotation der Erde selbst beschrieben. [Anmerkung: WLC stimmt in keiner
Weise dem irreführenden heliozentrischen Modell oder der falschen Vorstellung
zu, dass die Erde ein Globus ist: Die
Wahrheit über die Flache Erde
]

Unterschiede
in der Zeitberechnung: Die Verwechslung der Wochen

abnehmender MondOhne Bewegung kann die Zeit nicht gemessen werden. Der moderne Kalender ist ein
Sonnenkalender, der seine Tage und Jahre ausschließlich auf die Sonne stützt.
Im modernen Kalender sind die Wochen und Monate nicht auf irgendetwas in der
Natur gegründet. Sie sind völlig willkürlich. Dadurch unterscheidet sich
dieser Kalender von dem Mondsonnenkalender, den Jahuwah bei der Schöpfung der
Welt eingesetzt hat.

Der Schöpfungskalender ist vollständig auf die Natur gegründet. Von den Jahren,
über die Monate, von den Wochen bis zu den Tagen, basiert alles auf Bewegung.
Das Wort „Monat“ stammt ursprünglich vom Wort „Mond“ ab. In der
Antike beruhten die Monate immer auf der Bewegung des Mondes. Die Wochen waren
wiederum Unterteilungen des Monats, oder der Lunation. „Der hebräische Sabbathon
… wurde immer in Intervallen von sieben Tagen gefeiert, die mit den
Veränderungen der Mondphasen zusammenfielen…“2 Die Tatsache, dass
die Monate und Wochen des biblischen Kalenders auch auf Bewegungen in der Natur
beruhen, stellt den größten Unterschied zwischen Jahuwahs Mondsonnenkalender
und dem heidnisch – päpstlichen Sonnenkalender, der heute benutzt wird, dar.
Dieselbe Tatsache sorgt auch für die größten Missverständnisse.

Beide Kalender berücksichtigen, wie lange es dauert, bis die Erde eine
Umdrehung um die Sonne beendet (ein Jahr). Beide teilen auch das Jahr in
kleinere, überschaubare Abschnitte ein. Aber dann war es das auch schon mit
Gemeinsamkeiten. Der moderne Kalender hat Monate mit der Länge von 28 bis 31
Tagen. Die Monate sind nicht an irgendetwas in der Natur gekoppelt.
Infolgedessen läuft die Woche kontinuierlich und ohne Unterbrechung von einem
Monat zum nächsten, und von einem Jahr zum nächsten.

„Der Sabbat hing in der Nomadenzeit Israels von der Beobachtung der Mondphasen ab, … er konnte laut dieser Ansicht kein fester Tag sein.“

Jewishencyclopedia.com

Der
Schöpferkalender
,
hingegen, gründet jeden Monat auf die Bewegungen des Mondes. Jeder Monat
beginnt mit dem Neumond. Die Woche, die eine Unterteilung des Monats ist,
startet an jedem Neumond wieder von neuem. „Der hebräische Monat ist ein
Mondmonat und ein Viertel dieser Zeitspanne – eine Mondphase – scheint die
siebentägige Woche bestimmt zu haben.“3 Dies ist das
schwierigste Konzept, dass man verstehen muss, wenn man beginnt den Kalender
der Schöpfung zu studieren: Der heutige Sonnenkalender hat einen, kontinuierlichen
Wochenzyklus
, der
Schöpferkalender nicht.

Neumonde sind bedeutende Bestandteile der biblischen Methode zur Zeitmessung,
da sie der Zeitpunkt sind, bei dem der Wochenzyklus für diesen Monat neu
gestartet wird. Der Ausdruck „Neumond“ in der Schrift stammt vom
hebräischen Wort Chodesh ab. The New Strong’s
Exhaustive Concordance of the Bible definiert Chodesh als
„der Neumond; impliziert [Impl.] ein Monat.“ The New Strong’s Expanded Dictionary of Bible Words legt es
deutlich aus: „Chodesh kann sich auf einen „Monat“ oder
den Zeitraum von einem Neumond zum nächsten beziehen. . . . In einer weiteren
Abstufung bezieht sich das Wort nicht so sehr auf ein Zeitmaß, sondern viel
mehr auf einen Zeitraum, oder einen Kalendermonat“4

So kann sich „Neumond“ in der Bibel beziehen auf:

  1. Den
    ersten Tag des neuen Monats.
  2. Die
    Zeitspanne zwischen einem Neumond und dem nächsten.
  3. Einen
    Kalendermonat.

„So wie der Neumond und der Sabbat Mondfeste waren, waren das Passah (zusammen mit dem Fest der ungesäuerten Brote), Pfingsten und das Laubhüttenfest Sonnenfeste, d.h. Feste, die den Jahreszeiten folgten.“

A Dictionary of the Bible: Dealing With Its Language, Literature, and Contents Including Biblical Theology, 1898, Bd.1, S.860.

Die
Schrift enthält mehrere Hinweise5 auf den Neumond als den Tag, an
dem der neue Monat begann. Die äußerst enge Korrelation des Monats als
Zeitspanne, die mit einer Mondlunation verbunden ist, kann man anhand der
Tatsache feststellen, dass es sogar noch mehr biblische Hinweise6
gibt, die das Wort chodesh im Sinne eines Kalendermonats verwenden, als
es für den ersten Tag des Monats verwendet wird. Chodesh wird 20 mal in
der Bibel im Bezug zum ersten Tag einer neuen Lunation verwendet. Es wird aber
251 mal verwendet um den ganzen Kalendermonat, oder die Lunation, zu
beschreiben.

Ein anderes hebräisches Wort, das einen
Kalendermonat mit dem Mond verbindet, ist yerach, (# 3391). Dieses Wort
für „Monat“ bezieht sich nicht auf einen Neumond, sondern
verbindet einen Kalendermonat mit einer Lunation: „Eine Lunation,
d.h. ein Monat: – Monat, Mond.“7 Beide Wörter
verbinden einen Kalendermonat mit einer Lunation des Mondes:

Chodesh: Neumond; Monat; Lunation
Yerach: Monat; Lunation, Mond

Die Neumondtage haben keinen entsprechenden Tag im gregorianischen Kalender, da
dessen Monate von irgendetwas messbarem in der Natur losgelöst sind. Deshalb
sind viele Menschen verwirrt darüber, was an den Neumondtagen zu tun ist, oder
wie man sie hält. Die Schrift offenbart allerdings einiges über die Einhaltung
des Neumondtags:

  1. Neumondtage
    waren keine Handelstage.
  2. Neumondtage
    waren Tage der Danksagung.
  3. Neumondtage
    waren Anbetungstage.

Neumondtage
sind keine Handelstage

Die Juden hatten immer den Ruf, dass sie sehr „gut“ mit Geld umgehen konnten: d.h.,dass sie jede Gelegenheit nutzen, um noch mehr Geld zu verdienen und den
Heiden große Zinsen abverlangten. Sie waren zu Zeiten der Bibel nicht anders.
Wenn sie sich im Glaubensabfall befanden, ärgerten sie sich, dass sie ihre
Geschäfte an Neumondtagen und Sabbaten schließen mussten. Die Bibel beschreibt
das Gejammer dieser gierigen Händler:

ein Mann und eine Frau schliessen eine Geschäftsvereinbarung

Wann [endlich] ist der Neumond vorüber, damit wir Getreide verkaufen, und der Sabbat,
dass wir Korn anbieten, damit wir das Ephamaß verkleinern und das
Schekelgewicht erhöhen und die Waage zum Betrug fälschen können?

Dass wir die Bedürftigen um Geld und den
Armen für ein Paar Schuhe kriegen und Spreu als Korn verkaufen können?

Jahuwah hat geschworen bei [sich,] dem
Ruhm Jakobs: Niemals werde ich irgendeine ihrer Taten vergessen! (Amos 8,5-7)

Arbeiten, die die Stiftshütte betrafen, waren aber erlaubt

„Und Jahuwah redete mit Mose und sprach: Am ersten Tag des ersten Monats sollst
du die Wohnung, die Stiftshütte, aufrichten.

Und Mose tat alles, wie es ihm Jahuwah
geboten hatte; genau so machte er es.

Und es
geschah im zweiten Jahr, am ersten Tag des ersten Monats, da wurde die Wohnung
aufgerichtet.“ (2. Mose 40, 1-2.16-17)

Es ist durchaus möglich, allerdings nicht bekannt, dass auch andere Arten von
„Arbeit“ am Neumondtag akzeptabel waren. Allerdings sollte keine
Arbeit getan werden, die zum Lebensunterhalt diente, sowie keine Geschäfte
abgeschlossen werden, oder irgendeine alltägliche Arbeit, die auch an jedem
anderen Tag durchgeführt werden konnte, getan werden.

„Zu Zeiten der ersten Propheten war der Neumond in der gleichen Kategorie wie eine andere Beobachtung des Mondes, der Sabbat.“

Scribner’s Dictionary of the Bible, 1898 ed., S. 521.

Neumondtage
waren Tage der Danksagung

Die Neumondtage waren eine Zeit für Familienzusammenkünfte, gemeinsame
Mahlzeiten, Freude über die Segnungen des vergangenen Monats und sich Jahuwah
für den kommenden Monat erneut zu weihen. Sowohl die Bibel, als auch die außerbiblischen Quellen
zeigen, dass man an Neumondtagen Zeit mit der Familie und mit Freunden bei
einer gemeinsamen Mahlzeit verbringen kann. Einige Quellen deuten darauf hin,
dass es ein Tag war, an dem besonders Frauen von den vielen Lasten der
Hausarbeit befreit waren. Wiederum zeigen weitere Textstellen
der Bibel
, dass
Neumondtage und Sabbate eine Zeit waren, in der die Menschen besondere Anfragen
an die Propheten stellen konnten.

Neumondtage waren ursprünglich Anbetungstage

Wo die Schrift schweigt, kann die Geschichtsschreibung zusätzliches Licht
hervorbringen. Eine frühe Auflage der Universal Jewish Encyclopedia schreibt,
dass Neumondtage ursprünglich Anbetungstage waren:

Der Sabbat und der Neumondtag
(Rosh Hodesh) finden beide immer wieder zyklisch über den Verlauf eines Jahres
statt. Der Neumond ist noch und der Sabbat
war ursprünglich abhängig vom Mondzyklus.
Beide
reichen bis auf die Nomadenzeit Israels zurück. Ursprünglich wurde der Neumondtag in der gleichen Weise gehalten, wie der Sabbat; er wurde
immer unwichtiger, während der Sabbat mehr und mehr ein Tag der Religion und
der Menschlichkeit, der religiösen Meditation und Unterweisung, des Friedens
und Freude der Seele wurde.“8

Die Translationstage

Die Translationstage haben, genau wie die Neumondtage, keine direkte
Entsprechung im modernen Sonnenkalender. Allerdings ist es wichtig zu
verstehen, was sie sind, um ein klares Verständnis von Jahuwahs Kalender zu
bekommen.

sternenbedeckter Nachthimmel„Translationstag“
ist natürlich ein astronomischer Begriff, den man in der Schrift nicht findet.
Allerdings ist die Tatsache, dass die biblischen Monate auf den Zyklen des
Mondes basieren, ein hinreichender Beweis dafür, dass sie im biblischen
Kalender existieren. Nach dem United States Naval Observatory, dauert
eine Lunation 29,5 Tage. Im Allgemeinen hat dadurch jeder Monat entweder 29
Tage oder 30 Tage. Eine Lunation hat nie weniger als 29 Tage und nie mehr als
30 Tage. Das ist eine nachweisbare
astronomische Tatsache
.

Astronomen verwenden den Begriff „Translationstag“, um den 30. Tag
einer Lunation zu bezeichnen. Er fällt auf das Ende eines Mondzyklus, auf dem
„schwarzen Mond“, wenn der Mond nicht gesehen werden kann.

Weil die Zeit selbst kontinuierlich ist, haben viele angenommen, dass das
System, in der die Zeit bestimmt wird auch zwangsläufig fortlaufend sein muss.
Dies ist eine fehlerhafte Annahme. Ursprünglich waren alle antiken Kalender
lunisolare Kalender. Der Wochenzyklus (der unterschiedlich lang war) startete
an jedem Neumondtag von vorne. Die Geschichtsschreibung datiert den ersten
Kalender mit einem durchlaufenden Wochenzyklus nach Babylon um das Jahr 600 v.
Chr.. Bis dahin hatte kein Kalender einen kontinuierlichen Wochenzyklus, der
niemals unterbrochen wurde. Der wöchentliche Zyklus begann entweder am Anfang
des Monats / der Lunation oder am Anfang des Jahres nach fünf Schalttagen, die
das Vorjahr abschlossen, aber nicht Teil eines wöchentlichen Zyklus waren.9

Alle Zeit muss festgehalten werden. Deshalb sind Translationstage auch keine
„Nichttage“, wie manche behaupten. Sie haben ein Datum: den 30. in jedem Monat
mit dreißig Tagen. Der 30. des Monats, genau wie der erste des Monats, war
nicht Teil des siebentägigen Wochenzyklus. Allerdings wurde er natürlich
gezählt und hatte auch ein Datum.

Das manche
von den Translationstagen verwirrt wurden, hat dazu geführt, dass sie den
biblischen Mondsonnenkalender ablehnten. Das vierte Gebot fordert
unmissverständlich: „Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke
tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat
Jahuwahs, deines Eloah.“ (2. Mose 20,9-10) Da man die Translationstage
nicht verstand, hat man fälschlicherweise angenommen, dass in einem Monat mit
30 Tagen insgesamt 9 Tage zwischen dem Siebenten-Tags-Sabbat am 29. eines
Monats und dem darauf folgenden
Siebenten-Tags-Sabbat am 8. des neuen Monats gibt. Das scheint deshalb
problematisch zu sein, weil die Zeitspanne größer ist als das Intervall von
sechs Arbeitstagen zwischen den Sabbaten, das im 4. Gebot genannt wird. Doch
weil Neumondtage auch in einer Kategorie von heiligen Tagen sind, gibt es nie
mehr als sechs Arbeitstage zwischen den Anbetungstagen. (Ein Mondmonat hat nie
mehr als 30 Tage und ist niemals kürzer als 29 Tage, so dass der Tag nach dem
30., der Neumond ist, der auch immer den neuen Monat beginnt. Es kann
gelegentlich vorkommen, dass aufeinander folgende Monate 29 oder 30 Tagen lang
sind, da dies durch den Mond reguliert wird.)

Mondsonnenkalender

Die Annahme, dass zu viele Arbeitstage zwischen den Sabbaten sein werden,
stammt daher, dass man nicht versteht, dass der Neumondtag selbst auch ein
Gottesdiensttag ist, der einen neuen Zyklus von 4 Wochen beginnt: sechs
Arbeitstage, auf die jeweils ein Siebenten-Tags-Sabbat folgt. Da der Neumondtag
den neuen Wochenzyklus für den neuen Monat startet, gehören die
Translationstage nicht zum Wochenzyklus, obwohl sie ein Tag mit einem Datum
sind. Die Translationstage, die immer der 30. eines Mondmonats sind, können
niemals zum kommenden Monat gerechnet werden. Sie können auch kein Datum im
neuen Monat haben, weil der nächste Monat immer mit dem Neumondtag
beginnt, der der Tag nach dem Translationstag ist. Mit dem Neumondtag
beginnt ein neuer Zyklus von vier Wochen. Interessanterweise entsteht diese
Verwirrung immer unter denen im Westen, die nur einen Kalender mit einem
kontinuierlichen wöchentlichen Zyklus kennengelernt haben. In Ländern, die eine
mondbasierte Kalenderführung für ihren religiösen Kalender verwenden, begreifen
die Menschen dieses Konzept einfacher.

Jahuwah hat immer klar, durch den Namen oder durch das Datum, angegeben, welche
Tage heilig gehalten werden sollen. So sind alle Tage, die nicht ausdrücklich
als heilige
Tage

bezeichnet werden, Arbeitstage. Es gibt nie mehr als sechs Arbeitstage zwischen
den Ruhezeiten, da auch Neumondtage Ruhetage sind.

Unterschiedliche
Kategorien heiliger Tage

Der gregorianische Sonnenkalender kennt verschiedene Kategorien
von Tagen
:
Arbeits-/ Schultage, Wochenenden (an denen die meisten Menschen nicht arbeiten
gehen) und die nationalen Feiertage. Der Biblische Kalender hat drei Kategorien
von Anbetungstagen:

  1. Wöchentliche
    (Siebenten-Tags-Sabbate)
  2. Monatliche
    (Neumondtage)
  3. Jährliche
    (jährliche Feste)
Opfer für Neumondtage

Die Bedeutung des Neumonds ist in der Tatsache zu erkennen, dass die Opfer, die für den Neumondtag vorgeschrieben wurden, wesentlich mehr waren als die, die für den wöchentlichen Siebenten-Tag-Sabbat vorgeschrieben waren!

Viele Menschen, die vom biblischen Kalender überzeugt worden sind, halten die
wöchentlichen und jährlichen Festtage, aber das monatliche Halten des
Neumondtags wird häufig übersehen. Teilweise ist das der Unkenntnis geschuldet,
wie man den Neumondtag überhaupt hält. Allerdings ist die Bedeutung des
Neumondes in der Tatsache zu erkennen, dass die Opfer, die für den Neumondtag
vorgeschrieben wurden, wesentlich mehr waren als die, die für den
wöchentlichen Siebenten-Tag-Sabbat vorgeschrieben waren! Die Opfer, die
für den Siebenten-Tags-Sabbat erforderlich
waren, waren lediglich die beiden
Lämmer, die jeden Tag
zu opfern waren
, plus
zwei zusätzliche Lämmer und ein kleines Speis- und Trankopfer. Die Opfer für
Neumondtage

beinhalteten jedoch zwei junge Ochsen, einen Widder und sieben Lämmer,
sowie ein reichhaltiges Speis- und Trankopfer, zusätzlich zu den beiden Lämmern,
die jeden Tag dar gebracht wurden.

Unter dem Opfersystem des alten Bundes verbrannten die Priester jeden Tag ein
Morgen- und ein Abendopfer. Jahuwah legte fest, welche Opfer an welchen Tagen
dar gebracht werden sollten. Das normale Opfer eines Tages war ein Lamm. Die
größeren und teureren Opfer wurden auf den jährlichen Festen dar gebracht. Wenn
man die Tage auf der Grundlage der für diesen Tag geforderten Opfer auflisten
würde, so wäre dies das Ergebnis (vom geringsten zum wichtigsten):

4. Normale Arbeitstage
3. Wöchentliche Siebenten-Tags-Sabbate
2. Neumondtage
1. Jährliche
Feste

Der
Kalender: Denkmal der Schöpfung

Die ganze Schöpfung wurde so entworfen, dass sie die Wahrheiten über den
Schöpfer enthüllt und die Herzen und den
Geist des Menschen in dankbarer Anerkennung zu seinem Schöpfer zieht. Der
Kalender Jahuwahs wurde genau zu diesem ein Paar betet gemeinsamZweck göttlich entworfen. Der wöchentliche
Siebenten-Tags-Sabbat soll, ausdrücklich für die Anbetung des Schöpfers,
abgesondert werden. Das Wort „Sabbat“ kommt von shabath (# 7673) und
bedeutet „ruhen, d.h. Anstrengung unterlassen.“10 Aber es
waren nicht nur die wöchentlichen Sabbate, die man absondern sollte.
Ursprünglich waren die monatlichen Neumondtage und natürlich die jährlichen
Feste, alles Zeiten, um sich der Güte des Schöpfers zu erinnern.

„Die vier Viertel des Mondes liefern eine offensichtliche Einteilung des Monats
… es ist höchst bedeutsam, dass in den älteren Teilen der hebräischen
Schriften der Neumondtag und der Sabbat fast ausnahmslos zusammen erwähnt
werden. Der [Mond] – Monat ist ohne Frage eine alte heilige Zeiteinteilung die
allen Semiten gemeinsam war. Selbst die Araber, die die Woche erst zu einer
späten Epoche von den Syrern übernahmen, begrüßten den Neumond mit religiösen
Feierlichkeiten. … Man kann nicht mehr genau bestimmen, wann der Sabbat vom
Monatszyklus getrennt wurde.“11

Die heiligen Zeiten Jahuwahs, einschließlich der Neumondtage, sind eine Zeit
der erneuten Hingabe an den Schöpfer, eine Zeit der Entschleunigung. Nimm die
Geschenke des Vaters, die Familie, Freunde und andere Segnungen, an. Die Neumondtage
sind ein Segen
für jeden
der diese Zeit absondert, um die Segnungen und Geschenke Jahuwahs anzuerkennen.
Sie werden durch die Zeitalter der Ewigkeit gehalten werden, wo die Erlösten
sich an den endlosen Segnungen des liebenden Schöpfers erfreuen.

„Und es wird geschehen, dass an jedem
Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir
anzubeten, spricht Jahuwah.“ (Jesaja 66,23)


1 http://www.articlesnatch.com/Article/What-Is-Time–/137691#.VONrLDoTvjA

2 Encyclopedia Biblica, 1899
ed., S. 4180.

3 Ebd., S. 4780

4 #2320, The New Strong’s
Expanded Dictionary of Bible Words, S. 453.

5 1. Chronik 23,31; 2. Chronik 2,4; 2. Chronik 8,13; 2. Chronik 31,3; Esra 3,5; Nehemia 10,33; Jesaja 1,13-14; Hosea 2,11; Psalm 81,4

6 1. Mose 38,2; 2. Mose 12,2; 4. Mose 10,10; Richter 11,37-38; 1. Samuel 27,7; 2. Samuel 24,13; 2. Könige 23,31; Ehster 2,12; Hesekiel 39,12-14; Amos 4,7 usw.

7 New Strong’s Exhaustive
Concordance of the Bible

8 Universal Jewish
Encyclopedia, S. 410.

9 Eviatar Zerubavel, The
Seven Day Circle, S. 7-8

10 The New Strong’s Expanded
Dictionary of Bible Words, S. 833.

11 Encyclopedia Biblica,,
S. 4178-4179.

„Gedenke
an den Sabbattag und heilige ihn! Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine
Werke tun; aber am siebten Tag ist der Sabbat.“
(2. Mose 20, 8-9)

Den Menschen, die den biblischen Geboten gehorchen
wollen, stellt sich die Frage: „Welcher ist der erste Tag?“ Jeder kann bis sieben zählen, aber wo
beginnt
man zu zählen? Wie kann man wissen, welcher der wahre siebente Tag
ist? ein Junge hält sieben Finger hochDer Schöpfer, der die Woche machte, entwarf auch einen Monat, in den er
diese Woche einbettete. Der Kalender der Schöpfung beginnt mit dem
Neumondtag, gefolgt von vier vollständigen Wochen. Jede Woche enthält sechs
Arbeitstage und eine Sabbatruhe am siebten Tag.

Am Anfang entwarf der
Schöpfer die Bewegung der Sonne und des Mondes, um die Zeit zu messen.

„Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung sein, zur
Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen als Zeichen dienen und zur
Bestimmung der Zeiten [H41501, religiöse Versammlungen] und der Tage und
Jahre,… die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages
und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht.“ (1. Mose 1, 14, 16-18)

Zeit kann nur durch Bewegung gemessen werden. Die Rotation der Erde misst einen
Tag. Nach 365 und einem viertel Tag kehren die Sonne und die Erde in dieselbe
relative Stellung zurück. Dies ist ein Sonnenjahr. Der Zyklus des Mondes, der
29 und einen halben Tag dauert, bemisst eine Lunation, die die Grundlage des
Monats ist. Zwölf und eine Drittel Lunation sind genauso lang wie ein
Sonnenjahr.

Es gibt drei grundlegende
Kalenderformate, welche die Bewegungen der Sonne und des Mondes verwenden:

  1. Solar: die Messung der Bewegung von Erde und
    Sonne.

    Sonnenkalender verwenden nur die Sonne um ausschließlich die Länge des Jahres
    zu messen. Monate sind beliebig lang und haben
    keine Verbindung zur Natur. Im gregorianischen Sonnenkalender laufen die
    Wochen kontinuierlich durch. Selbst Schalttage, die alle vier Jahre eingefügt
    werden, unterbrechen den kontinuierlichen Wochenzyklus nicht.

  2. Lunar: die Messung der Bewegung des Mondes

    Mondkalender basieren ausschließlich auf den Zyklen des
    Mondes. Die Monate, welche mit der ersten Morgendämmerung nach der Konjunktion
    beginnen, laufen kontinuierlich durch und werden nicht an das Sonnenjahr
    angepasst. Da aber 12 Lunationen 11 Tage kürzer sind als ein Sonnenjahr,
    schwanken die Mondmonate durch die Jahreszeiten.

  3. Luni-solar: Mondmonate werden im Sonnenjahr
    verankert.

    Die Sonne und der Mond, die zusammenarbeiten, bringen einen lunisolaren
    Kalender hervor. Lunationen werden an das längere Sonnenjahr angepasst, indem
    ein 13. Monat, sieben Mal in 19 Jahren, eingefügt wird. Der wöchentliche Zyklus
    beginnt mit jedem Neumond von vorne. Jede Lunation beinhaltet vier vollständige
    Wochen.

Der bei der Schöpfung begründete Kalender ist lunisolar. Es ist das genaueste und präziseste System zur Zeitbestimmung.

In der Schrift beginnt jede
Lunation mit der Feier eines besonderen Gottesdienstes: dem Neumondtag. Weil er
ein Anbetungstag ist, kann er nicht als Teil der 6 Arbeitstage in der ersten
Woche eines jeden Monats betrachtet werden. Der Neumondtag beginnt mit der
ersten Dämmerung nach dem astronomischen Neumond, auch bekannt als Konjunktion.
Sechs Arbeitstage folgen und danach ein siebenten-Tags-Sabbat am achten Tag des
Monats. Drei weitere Wochen folgen und enden am 29. Tag. Durch Messung und
Berechnung in den Tagen vor dem 29., wird
die Zeit der Konjunktion bestimmt. Auf diese Weise kann man feststellen, ob der
Monat 29 oder 30 Tage hat. Kein Monat hat jemals mehr als 30 Tage.

Der wahre Mondsonnenkalender ist sehr benutzerfreundlich. Alle Wochentage
fallen immer auf die gleichen Daten des Monats. Der Kalender des SchöpfersJedes Mal, wenn einem
siebenten-Tags-Sabbat in der Schrift einem Datum zugeordnet werden kann, fällt
er immer auf den 8., 15., 22. und 29. Tag des Monats.

Die Bibel sagt, dass der Mond eigens geschaffen wurde, um die Zeiten für die
Anbetung zu bestimmen.

„Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der [bestimmten] Zeiten [H41501,
Gottesdienstzeiten];“ (Psalm 104, 19).

Die Schöpfungswoche endete mit einem Sabbattag der Ruhe. Exodus 31 besagt, dass
der Sabbat für immer gehalten werden soll.

„Haltet nur ja meine Sabbate! Denn das ist ein Zeichen
zwischen mir und euch für alle eure [künftigen] Geschlechter, damit ihr
erkennt, dass ich Jahuwah bin, der euch heiligt.“ (2. Mose 31, 13)

Der siebenten-Tags-Sabbat
wurde vom Schöpfer als Zeichen der Loyalität zwischen ihm und seinem Volk
entworfen. Der Feind, Luzifer, hat den Kalender verändert und die Anbetung
geraubt, die dem Schöpfer zusteht. Durch menschliche Tradition und unbegründete
Vermutungen hat Luzifer die Welt darin vereint einen reinen Sonnenkalender mit kontinuierlichem Wochenrhythmus zu benutzen. Wann jemand anbetet, zeigt, wem diese
Anbetung zuteil wird. Alle, die einen reinen Sonnenkalender für die Bestimmung
ihrer Anbetungstage verwenden, geben unwissentlich, ihre Treue und Verehrung
dem großen Verführer.

Diejenigen, die dem Schöpfer ihre Treue zeigen wollen, werden ihn an dem Tag
anbeten, den Er bestimmt hat. Um den richtigen Tag der Anbetung zu finden, muss
der bei der Schöpfung eingesetzte Mondsonnenkalender benutzt werden.

Die Schrift zeigt, dass der Kalender, der in alle Ewigkeit für die Bestimmung
der Anbetungstage verwendet wird, auf dem Neumond basiert:

„Und es wird geschehen, daß an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles
Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten.“ (Jesaja 66, 23)

Wen betest Du an? Wem zeigst Du deine Treue? Der Kalender, den Du
verwendest um Anbetungszeiten zu bestimmen, verdeutlicht welche Gottheit, Du
anbetest.


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1 „Da die jüdischen Feste in regelmäßigen Abständen
auftraten, ist dieses Wort eng mit ihnen identifiziert … Mo’ed wird in einem
weiten Sinn für alle religiösen Versammlungen verwendet und war eng mit dem Heiligtum selbst verbunden … [Jahuwah] traf
Israel dort zu bestimmten Zeiten, um seinen Willen kundzutun. Es ist ein
gebräuchlicher Begriff für die Gottesdienstversammlungen von … (Jahuwahs)
Volk.“ (Siehe # 4150, „Lexikalische Hilfen zum Alten Testament“,
Hebräisch-Griechische Schlüsselwortstudie Bibel, KJV.)

Moderne Sabbathalter bestehen darauf, dass der Samstag
der biblische Sabbat ist. Sie begründen das mit der Annahme, dass die
siebentägige Woche seit der Schöpfung ohne Unterbrechung durchgelaufen ist. Ein
Grund für diese Annahme ist, dass zu der Zeit
als der julianische Kalender zum gregorianischen Kalender wurde, keine
Wochentage verloren gingen. Auf Donnerstag, den 4. Oktober 1582 im julianischen
Kalender folgte Freitag, der 15. Oktober im neuen gregorianischen Kalender. Es
wird behauptet: Da keine Tage „verloren“ gingen, als der Kalender vom
julianischen in den gregorianischen umgewandelt wurde, die moderne Woche
identisch mit der biblischen Woche ist.

Diese Annahme wird durch die historischen Tatsachen des julianischen Kalenders
selbst widerlegt. Der Kalender der römischen Republik, wie alle antiken
Kalender, basierte ursprünglich auf den
Phasen des Mondes. Heidnische, römische Priester, genannt Päpste, kontrollierten
den Kalender, indem sie den Beginn der Monate ankündigten.

Büste von Julius Cäesar
Julius Cæsar

Diese Pontifexe, die auch ein politisches Amt bekleiden konnten, manipulierten
den Kalender aus politischen Gründen schamlos, indem sie Schaltmonate
einfügten, um ihre Lieblingspolitiker länger im Amt zu behalten. Umgekehrt
ließen sie die notwendigen Schaltmonate aus, um die Amtszeit eines politischen
Gegner zu verkürzen. Zur Zeit von Julius Cæsar, waren die Daten des Kalenders
völlig losgelöst von den Jahreszeiten. Julius Cæsar nahm sein Recht1 als Pontifex
Maximus2 wahr und
reformierte diesen Kalender, der zwischenzeitlich umständlich und ungenau
geworden war.

In der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. lud Julius Cæsar Sosigenes, einen Astronomen aus Alexandrien, ein. Dieser
sollte ihn zu einer Kalenderreform beraten. Sosigenes entschied, dass der
einzige praktische Schritt sei, den Mondkalender ganz aufzugeben. Die Monate
sollten auf Basis der Jahreszeiten angeordnet werden. Wie im ägyptischen
Kalender sollte ein reines Sonnenjahr verwendet werden. . . .3

Beachte, dass Sosigenes‘ große Reform die Abschaffung der
Kalenderberechnung anhand des Mondes war:

„Die große Schwierigkeit für jeden Kalenderreformer
bestand darin, eine Veränderung herbeizuführen, die es den Monaten erlaubt, in
Einklang mit den Mondphasen und dem Jahr mit den Jahreszeiten zu bleiben, was
unmöglich erschien. Es war notwendig, grundsätzlich mit der traditionellen
Berechnung zu brechen, um einen effizienten, saisonalen Kalender zu
erschaffen.“4

Um den neuen Kalender in Übereinstimmung mit den
Jahreszeiten zu bringen, wurde es notwendig, dem Jahr 90 Tage hinzuzufügen.
Dieses Jahr wurde damals bekannt als das Jahr der Verwirrung. Jedoch sah weder
der julianische Kalender von 45 v. Chr. noch der julianische Kalender aus der
Zeit Christi, wie der julianische Kalender aus, den Papst Gregor XIII.
anpasste. Somit sah er auch nicht wie der gregorianische Kalender von heute
aus. Es gab keinen Samstag (oder siebenten-Tags-Sabbat am Ende der Woche) im
ursprünglichen julianischen Kalender.

Der julianische Kalender,
wie auch der Kalender der vorausgegangenen Republik, hatte ursprünglich einen
achttägigen Zyklus. Jeder achte Tag war ein Nundinæ oder ein Markttag. Die
Kalender wurden nicht in Rastern wie bei modernen Kalendern üblich angeordnet,
sondern die Daten wurden in Spalten aufgelistet. Beispielsweise begann Januar
mit dem Tag „A“ und so ging es durch die acht Tage der Woche (A bis
H) um den Monat mit Tag „E“ zu beenden.

Anders als der hebräische Kalender, hatte der römische Kalender einen
kontinuierlichen, wöchentlichen Zyklus durch das gesamte Jahr. Am Ende des
Jahres wurde dann ein wenig angepasst. Da der Januar am Tag „E“
endete, begann Februar am Tag „F“. Ebenso endete Februar am Tag „A“, also
begann März am Tag „B“:

A k Jan F k Feb B k Mar
B G C
C H D
D A E
E, etc. B, etc. F, etc.

Im Folgenden ist eine
Rekonstruktion der Fasti Antiates, ein vorjulianischer Kalender aus den
60er Jahren v. Chr. Er wurde am Standort
von Neros Villa in Antium gefunden. Der Buchstabe A wurde rot markiert, um den
Beginn der Woche anzuzeigen.

Kalender der römischen Republik
Wiederherstellung der Fasti Antiates, des einzigen Kalenders der römischen Republik, der noch existiert.5

Es gibt dreizehn Säulen.
Januar, auf der linken Seite, beginnt am Tag „A“ und endet am Tag
„E“. Am unteren Ende jeder Spalte befinden sich eine große, römische Ziffern, die die Anzahl der Tage
in diesem Monat angibt. Die rechte Spalte ist der 13. Monat, ein Schaltmonat.
Neben den Wochentagen stehen noch zusätzliche Buchstaben. Diese zeigen an,
welcher Art von Geschäft am jeweiligen Tag nachgegangen werden konnte. Ein
„k“ wurde neben dem ersten Tag eines jeden Monats gemalt. Das stand
für kalendæ.6

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass die biblische Woche als
einzelne Zeiteinheit, die in Genesis 1 definiert wurde, aus nur sieben Tagen
bestand: sechs Arbeitstage gefolgt von der Sabbatruhe am letzten Tag der Woche.
Zur Zeit Christi war der achttägige Zyklus des julianischen Kalenders im
Gebrauch. Allerdings hätten die Juden den Siebenten-Tags-Sabbat nicht innerhalb
des achttägigen Wochenzyklus des julianischen Kalenders gehalten. Das hätte für
sie Götzendienst bedeutet.

Ein Beispiel für einen
julianischen Kalender aus der Zeit von Augustus7 (63 v. Chr. – 14 n.
Chr.)julianischer Kalender in Stein mit einer 8-Tage Woche: die durchlaufende Woche wird als falsch bewiesen bis Tiberius8 (42 v. Chr. – 37 n. Chr.), ist auf diesen
Steinfragmenten erhalten geblieben. Die Achttagewoche ist deutlich erkennbar.

Ein späterer Kalender mit einem 7-tägigen Zyklus wurde im
Bad von Titus (gebaut 79-81 n. Chr.) gefunden. Dieser Steckkalender ist hier
abgebildet und liefert weitere Beweise, dass der biblische Sabbat im
julianischen Kalender gar nicht gefunden werden kann. Dieser römische Kalender
(vom ägyptischen Kalender adaptiert) zeigt im Zentrum die zwölf
Tierkreiszeichen, die mit den zwölf Monaten des Jahres korrespondieren. Die
römischen Nummern in der linken und rechten Spalte zeigen die Tage des Monats.
Ganz oben kann man die sieben Planetengötter des heidnischen Roms erkennen.9

Steckkalender mit PlanetengötternDer Samstag, (oder dies Saturni
– Tag des Saturn)10 war der erste Tag der Woche, nicht der Siebte.
Der Gott Saturn war auch als der Gott der Landwirtschaft bekannt und hatte deshalb eine herausgehobene Stellung. Er wird
symbolisch mit einer Sichel in der Hand dargestellt. Danach wird, am zweiten Tag der heidnischen Planetenwoche,
der Sonnengott mit Lichtstrahlen aus seinem Kopf dargestellt. Der zweite Tag
der Woche war ursprünglich dies Solis (der Tag der Sonne – Sonntag). Der
dritte Tag der Woche zeigt die Mondgöttin mit dem gehörnten Halbmond als Diadem
auf dem Kopf. Ihr Tag war dies Lunæ (Tag des Mondes – Montag). Der Rest
der Tage wird durch die anderen Planetengötter repräsentiert, die mit dem dies
Veneris
enden (Tag der Venus. Venus wurde in den nördlichen, europäischen
Sprachen zur nordischen Göttin Friga umgewandelt. Der Tag wurde zu Frigas
Tag
, oder Freitag)11

Weil die ganze Welt schon
seit Hunderten von Jahren den gregorianischen Kalender benutzt hat, übersieht
man häufig, dass früher nicht nur verschiedene Länder unterschiedliche Kalender
verwendeten, sondern, dass es sogar regionale Unterschiede innerhalb einzelner
Länder gab. Die
Sieben-Tage-Planetenwoche kam in Rom mit dem Aufstieg des Mithraskultes in
Mode. Offiziell übernommen wurde sie als Standardwoche durch Konstantin auf
dem Konzil von Nicaea.12

Angesichts dieser Tatsachen ist es unlogisch, anzunehmen, dass der
gregorianische Samstag der biblische Sabbat der Schöpfung ist. Es stimmt zwar,
dass der julianische Kalender vom gregorianischen Kalender ohne Verlust von
Tagen abgelöst wurde. Es stimmt aber auch, dass der gregorianische Kalender
sowie der julianische Kalender, der vorher benutzt wurde, völlig auf einem
heidnischen System der Kalenderführung beruht.

christopher clavius
Christopher Clavius (1538-1612)

Der jesuitische Astronom
Christopher Clavius bestätigte, dass der julianische Kalender im puren Heidentum verwurzelt sei
und keinerlei Verbindung zur biblischen Kalenderführung habe. Clavius gelangte als Architekt des
modernen gregorianischen Kalenders zu Weltruhm. Da der julianische Kalender ein
wenig zu lang ist, fiel die Frühlingstagundnachtgleiche im 16. Jahrhundert
nicht mehr auf das Datum, das ihr im dritten Jahrhundert willkürlich zugewiesen
wurde: den 21. März. Papst Gregor XIII. gab Clavius die Aufgabe den Kalender zu
reformieren mit dem Ziel, die Frühlingstagundnachtgleiche wieder auf den 21.
März zu bringen.13

In seinem Buch Romani
Calendarii A Gregorio XIII P.M. Restituti Explicato
, zeigt Clavius dass,
als der julianische Kalender auf dem Konzil von Nicaea als der kirchliche Kalender übernommen wurde, die Kirche den
biblischen Kalender bewusst ablehnte und stattdessen die heidnische
Kalenderführung übernahm. Bezüglich der verschiedenen Systeme der Kalendierung,
die für die Bestimmung des biblischen Passahs gegenüber seinem heidnischen
Ersatz, Ostern, verwendet wurden, sagt Clavius: „Die katholische Kirche
hat diesen [jüdischen] Ritus nicht benutzt, um das Passah zu feiern, sondern
stets in seiner Feier die Bewegung des Mondes und der Sonne beobachtet. Genau
so wurde er von den ältesten und heiligsten Pontifex‘ Roms gehalten aber auch
durch das erste Konzil von Nicaea
bestätigt.“14 Die „Pontifexe“, auf die er sich hier
bezieht, sind die alten Priester des römischen Heidentums.

Moderne Christen nehmen an,
dass der gregorianische Samstag der biblische Sabbat ist. Allerdings gab es für
Christen, die zu der Zeit lebten, als der julianische Kalender durch Gesetze
erzwungen wurde, keine Zweifel oder Unklarheiten zu diesem Thema: Der
„Sabbat“ wurde durch den biblischen lunisolaren Kalender berechnet.
Der „Tag des Herrn“ (Sonntag) hingegen durch den heidnischen
Sonnenkalender. David Sidersky merkt dazu an: „Unter Konstantin war es
nicht mehr möglich, den alten Kalender anzuwenden.“15 Die
apostolische Christen leisteten diesem neuen Erlass jedoch nicht Folge.

Bei jedem Schritt näher zum Abfall, bei jedem Schritt hin zur Annahme aller
Arten der Sonnenanbetung und gegen die Einhaltung des Sonntags selbst, gab es
von allen wahren Christen einen ständigen Protest. Diejenigen, die Christus und
der Wahrheit des reinen Wortes [Jahuwahs] treu blieben, hielten den Sabbat des
[Meisters] gemäß dem Gebot und nach dem Wort [Jahuwahs], das den Sabbat zum
Zeichen [Jahuwahs] erklärt, durch das der Schöpfer des Himmels und der Erde,
sich von allen anderen [Gottheiten] unterscheidet. Diese protestierten gegen
jede Phase und Form der Sonnenanbetung. Andere hingegen, besonders im Osten,
gingen Kompromisse ein indem sie sowohl den Sabbat als auch den Sonntag
hielten. Im Westen wurde unter römischem Einfluss und unter der Herrschaft der
Kirche und des Bischofs von Rom nur der Sonntag angenommen und gehalten.16

Das Konzil von Nicaea
(321-324 n. Chr.) verbot den biblischen Mond-Sonnenkalender für den religiösen
Gebrauch und setzte den julianischen Kalender an seine Stelle. Es wurde
geboten, dass die Menschen überall den Tag der Sonne18 »verehren«.17
Einige begannen Kompromisse zu schließen. Obwohl viele Christen am
ursprünglichen Sabbat des lunisolaren
Kalenders festhielten, hielten andere zusammen mit den rabbinischen Juden den
siebten Tag des julianischen Kalenders: den Samstag. Wieder andere hielten
Samstag und Sonntag. Das stellte die Kirche in Rom nicht zufrieden. Sie wollte,
dass jedermann ausschließlich am Sonntag Gottesdienst hielt. Da das Edikt von
Nicaea nicht die gewünschte Wirkung auf die Menschen ausübte, wurde etwa 40
Jahre später der Rat von Laodizäa einberufen, um anstelle des biblischen, lunaren Sabbats die Annahme des „Tag des
Herrn“ durchzusetzen.

Um also die Erfüllung ihrer ursprünglichen
Absicht zu erreichen, wurde es nun notwendig, dass die Kirche die Gesetze
erließ, die alle Ausnahmeregelungen und die Einhaltung des Sabbats verbot, um
den starken Widerstand gegen den Gottesdienst am Sonntag zu stillen. Und
deshalb . . . wurde das „wahrhaft göttliche Gebot“ Konstantins und des
Konzils von Nicaea, dass man „nichts“ mit den Juden gemeinsam haben
sollte, die Grundlage und Autorität für die Gesetzgebung zur vollständigen
Vernichtung des Sabbats des [Meisters], und zur Einhaltung des Sonntag stattdessen.19

Das Kanon 29 des Konzils von Laodizäa forderte: „Die
Christen sollen am Samstag nicht judaisieren und müßig sein, sondern an jenem
Tag arbeiten. Dem Tag des Herrn aber, sollen sie besondere Ehre erweisen, weil
sie Christen sind und, wenn möglich, sollen sie an diesem Tag keine Werke tun.
Wenn sie aber jüdisch werden, so werden sie von Christus ausgeschlossen.“

Es ist wichtig zu wissen, dass das Wort „Samstag“ in der englischen
Übersetzung eingefügt wurde. Nach dem
katholischen Bischof, Karl J. von Hefeles20 Geschichte der
Kirchenkonzilien aus Originaldokumenten
, wurde das Wort „Sabbat“
sowohl im griechischen als auch im lateinischen Originaltext verwendet. Das
Wort „Anathema“ (verflucht) wurde an Stelle von
„ausgeschlossen“ verwendet. Die lateinische Version enthält eindeutig
keinen Bezug zum dies Saturni (Samstag), sondern stattdessen zum Sabbato
oder „Sabbat“:

Quod non oportet Christianos
Judaizere et otiare in Sabbato, sed operari in eodem die. Preferentes autem in
veneratione Dominicum diem si vacre voluerint, ut Christiani hoc faciat; quod
si reperti fuerint Judaizere Anathema sint a Christo.

Erst in den letzten Jahren, als die Tatsachen der Geschichte in Vergessenheit
gerieten, wurde angenommen, dass der Samstag der biblische Sabbat sei. Als
damals der julianische Kalender den Christen für religiöse Zwecke aufgezwungen
wurde, verwechselte niemand dies Saturni mit Sabbato. Jeder wusste, dass
dies zwei verschiedene Tage in zwei verschiedenen Kalendersystemen waren.

Ein paar Tage vor seinem Tod machte Christus eine tiefgreifende Aussage, die im
Kontext der Kontroverse über den wahren gegen den gefälschten Kalender
betrachtet werden sollte. Er sagte: „So gebt dem Kaiser, was des Kaisers
ist, und [Jahuwah] was [Jahuwahs] ist!“21 Christus legte hier ein wichtiges
Prinzip fest, das jeden Lebensbereich bestimmen sollte. Anbetung schuldet man nicht dem Cæsar (Kaiser). Man schuldet sie nur
dem Schöpfer.

Ein altes Sprichwort sagt: „Wer den Kalender kontrolliert, kontrolliert
die Welt.“ Wer kontrolliert Dich? Der Tag, an dem du Gottesdienst feierst,
errechnet durch den Kalender, den du dazu benutzt, zeigt, welche Gottheit die
Herrschaft über dich hat. Die Anbetung am wahren Sabbat ist ein Zeichen der
Loyalität gegenüber unserem Schöpfer. Nur der Schöpfer, der die Kontrolle über
Sonne, Monde und Sterne, über seinen Kalender hat, hat das Recht, seinem Volk
zu sagen, wann es Gottesdienst halten soll. Aufgrund dieses Rechts, verdient er
diese Anbetung auch.

__________________________________________________________________

Mehr zu diesem Thema:


1 Julius Cæsar wurde im Jahr 63 v. Chr. zum Pontifex
Maximus gewählt (James Evans, „Calendars and Time Reckoning,“ The History and Practice of Ancient Astronomy, Oxford
University Press, 1998, p. 165.)

2 „Pontifex
Maximus“ ist jetzt ein exklusiver Papsttitel. Dies ist angemessen, da der
gregorianische Kalender, der heute benutzt wird, sowohl heidnisch als auch
päpstlich ist und auf dem heidnischen, julianischen Kalender gründet, der von
einem Papst geändert und nach ihm benannt wurde.

3 „The
Julian Calendar“, Encyclopedia Britannica.

4 Ebd., Hervorhebung zugefügt.

5 Palazzo Massimo Alle Terme, ed. Adriano La Regina, 1998.

6 „Calendar,“
Encyclopedia Britannica online.

7 Der erste
römischer Kaiser,
Cæsar Augustus, wird in der Bibel erwähnt. Seine Steuererhebung führt
Maria und Joseph rechtzeitig nach Bethlehem für die Geburt Christi. Siehe Lukas
Kapitel 2 Vers 1

8 Tiberius
folgte im Jahr 14 n. Chr. Augustus als Kaiser. Er setzte sich 35 n. Chr. Zur
Ruhe (Historic Figures, www.BBC.co.uk/history.)

9 Die
siebentägige Planetenwoche wurde in den römischen, heidnischen Kalender
eingeführt, als der Mithraskult immer mehr Anhänger fand.(Siehe Sunday in Roman Paganism, by R. L. Odom, Review &
Herald Publ. Assoc., 1945.) Die Planetengötter wurden dadurch ein fester
Bestandteil der julianischen Kalenderführung und der Kultur des heidnischen
Roms.

10 Für
weitere Informationen über die ursprüngliche Planetenwoche, die von den sieben
Planetengöttern beherrscht wird, siehe: How Did Sunday Get
It’s Name?, by R. L. Odom, at www.4angelspublications.com/books.php.
Copyright, 1972, by Southern Publishing Assoc., used by permission.

11 J.
Bosworth and T. N. Toller, Frig-dæg, An Anglo-Saxon
Dictionary, 1898, p.337, verfügbar unter the Germanic Lexicon Project.
Siehe auch „Friday“ in Webster’s New Universal
Unabridged Dictionary, 2nd edition, 1983.

12 Siehe
R. L. Odom’s „The Planetary Week in the First Century A.D.“, Sunday Sacredness in Roman Paganism, Review and Herald
Publish Assoc., 1944.

13 „Als Gregor XIII. den Kalender
reformierte, wurde die Anpassung so vorgenommen, daß die
Frühjahrestagundnachtgleiche die Position einnehmen sollte, die ihr in den
Ostertafeln zugewiesen wurde, nämlich den 21. März. Diese Tafeln stammten
aus… etwa dem dritten Jahrhundert. Wichtig ist, dass diese Anpassung die
Frühjahrestagundnachtgleiche an einem Datum festlegte, das rein willkürlich und
nicht notwendigerweise mit dem Zeitpunkt zusammenhängt, auf das die
Tagundnachtgleiche fiel, als die Revision des Kalenders von Julius Cæsar
gemacht wurde.“ (Brief an Dr. H. Spencer-Jones, königlicher Astronom des
Royal Observatory, Greenwich, London, an Grace Amadon, Dez. 28, 1938, Collection 154, Box 1, Folder
4, Center for Adventist Research, Andrews University, Hervorhebung
hinzugefügt.)

14 Christopher
Clavius, Romani Calendarii A Gregorio XIII P.M. Restituti Explicato, p.
54, zitiert nach „Report of Committee on Historical Basis, Involvement,
and Validity of the October 22, 1844, Position“, Part V, Sec. B, p. 18,
Collection 154, Center for Adventist Research, Andrews University.

15 Astronomical Origin of Jewish Chronology, Paris, 1913, p.
651.

16 A. T.
Jones, The Two Republics, A. B. Publishing, Inc.,
1891, p. 320-321.

17 Verehren:
etwas mit tiefem Respekt und Ehrfucht betrachten; . . . etwas als heilig
betrachten“ Webster’s New Universal Unabridged
Dictionary, 2nd edition, 1983.

18 „Konstantin,
Kaiser Augustus, an Helpidius: Am ehrwürdigen Tag der Sonne sollen die Richter
und Menschen, die in Städten wohnen, ruhen und Verehrung darbringen. Auf dem
Lande können jedoch die in der Landwirtschaft tätigen Personen freiwillig und
rechtmäßig ihrer Beschäftigung nachgehen; Weil es häufig vorkommt, dass ein
anderer Tag nicht für die Aussaat des Getreides oder die Weinpflanzen geeignet
ist; Damit nicht durch die Vernachlässigung des richtigen Augenblicks, für
solche Aktionen die Gunst des Himmels verloren gehe.“ P. Schaff’s
Übersetzung, History of the Christian Church, Vol.
III, p. 75.

19 A. T.
Jones, The Two Republics, A. B. Publishing, Inc.,
1891, p. 321, Hervorhebung zugefügt

20 Karl
Josef von Hefele (1809-1893), ist eine glaubwürdige Quelle für die
ursprüngliche Wortwahl, die am Konzil von Laodizäa getroffen wurde. Er war ein
deutscher Gelehrter, Theologe und Professor für Kirchengeschichte, der an der
Universität Tübingen ausgebildet wurde. Später wurde er Bischof von Rottenburg
und hatte dadurch Zugang zu den Archiven des Vatikan und Originaldokumenten.

21 Siehe
Matthäus 22, 21

Christen,
die am Sonntag Gottesdienst halten, gründen diese Praxis auf dem Glauben, dass
der Messias an einem Sonntag von den Toten auferstand. Juden und Christen, die
am Samstag Gottesdienst halten, tun dies, weil es der Siebte Tag der Woche ist.
Beide Parteien gründen ihren Glauben, und damit ihre praktische Umsetzung, auf
einer Annahme. Aufgrund der Tatsache, dass sich bei der Kalenderänderung vom
Julianischen zum Gregorianischen Kalender im Jahr 1582 der Wochenzyklus nicht
geändert hat, wird angenommen, dass die heutige, moderne Woche mit der
biblischen Woche identisch ist. Deshalb ist für sie die „logische
Schlussfolgerung“, dass der Samstag tatsächlich der biblische Sabbat ist und
Sonntag der Tag, an dem der Messias von den Toten auferstand. Der Julianische
Kalender selbst beweist jedoch, dass diese Annahme falsch ist.

Ein
bekanntes Sprichwort besagt, dass derjenige, der die Geschichte vergisst,
dieselben Fehler der Geschichte wiederholt. Genauso steht es um diejenigen, die
sich nie mit den Fakten der Kalendergeschichte vertraut gemacht haben; sie
haben ihr gesamtes Glaubensgebäude auf einer falschen Annahme gegründet: Die
Annahme, dass die Wochen sich seit der Schöpfung kontinuierlich und ohne
Unterbrechung aneinanderreihen. Es ist deshalb für jeden von uns äußerst
wichtig – ungeachtet der Religion – die Geschichte des Julianischen Kalenders
zu studieren. Wenn man die fehlenden Puzzleteile der historischen Tatsache
zusammenbringt, erkennt man, ab wann der kontinuierliche, ununterbrochene
Wochenzyklus von sieben Tagen der Maßstab der Zeit wurde – und dieser begann
nicht bei der Schöpfung.

Der Julianische Kalender wird
eingeführt

Der Kalender
der Römischen Republik gründete sich auf den Mondphasen. Heidnische, römische
Priester (Pontifex, Papst) waren für die Regulierung des Kalenders
verantwortlich. Da die Päpste auch ein politisches Amt innehaben konnten, war
die Möglichkeit zum Missbrauch gegeben. Das Einfügen eines Schaltmonats1 konnte einen bevorzugten Politiker länger im Amt
halten, während man die Amtsperiode eines politischen Gegners verkürzen konnte,
indem kein Schaltmonat eingefügt wurde.

Zur Zeit
Julius Caesar waren die Monate überhaupt nicht in Übereinstimmung mit den
Jahreszeiten. Julius Caesar übte sein Recht2 als
Pontifex Maximus3 (Hoher
Priester) aus und reformierte diesen Kalender, der zwischenzeitlich umständlich
und ungenau geworden war4.

In der Mitte
des ersten Jahrhunderts v. Chr. lud Julius Caesar den Astronomen Sosigenes aus
Alexandrien ein, um eine Kalenderreform durchzuführen. Sosigenes kam zu dem
Schluss, dass der einzig praktikable Schritt der sei, den Mondkalender komplett
abzuschaffen. Die Monate sollen nach den Jahreszeiten angeordnet werden, und es
solle ein Sonnenjahr benutzt werden, wie im Ägyptischen Kalender…5

Beachte, dass Sosigenes‘ große Reform die Abschaffung
der Kalenderberechnung nach dem Mond war:

„Die große Schwierigkeit für jeden Kalenderreformer
bestand darin, eine Veränderung herbeizuführen, die es den Monaten erlaubt, in
Einklang mit den Mondphasen und dem Jahr mit den Jahreszeiten zu bleiben, was
unmöglich erschien. Es war notwendig, grundsätzlich mit der traditionellen
Berechnung zu brechen, um einen effizienten saisonalen Kalender zu erschaffen.“6

Um den neuen
Kalender in Übereinstimmung mit den Jahreszeiten zu bringen, wurde es
notwendig, dem Jahr 90 Tage hinzuzufügen. Dies wurde 45 v. Chr. durchgeführt,
womit dieses Jahr aus 445 Tagen bestand. „Dieses Jahr von 445 Tagen wird von
Chronologen gewöhnlich als das „Jahr der Verwirrung“ bezeichnet; von
Macrobius wurde es jedoch passender das „letzte Jahr der Verwirrung“
genannt.7 Das erste Puzzlestück zur
Wiederherstellung der Kalenderwahrheit ist die Erkenntnis, dass die Julianische
Woche von 45 v. Chr. nicht dieselbe Julianische Woche war, als Papst Gregor
XIII. den Kalender veränderte. Und damit unterscheidet sich diese damalige
Woche auch von unserer heutigen Gregorianischen Woche. Dass sich die Woche
nicht verändert habe, ist die erste falsche Annahme, die sowohl von Juden, als
auch von Christen gemacht wird, unabhängig von dem Tag, an dem sie Gottesdienst
halten.8

Der Kalender
der Römischen Republik vor dem Jahr 45 v. Chr. basierte, wie der Biblische
Kalender, sowie derjenige anderer Kulturen, auf den Mondphasen, hatte jedoch
einen Acht-Tage-Zyklus.

Die antiken
Etrusken entwickelten im 7. oder 8. Jahrhundert eine 8-Tage-Marktwoche, bekannt
als der Nundinal-Zyklus. Dieser wurde bereits im 6. Jahrhundert an die Römer
weitergegeben. Dieser Acht-Tage-Zyklus, der Nundinal-Zyklus, „wurde schließlich
durch die moderne Sieben-Tage-Woche ersetzt. Dieser erlangte zuerst
Rechtswirksamkeit in Italien während der frühen imperialen Periode… Eine
Zeitlang existierten beide, die Sieben-Tage-Woche und der Nundinal-Zyklus
gleichzeitig nebeneinander. Zur Zeit aber, als die Sieben-Tage-Woche offiziell
durch Konstantin im Jahre 321 n. Chr. eingeführt wurde, verlor der
Nundinal-Zyklus seine Wirksamkeit.“9

Die römische
Acht-Tage-Woche war auch bekannt als internundinum
tempus
oder „die Periode zwischen den Angelegenheiten (affairs) des
neunten Tages.“ (Dieser Ausdruck muss innerhalb des Kontextes der alten
römisch mathematischen Praxis der inklusiven Berechnung verstanden werden, bei
der der erste Tag eines Zyklus auch als der letzte Tag des folgenden Zyklus
gerechnet wird10) Die „Angelegenheit des neunten Tages“, um die sich
die Woche drehte, war der nundinae, ein periodischer Markttag, der
regelmäßig alle acht Tage stattfand. 11

Der
anfängliche Julianische Kalender wurde nicht in Gittern aufgebaut, wie die
modernen Kalender, sondern die Daten wurden vielmehr in Spalten mit den Tagen
der Woche durch die Buchstaben A bis H dargestellt.12 Der
Januar z.B. begann mit Tag “A” und endete mit Tag “E”. Im Unterschied zum
Hebräischen Kalender, hatte der Römische Kalender einen kontinuierlichen
Wochenzyklus. Da Januar mit dem Tag “E” endete, begann der Februar mit dem Tag
“F”. So endete auch der Februar mit dem Tag “A” und der März begann mit Tag
“B”:

A k13 Jan

F k Feb

B k Ma


B

G

C

C

H

D

D

A

E

E,
etc.

B, etc.

F, etc.

Nachfolgend eine Rekonstruktion14 des Fasti
Antiates, dem einzig bekannten vor-Julianischen Kalender, der noch existiert15. Er ist auf die 60er Jahre v. Chr. datiert und wurde
auf der Seite von Neros Villa in Antium gefunden.

Pre-Julian Calendar

Fasti Antiates – Eine Rekonstruktion des einzig
bekannten vor-Julianischen Kalenders, der noch existiert.

Der Kalender
ist auf Gips gemalt; der Buchstabe A wurde rot gezeichnet, um den Beginn der Woche
anzuzeigen. Die Monate sind in 13 Spalten angeordnet. Januar (links), beginnt
mit Tag „A“ und endet mit Tag „E“. Unter jeder Spalte sind große römische
Ziffern angebracht, die die Ziffern der Tage dieses Monats zeigen. Die ganz
rechte Spalte ist der 13., eingeschobene Monat. Zusätzliche Buchstaben sind
neben dem Wochentag-Buchstaben zu sehen. Diese zeigten an, welche Art von
Geschäften an dem jeweiligen Tag nachgegangen werden durfte.

Alle
Beispiele eines Julianischen “fasti” oder Julianischen Kalenders, sind in der
Zeit Augustus16 (63 v.
Chr. – 14 n. Chr.) bis Tiberius (42 v. Chr. – 37 n. Chr.) datiert. Wenn die
Annahme stimmt, dass der Samstag der Biblische Sabbat ist, weil der
Wochenzyklus bei der Kalenderveränderung vom Julianischen zum Gregorianischen
Kalender nicht verändert wurde, dann sollte das doch sehr leicht durch den
ersten Julianischen Kalender zu beweisen sein, der immer noch existiert. Ein
Beispiel eines Julianischen “fasti“ ist auf folgenden Steinfragmenten erhalten
geblieben. Die Acht-Tage-Woche ist darauf klar erkennbar, und bestätigt, dass
die Acht-Tage-Woche immer noch während der Zeit des Messias von den Römern
gebraucht wurde.

Julian Fasti

Es ist
wichtig, sich zu erinnern, dass die biblische Woche als individuelle Einheit
der Zeit, wie sie in 1. Mose beschrieben ist, aus nur sieben Tagen besteht;
sechs Arbeitstage gefolgt von einem Sabbat-Ruhetag am letzten Tag der Woche.
Der Acht-Tage-Zyklus des Julianischen Kalenders war zur Zeit JAHUSCHUAs in
Gebrauch. Die Israeliten hätten aber niemals den Siebenten-Tag Sabbat auf Basis
des Acht-Tage-Wochenzyklus des Julianischen Kalenders gehalten. Dies hätte für
sie Götzendienst bedeutet. Selbst als die Julianische Woche auf sieben Tage
verkürzt wurde, war er nach wie vor nicht mit dem Biblischen Wochenzyklus in
Übereinstimmung; auch hatte er keine Ähnlichkeit mit der heutigen, modernen
Woche.

Die Sieben-Tage Planetenwoche

Die
Ablehnung der Römischen Acht-Tage-Woche hatte zwei Gründe: Zum einen die
Ausweitung des Römischen Reiches17, wodurch
die Römer mit anderen Religionen in Berührung kamen. Dies führte zum zweiten
Grund: das Aufkommen des Mithraskultes.18 Die Rolle,
die der Mithraismus bei der Umgestaltung der Julianischen Woche spielte, ist
sehr bedeutend, weil er stark mit dem frühen Christentum konkurrierte.19

„Es scheint, als hätte irgendein geistiges Genie die
Kontrolle über die heidnische Welt übernommen und es so angeordnet, dass die
heidnische Planetenwoche genau zur richtigen Zeit eingeführt werden sollte, als
der Sonnenkult am populärsten aller Zeitalter geworden war; und den Tag der
Sonne als einen Tag über alle Tage zu erhöhen, heiliger als der Rest der Tage.
Sicher war dies kein Zufall.“ 20

Unter diesen
zwei Faktoren begann die Julianische Woche einen jahrhundertelangen,
revolutionären Prozess zu durchlaufen, der in der Woche endete, wie wir sie
heute kennen. Die ursprüngliche Sieben-Tage-Planetenwoche ist das dritte und
letzte Puzzlestück, das beweist, dass weder der Samstag der Biblische Sabbat,
noch der Sonntag der erste Tag der Biblischen Woche ist. Diese Transformation
vollzog sich über mehrere Jahrhunderte. Franz Cumont, der weithin als eine
große Autorität des Mithraismus betrachtet wird, verbindet die Akzeptanz der
Sieben-Tage-Woche durch die Europäer mit dem populären Mithraskult des
heidnischen Roms:

„Es gibt keinen Zweifel, dass die Ausbreitung der
iranischen [persischen] Mysterien einen beachtlichen Anteil bei der Adaption
der Woche mit dem Sonntag als einen heiligen Tag von den Heiden gehabt hat. Die
Namen, die wir unwissentlich für die Namen der Tage benutzen, kamen zur selben
Zeit in Gebrauch, als der Mithraismus seine Nachfolger in den westlichen
Provinzen gewann; und man stellt sicher nicht vorschnell eine Beziehung dieses
Triumphs und dem damit einhergehenden Phänomen her.“21

Cumont
betont auch den heidnischen Ursprung und die jüngste Adaption der
Sieben-Tage-Woche mit dem heiligen Sonnentag in der Astrologie und in der
Religion unter den Griechen und Römern:

„Die überragende Bedeutung, die dem dies Solis [Tag
der Sonne] zugewiesen wurde, trug sicherlich zu der generellen Beachtung des
Sonntags als Feiertag bei. Dies ist mit einer, noch wichtigeren Tatsache
verbunden, nämlich, die Adaption der Woche von allen Europäischen Nationen.“22

Die enorme
Bedeutung hiervon ist die Tatsache, dass Sonntag nicht der Tag war, an dem der
Messias von den Toten auferstand, weil der Sonntag im Julianischen Kalender in
den Tagen des Messias noch nicht existierte. Auch kann Samstag nicht der
biblische Siebente-Tag Sabbat sein, weil die heidnische Planetenwoche
ursprünglich mit dem Samstag begann.

Aufschlussreich
sind auch unsere heutigen Wochennamen. Zuerst sei darauf hingewiesen, dass
Mittwoch nur in der deutschen Sprache so genannt wird. So wird er z.B. im
Englischen „Wednesday“ und im Spanischen „Mièrcoles“ genannt; beide Namen
bedeuten nicht „Mitte“. Sie sagen etwas ganz anderes aus. Im Spanischen,
Italienischen und Französischen kann man die Bedeutung noch sehr gut erkennen,
weil diese Sprachen dem Latein sehr ähnlich sind. „Dies mercurii“, der
Merkurtag, war im heidnischen Ägypten der Tag, an dem der Planet Merkur
angebetet wurde; später wurde dieser Tag dem Teutonischen Gott Wotan geweiht.

„Unser heutiger Mittwoch war einst dem germanischen
Gott Wotan geweiht, während er den Römern als Tag der Gottheit Merkur galt.
Daran erinnern heute noch der englische wednesday bzw. der französische
mercredi. Beide Götter mussten hierzulande vor gut 1000 Jahren der
fortschreitenden Christianisierung weichen, welche diesen Tag ganz banal zur
‚Mitte der Woche‘ erklärte.“23

Alle sieben
Wochennamen kommen aus dem ägyptischen Planeten-Anbetungs-System. Das
heidnische ägyptische Kalendersystem wurde im ersten Jahrhundert v. Chr. von
Julius Caesar an den, bis dahin verwendeten Acht-Tage-Kalender angepasst
(gesetzlich festgesetzt aber erst unter Kaiser Konstantin 321 n.Chr.).

Planetary stick calendarSo hat die
heidnische Sieben-Tage Planeten-Woche der Ägypter ausgesehen:

Die obige Zeichnung dieses Kalenders wurde im Bad von Titus (gebaut 79-81
n.Chr.) gefunden. Dieser römische Kalender (vom ägyptischen Kalender adaptiert)
zeigt im Zentrum die zwölf Tierkreiszeichen, die mit den zwölf Monaten des
Jahres korrespondieren. Die römischen Nummern in der linken und rechten Spalte
zeigen die Tage des Monats. Ganz oben kann man die sieben Planetengötter des heidnischen
Roms erkennen: Dies Saturni (Samstag,
Saturday) war der erste Tag der Woche, nicht der Siebte. Der Planetengott
Saturn war auch als der Gott der Ernte bekannt und wird mit einer
Sichel in der Hand dargestellt. Aber er trägt die Sichel auch deshalb,
weil er als der blutrünstigste Gott überhaupt galt, der Menschenopfer forderte.
Der zweite Tag, dies Solis (Sonntag)
hat einen Sonnenkranz um sein Haupt. Der dritte Tag, dies Luni, lässt auf dem Mondgott schließen, er trägt eine
Mondsichel. Der Rest der Götter folgt in der oben angegeben Ordnung.24

Als sich der
Julianische Kalender mit seiner adaptierten ägyptischen, heidnischen
Planetenwoche nach Nordeuropa ausbreitete, wurden die Namen dies Martis
bis dies Veneris ersetzt durch Namen teutonischer Götter25. Der Marstag wurde zum Tiw’s Tag (Dienstag, engl.
Tuesday); Merkurtag wurde zum Woden’s Tag (Mittwoch, engl. Wednesday, zu Ehren
des Gottes Wodan); Jupitertag wurde zum Thor’s Tag (Donnerstag, engl.
Thursday); Venustag wurde zum Friga’s Tag (Freitag, engl. Friday). Wie schon
gesagt, haben einige lateinische Sprachen diese ursprünglichen Planetennamen
beibehalten, außer dies Saturni und dies Solis. Diese wurden aufgrund des
christlichen Einflusses umbenannt in „Domingo“ (Tag des Herrn) für Sonntag und
„Sabbado“ oder Sabbat für den Samstag.

Gemäß
Rabanus Maurus (776-856 n. Chr.), Erzbischof von Mainz, versuchte Papst
Sylvester I. die Tage der Planetenwoche umzubenennen, damit sie mit den Namen
der biblischen Woche übereinstimmen: Erster Tag (erster feria), Zweiter Tag
(zweiter feria), etc.26 Bede,
der „Ehrwürdige“ (672-735 v. Chr.), ein berühmter englischer Mönch und
Gelehrter, der auch über den Versuch Papst Sylversters, die heidnischen Namen
der Tage der Woche umzubenennen, berichtete, macht in De Temporibus
folgende Aussage:

„Aber der heilige Sylvester ordnete an, dass sie feriæ
genannt werden, indem er den ersten Tag als den „Tag des Herrn“ bezeichnete; er
ahmte die Hebräer nach, die diesen Tag den ersten der Woche bezeichneten und
die anderen entsprechend.“27

Die
astrologischen Namen waren jedoch zu tief verankert. Englisch, niederländisch,
bretonisch, walisisch und kornisch sind die einzigen europäischen Sprachen die
bis heute die ursprünglichen Planeten-Namen aller sieben Tage der Woche
beibehalten haben. Diese Sprachen werden alle in Gebieten gesprochen, die frei
von irgendeinem christlichen Einfluss während des ersten Jahrhundert blieben,
als die astrologische Woche im gesamten Reich verbreitet wurde.28

„Die kirchliche Art, die Wochentage zu benennen, wurde
von keiner Nation angenommen, mit Ausnahme der Portugiesen, die den Ausdruck
„Segunda Feria“ (Zweiter Tag) etc. benutzen.“29

Die
Tatsache, dass sowohl der Julianische Kalender, als auch die heidnische
Planetenwoche von den Christen akzeptiert wurde, zeigt eine Verschmelzung der
Christenheit mit dem Heidentum, vor dem der Apostel Paulus warnte:

„Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am
Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein; und dann
wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den … [JAHUWAH] verzehren wird durch
den Hauch Seines Mundes, und den er durch die Erscheinung Seiner Wiederkunft
beseitigen wird, ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt,
unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder und aller
Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe
zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden
könne. Darum wird ihnen … [JAHUWAH] eine wirksame Kraft der Verführung senden,
so dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit
nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.“ (2.
Thessalonicher 2,7-12)

Der heutige
Julianisch-Gregorianische Kalender, der diese Planetenwoche adaptierte, ist
irreparabel heidnisch. Historische Tatsachen zeigen, dass weder der biblische
Sabbat, noch der biblische erste Tag der Woche in diesem Kalendersystem
gefunden werden kann. Wenn es wichtig ist, einen ganz bestimmten Tag heilig zu
halten, dann ist es genauso wichtig, welchen Kalender man hierfür benutzt. Wann (an welchem Tag) wir Gottesdienst
halten, zeigt, wen wir anbeten: Den
Gott der Schöpfung oder den Gott dieser Welt, der der Anführer der Rebellion
gegen den Schöpfer ist. Jeder Gott hat seinen eigenen Kalender, nach dem er
angebetet werden möchte. Beide, Samstag und Sonntag (genauso wie Freitag) sind
heidnische Feiertage.

Der
Julianische Sonnenkalender mit seinem ununterbrochenen Wochenzyklus
unterscheidet sich stark vom Mond-Sonnen-Kalender, der ursprünglich von den
Juden und den apostolischen Christen gebraucht wurde.

Welchen
Kalender wirst du benutzen, um deinen Tag der Anbetung zu bestimmen?


1 Ein
Schalttag oder ein Schaltmonat wurde eingefügt, um das kürzere Mondjahr an das
längere Sonnenjahr anzugleichen. Weil das Einfügen von Schalttagen oder
Schaltmonaten als „unglücklich“ galt, zögerten die Priester während des Zweiten
Punischen Krieges (218-201 v. Chr.) Veränderungen vorzunehmen, was zur Folge
hatte, dass der Kalender leicht von den Jahreszeiten abwich.

2 Julius
Caesar wurde 63 v. Chr. zum Pontifex Maximus gewählt. (James Evans, „Calendars and Time Reckoning“, The History and Practice
of Ancient Astronomy,
Oxford University Press, 1998, S. 165).

3 “Pontifex Maximus” ist heute ein Titel, der ausschließlich dem Papst
vorbehalten ist. Das ist sehr passend, da der heutige Gregorianische Kalender
sowohl heidnisch als auch päpstlich ist, sich auf dem heidnischen Julianischen
Kalender gründet und von einem Papst modifiziert wurde, nachdem er auch benannt
ist.

4 Um einen
Schaltmonat anweisen zu können, musste sich der Pontifex Maximus im Februar in
Rom aufhalten. Da Julius Caesar in mehreren Kriegen verwickelt war, gab es nur
einmal eine Einfügung eines Schaltmonats, seit er im Amt war. In einem Brief an
Atticus vom 13. Februar 50 v. Chr. beschwerte sich Cicero, dass er immer noch
nicht wisse, ob es einen Einschub einen Monat später geben würde.

5 „Der
Julianische Kalender“, Enzyclopädia Britannica.

6 „Der
Julianische Kalender“, Enzyclopädia Britannica.

7 A Dictionary of Greek and Roman Antiquities, William Smith
LL.D., William Wayte, M.A., George E. Marindin, M.A., eds., London, William
Clowes and sons, Ltd, 1890, Bd. I, S. 344. Von Google digitalisiert.

8 Diese
Annahme wird jedoch von Gelehrten und Kundigen nicht geteilt. Die Juden geben
zu, dass der heutige rabbinische Kalender nicht der Kalender der Zeit Moses
war. Und christliche Gelehrte erkennen an, dass der biblische Kalender auf
andere Weise funktionierte, als unser heutiger Kalender. Einige geben auch zu,
dass, wenn der Siebente-Tag Sabbat nach dem Biblischen Kalender berechnet wird,
er dann nicht mit dem Samstag übereinstimmt.

9 http://en.wikipedia.org/wiki/Roman_calendar#Nundinal_cycle

10 J. P. V. D. Balsdon, Life and Leisure in Ancient Rome, (New
York: McGraw-Hill, 1969) S. 59; P. Huvelin, Essai Historique sur le Droit
des Marcheés et des Foires
(Paris: Aruthur Rousseau, 1897), p. 87; Ovid,
Fasti (Cambridge, MA: Harvard University Press, 1951), S. 6; Alan E. Samuel,
Greek and Roman Chronology (Munich: C. H. Beck’sche Verlagbuchhandlung, 1972),
S. 154.

11 Eviatar Zerubavel, The Seven Day Circle: The History and Meaning of
the Week
, (University of Chicago Press, 1985), S. 45.

12 Zerubavel, op.cit.,158; Balsdon, op.cit., S. 60; Francis H. Colson,
The Week, (Cambridge, England: Cambridge University Press, 1926), S. 4; W.
Warde Fowler, The Roman Festivals of the Period of the Republic (Port
Washington, New York: Kennikat Press, 1969), p. 8; P. Huvelin, op.cit., S. 88;
Alan E. Samuel, op.cit., S. 153-154; Ovid, op.cit.; Hutton Webster, Rest Days,
(New York: MacMillan) S. 123; W. E. van Wijk, Le Nombre d’Or (The Hague:
Martinus Nijhoff, 1935), SS. 24-25.

13 Der
erste Tag des Monats

14 Palazzo
Massimo Alle Terme, ed. Adriano La Regina, 1998.

15 Zusätzliche Information siehe: The Calendar of the Roman Republic von A.
K. Michels (Princeton, 1957).

16 Augustus Caesar, erster Römischer Kaiser, wird in der Bibel erwähnt. Seine
Steuereintreibung führte Maria und Joseph nach Bethlehem, gerade rechtzeitig
zur Geburt JAHUSCHUAs (Lukas 2,1). Wegen der Römischen Methode der inklusiven
Berechnung, wurde anfänglich alle drei Jahre Schaltmonate eingeschoben. Um die
zusätzliche Zeit auszugleichen, verfügte Augustus, dass von 8 v. Chr. bis 8 n.
Chr. keine Schaltjahre eingeschoben werden sollen. Der achte Monat wurde zu
seiner Ehre August genannt.

17 Zerubavel, op.cit., p. 46; Huvelin, op.cit., pp. 97-98.

18 R. L. Odom, Sunday in Roman Paganism, (TEACH Services, Inc.,
2003; ursprüngliches Copyright: Review and Herald Publishing Association,
1944), S. 157.

19 Viele
der wichtigsten Elemente der Christenheit haben einen Gegenpart im Mithraismus.
Die Christenheit wurde immer als seine plagiarisierte Version des Mithraismus
genannt. Diejenigen, die die Christenheit in Misskredit bringen wollen,
verweisen oft auf die Ähnlichkeiten zwischen diesen zwei Religionen.

20 R.L. Odom, Sunday in Roman Paganism, (TEACH Services, Inc.,
2003; ursprüngliches Copyright: Review and Herald Publishing Association, 1944,
S. 157).

21 Franz Cumont, Textes et Monumnets Figures Relatifs aux Mysteres de
Mithra,
Bd. I, S. 112, wie zitiert in ibid, S. 156.

22 Franz Cumont, Textes et Monumnets Figures Relatifs aux Mysteres de
Mithra
, Bd. I, S. 112, wie zitiert in ibid, S. 163.

23 http://sprache-stil.suite101.de/article.cfm/die-namen-unserer-wochentage-und-ihre-herkunft

24 „Die
Astrologie, vom Heidentum beeinflusste Astronomie, weist jedem der 24 Stunden
des Tages einem Planetengott nach der Ordnung ihrer vermuteten Position über
der Erde zu … Wenn jedoch Saturn die Herrschaft der ersten Stunde des Tages
haben soll, dann wird er der Tag Saturns (Saturnstag) genannt. … Da die letzte
Stunde des Saturnstages dem Mars zugewiesen ist, gehört die erste Stunde des
folgenden Tages der Sonne, der nächste planetarische Gott in der Reihe. Dies
macht die Sonne zum Herrn dieses Tages, und wird „der Tag der Sonne (Sonntag)
genannt“ (R.L. Odom, How Did Sunday Get Ist Name?, Nashville, Tennessee:
Southern Publishing Assoc., 1972), S. 10 & 11.)

25 R. L. Odom, How Did Sunday Get Its Name? Nashville, Tennessee:
Southern Publishing Assoc., 1972, S. 5-11.

26 Siehe Rabanus Maurus, De Clericorum Institratione, Buch 2,
Kapitel 46, in J.P. Migne, Patrologia Latina.

27 Siehe Bede, Patrologia Latina, Bd. 90, op.cit.

28 Zerubavel, op.cit. S. 24.

29 „Feria“ Catholic Encyclopedia, siehe Bd. 6, S. 43, oder: www.newadvent.org.

Es wird häufig die Frage gestellt: „Würde Jahuwah es
wirklich zulassen, dass seine Sabbate in Vergessenheit geraten?“ Die Antwort,
die wir in Klagelieder 2,6 finden, lautet: Ja. „Jahuwah hat in Zion die
Festtage (mo’edim) und Sabbate in Vergessenheit gebracht.“

Dieses Thema wird in Hosea Kapitel 2 noch weiter erörtert. Hier vergleicht
Jahuwah sein Volk mit einer untreuen Frau, die anderen Liebhabern nachhurt. Das
Volk Jahuwahs war ihrem Herren eine untreue Braut. Die Prophezeiung von Hosea
gilt auch heute noch für Jahuwahs Volk. Wir möchten die wundervollen
Verheißungen, die man in der zweiten Hälfte dieses Kapitels findet, zitieren,
um sie auf Jahuwahs Volk anzuwenden. Diese Versprechen sind kostbar, allerdings
müssen sie im Kontext betrachtet werden. Sie werden im Zusammenhang mit der
Verlobten Jahuwahs, die ihm untreu geworden ist, gegeben. Deshalb ist die
Strafe: „Und ich will aller ihrer Freude ein Ende machen, ihren Festen,
ihren Neumondfeiern und ihren Sabbaten und allen ihren Feiertagen.“ (Vers
13)

Die
„Neumondfeier“ ist ein deutlicher Hinweis auf den Kalender, durch den
diese Sabbate berechnet werden
, genau wie in Jesaja 66,23: „Und es wird geschehen,
dass an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um
vor mir anzubeten, spricht Jahuwah“. Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten
verwendet diesen Text, um zu beweisen, dass der Sabbat auf der neuen Erde
gehalten wird. Aber noch viel mehr als das, beweist dieser Text, welcher
Kalender in der Ewigkeit verwendet werden wird, denn im heidnischen,
gregorianischen Sonnenkalender werden die Neumonde gar nicht beachtet,
geschweige denn, dass sie die Monate beginnen.

Durch Kompromisse mit dem Heidentum verlor die frühe christliche Ekklesia ihre
apostolische Reinheit. Dadurch brachen die Dämme, die vor den Täuschungen Satans
schützten. Weil das Volk Jahuwahs die Wahrheit nicht wertschätzte, verlor es
diese. Wenn die Wahrheit des Himmels nicht so geschätzt wird, wie es sein
sollte, dann nimmt Jahuwah sie weg. Er bewirkt, dass sie in Vergessenheit
gerät.

Hosea 2,14+ zeigt auf, wo wir unseren himmlischen Ehemann verlassen haben.
Dadurch, dass wir den Namen des Baal in unseren Mund nehmen und dadurch,
dass wir es der Baalsanbetung erlauben, unser Leben zu strukturieren.

„Darum siehe, ich will sie locken und in die Wüste führen
und ihr zu Herzen reden;… An jenem Tag wird es geschehen, spricht Jahuwah, dass
du mich »mein Mann«1 und nicht mehr »mein Baal« nennen wirst; und ich werde die Namen der Baale2 aus ihrem Mund entfernen, dass
an ihre Namen nicht mehr gedacht werden soll.
An jenem Tag will ich auch zu ihren Gunsten einen Bund schließen… Und ich will
dich mir verloben auf ewig, ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und
Recht, in Gnade und Erbarmen; ja, ich will
dich mir verloben in Treue, und du wirst Jahuwah erkennen! … Und ich will sie
mir im Land ansäen und mich über die »Unbegnadigte« erbarmen und zu
»Nicht-mein-Volk« sagen: »Du bist mein Volk!«, und es wird sagen: »Du bist mein
Eloah!«“3 (Siehe Hosea, 2,16-25)

„Jeder der alten Propheten sprach weniger für seine eigene Zeit, als für
unsere, so dass ihre Prophezeiung für uns gültig sind“4,
dadurch ist es wichtig, diesen Textabschnitt im Licht der modernen Welt zu
betrachten. Keiner läuft heute noch herum, und behauptet ein Baalsanbeter zu
sein. Vers 19 gibt einen Hinweis darauf, wie wir diesen Text heute anwenden
müssen: „Und ich werde die Namen der Baale aus ihrem Mund entfernen, dass
an ihre Namen nicht mehr gedacht werden soll.“ Die Namen der Wochentage:
Sonntag, Montag, Dienstag usw. sind nach den Planetengöttern benannt.

Es ist eine merkwürdige Tatsache der Kalendergeschichte, dass die heidnische
Planetenwoche ursprünglich am Saturnstag (dies Saturni) begann. Das war der
höchste Wochentag. Darauf folgte der Sonntag (dies Solis), Mondtag (dies Lunæ)
usw.. Die Heiden verehrten die sieben Planetengötter in der Reihenfolge, von der
sie dachten, dass ihre Planeten die Erde umkreisten. Sie dachten, dass Saturn
am weitesten von der Erde entfernt war, also erhielt es die herausragende und
wichtige Stellung, als der erste Tag der Planetenwoche.5

Stabkalender der PlanetengottheitenAuf diesem römischen Stabkalender, aus den Titusbädern6
werden die Tage der heidnischen Planetenwoche durch Zeichnungen der sieben
Planetengötter dargestellt. Der erste war der Saturnstag, von dem Sabbathalter
annahmen, dass er dem siebten und letzten Tag der biblischen Woche, dem Sabbat,
entsprach. Erst später wurden die Tage der Woche umgestellt, so dass der
Sonntag der erste Tag und der Saturnstag der siebente war. Die zwölf
Tierkreiseszeichen sind im Kreis in der Mitte zu sehen. Sie standen für die
zwölf Monate des Jahres, von denen sechs auch nach heidnischen Göttern benannt
wurden.7

Die Monate des gregorianischen Jahres und die Tage der Planetenwoche sind
unheilbar heidnisch. Genau darauf bezieht sich der Textabschnitt in Hosea. Wenn
Christen ihr Leben und ihre Gottesdiensttage durch einen heidnischen
Planetenkalender bestimmen, nehmen sie dadurch den Namen der Baale in den Mund.
Es ist unmöglich, den wahren biblischen Sabbat in einem heidnischen,
gregorianischen Kalender zu bestimmen und dadurch ist der Schöpfer in
Vergessenheit geraten.

Indem Jahuwah in der letzten Generation die Erkenntnis über den wahren Kalender
wieder herstellt, bringt er sie zu einer ursprünglichen Frömmigkeit zurück. Er
sagt: „Darum siehe, ich will sie locken und in die
Wüste führen und ihr zu Herzen reden“
(Vers 16) Was für eine Wüste ist das? Die Antwort darauf finden wir im 12.
Kapitel der Offenbarung. Hier wird die wahre Ekklesia, die Braut Christi, als
eine Frau dargestellt, die in die Wüste fliehen muss.8 „Und die
Frau floh in die Wüste, wo sie einen von Gott bereiteten Ort hat, damit man sie
dort 1 260 Tage lang ernähre.“ (Vers 6)

Als die reine Ekklesia die
Praktiken des Heidentums übernahm, fiel die lange Nacht des Dunklen
Mittelalters über sie. Die wahre Ekklesia musste in die Wüste fliehen und wurde
von dort, nachdem sie die Trostlosigkeit erlebt hat, die vom Fremdgehen mit
anderen Liebhabern kommt, von Jahuwah zurückgeholt. Die protestantische
Reformation begann ihr das Licht wiederzugeben, dass verloren gegangen ist.
„Die Wahrheit schreitet immer weiter voran und wir müssen in dem
zunehmenden Licht wandeln.“9 Der Vater wird nicht schneller
voranschreiten, als sein Volk ihm folgen kann. Seit den Tagen der
protestantischen Reformation hat Jahuwah seine Braut (die Ekklesia) immer weiter an sich gezogen, indem er ihr Herz durch seine aufrichtige Liebe zurückgewinnt. Er zeigt ihr die wunderbare Liebe und Fürsorge, die er für sie hat.10

Das Wissen über den Lunarsabbat wird nun in der Ekklesia der Übrigen
wiederhergestellt. Dieses Verständnis
sollte jede vorgefasste Meinung über die Zeit der Trübsal beeinflussen. Die
Glaubenslehre, die sowohl liberale, als auch konservativen
Siebenten-Tags-Adventisten gemeinsam haben, ist, dass die Regierung der
Vereinigten Staaten der Hauptakteur darin sein wird, dem Tier (der Römisch-Katholischen Kirche) ein Abbild zu erstellen bzw. zu sein. Einfach ausgedrückt:
Jeder wartet auf ein Sonntagsgesetz. Wenn man bedenkt, dass es Ellen White
geboten wurde, den Großen Kampf so zu schreiben, dass »die Geschichte
des Kampfes in vergangenen Zeiten nachverfolgt wird, und vor allem, um den
schnell herannahenden Kampf der Zukunft zu beleuchten,“11 ist
es durchaus möglich, dass das Sonntagsgesetz wieder verkleidet, als ein Gesetz
zur Änderung des Kalenders, daherkommen wird?

Denk doch mal darüber nach. Satans Hauptziel sind die Sabbathalter. Jeder kennt
die Gesetze, dass am Sonntag alle Geschäfte geschlossen sein müssen und viele
dachten, dass das Sonntagsgesetz solcher Art sein wird. Aber wenn du Satan
wärst, und dein Hauptgegner erwartet von dir genau diesen Angriff, würdest du
nicht versuchen es ihnen irgendwie unter zujubeln, ohne dass sie es merken?
Ellen White warnte die Gläubigen, sich vor den Methoden des Satan in Acht zu
nehmen. Sobald sich das Volk einer seiner Methoden bewusst ist, lenkt es der
Vater der Lüge wieder in eine andere Richtung. Es ist jetzt lebenswichtig, dass
die Ekklesia sich der trügerischen Methoden des Satan bewusst ist, denn der
letzten Generation wurde ein besonderer Auftrag erteilt. Ein Auftrag, von dem
sie der Satan gern abhalten würde:

„Und die aus dir [hervorgehen,] werden die Trümmer der
Vorzeit wieder aufbauen, du wirst die Grundmauern früherer Geschlechter wieder
aufrichten; und man wird dich nennen »Der die Breschen vermauert und die
Straßen wiederherstellt, damit man [dort] wohnen kann«“. (Jesaja 58,12)

Kurz vor seinem Tod wies
Christus selbst noch einmal auf diese besondere Gruppe von Menschen hin. Diese
Ermahnung finden wir im letzten Kapitel, des letzten Buches, des Alten
Testaments:

„Gedenkt an das Gesetz Moses, meines Knechtes, … an die
Satzungen und Rechte! Siehe, ich sende euch
den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag Jahuwahs kommt; und er wird das Herz der Väter den Kindern und
das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen
das Land nicht mit dem Bann schlagen muss!“ (Maleachi 3,22-24)

Die Jünger kannten diese
Prophezeiung. Nachdem Christus verklärt war und ihm Mose und Elia erschienen,
fragten Petrus, Jakobus und Johannes: „Warum sagen denn die
Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen muss?“12 Mit anderen
Worten: „Wenn du wirklich der Messias bist, wie wir es glauben, warum ist
dann nicht zuerst Elia erschienen?“

Jahushua gibt eine verblüffende Antwort:

„Jahushua aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt
freilich zuvor und wird alles wiederherstellen.
Ich sage euch aber, dass Elia schon gekommen ist; und sie haben ihn nicht
anerkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Sohn
des Menschen von ihnen leiden müssen. Da
verstanden die Jünger, dass er zu ihnen von Johannes dem Täufer redete.“13

In dieser Unterredung
verweisen sowohl die Jünger, als auch Jahushua zurück auf die Prophezeiung von
Maleachi, der das Kommen Elias vor dem „großen und schrecklichen Tag Jahuwahs“
vorhersagte. Die Jünger nahmen an, dass er nur von Johannes dem Täufer spricht,
aber eigentlich „unterscheidet [Jahushua] zwischen dem Elia, der noch
kommen wird, und Johannes, der bereits gekommen war (Matthäus 17,11).“14

Der Elia, der zu den Tagen Christi noch in der Zukunft lag, würde etwas sehr
Wichtiges tun: er würde „alles wiederherstellen“. (Vers 11) Was denn
wiederherstellen? Die Antwort finden wir in Maleachi 3: „Gedenkt an das
Gesetz Moses, … an die Satzungen und
Rechte“ (Verse 22) Diejenigen die die Bresche vermauern werden das Gesetz
des Mose wiederherstellen: die Satzungen, Rechtsverordnungen, seine Prinzipien
und seine Kalenderführung!

Viele Menschen nehmen an, dass sich das Wort „Rechtsverordnung“
ausschließlich auf die Opfergaben bezieht, die am Kreuz abgetan wurden.
Allerdings zeigt ein gründliches Bibelstudium, dass das Wort „Rechtsverordnung“
niemals im Bezug zu „Opfer“ oder
„opfern“ verwendet wurde. Im Gegenteil, man findet es häufig im
Zusammenhang mit folgenden Phrasen: „Das ist eine ewige Ordnung“, „soll
eine ewige Ordnung für sie sein“
oder „als ewige Ordnung einhalten.“

„Das Werk der Wiederherstellung und Reform, das die aus
der Verbannung Heimgekehrten unter der Führung Esras und Nehemias betrieben,
versinnbildlicht ein geistliches Erneuerungswerk, das in den letzten Tagen der
Weltgeschichte durchgeführt werden soll…

Die
geistliche Erneuerung, für die das in Nehemias Tagen durchgeführte Werk ein
Symbol war, umreißt Jesaja mit den Worten: „Sie werden die alten Trümmer wieder
aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten; sie werden
die verwüsteten Städte erneuern.“ (Jesaja 61,4) „Es soll durch dich wieder
aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten,
was vorzeiten gegründet ward; und du sollst heißen ‚Der die Lücken zumauert und
die Wege ausbessert, daß man da wohnen könne.‘“ (Jesaja 58,12)

Der
Prophet beschreibt hier ein Volk, das in einer Zeit allgemeinen Abweichens von
Wahrheit und Gerechtigkeit jene Grundsätze wieder aufzurichten sucht, die das
Fundament des Reiches [Jahuwahs] sind. Es verzäunt eine Lücke, die in
[Jahuwahs] Gesetz gebrochen worden ist — in die Mauer, die er zum Schutz seiner
Auserwählten um sie her gezogen hat. Gehorsam gegen seine Gebote der
Gerechtigkeit, Wahrheit und Reinheit soll ihre ständige Sicherung sein.

In
unmißverständlichen Worten weist der Prophet auf das besondere Werk dieses
Volksrestes hin, der die Mauer baut: „Wenn du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst
und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tage und den Sabbat
‚Lust‘ nennst und den heiligen Tag [Jahuwahs] ‚Geehrt‘; wenn du ihn dadurch
ehrst, daß du nicht deine Gänge machst und nicht deine Geschäfte treibst und
kein leeres Geschwätz redest, dann wirst du deine Lust haben an [Jahuwah], und
ich will dich über die Höhen auf Erden gehen lassen und will dich speisen mit
dem Erbe deines Vaters Jakob; denn [Jahuwahs] Mund hat‘s geredet.“ (Jesaja
58:13,14.)

In
der Zeit des Endes soll jede göttliche Verordnung wieder eingesetzt werden. Die
Bresche, die zu jener Zeit ins Gesetz geschlagen wurde, als der Mensch den
Sabbat abänderte, muß ausgebessert werden. Die Übrigen des Volkes [Jahuwahs],
die als Reformatoren vor der Welt dastehen, sollen zeigen, daß das Gesetz
[Jahuwahs] die Grundlage jeder dauernden Erneuerung ist und daß der Sabbat des
vierten Gebotes ein Denkmal der Schöpfung, eine beständige Erinnerung an die
Macht [Jahuwahs] sein soll. Klar und deutlich sollen sie die Notwendigkeit
bekunden, allen Vorschriften der Zehn Gebote zu gehorchen. Von der Liebe
[Jahushuas] gedrungen, sollen sie beim Wiederaufbau der verwüsteten Plätze mit
[Jahuwah] zusammenwirken — als Verzäuner der Lücken und Ausbesserer der Wege,
„daß man da wohnen könne“15

Möge das Volk Jahuwahs
heute „jede göttliche Einrichtung“, einschließlich seines Kalenders,
wiederherstellen, so dass die Schönheit seines Gesetzes in der Welt dargestellt
werden kann.


1 Mein Ehemann

2 Mein Herr, eine Fälschung für Gott oder Baal.

3 Hosea 2,14. 16-20. 23

4 3 SM 338 (eigene Übersetzung)

5 Für einen viel tieferen Einblick darin, wie die Heiden jedem der
24 Stunden des Tages einem Planetengott zugewiesen haben, die auf ihrer
angeblichen Stellung in Bezug zur Erde basiert, siehe, How Did Sunday Get
It’s Name?
von Robert L. Odom, Southern Publishing Association, 1972.

6 How Did Sunday Get It’s Name? von Robert L. Odom, Southern
Publishing Association, 1972.

7 Der Juli und der August wurden nach den römischen Kaisern, Julius
Cäsar (der den julianischen Kalender einsetzte) und Augustus Cæsar (der
römische Kaiser, der in Lukas 2,1-7 erwähnt wird) benannt. Die Monate
September, Oktober, November und Dezember waren Zahlenwörter:
„siebte“, „achte“ , „neunte“ und
„zehnte“, da der römische Kalender ursprünglich im März begann.

8 Eine Frau ist immer das Symbol für eine Kirche. Eine Hure ist eine
verdorbene Kirche. Eine reine Frau ist die wahre Kirche [die Ekklesia].

9 Ellen G. White, Councils to Writers and Editors, S. 33. (eigene
Übersetzung
)

10 Offenbarung 12,1 zeigt eine faszinierende,symbolische
Beschreibung der wahren Kirche. Sie steht auf dem Mond. Die Füße sind ein
Symbol des Besitzes (siehe Hiob 1,7 und Ruth 4,7-8). Die Bedeutung dieses
Textes ist sehr schön: Die Kirche ist wieder im Besitz der Erkenntnis des
wahren Sabbats und das bietet ihr eine unangreifbare Grundlage.

11 Ellen G. White, Der Große Kampf, ix (Hervorhebung
hinzugefügt
)

12 Matthäus 17,10

13 Matthäus 17,11-13

14 Hebrew-Greek Key Word Study Bible, KJV, Fußnoten zu Maleachi 4,
von Spiros Zodhiates.

15 Ellen G. White, Propheten & Könige, 476-477, (Hervorhebung
hinzugefügt
)


Die vergessene Vertuschung!


Jüdische Gelehrte geben zu, dass der Samstag nicht der antike,
ursprüngliche Sabbat der Heiligen Schrift ist.

Mark
Twain, ein berühmter Schriftsteller und Humorist, stellte einst ironisch fest:
„Es dauert in der Regel mehr als drei Wochen, um eine improvisierte Rede
vorzubereiten.“ Öffentliche Redner
merken schnell, dass man viele Gedanken und Vorbereitung in jede Präsentation
oder Diskussion stecken muss, wenn sie überzeugend sein soll. Es gibt sogar
bestimmte Arten von Argumenten, die öffentliche Redner niemals verwenden
sollten, denn obwohl sie die Emotionen beeinflussen können, sind sie nicht
logisch. Und deshalb werden sie auch niemanden überzeugen.

Ein Argument, das häufig gegen das Konzept eines Mondsabbats vorgebracht wird,
ist dieses: „Die Juden haben den wahren Sabbat niemals verloren!“ Ein
solches Argument beweist rein gar nichts! Genau genommen werden damit zwei
Regeln der Argumentationskunst verletzt:Zirkelschlüsse

1. Man beruft sich auf Autoritäten um
seinen Standpunkt zu beweisen. In diesem konkreten Fall geht man davon aus,
dass moderne Juden eine vertrauenswürdige Autorität darüber sind, wann der
wahre Sabbat stattfindet.

2. Man verwendet einen Zirkelschluss!
Mit anderen Worten, man benutzt genau den Standpunkt, den man zu beweisen
versucht, als Beweis für sich selbst! A) Die Juden halten ihren Gottesdienst am
Samstag, also, B) Samstag ist der Sabbat, weil, C) das der Tag ist, an dem die
Juden Gottesdienst halten.

Die Wahrheit ist, unabhängig davon, was der durchschnittliche Jude glaubt oder
praktiziert, dass der Samstag nicht der Sabbat der Bibel ist. Jüdische Gelehrte
haben den Sabbat niemals „verloren“, aber sie haben bewusst und
wissentlich den Kalender verändert, durch den der Sabbat bestimmt wurde.
Und das ist so lange her, dass es möglich ist, dass viele Juden sich selbst
nicht einmal voll bewusst sind, was von dieser Kalenderänderung alles betroffen
war.

Das Konzil von Nizäa ist von großer Bedeutung in der Geschichte des
Christentums, weil damals das Heidentum
in die Kirche
eindrang
und den reinen, apostolischen Glauben der frühen Christen verdünnte. Das Konzil
von Nizäa ist auch für die Geschichte des Judentums bedeutsam, weil sofort
danach eine intensive Verfolgung für alle begann, die sich an die biblische
Zeitbestimmung klammern wollten.

„Auf dem Konzil zu Nizäa wurde der
letzte Faden zerrissen, der das Christentum mit seinen Wurzeln verband. Das
Osterfest war bis dahin weitestgehend zur selben Zeit gefeiert worden wie das
jüdische Passah. Tatsächlich waren es dieselben Daten, die vom Synhedrion
[Sanhedrin] berechnet und als Feiertage festgelegt wurden. Doch zukünftig
sollte es vollkommen
unabhängig
vom jüdischen Kalender begangen werden.“1

Konstantin
der Große, der Kaiser, der das Konzil ein berief, um seine persönliche
politische Agenda weiter voranzutreiben, gab die Richtung vor, die die Christen
einschlagen sollten. Er wollte, dass sie sich vollkommen von ihren Wurzeln im
Judentum loslösten. Er legte fest, dass zukünftig keine religiösen Verordnungen
mehr durch den jüdischen Kalender berechnet werden sollten, und sagte:

Konstantin der Große

„Denn es ist unerträglich, dass wir uns in Bezug auf dieses heiligste aller
Feste [Ostern] nach jüdischen Gewohnheiten richten sollten. Lasst uns zukünftig nichts
gemeinsam haben mit diesem uns verhassten, widerlichen Volk; unser Erlöser hat
uns einen anderen Weg gezeigt. Es wäre wirklich absurd, wenn sich die Juden
damit rühmen könnten, dass wir nicht in der Lage sind, Passah zu feiern, ohne
ihre Regeln (Kalendierung, Berechnungen) zu
Hilfe zu nehmen.“2

Diese Erklärung hatte weitreichende, katastrophale Auswirkungen auf die alte
Methode der Zeitmessung. Konstantius, der Sohn Konstantins, ging sogar noch
weiter. Konstantin hatte den Gebrauch des jüdischen Kalenders für christliche
Zeitbestimmungen verboten. Konstantius verbot nun auch den Juden den Gebrauch.
„Unter der Herrschaft von Konstantius (337-362 n. Chr.) nahm die
Verfolgung der Juden solche Ausmaße an, dass. . . Die Berechnung des
Kalenders unter der Androhung von schweren Strafen verboten wurde.
3
Die Bedeutung dieser Tat kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Aufgrund
von schweren Verfolgungen haben die Juden selbst ihre Zeitberechnung
geändert.
Der Patriarch Hillel II., der letzte Präsident des Sanhedrin, war
selbst verantwortlich für eine Veränderung, die letztlich zur Annahme des Samstags
als Sabbat führte.

„Der unglückliche Zustand von Judäa war der Anlaß für eine Selbstverleugnung
seitens des Patriarchen Hillel, die bisher noch nicht ausreichend gewürdigt
wurde. Bis dahin wurde der Brauch geheim gehalten, wie der Neumond und das Schaltjahr
zu bestimmen waren. Die Festzeiten wurden den Gemeinden in den benachbarten
Ländern durch Boten mitgeteilt. Während der Verfolgungen unter Konstantius
hatte sich diese Methode als nicht durchführbar und nutzlos erwiesen. Immer
wenn der Sanhedrin daran gehindert wurde, das Datum des Schaltjahres
festzulegen, blieben die jüdischen Gemeinden in entfernten Ländern im Zweifel
bezüglich der wichtigsten religiösen Entscheidungen. Um alle Schwierigkeiten
und Ungewissheiten zu beenden, schuf Hillel II einen endgültigen und festen
Kalender. . . Mit seiner eigener Hand zerstörte der Patriarch die letzte
Bindung, die die im ganzen römischen und persischen Reich zerstreuten Gemeinden
mit dem Patriarchat vereinten.“4

Die
Tatsache, dass diese Veränderung vor über 1.600 Jahren stattfand, erklärt,
warum die Menschen annehmen, dass der Samstag der wahre Sabbat ist, nur weil
die Juden an ihm ihren Gottesdienst halten. Jüdischen Gelehrte sind sich jedoch
absolut darüber im Klaren, dass dies
eine komplette Veränderung des Kalenders war:

„Das Ausrufen des neuen Monats durch Beobachtung des Neumondes und des
neuen Jahres durch die Ankunft des Frühlings kann nur durch den Sanhedrin
erfolgen. In der Zeit von Hillel II. verboten die Römer diesen Brauch. Hillel
II. war also gezwungen seinen festen Kalender einzurichten und damit die
Zustimmung des Sanhedrins für die Kalender aller zukünftigen Jahre, bereits im
Voraus zu erteilen“5

Es kann nicht genug betont werden: Jüdische Gelehrte sind sich bewusst darüber,
dass der Kalender, den sie jetzt benutzen, anders ist als der von Jahuwah
Eingesetzte, der von Mose beim Exodus bestätigt wurde. Die historische
Dokumentation in diesem Artikel wird vollständig mit Schriften und Aussagen der
Juden selbst durchgeführt. Dadurch kann man nicht nur feststellen, dass der
Samstag nicht der Sabbat der Bibel ist, sondern auch, dass sie (die Juden)
wissen, dass er es nicht ist.

Kalenderveränderung

Jüdische Gelehrte wissen, dass es sich speziell um eine Kalenderveränderung
handelte, die den Sabbat veränderte. Rabbi Louis Finkelstein war ein bekannter,
hoch angesehener jüdischer Gelehrter. Die jüdischen Gemeinschaften der Welt
wählten Finkelstein als einen der Top 120 Juden, die „eine Leuchte des
Judentums“ in der Welt am besten vertreten. In einem Brief vom 20. Februar
1939, gab Finkelstein schnell zu: „Der jüdische Kalender wurde im vierten
Jahrhundert festgelegt.“6

Heinrich Graetz, erkannte in seinem umfangreichen, sechsbändigen Werk der
jüdischen Gesellschaft Amerikas an: „Auch die Berechnung des Kalenders und
der Handel mit Gegenständen für den religiösen Gebrauch wurde im vierten
Jahrhundert verboten.“7

Viele Menschen gehen heute davon aus, dass, weil der päpstliche gregorianische
Kalender heute einen kontinuierlichen wöchentlichen Zyklus von jeweils sieben
Tagen hat, die Woche, die heutzutage verwendet wird, irgendwie an die
hebräische Siebentageswoche angepasst wurde. Darum schlussfolgert man, dass der
Samstag der Siebenten-Tags-Sabbat der Schrift ist. Wer so etwas annimmt,
versteht jedoch den grundlegenden Unterschied zwischen der Funktion eines
Sonnenkalenderformats und des biblischen Mondsonnenkalenders nicht.

Der
ursprüngliche Sabbat war anders

Der Mondsabbat

Der Mondsabbat

Jüdische Gelehrte wissen, dass der
Sabbat, wie er von den Gläubigen vor dem vierten Jahrhundert bis auf die
Schöpfung zurück, gehalten wurde, nicht Teil eines kontinuierlichen
wöchentlichen Zyklus war. Vielmehr folgten die Monate den Mondphasen. Der
wöchentliche Zyklus selbst wurde mit jedem Neumond neu gestartet. Deshalb war
der Siebenten-Tags-Sabbat nicht Teil eines kontinuierlichen wöchentlichen
Zyklus, wie es der moderne Samstag ist.

„Der Neumond ist immer noch abhängig vom
Mondzyklus, genau wie der Sabbat ursprünglich auch; …Ursprünglich
wurde der Neumond genauso gefeiert wie der Sabbat, allmählich verlor der
Neumond aber an Bedeutung, während der Sabbat zunehmend ein Tag der Religion,
Menschlichkeit, Meditation und Unterricht für Friede und Freude der Seele
wurde.” 8

Juden berechnen heute noch ihre jährlichen religiösen Feste mit der lunisolaren
Methode der Zeitbestimmung. Genau aus diesem Grund driftet das Passahfest (Pessach)
und der große Versöhnungstag (Yom Kippur) im kontinuierlichen
wöchentlichen Zyklus des gregorianischen Kalenders von einem Tag zum anderen.
Ihre wöchentlichen Sabbate sind jedoch nicht mehr mit den Phasen des Mondes
verbunden.

Viele gehen davon aus, dass der biblische Wochenzyklus schon immer durchgängig war, da die Juden den Samstag halten. Man meint, dass nur die jährlichen Feste mit einer Bestimmung durch den Mond in Verbindung stehen. Diese Sichtweise wird von jüdischen Gelehrten allerdings nicht geteilt.

Genau an der Stelle machen die meisten, die versuchen zu beweisen, dass der
Samstag der biblische Sabbat ist, einen Fehler. Sie gehen nämlich davon aus, dass der biblische Wochenzyklus schon immer
durchgängig war, da die Juden den Samstag halten. Man meint, dass nur die
jährlichen Feste mit einer Bestimmung durch den Mond in Verbindung stehen. Diese
Sichtweise wird von jüdischen Gelehrten allerdings nicht geteilt
. Sie
sind sich bewusst, dass der ursprüngliche Sabbat nicht Teil eines kontinuierlichen
wöchentlichen Zyklus sein konnte, weil er mit den Mondphasen verbunden war.
Diese erstaunliche Tatsache wird durch dieses Zitat aus der universalen
jüdischen Enzyklopädie betätigt: „Mit der Entwicklung der Bedeutung des
Sabbats als ein Tag der Hingabe und der Betonung auf die signifikante Zahl
sieben, wurde die Woche immer mehr von ihrer Mondverbindung getrennt . . . .
9

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Wechsel von einem Sabbat, der eng mit den
Phasen des Mondes verbunden war, hin zu einem kontinuierlich zyklischen
Samstagssabbat stattfand, als Hillel II den Kalender „fixiert“ hat.
Er tat mehr, als nur ihre Regeln der Kalenderführung zu offenbaren. Es scheint,
dass er auch für die Einführung eines Samstagssabbats verantwortlich war, denn
als er den Kalender festlegte, musste er auch „Verschiebungsregeln“
einführen. Bis dahin waren diese Regeln unnötig, da die jährlichen Feste und
die wöchentlichen Sabbate alle im selben lunisolaren Kalender bestimmt wurden.
Als aber die jährlichen Feste durch einen Mondsonnenkalender bestimmt wurden,
wohingegen der Siebenten-Tags-Sabbat durch einen davon unterschiedlichen
Sonnenkalender bestimmt wurde, kam es gelegentlich zu Konflikten. Deshalb
wurden die neuen „Verschiebungsregeln“ notwendig.

Die
Sadduzäer: Bevollmächtigte über den Kalender

Manchmal behauptet eine Person, die gute Absichten hat, folgendes: „Aber
wenn der Kalender zur Zeit Jahushuas
nicht richtig gehalten wurde, dann hätte er es sicherlich korrigiert!“ Das
stimmt natürlich, was beweist, dass der Kalender, der von den Israeliten im
ersten Jahrhundert benutzt wurde, noch der Kalender der Schöpfung war. Damals
war der Hohepriester für den Kalender zuständig. Er hatte die Verantwortung
darüber, den Neumondtag zu bestimmen und darüber, wann ein dreizehnter Monat
eingefügt werden musste. Die Hohepriester stammten immer aus den Reihen der
Sadduzäer. Das ist bedeutsam. Obwohl die Glaubensüberzeugungen der Sadduzäer
nicht fehlerfrei waren, lehnten sie, wie Jahushua, das mündliche Gesetz der
Pharisäer ab, dass sich auf menschliche Traditionen bezog. Sie behaupteten auch
weiterhin, dass die Torah, die Bücher des Mose, die einzige Quelle göttlicher
Autorität sein.

Jahushua sah deutlich, dass die „Traditionen der Menschen“, die die
Pharisäer allen auferlegten eine drückende Last waren, die die Menschen von
ihrem Schöpfer trennten. Er verurteilte immer wieder heftig die Masse an Regeln
und Traditionen, die die Pharisäer anderen auferlegten. Diese von Menschen
gemachten Vorschriften waren eine Hürde und ein Hindernis für die Wahrheit.
Kurz vor seinem Tod versuchte Jahushua ein letztes Mal die Herzen dieser
Heuchler zu erreichen. Seine Rede, die in Matthäus
23

aufgezeichnet wurde, ist ein herzzerreißender Versuch, diese Herzen aus Stein
zur Wahrheit zu führen.

Das Ergebnis davon, dass man menschliche Regeln und Traditionen auf eine Stufe
mit dem göttlichen Gesetz stellte, war eine Verminderung des geistlichen
Lebens: „Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler, dass
ihr Meer und Land durchzieht, um einen einzigen Proselyten zu machen, und wenn
er es geworden ist, macht ihr einen Sohn der Hölle aus ihm, zweimal mehr, als
ihr es seid!“ (Matthäus 23,15)

Letztendlich triumphierten die Pharisäer. Die Klasse der Sadduzäer, die für den
biblischen Kalender verantwortlich war, gab es nach der Zerstörung Jerusalems
nicht mehr.

„Mit der Zerstörung des Tempels in
Jerusalem (70 n. Chr.) verschwanden die Sadduzäer gänzlich, so blieb die
Regelung aller jüdischen Angelegenheiten fortan den Pharisäern überlassen. Sie
regelten das gesamte jüdische Leben und die ganze Geschichte des Judentums
wurde aus der pharisäischen Sichtweise heraus rekonstruiert. Dem Sanhedrin der
Vergangenheit wurde ein neuer Aspekt verliehen und eine neue Traditionskette
verdrängte die alte, priesterliche Tradition [Abot1:1]. Das Pharisäertum formte
fortan den Charakter des Judentums und das jüdische Leben und Denken.
10

Büchersammlung des TalmuDie
Pharisäer allein blieben übrig, um ihre Regeln und Vorschriften allen
aufzudrücken. Die mündlichen Traditionen der Pharisäer, die im Talmud
aufgezeichnet waren, wurden zum Rabbinischen Judentum. Der von den Juden heute
verwendete Kalender ist nichts weiter als eine Perversion des ursprünglichen
Kalenders. Es wurde durch die künstlichen Traditionen, die von den Phasrisäern
im Talmud aufgezeichnet wurden, verdorben! Rabbi Louis Finkelstein, der oben
bereits zitiert wurde, sagte:

„Das Pharisäertum wurde zum
Talmudismus …. [Doch] der Geist der antiken Pharisäer
überlebte unverändert. Wenn ein Jude … den Talmud studiert, wiederholt
er in Wirklichkeit die Argumente der [antiken] Akademien Palästinas. … Der
Geist der [pharisäischen] Lehre ist wach und lebendig geblieben.
[…] Das
Pharisäertum der Antike ist von Palästina nach Babylon gewandert, von Babylon
nach Nordafrika, Italien, Spanien, Frankreich und Deutschland und von dort aus
nach Polen, Russland und allgemein Osteuropa.“11

Die Traditionen des Talmud lehren, dass,
wenn jemand es versäumt den Sabbat zu bestimmen, es genügt, wenn er jeden
siebten Tag hält. Das ist eine Rechtfertigung, damit man den Samstag als Sabbat
halten kann.

Die Traditionen des Talmud lehren, dass, wenn jemand es versäumt den Sabbat zu bestimmen, es genügt, wenn er jeden siebten Tag hält. Das ist eine Rechtfertigung, damit man den Samstag als Sabbat halten kann.

„Der
Talmud leitet seine Autorität aus der Position der alten Akademien (d. h. von
den Pharisäern) ab. Die Lehrer dieser Akademien, sowohl aus Babylon als auch
aus Palästina, galten als die rechtmäßigen Nachfolger des älteren Sanhedrins. .
. . Gegenwärtig hat das jüdische Volk keine lebendige, zentrale Autorität, die
den alten Sanhedrins oder den späteren Akademien vergleichbar ist. Daher
muss jede Entscheidung über die jüdische Religion auf dem Talmud beruhen, da er
der letzte Stand der Lehren jener Autoritäten (Pharisäer) darstellt.“12

Man
beachte, dass Finkelstein selbst sagt, dass der Talmud aus den Traditionen
der Pharisäer stammt
. Dies sind die gleichen „Lehren der Menschen“, die der
Erlöser während seines Dienstes so eifrig verurteilte. Das ist bedeutsam, denn
es waren die Traditionen der Pharisäer, die es den Juden erlaubten, den
ursprünglichen Sabbat abzuschaffen. Das 7. Kapitel der Tractate Shabbat schreibt:
„Wer in einer Wüste unterwegs ist und nicht weiß, welcher Tag der Sabbat
ist, muss sechs Tage von dem Tag abzählen, an dem er merkt, dass er den Sabbat
verpasst hat und dann den siebten Tag halten.“13

Der Kalender des Schöpfers

Der Kalender des Schöpfers

Das Argument, dass die Gläubigen am Samstag Gottesdienst halten sollten, nur
weil es die Juden so machen, beruht auf der falschen Annahme, dass die Juden
niemals an etwas anderem Gottesdienst halten würden, als am wahren Sabbat.
Viele Aussagen von den Juden selbst beweisen, dass diese Annahme falsch ist.
Sie haben sehr wohl den Sabbat verändert, als sie den Kalender veränderten,
durch den der Sabbat berechnet wurde.

Der Sabbat ist keine menschliche Einrichtung. Er wurde vom Schöpfer eingesetzt.
Als solcher, kann keine irdische Autorität, sei es der Papst oder die Juden,
sich das Recht anmaßen, einen anderen Anbetungstag oder eine andere Methode der
Bestimmung, wann er stattfindet, einzusetzen. Der Sabbat soll ein ewiges
Zeichen zwischen dem Schöpfer und seinen treuen Geschöpfen sein. „Haltet nur
ja meine Sabbate! Denn das ist ein Zeichen zwischen mir und euch für alle eure
[künftigen] Geschlechter, damit ihr erkennt, daß ich Jahuwah bin, der euch
heiligt. Und deshalb sollt ihr den Sabbat
halten, weil er euch heilig ist.“ (2. Mose 31,13-14)

Alle, die ihren Schöpfer ehren wollen, indem sie ihm gehorchen und an seinem
Sabbat Gottesdienst halten, werden nicht auf die Traditionen der Juden und den
Kalender der Katholiken schauen. Vielmehr werden sie ihn am heiligen Sabbattag
anbeten, der vom ursprünglichen Mondsonnenkalender bestimmt wird, der bei der
Schöpfung eingesetzt wurde.


1 Heinrich Graetz, History
of the Jews, Bd. 2, S. 563 (Hervorhebung hinzugefügt)

2 Graetz, Bd. 2, S. 563-564.

3 Auszug aus The Jewish
Encyclopedia, “Calendar.”

4 Graetz, Bd. 2, S. 572-573, (Hervorhebung
hinzugefügt)

5 „The Jewish Calendar and Holidays (incl.
Sabbath): The Jewish Calendar: Changing the Calendar,“ http://www.torah.org, (Hervorhebung hinzugefügt)

6 Box 6, Folder 4; Grace Amadon Collection,
(Collection 154), Center for Adventist Research, Andrews University, Berrien
Springs, Michigan.

7 Graetz, Bd. 2, S. 571.

8 Universal
Jewish Encyclopedia,
„Holidays,“ S. 410.

9 Universal Jewish Encyclopedia, Bd. X, „Week,“ S.
482.

10 „Pharisees,“The
Jewish Encyclopedia, Bd. IX, (1901-1906 ed.), S. 666.

11 Louis Finkelstein, The
Pharisees: The Sociological Background of their Faith, (Philadelphia:
The Jewish Publication Society of America, 1946), Bd. 1, Vorwort der ersten
Ausgabe, S. XXI (Hervorhebung hinzugefügt)

12 Louis Finkelstein, The Jews – Their History, Culture, and
Religion, (Philadelphia: The Jewish Publication Society of
America, 1949), Bd. 4, S. 1332.

13 http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Talmud/shabbat7.html