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Dieser Artikel stammt nicht von WLC. Wenn wir fremde Quellen verwenden, veröffentlichen wir nur Inhalte, die zu 100% mit der Bibel und den derzeitigen bibelbasierten Glaubenssätzen von WLC übereinstimmen. Deswegen behandeln wir diese Artikel so, als wären sie unsere eigenen. Die Arbeit vieler Diener Jahuwahs ist uns zum großen Segen geworden. Dies stellt jedoch keine Empfehlung dar, auch andere Beiträge jener Autoren zu lesen, denn wir mussten feststellen, dass sie fehlerhaft sind und haben sie von der Veröffentlichung ausgenommen. Leider konnten wir noch kein Missionswerk finden, dass frei von Irrtümern ist. Wenn Sie einige Beiträge (Artikel und Sendungen), die nicht von WLC stammen, erschüttern, bedenken Sie, was in Sprüche 4, Vers 18 steht: Das Verständnis der Wahrheit wird uns stückweise in einem Entwicklungsprozess zuteil – so, als würde immer mehr Licht auf unseren Weg leuchten. Wir halten die Wahrheit höher als das Leben und folgen ihr nach, ganz gleich, wohin sie uns verschlägt.
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Unter den Gelehrten herrscht Einigkeit darüber, dass die Evangelien keine Augenzeugenberichte sind. Vielmehr sind sie so etwas wie „Erfahrungsberichte der zweiten Generation“. Sie wurden von Christen verfasst, die Jahushua nie begegnet waren, aber durch die Predigten der Apostel zu ihm bekehrt wurden. Das ist weder skandalös noch sollte es schockieren, denn die Evangelien verstehen sich im Grunde selbst nicht als Augenzeugenberichte. Lukas erwähnt ausdrücklich, dass sein Evangelium eine Zusammenstellung solcher Berichte ist, die auf den apostolischen Verkündigungen beruhen (vgl. Lukas 1,1-4).
Die Namen, die wir den Evangelien zuschreiben, sind nicht Bestandteil der Evangelien selbst, und die Gelehrten debattieren immer wieder darüber, wie man bestimmten Texten einen angemessenen Namen zuschreiben kann, auch wenn diese eine untergeordnete Bedeutung haben. Es bleibt ein und dasselbe Evangelium, unabhängig davon, wie der Heilige im Titel genannt wird.
Das vierte Evangelium, welches die von den Gelehrten bevorzugte Bezeichnung für das Johannesevangelium ist, bildet eine starke Ausnahme. Es ist das letzte, das verfasst wurde, aber seine Besonderheit liegt darin, dass es sich hier um einen Augenzeugenbericht „vom Jünger, den Jahushua liebte“ handelt. Obwohl also alle vier Evangelien im Ursprung auf Augenzeugenberichten beruhen, beansprucht nur das vierte für sich, dass der Augenzeuge selbst der Hauptautor des Textes ist. Dennoch könnte es ein zweites Evangelium geben, das zumindest teilweise vom Augenzeugen selbst verfasst wurde.
Das Evangelium des heiligen Markus weist eine sehr merkwürdige Besonderheit auf. Die Schilderungen scheinen Teil einer Erinnerung zu sein. Und diese sind so persönlich, lebendig und von Scham durchdrungen, dass sie nur von der Person stammen können, die sie tatsächlich durchlebt hat.
Wir wissen seit langem, dass Markus das erste Evangelium verfasst hat. Er hat die Textform des Evangeliums in gewisser Weise erfunden. Matthäus und Lukas nahmen den Text von Markus als Ausgangsbasis und fügten gemäß ihren eigenen Quellen und Perspektiven, Material hinzu oder ließen es weg. Diese drei Evangelien werden als synoptische Evangelien bezeichnet, denn wenn man sie miteinander vergleicht, stellt man fest, dass sie mehr Übereinstimmungen aufweisen, als Unterschiede. Und es sind die Unterschiede, die uns so viel über die jeweilige Perspektive der Evangelisten verraten.
Der einzig merkliche Unterschied besteht darin, dass das Evangelium von Matthäus das längste und das von Markus das kürzeste ist. Das Johannesevangelium ist von Anfang an durch eine andere Erzählperspektive gekennzeichnet und weicht daher stark von den anderen Evangelien ab.
Die Besonderheit des Markusevangeliums liegt darin, dass es so persönlich und lebensnah ist. Außerdem enthält es beschämende Momente. Dies wird in der Szene im Garten, nachdem die Gewalt Einzug hält, deutlich, als einer seiner Anhänger „sein Schwert zog, den Knecht des Hohepriesters schlug und ihm ein Ohr abhieb“ (vgl. Markus 14,47). Dort heißt es:
„Da verließen ihn alle und flohen.
Und ein gewisser junger Mann folgte ihm,
der ein Leinengewand auf dem bloßen Leib trug;
und die jungen Männer ergriffen ihn,
er aber ließ das Leinengewand zurück,
und entblößt floh er von ihnen.“ (Markus 14,50-52)
Die Evangelien stimmen darin überein, dass Jahushua von seinen männlichen Nachfolgern verlassen wurde. Diese Begebenheit spricht sowohl für die Glaubwürdigkeit der Evangelien als auch für die Annahme, dass es sich um Berichte der zweiten Generation handelt. Es ist beschämend zuzugeben, dass die Gemeinde ihren Herrn im Stich ließ – aber so ist es nun mal, wenn man die Wahrheit schildern will. Es wäre sicherlich etwas leichter zuzugeben, wenn es sich um die erste Generation von Gläubigen gehandelt hätte, nicht aber um die eigene.
Aber wer ist dieser namenlose, junge Anhänger Jahushuas? Er wird sozusagen in seiner Unterwäsche ergriffen, die er in großer Angst um sein Leben bereitwillig zurücklässt und nackt davonläuft. Das ist ein sehr persönliches Detail. Ein derartig persönlicher Moment, an den sich nur ein Augenzeuge oder gar der Hauptdarsteller selbst erinnern kann, der noch immer unter der Schmach leidet. Ist das der Grund, warum Matthäus und Lukas diese Passage auslassen? Weil sie zu persönlich ist und eher einem individuellen Bekenntnis gleicht, das für ihre eigenen Berichte keine Bedeutung hat?
Das könnte bedeuten, dass der Autor des Markusevangeliums, zumindest dieser Passage nach, jener junge Mann ist, der in der besagten Nacht vor Ort war und sich auch in den Jahren danach, immer wieder an diese von Scham geprägte Situation erinnern muss, in welcher er seinen Herrn im entscheidenden Augenblick im Stich ließ. Er wurde für unbrauchbar befunden. Sein nackter, junger Körper war nicht das Einzige, was in dieser Nacht entblößt wurde. Es war auch die Tiefgründigkeit seiner Jüngerschaft.
Doch nun erzählt uns ein gereifter, hingegebener Nachfolger die Geschichte jener Nacht. Er erinnert sich an seine tiefe Scham, weil er vom Siegeszug der Gnade berichten will. Es ist ihm ein Bedürfnis den nachfolgenden Generationen von Christen zwei Wahrheiten mit auf den Weg zu geben.
Erstens mahnt er uns, unsere Nachfolge nicht für selbstverständlich zu halten. Wir scheinen vielleicht gefestigt zu sein, aber sind wir es auch, wenn wir auf die Probe gestellt werden? Können wir uns da wirklich sicher sein, dass wir nicht gleichermaßen bloßgestellt werden und davonlaufen?
Zweitens möchte er sich an diejenigen wenden, die ihren damaligen Weg der Nachfolge zutiefst bereuen. (Und das sind viele von uns!) Er möchte, dass wir erkennen, dass nicht unser Scheitern ausschlaggebend ist, wenn wir weggelaufen sind oder wir vor aller Welt bloßgestellt wurden. Es ist die Stärke Christi. Wir wurden von Christus angenommen. Was wir aus eigener Kraft nicht vollbringen können, schaffen wir in ihm. Christus legte mutig Zeugnis für die Wahrheit ab. Er vergoss freiwillig sein Blut am hölzernen Kreuz. Das Einzige, was wir in unserer Schwäche und Angst tun müssen, ist, uns an ihn und sein Werk am Kreuz zu klammern.
Dieser Artikel stammt nicht von WLC, sondern von Terrance Klein.
Wir haben aus dem Originalartikel alle heidnischen Namen und Titel des Vaters und des Sohnes entfernt und sie durch die ursprünglichen Namen ersetzt. Des Weiteren haben wir auch die in der Heiligen Schrift genannten Namen des Vaters und des Sohnes wiederhergestellt, so wie sie entsprechend dem Original von den Verfassern der Bibel niedergeschrieben wurden. -WLC-Team
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Eine schockierend hohe Anzahl von Christen ist in pharisäische Denk- und Verhaltensmuster gefallen. Häufig handelt es sich dabei um besonders tiefgläubige Christen, die sich dieser Gefahr nicht einmal bewusst sind. Dieser Artikel ist für dich, wenn du mehr über diesen raffinierten Fallstrick des Teufels erfahren möchtest.
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Die babylonische Gefangenschaft befreite Israel für immer von der Suche nach anderen Göttern. Endlich erkannten sie, dass ihr Wohlstand untrennbar mit ihrer Treue zu Jahuwah, dem Gott des Himmels, verbunden war. Satan hatte allerdings einen anderen Plan für sie: Er wollte die frommen Israeliten dazu bringen, sich an den Buchstaben des Gesetzes zu halten und es zugleich zu brechen. Das nennt man Pharisäertum.
Er beeinflusste die Israeliten dahingehend, dass sie nahezu endlose menschengemachte Regeln und Traditionen schufen. Indem er das göttliche Gesetz mit all diesen von Menschen gemachten Regeln „ergänzte“, überzeugte Satan die Israeliten, dass es für sie unmöglich sei, das Gesetz zu brechen. Dadurch konzentrierten sie sich so sehr darauf, das Gesetz einzuhalten, dass sie die wahre Absicht dessen, völlig aus den Augen verloren. Viele moderne Gläubige tappen in dieselbe Falle, ohne sich dessen bewusst zu sein. Satan erzeugt dann Schamgefühle in einem, die uns von Jahuwah fernhalten sollen. Ein genauer Blick auf die sieben Todsünden zeigt, mit welchem Erfolg er diese Strategie anwendet.
Stolz
Manche Menschen glauben, dass sie demütig sein müssen, um der Sünde des Stolzes zu entgehen. Sie meinen, dass dies ein geringes Selbstwertgefühl mit einschließt. Es wird oft befürchtet, dass ein hohes Selbstwertgefühl stolz macht.
Das ist nicht der Fall. Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl sind weitaus besser in der Lage, für ihre Überzeugungen einzustehen, wenn sie auf Widerstand stoßen, als Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl. Außerdem können sie mehr erreichen als Menschen, die von Selbstzweifeln geplagt sind, die wiederum mit einem Mangel an gesundem Selbstwertgefühl einhergehen. Christen sollten das stabilste Selbstwertgefühl unter allen Menschen dieser Erden haben, denn Jahuwah war bereit, seinen Sohn zu opfern, wenngleich auch nur ein einziger Mensch gerettet würde!

Neid
Während Neid – die Unzufriedenheit, die manche Menschen empfinden, wenn sie den Erfolg eines anderen sehen – zweifellos eine Sünde ist, ist der Wunsch, mehr zu besitzen keine. In christlichen Kreisen wird Ehrgeiz manchmal mit Neid gleichgesetzt. Es wird angenommen, dass man die Sünde des Neids begeht, wenn man mit dem Status quo nicht vollkommen zufrieden ist. Aber das ist nicht zwangsläufig der Fall. Es ist keine Sünde, sich ein besseres Leben für sich oder seine Kinder zu wünschen. Es ist keine Sünde, hart zu arbeiten, um dies zu erreichen. In der Tat braucht Jahuwah Menschen mit Ehrgeiz, die hart für ihn arbeiten.
Habgier
Habsucht ist eine weitere Sünde. Manchmal bringt Satan die Menschen dazu, bis zum Äußersten zu gehen, um nicht als „gierig“ zu gelten. Es hat zum Beispiel nichts mit Gier zu tun, wenn man sich vorrangig um seine eigene Familie kümmert. Mitunter geben einige Christen großzügig, jedoch auf Kosten der eigenen Familie. „Gebt, bis es weh tut“ lautet ein Slogan, mit dem Pastoren ihre Gemeindemitglieder davon überzeugen wollen, mehr und mehr zu geben, auch wenn sie es sich nicht leisten können.
Jahuwah erwartet solche Extreme nicht von seinen Kindern. Paulus warnte: „Wenn aber jemand für die Seinen, besonders für seine Hausgenossen, nicht sorgt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger.“ (1. Timotheus 5,8)
Völlerei
Die Ernährung ist ein weiterer Bereich, in dem Satan die Menschen dazu drängt, ins Extreme zu gehen. „Wenn ein wenig Selbstverleugnung schon gut ist, dann ist mehr noch besser“, scheint der Gedanke zu sein, den viele aufrichtige Gläubige in ihrem Bemühen um einen enthaltsamen Lebensstil verfolgen.
Natürlich wollen Gläubige Jahuwah ehren, indem sie sich gesund ernähren, aber man sollte sich hüten, neue Regeln und Vorgaben dafür festzulegen, was einen gesunden Lebensstil ausmacht. Christus selbst wurde beschuldigt, ein Säufer und Fresser zu sein! Natürlich war Jahuwah weder das eine noch das andere, aber die Tendenz andere zu verurteilen und zu kritisieren, die nicht die gleichen Ernährungsgewohnheiten haben wie man selbst, ist unter Gläubigen allzu oft zu beobachten.

Zorn
Zorn ist ein typisch menschliches Gefühl. Er kann als eine Bestätigung vom Heiligen Geist dienen, wenn Menschen uns schlecht behandeln oder uns gar etwas antun. Zorn überschreitet die Grenze zur Sünde, wenn er die Gefühlsebene verlässt und den Worten Taten folgen lässt. Wie reagierst du auf Wut? Nimmst du sie als Anlass, um das Richtige zu tun? Um sich für jemanden einzusetzen, dem Unrecht widerfahren ist? Oder als Ausrede, um einem anderen Schaden zuzufügen? Die Antwort auf diese Frage entscheidet darüber, ob wir eine Sünde begehen oder nicht.
Lust
Jahushua machte deutlich: „Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen!« Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoß [zur Sünde] wird, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verlorengeht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.“ (Matthäus 5,27-29)
Jahushua übertrug die Verantwortung für die Bewahrung reiner Gedanken jedem Einzelnen, nicht dem Objekt seiner Begierde. Dies widerspricht der heutigen Auffassung, wonach der Mann davor bewahrt werden soll, eine Frau zu begehren. Die lüsternen Gedanken eines Mannes auf die Kleidung einer Frau (oder, noch schlimmer, die eines kleinen Mädchens) zu schieben und ihr vorzuschreiben, was sie anzuziehen hat oder nicht, ist heuchlerisch und Pharisäertum in Reinform.
Faulheit
Das Leben in einer sündigen Welt kann sehr stressig sein. Wenn die Eltern älter und pflegebedürftiger werden, kann der Stress besonders groß sein. Jahuwah kennt unsere Grenzen und versteht unser Bedürfnis nach Ruhe. „Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, welche ihn fürchten; denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran, dass wir Staub sind.“ (Psalm 103,13-14)
Selbstfürsorge hat nichts mit Faulheit zu tun. Wenn man die nötige Energie haben will, um anderen geben zu können, ist es wichtig, dass man sich Zeit für sich selbst nimmt. Dies bedeutet weder, dass man faul noch egoistisch ist.
Hingebungsvolle Christen sehnen sich natürlich danach, so zu sein wie Jahuwah. Wenn wir versagen, fallen wir leicht Satans Bestrebungen zum Opfer, die uns in die Extreme der Gesetzlichkeit drängen wollen. Er erfüllt uns mit einem Gefühl der Scham für unsere menschliche Schwäche und verleitet uns dann dazu, andere zu verurteilen und zu kritisieren. Solange wir eine gefallene Natur haben, werden wir nicht vollkommen sein.
Weigere dich, auf die Fehler anderer zu schauen. Richte deine Augen auf Jahuwah und sei dir dessen bewusst, dass er dich liebt!


Es gibt die weit verbreitete Ansicht, dass das Menschsein an sich schon sündhaft sei. Natürlich wird das nicht so direkt gesagt, aber dieser Gedanke kommt auf, wenn Menschen sich schuldig fühlen, weil sie bestimmte Emotionen haben. Es wird dann vermutet, dass es bereits Sünde sei, ein bestimmtes Gefühl zu haben.
Mit dieser Annahme sollte man sich unbedingt auseinandersetzen, da starke Schuldgefühle zu Scham führen, welche eine der wirksamsten Methoden Satans ist, um die Menschen von Jahuwah fernzuhalten.

Zorn
Zorn ist kein angenehmes Gefühl. Ebenso wie Traurigkeit und Niedergeschlagenheit wird er als eine „negative“ Emotion angesehen. Es ist jedoch keine Sünde, Wut zu empfinden. Wut kann sogar die stille, kleine Stimme sein, die uns darauf hinweist, dass etwas nicht in Ordnung ist. Zorn kann auch eine berechtigte Reaktion auf Ungerechtigkeit sein.
Die Heilige Schrift liefert mehrere Beispiele dafür, dass Jahuwah zornig ist. Zum Beispiel: „Und am Horeb erzürntet ihr Jahuwah, und Jahuwah ergrimmte über euch, sodass er euch vertilgen wollte.“ (5. Mose 9,8)“ Das ist nur ein Beispiel. Es gibt weitere.

„Wut ist einfach nur Wut. Sie ist nicht gut. Sie ist nicht schlecht. Sie ist einfach da. Es kommt darauf an, was man damit macht. Es ist wie mit allem anderen. Man kann es nutzen, um zu erbauen oder um zu zerstören. Man muss nur die richtige Wahl treffen.“ Jim Butcher
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Einige Gläubige weisen diese Bibelstellen zurück. Sie behaupten, dass Jahuwahs Zorn akzeptabel ist, weil er heilig ist und nicht sündigen kann. Aber die Menschen, so argumentieren sie, sind nicht heilig, sodass unser Zorn sündhaft ist. Paulus widerspricht jedoch solchen Behauptungen. „Zürnt ihr, so sündigt nicht; die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn! Gebt auch nicht Raum dem Teufel!“ (Epheser 4,26-27) Mit anderen Worten, man kann wütend sein und trotzdem keine Sünde begehen.
Ob Zorn zu einer Sünde wird, hängt davon ab, wie man mit ihm umgeht. Nimmt man die Emotion wahr und übergibt sie an Jahuwah? Oder dient sie als Rechtfertigung, um jemand anderem Schaden zuzufügen? Der römische Kaiser Marcus Aurelius bemerkte weise: „Wie viel schlimmer sind die Folgen des Zorns als seine Ursachen.“
Traurigkeit
Traurigkeit ist eine weitere „negative“ Emotion, die keine Sünde ist. Jahushua selbst, der genau wusste, dass er Lazarus in wenigen Minuten wieder auferwecken würde, weinte dennoch an seinem Grab. In Gethsemane befand sich Jahushua in einer derartigen seelischen Qual, dass er ein sehr seltenes, aber reales körperliches Phänomen erlebte, das Hämhidrose genannt wird. Dabei handelt es sich um eine extrem starke seelische und emotionale Notlage, bei der der Körper als Reaktion tatsächlich Blut schwitzt.
„Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger; sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.“ (Lukas 22,44) Und doch hat Jahushua bei all dem nicht gesündigt. Auch wir sündigen nicht, nur weil wir Kummer verspüren.

Es gibt viele Gründe, warum Menschen Betrübnis empfinden. Manchmal versuchen Seelsorger bei Beerdigungen, die Hinterbliebenen zu trösten, indem sie ihnen sagen, sie bräuchten nicht traurig zu sein, weil der geliebte Mensch nun „an einem besseren Ort“ sei. Die Annahme, dass gute Menschen per se nach ihrem Tod in den Himmel kommen, ist nicht nur falsch, sondern eine solche Aussage ist keineswegs tröstlich! Sie fügt der Bürde des Trauerns eine zusätzliche Last der Schuld hinzu. Traurigkeit ist wie auch Wut, ein sehr menschliches Gefühl, das keine Sünde ist.
Tatsächlich enthält die Heilige Schrift besondere Verheißungen für diejenigen, die Leid tragen. Als Johannes von der neu geschaffenen Erde sprach, sagte er: „Und Jahuwah wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ (Offenbarung 21,4) Wenn Jahuwah die Tränen der Erlösten abwischt, bedeutet das, dass es nun mal Tränen und Traurigkeit geben wird. Und sie werden nicht als Sünde angesehen.
Das bedeutet auch: Damit Jahuwah die Tränen der Erlösten abwischen kann, muss es erst einmal Tränen zum Abwischen geben. Und die gibt es.
Depressionen
Mit der Zeit kann die Traurigkeit in eine Depression umschlagen. Bei einer Depression oder Niedergeschlagenheit handelt es sich um ein weiteres sehr menschliches Gefühl, für das Satan den Menschen Scham einreden will. Und doch ist sie, wie Traurigkeit und Wut, keine Sünde! David war oft deprimiert. Das spiegelt sich auch in den Psalmen wider. „Denn im Tod gedenkt man nicht an dich; wer wird dir im Totenreich lobsingen? Ich bin müde vom Seufzen; ich schwemme mein Bett die ganze Nacht, benetze mein Lager mit meinen Tränen.“ (Psalm 6,6-7) Als Jahushua am Kreuz rief, „Mein Elohim, mein Elohim, warum hast du mich verlassen?“ (Markus 15,34), zitierte er damit tatsächlich aus Psalm 22!

Es gibt viele Gründe, warum manche Menschen mit Depressionen zu kämpfen haben. Unverarbeitete Traumata und PTBS (posttraumatische Belastungsstörungen) sind die häufigsten Ursachen für Depressionen. Auch hormonelle Ungleichgewichte können Depressionen verursachen. Ebenso können chemische Ungleichgewichte im Gehirn verantwortlich für die Entstehung von Depressionen sein. Es ist über 6.000 Jahre her, dass die Menschheit Zugang zum Baum des Lebens hatte. Wir können dabei zusehen, wie sich unser körperlicher Zustand, unser Intellekt und unsere Lebenserwartung verschlechtern. Warum sollte das nicht auch unsere Gehirne mit einschließen? Jahuwah hat Verständnis dafür und rechnet diese Dinge der Sünde nicht zu.
Warum das von Bedeutung ist
Es ist keine Sünde, bestimmte Emotionen zu haben. Das schließt auch „negative“ Emotionen mit ein. Denn es ist keine Sünde, ein Mensch zu sein und Gefühle zu empfinden, die nun mal menschlich sind. Wir sollten bedenken, dass Jahuwah uns als Menschen geschaffen hat.
„Und Jahuwah sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!
Und Jahuwah schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Jahuwahs schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“ (1. Mose 1, 26-27)

Das Wort, das mit “ Menschen“ übersetzt wird, stammt von dem hebräischen Wort „adam“ ab und bedeutet „Mensch“ (ein Individuum oder die Spezies)… Adam heißt übersetzt „Mensch; Menschheit; Leute“. Der Mensch war die Krone der Schöpfung. Wir wurden geschaffen, um Gefühle zu empfinden. Wenn Jahuwah Maschinen gewollt hätte, hätte er die Menschen entsprechend geschaffen. Aber das tat er nicht. Er schuf die Menschen so, dass sie die ganze Bandbreite an Emotionen erfahren konnten und erklärte sie dann für „sehr gut“.
Viele aufrichtig Gläubige vertreten die Ansicht, dass es Sünde sei, nicht immer fröhlich zu sein, weil Jahuwah die Menschen schließlich jeden Tag mit seinen zweifellos unendlichen Segnungen überschüttet. Jedoch zeigt Jahushuas eigene Erfahrung, dass Satan diese Überzeugung nur als weiteres Mittel nutzt, um uns Scham aufzuerlegen.
Es ist keine Sünde, ein Mensch zu sein und es ist auch keine Sünde, die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle zu empfinden. Jahuwah liebt dich und nimmt dich so an, wie du bist: als einen Menschen, der nach seinem Ebenbild geschaffen wurde, mit sämtlichen Gefühlen, die damit einhergehen.

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Hausgemeinden können abschreckend wirken, wenn man es gewohnt ist, jedes Wochenende in die Kirche zu gehen. Trotzdem ist es möglich, beim Hausgottesdienst am Sabbat einen reichen Segen zu empfangen, sei es in einer kleinen Gruppe, mit der Familie oder ganz allein.
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Offenbarung 18 enthält den klaren Befehl, Babylon zu verlassen: „Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!“ Es gibt keine Religion und keine Konfession, die davon ausgenommen ist. Jede habt sich durch Fehler und Irrlehren verunreinigt.
Doch hieraus ergibt sich ein Problem. Der Besuch einer Kirche ist zum Synonym für das Wort „Gottesdienst“ geworden. Wo (und wie) sollen Gläubige also anbeten?
Anbeten ist eine Tätigkeit und wird wie folgt definiert: Man erweist jemandem göttliche Ehre und verehrt ihn mit höchstem Respekt und Ehrfurcht. (1) Das hebräischen Wort für „anbeten“ lautet shâchâh und bedeutet so viel wie „sich anbetend verneigen“. Es ist der gebräuchliche Ausdruck für die Begegnung mit Jahuwah im Gottesdienst. (2) Aber das kann jeder bei sich zu Hause allein oder auch mit seiner Familie tun. In der Bibel wird sogar gesagt, dass es vorzuziehen ist, am Sabbat zu Hause zu bleiben!
In 2. Mose 16, also bevor das Gesetz am Berg Sinai verkündet wurde, sagte Jahuwah zu Mose: „Seht, Jahuwah hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tag für zwei Tage Brot; so soll nun jeder an seiner Stelle bleiben, und niemand soll am siebten Tag seinen Platz verlassen!“ (Vgl. 2. Mose 16,29-30.) Die Kinder Israels versammelten sich nicht jeden Sabbat um die Stiftshütte, um von Mose eine Predigt zu hören. Vielmehr blieben sie und ihre Familien zu Hause und beteten dort Jahuwah an.
Und das kannst du ebenfalls.
Hausgottesdienst
Erlösung war schon immer eine individuelle Angelegenheit. Es geht dabei also nicht um eine Gruppenaktivität. Der Gottesdienst zu Hause ist für Jahuwah vollkommen akzeptabel und entspricht sogar mehr dem Geist wahrer Anbetung. Nachfolgend sollen ein paar Ideen aufgeführt werden, die zeigen, wie der Gottesdienst zu Hause zu einer geistlich reichen Erfahrung werden kann.
Gottesdienst als Einzelperson
Viele Gläubige, die aus Babylon fliehen, sind gezwungen, dies im Alleingang zu tun. Dem Lamm zu folgen, wohin es auch geht, kann ein sehr einsamer Weg sein. Aber wenn dies auf dich zutrifft, dann denke daran: Für Jahuwah sind dein Lob und deine Anbetung viel wert. Er hätte seinen Sohn auch für dich allein dahingegeben. Wenn du deine Zeit mit deinem Schöpfer sinnvoll verbringen möchtest, dann schau dir diese Tipps genauer an:
- Leg dir ein Gebetstagebuch an. Schreib dir eine Liste mit Menschen, für die du beten möchtest. Nimm dir unter der Woche Zeit dafür und formuliere konkret, worum es Dir geht. Geh dann am Sabbat deine Liste durch und schreibe auf, welche Antworten du bekommen hast. Es wird deinen Glauben stärken, deine Gebete beantwortet zu sehen.
- Wenn du deinen Gottesdienst allein abhältst, bist du nicht an die Interessen und Vorlieben anderer gebunden. Daher kannst du sich sehr intensiv und persönlich mit der Heiligen Schrift beschäftigen. Frage dich beim Studium eines Textabschnitts: 1) Was sagt das Gelesene über Jahuwah aus? 2) Was sagt es über mich selbst aus? 3) Was verrät es mir über Jahuwahs Absicht für mein Leben? Der Sabbat soll eine Zeit der innigen Gemeinschaft mit unserem Schöpfer sein. Wenn du Zeit mit seinem Wort verbringst, indem du es liest, laut wiederholst und auswendig lernst, wird dein Herz auf eine besondere Weise an Jahuwah herangeführt. Dieses völlige Eintauchen in die Heilige Schrift ist beim Gottesdienst zu Hause sogar besser möglich als in den engen Grenzen der traditionellen, kirchlichen Gottesdienste.
- Verbringe Zeit in der Natur, damit du dir die Nähe und Macht Jahuwahs vor Augen führen kannst. Selbst eine ruhige Ecke im Stadtpark reicht schon aus, um dein Herz an unseren Schöpfer zu erinnern.
Gottesdienst mit der Familie
Wenn du Familie hast, die Babylon mit dir zusammen verlassen hat, bist du in der Tat gesegnet. Lass dich nicht von dem Gedanken überwältigen, deiner Familie eine möglichst gute Gottesdiensterfahrung bieten zu müssen. Der Hausgottesdienst kann so einfach oder auch so komplex sein, wie ihr ihn gestalten wollt. Ein reicher Segen erwartet alle, die Zeit mit Jahuwah verbringen.
- Ihr müsst nicht von Orgelklängen begleitet werden, um gesegnet zu sein, wenn ihr für Jahuwah singen wollt. Wenn ihr ihn loben wollt, dann wird dies eure Herzen zu ihm erheben. Besorgt euch gute Liederbücher oder spielt Musik zum Mitsingen ab. Wie ihr es auch macht – Singen hat eine ebenso mächtige Wirkung auf die Seele wie das Gebet.
- Stellt die Schönheit der Erlösung auf eine Weise dar, die selbst für die Kleinsten unter euch verständlich ist. So wird ein Fundament gelegt, welches sie ihr ganzes Leben lang begleiten wird. Lest eine Bibelgeschichte und fasst dann mit euren eigenen Worten zusammen, was sie euch über Jahuwahs Liebe und Fürsorge verrät.
- Bibelratespiele sind eine unterhaltsame Möglichkeit, Kindern die Bibel nahezubringen. Ihr findet sie in Buchform oder auch im Internet.
- Gestaltet euren Gottesdienst so, dass jedes Familienmitglied etwas dazu beitragen kann. Denn desto größer ist der Gewinn für jeden!

Gottesdienst mit Freunden
Es ist etwas ganz Besonderes, mit einer Gruppe von gleichgesinnten Gläubigen beten und sich austauschen zu können. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Gottesdienstes nicht zu einem Ritual wird, bei dem man einfach nur das nachahmt, was man in Babylon, also in den Kirchen, zurückgelassen hat.
- Es kann unglaublich kraftvoll und stärkend sein, als Gruppe „einmütig zu beten“: Eine Person beginnt damit, im Gebet zu erzählen, was ihr Herz bewegt. Eine weitere Person kann sich dann, bewegt durch den Heiligen Geist, ihr anschließen. Es ist nicht nötig, dies mit einem „Amen“ zu unterbrechen, da alles Gesprochene zu diesem Gebet gehört. Jeder hat die Freiheit, seine Stimme zu erheben und seine vom Geist bewegten Gedanken hinzuzufügen. So entsteht ein Gespräch zwischen Jahuwah und den Gläubigen aller Altersgruppen. Solch eine innige, interaktive Gebetszeit kann zum Höhepunkt eines Gottesdienstes werden. Eine Stunde kann auf diese Weise sehr schnell vergehen. Wenn es also für einige bequemer ist, sich dabei hinzusetzen, sollten sie dies ruhig tun.
- Nehmt euch Zeit, um persönliche Zeugnisse und Erfahrungen mit dem Segen Jahuwahs weiterzugeben. Dies ist eine wunderbare Möglichkeit, Jahuwah zu ehren und den Glauben aller Anwesenden anzuregen. In Maleachi 3 heißt es:
„Da besprachen sich die miteinander, welche Jahuwah fürchteten,
und Jahuwah achtete darauf und hörte es,
und ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die,
welche Jahuwah fürchten und seinen Namen hochachten.
Und sie werden von mir, spricht Jahuwah, der Herr der Heerscharen,
als mein auserwähltes Eigentum behandelt werden an dem Tag, den ich bereite;
und ich will sie verschonen,
wie ein Mann seinen Sohn verschont,
der ihm dient.“ (Vgl. Maleachi 3,16-17.)
Selbst jüngere Kinder können sich an diesen Gesprächen beteiligen und berichten, was sie mit Jahuwah in der Woche erlebt und über ihn erfahren haben.
- Scheut euch nicht, kreativ zu werden, wenn es um euren häuslichen Gottesdienst geht! Es ist nicht notwendig, dass eine einzelne Person eine Predigt für alle anderen vorbereitet. Macht z. B. ein Bibelstudium in der Gruppe, seht euch zum Einstieg ein aufbauendes Video an oder nutzt dazu eine WLC-Radiosendung. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, einen Gottesdienst mit verschiedenen Altersgruppen zu gestalten, der Jahuwah ehrt.
Wahre Anbetung besteht nicht darin, in einer Bankreihe zu sitzen und jemandem beim Predigen zuzuhören. Es geht um so viel mehr! Es geht um unser Herz! Bewusste Anbetung in Gebet, Gesang und Zeugnis ehrt Jahuwah und zieht unsere Herzen zu ihm.

Ein reicher Segen erwartet alle, die dem Befehl, Babylon zu verlassen, gehorchen – auch dann, wenn sie diesen Weg allein gehen müssen.
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„Jahuwah wird dich ohne Unterlass leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken; du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals versiegen.
Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt; wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen Tag Jahuwahs ehrenwert;
wenn du ihn ehrst, so dass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest; dann wirst du an Jahuwah deine Lust haben; und ich will dich über die Höhen des Landes führen und dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob! Ja, der Mund Jahuwahs hat es verheißen.“ (Vgl. Jesaja 58,11.13-14.)
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Weitere Ideen dazu, wie ihr den Gottesdienst zu Hause gestalten könnt, findet ihr in unserer WLC-Radioepisode „Anbetung im Geist und in der Wahrheit“.
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(1) Noah Webster: American Dictionary of the English Language. 1828.
(2) The New Strong’s Expanded Dictionary of Bible Words. 2001, #7812.
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Der Glaube ist die Hand, die die Verheißungen Jahuwahs ergreift. Er schenkt dem demütigen Gläubigen die größten Segnungen des Himmels.
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Im Gegensatz zu allen anderen Religionen zeigt das Christentum uns einen Gott, der seinen Kindern liebevoll die Hand reicht. Er beugt sich zu denen nieder, die ihn hassen. Er redet seinen Feinden liebevoll zu und ruft sie dazu auf, von ihrem Weg umzukehren. Er tut alles, was getan werden muss, um ihnen die Chance auf Rettung zu geben. Und alles, was für unsere Errettung notwendig ist, steht uns als Geschenk zur Verfügung. Das ist göttliche Gnade. Unsere Aufgabe besteht nur darin, sie im Glauben anzunehmen.
Sowohl unsere Erlösung als auch unser Sieg in Jahushua hängen davon ab, dass wir glauben. Daher ist es in unserem Interesse, zu lernen, wie man seinen Glauben stärken kann!
Der Glaube ist ein Geschenk!
Wo immer Jahushua Glauben und Vertrauen fand, hob er ihn hervor und lobte die Leute dafür. „O Frau, dein Glaube ist groß“, sagte er zu einer Mutter aus Syrophönizien, bevor er ihre Tochter heilte. Ein weiteres Beispiel dafür finden wir in der Geschichte über den römischen Hauptmann, der zu Jahushua sagte, dass dieser nur „ein Wort“ sprechen müsse und sein Diener dann sicherlich geheilt sein werde. Jahushua rief daraufhin aus: „Wahrlich, ich sage euch: Einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden!“ (Matthäus 8,10.)
Man könnte nun einfach annehmen, dass der Glaube eine spirituelle Errungenschaft sei, die eher selten anzutreffen ist. So nach dem Motto: „Einige Menschen erreichen diese Stufe und andere eben nicht.“ Doch die Wahrheit lautet ganz anders. Der Glaube ist zwar notwendig, um sich auf die Verheißungen Jahuwahs berufen zu können. Aber er selbst ist ein Geschenk! Paulus stellte fest, dass Jahuwah „jedem einzelnen das Maß des Glaubens zugeteilt hat.“ (Römer 12,3.) Wenn du also deinen Glauben stärken willst, musst du zuallererst dafür beten. Jedem ist genug Glauben dafür geschenkt worden, den ersten Schritt zu tun, nämlich zu beten und um stärkeren Glauben zu bitten. Man muss sich nur dafür entscheiden.
1. Triff deine Wahl

Der Glaube ist ein Geschenk, aber du hast einen freien Willen. Du kannst es annehmen oder ablehnen. Jahuwah zwingt niemandem etwas auf. Es liegt an dir, zu wählen. Wenn es um den Glauben geht, muss man sich bewusst dafür entscheiden, Jahuwah bei seinem Wort zu nehmen.
Glaube ist kein Gefühl! Gerade wenn die Gefühle im Krieg mit den eigenen Überzeugungen stehen, braucht man Glauben. Das Lexikon definiert „Glauben“ folgendermaßen:
„[Glaube] besteht darin, dass der Verstand der Aussage eines anderen zustimmt und diese als wahr beurteilt, beruhend auf dessen Autorität und Glaubwürdigkeit und ohne weiteren Beweis. Es ist die geistige Entscheidung, dass eine Aussage oder ein Zeugnis wahr ist.
[Glaube] besteht darin, dass der Verstand die göttlichen Offenbarung als wahr beurteilt. Gleichzeitig stimmt der Wille ihr von Herzen zu. Man entscheidet sich dafür, sein ganzes Vertrauen vorbehaltlos in [Jahuwahs] Charakter und Christi Lehren zu setzen und ihm seinen Willen zu unterstellen.
Glaube ist das Vertrauen auf Gottes Führung und auf dessen Verdienste, die die Erlösung möglich gemacht haben.
Mit anderen Worten: Man glaubt an das Zeugnis [Jahuwahs] und betrachtet das Evangelium als wahr, was wiederum den Willen beeinflusst und hinsichtlich der Errettung zu einem völligen Vertrauen auf Christus führt.“ (1)
Wenn man glaubt, steht man nicht nur zu seinen Überzeugungen, sondern geht einen Schritt weiter. Wenn man glaubt, stimmt der Verstand der Aussage eines anderen zu und beurteilt diese als wahr. Man fordert keinen weiteren Beweis. Ein solches Vertrauen entsteht nur, wenn man diesen andere Person kennt. Der nächste Schritt zur Stärkung des Glaubens besteht also darin, Jahuwah besser kennenzulernen.
2. Ein Vieraugengespräch mit Jahuwah

Bei der Erlösung geht es nicht vorrangig darum, was du weißt, sondern darum, wen du kennst. In den Psalmen werden wir eingeladen: „Schmeckt und seht, wie freundlich Jahuwah ist; wohl dem, der auf ihn traut!“ (Vgl. Psalm 34,9.) Nur dann, wenn du deinen Schöpfer auf eine sehr persönliche Art und Weise kennengelernt hast, wirst du auch sein Wort für bare Münze nehmen.
Wenn du deinen Glauben stärken willst, mach es dir zur Gewohnheit, ihn täglich anzuwenden. Suche nach einer biblischen Verheißung, auf welche du dich besonders beziehen kannst und bete. Sei dabei ganz konkret! Der Glaube ähnelt einer Pflanze. Wird er genährt, kann er sehr schnell wachsen. Fang also damit an, ihm Nahrung zu geben! Wie? Indem du dich täglich mit ihm beschäftigst und es dir zur Gewohnheit machst, ihn auszuüben.
3. Tauche ein ins Wort Jahuwahs

Die nächste Möglichkeit zur Stärkung deines Glaubens ist verblüffend einfach, aber dennoch sehr effektiv. Umgib dich mit dem Wort Jahuwahs! Paulus schrieb den römischen Christen: „Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Jahuwahs Wort.“ (Vgl. Römer 10,17.) Jahuwahs Wort enthält die Macht, das wahr werden zu lassen, was es besagt.
„Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt
und nicht wieder dahin zurückkehrt,
bis er die Erde getränkt
und befruchtet und zum Grünen gebracht hat
und dem Sämann Samen gegeben hat
und Brot dem, der isst –
genauso soll auch mein Wort sein,
das aus meinem Mund hervorgeht:
es wird nicht leer zu mir zurückkehren,
sondern es wird ausrichten, was mir gefällt,
und durchführen, wozu ich es gesandt habe!“ (Jesaja 55,10-11.)
Wenn du deinen Geist mit den Verheißungen Jahuwahs stärkst, wird dein Glaube wachsen.
4. Sei dankbar!

Zu guter Letzt ist es wichtig, dass du Jahuwahs Geschenke wahrnimmst und deine Wertschätzung dafür zum Ausdruck bringst. Bist du dir der Gegenwart Jahuwahs in deinem Leben bewusst? Wenn du siehst, welchen Segen er beständig über dich ausschüttet, wird das in deinem Herzen die Liebe wecken. Dankbarkeit und Liebe steigern dein Vertrauen in Jahuwahs Wort, was dann wiederum zu noch mehr Stärke im Glauben führt.
Es nützt deinem Glauben nichts, wenn du durch pure Entschlossenheit starke Emotionen in dir hervorrufen willst. Vielmehr ist der Glaube das natürliche Ergebnis einer liebevollen, engen Freundschaft zu Jahuwah. Er soll dein bester Freund sein. „Denn in Christus Jahushua gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.“ (Vgl. Galater 5, 6.)
Glauben kann man sich nicht verdienen. Man kann ihn nicht durch eigene Anstrengungen hervorrufen. Aber wenn du mit Jahuwah zusammenarbeitest und mit seiner Hilfe deinen Willen in Einklang mit seinem Willen bringen lässt, wird er dich mit dem Glauben Jahushuas beschenken. Und so wirst auch du ein Teilhaber an seinem Sieg.
„Denn alles, was aus Jahuwah geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“ (Vgl. 1. Johannes 5,4.)
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Möchtest du wissen, wie du die Gabe des Glaubens nutzen kannst, um Freude am Gehorsam gegenüber Jahuwah zu bekommen? Dann besuche YouTube und suche nach dem WLC-Video „Gehorsam durch den Glauben“.
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(1) Noah Webster: American Dictionary of the English Language. Edition 1828. Eig. Übers.
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So wie die Erlösung ist auch der Gehorsam ein Geschenk. Aber Gehorsam, der aus unserer eigenen Anstrengung stammt, führt zu einer scheinbaren Werkgerechtigkeit und ist für Jahuwah nicht akzeptabel.
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Martin Luther mochte den Jakobusbrief nicht. In seinem Vorwort zum Neuen Testament ging er sogar so weit, diesen im Vergleich zum Johannes-Evangelium und den Schriften des Paulus als „stroherne Epistel“ zu bezeichnen.
Vielleicht war es nicht anders zu erwarten, dass Luther in dieser Form auf Jakobus reagierte. Trotzdem benutze Jahuwah Luther, um die Wahrheit der Rechtfertigung durch den Glauben wiederherzustellen. Dennoch nimmt der Jakobusbrief einen sehr wichtigen Platz im heiligen Kanon ein. Er entschlüsselt ganz klar den Zusammenhang zwischen dem Glauben und den Werken.
Glaube gegen Werke
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Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)
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Zweifellos ist die Erlösung nur allein durch den Glauben möglich. Paulus stellt dies unmissverständlich fest: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Jahuwahs Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ (Epheser 2,8-9.)
Aber selbst diese schöne Wahrheit ist von Satan verdreht worden. Es gibt absolut nichts, was man tun kann, um sich die Erlösung zu „verdienen“. Aus diesem Grund hat der Teufel eine Irrlehre in die Welt gebracht, welche Dietrich Bonhoeffer als „billige Gnade“ bezeichnete. Um Bonhoeffer zu zitieren: „Billige Gnade ist Predigt der Vergebung ohne Buße […]. Billige Gnade ist Gnade ohne Nachfolge, Gnade ohne Kreuz, Gnade ohne den lebendigen […] Christus.“ (1)
Die „billige“ Gnadenlehre betont den Nutzen des Christentums, ohne die damit verbundenen Kosten anzuerkennen. Menschen, welche die billige Gnade für sich beanspruchen, sind oft auch diejenigen, welche andere der „Gesetzlichkeit“ beschuldigen, die auf die Verbindlichkeit des Gesetzes Jahuwahs hinweisen.
Jakobus liefert uns die Lösung in diesem Konflikt zwischen diesen zwei Lagern.
Glaube und Werke
Wenn über Glaube und Werke debattiert wird, neigt man oft dazu, vor allem zu vergessen, dass alles, was für die Erlösung notwendig ist, ein Geschenk ist. Einschließlich des Glaubens! „Jahuwah hat jedem einzelnen das Maß des Glaubens zugeteilt“. (Römer 12,3.) Dieses „Maß“ des Glaubens reicht in jedem Fall aus, um das heilsversprechende Wort Jahuwahs zu verstehen.
Aber auch der Gehorsam ist ein Geschenk! Gerade das verstehen die meisten Menschen nicht. Im Gegensatz zu Jakobus! Er eröffnete seinen Brief mit einer Warnung:
„Irrt euch nicht, meine geliebten Brüder: Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.“ (Jakobus 1,16-18.)
Dazu gehört auch der Gehorsam! Genau wie der Glaube ist auch dieser ein Geschenk.
Werke, die dem Glauben entstammen
Im Christentum gibt es heutzutage eine Spaltung: Ausgerechnet viele eher weltlich eingestellte Christen scheinen am meisten Freude an ihrem Glauben haben. Im Gegensatz dazu leben viele der gesetzestreuen Christen sehr ernsthaft und bewusst, leiden aber unter einer Last von Schuldgefühlen.

Die lebensfrohen, liberalen Christen haben die Wahrheit verinnerlicht, dass der Glaube sie rechtfertigt. Aber sie geraten oft in die Falle, den Gehorsam als Werkgerechtigkeit abzustempeln. Die gesetzestreuen, von Schuldgefühlen geplagten Christen, die die Verbindlichkeit des göttlichen Gesetzes akzeptiert haben, haben das Geschenk der Erlösung ebenfalls angenommen. Sie versuchen aber mit Jahuwah zusammenzuarbeiten, indem sie aus eigener Kraft den Verführungen Satans widerstehen wollen.
Beide Gruppen haben noch nicht verstanden, dass auch der Gehorsam von Jahuwah stammen muss und ein Geschenk ist.
Jakobus hatte das verstanden. Er schrieb:
„Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten!
Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut; er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.“ (Jakobus 1,21-25.)
Beachte, dass das „eingepflanzte Wort“ seinen Empfängern ermöglicht, Täter des Wortes zu sein. Nur wenn wir den Glauben und die Gerechtigkeit Jahuwahs als Gaben empfangen und diese dann in unsere Herzen gepflanzt werden, können wir dem himmlischen Vater auch Gehorsam leisten.
Glaube, der funktioniert
Jahushua wusste, dass nur der Gehorsam für Jahuwah akzeptabel ist, der ungezwungen aus einem gereinigten Herzen entspringt, in welches das Gesetz Jahuwahs geschrieben ist. Als er dieses Konzept den Pharisäern erklärte, sagte er:
„Entweder pflanzt einen guten Baum, so wird die Frucht gut, oder pflanzt einen schlechten Baum, so wird die Frucht schlecht! Denn an der Frucht erkennt man den Baum. Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor.“ (Matthäus 12,33-35.)
Das war kein Vortrag, der sie dazu bringen sollte, noch mehr Werke zu tun. Vielmehr war es ein Appell an sie, dem himmlischen Vater zu erlauben, ihre Herzen zu reinigen. Dann würden nämlich die Werke, die sie bis dahin aus eigener Kraft vollbringen wollten, selbstverständlich werden. Sie wären das Ergebnis eines verwandelten Herzens, welches ihnen durch die göttliche, schöpferische Kraft geschenkt wurde.

Echter Gehorsam entspringt dem Glauben. Glaube entsteht nicht erst, nachdem man Gehorsam gelernt hat. Es ist unmöglich, Gehorsam auszuüben, ohne zuvor mit Glauben beschenkt worden zu sein. Jakobus vermittelt uns dasselbe Prinzip und stellt fest:
„Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten? Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt, und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen? So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.
Da wird dann einer sagen: »Du hast Glauben, und ich habe Werke. Beweise mir doch deinen Glauben aus deinen Werken, und ich werde dir aus meinen Werken meinen Glauben beweisen!« Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es – und zittern! Willst du aber erkennen, du nichtiger Mensch, dass der Glaube ohne die Werke tot ist?
Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte? Siehst du, dass der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war, und dass der Glaube durch die Werke vollkommen wurde? Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht: »Abraham aber glaubte Jahuwah, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«, und er wurde ein Freund Jahuwahs genannt.
So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein. Ist nicht ebenso auch die Hure Rahab durch Werke gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg entließ?
Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot.“ (Jakobus 2,14-26.)
Erst das Geschenk eines verwandelten Herzens bewirkt auch die Gabe des Gehorsams.
Das Geschenk des Gehorsams
Du brauchst die Gültigkeit des göttlichen Gesetzes nicht zu leugnen, nur weil du Angst davor hast, es nicht einhalten zu können. Es ist wahr: Du kannst es nicht einhalten! Jedenfalls nicht aus eigener Kraft. Es ist ein Kampf und eine Last, Gehorsam zu leisten, wenn man versucht, ihn von sich aus aufzubringen. Aber das erwartet Jahuwah auch nicht von uns! Er bietet uns das Geschenk eines gereinigten, neuen Herzens an, in das sein Gesetz eingeschrieben ist.
„Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben; ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut.“ (Hesekiel 36,26-27.)
Paulus stimmte dieser Aussage zu und erklärte: „Denn Jahuwah ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen.“ (Philipper 2,13.)
Es geht um hier um eine Gabe, um einen Akt göttlicher, schöpferischer Kraft. Wenn Jahuwah dies ohne unser Zutun bewirkt, wird unsere Reaktion für ihn auch annehmbar sein. Wir werden uns freuen wie der Psalmist, als er schrieb: „…deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen.“ (Psalm 40,9.)
Wenn du dieses Geschenk heute annimmst, wird Gehorsam für dich keine Last mehr sein, sondern eine natürliche Reaktion deines neuen Herzens.
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Die Schätze des Himmels stehen allen zur Verfügung, die im Glauben darum bitten. Willst du erfahren, wie du dein Gottvertrauen stärken kannst und einen Glauben bekommst, der die Welt überwindet? Dann höre dir folgende WLC-Radioepisode (auf YouTube oder hier auf WLC) an: „Schritte zur Stärkung deines Glaubens“. Dazu passt auch der Artikel: „4 einfache Schritte zur Stärkung deines Glaubens!“
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(1) Dietrich Bonhoeffer: Nachfolge. 1. Kapitel.
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In einer Welt voller Kummer will ein verletztes Herz wissen, warum so viel Böses geschieht. Weshalb hält Jahuwah, wenn er doch ein Gott der Liebe ist, das Schlechte nicht einfach fern?
Es gibt sehr gute Gründe, warum Jahuwah Tragödien nicht immer verhindert. Er ist aber immer da, um dich bei jedem Schritt deines Lebens zu stärken und zu ermutigen.
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Eines Tages fühlte ein junger Mann sich von seinen Problemen überwältigt. Seine Großmutter sah ihn an und bemerkte seine Entmutigung. Sie sagte zu ihm: „Junge, wenn der Berg flach wäre, könntest du ihn nicht besteigen!“
Wir alle finden es gut, wenn alles glatt von statten geht. Wir bevorzugen ein sorgenfreies Leben. Aber in Wirklichkeit ist es voller Probleme; und auch Tragödien gehören dazu. Viele Menschen fragen, wenn sie von großer Trauer oder heftigem Schmerz überwältigt werden: „Warum? Warum geschieht das? Wo ist Jahuwah, wenn man ihn braucht? Warum hat er zugelassen, dass dies geschieht, wenn er doch allmächtig ist?“
Christen fühlen sich bei diesen Fragen oft unbehaglich. Sie werden dem Leidtragenden sagen, dass Jahuwah mit ihm mitfühlt und dass er trotz allem die Kontrolle hat. Sie warnen auch die betreffende Person davor, dem Zweifel die Tür zu öffnen. Aber sie beantworten diese Fragen nicht.
Ja, es sind harte Fragen. Aber sie sind auch gerechtfertigt. Die gute Nachricht lautet in diesem Fall, dass Jahuwah Antworten darauf hat. Er scheut sich nicht vor den harten Fragen des Lebens. Er lädt uns ein: „Kommt doch, wir wollen miteinander rechten!“ (Jesaja 1,18.)
Wir wollen nun auf sechs Gründe dafür eingehen, warum Jahuwah schlimme Dinge zulässt.
1. Um Wachstum zu fördern!
„Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.“ (Jakobus 1,2-4.)
Prüfungen beinhalten immer eine Chance, geistlich zu wachsen! Wenn Schwierigkeiten auf uns zukommen, haben wir die Wahl: Wir können entweder murren und uns beschweren oder wir können sie hinnehmen und uns dafür entscheiden, Glauben und Vertrauen zu üben. Wenn wir uns für die zweite Möglichkeit entscheiden, gibt dies Jahuwah die Gelegenheit, im Sinne des Himmels an unserem Charakter zu arbeiten. Wenn wir für seine Hilfe dankbar sind, weckt das unsere Liebe zu ihm. Und Liebe erweckt Vertrauen, welches wiederum den Glauben beflügelt.

2. Du hast nicht gefragt!
Diese Antwort mag seltsam erscheinen. Aber manchmal passieren Dinge, weil niemand daran gedacht hat, Jahuwah zu fragen! Man wird sehr schnell faul und nachlässig in seinem Gebetsleben. Man denkt sich: „Wegen so etwas brauche ich nicht zu beten. Jahuwah wird trotzdem für mich sorgen. Er weiß ja, was ich brauche.“
Das ist anmaßend. Es kommt mit Sicherheit oft vor, dass Jahuwah für seine Kinder eintreten will, es aber nicht tut, weil niemand darum gebeten hat.
Hesekiel 22 enthält eine absolut erstaunliche Aussage. Als Jahuwah von den Sünden Judas spricht und in diesem Zusammenhang auch von der Zerstörung Jerusalems, sagt er zu Hesekiel: „Und ich suchte unter ihnen einen Mann, der die Mauer zumauern und vor mir in den Riss treten könnte für das Land, damit ich es nicht zugrunde richte; aber ich fand keinen.“ (Hesekiel 22,30.)
Das ist schockierend! Das heißt, wenn Jahuwah auch nur eine Person gefunden hätte, die „in den Riss getreten“ und für Israel gebetet hätte, hätte er die Strafe hinausgezögert. Das wollte er sogar! Er suchte aktiv einen Mann, der sich dazu herablassen würde, zu beten und Jahwahs Segen zu erbitten. Aber er konnte niemanden finden, der dazu bereit gewesen wäre. Der nächste Vers zieht eine traurige Schlussfolgerung: „Da schüttete ich meinen Zorn über sie aus, rieb sie auf im Feuer meines Grimmes und brachte ihren Wandel auf ihren Kopf, spricht Jahuwah Adonai.“ (Hesekiel 22,31.)
3. Es wird aus falscher Motivation heraus gebetet!
Für die meisten Menschen ist es kein Problem, das Beten an sich nicht zu vergessen. Gerade in schweren Zeiten neigen sie dazu, ins Gebet zu gehen. Das bedeutet aber nicht, dass alle ihre Bitten erhört werden. Jakobus gibt uns einen Einblick zu der Frage, warum manchmal Gebete unbeantwortet bleiben: „Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden.“ (Jakobus 4,2-3.)
Wenn es so scheint, dass dein Gebet nicht beantwortet wird, könntest du darüber nachdenken, ob es bei deiner Bitte um deinen Vorteil ging. Versuche einmal, für jemand anderes zu beten. Frage nach Jahuwahs Meinung und wünsche dir, dass sein Wille geschehen möge.

4. Vielleicht beschützt Jahuwah dich.
In seiner Bergpredigt forderte der Erlöser seine Zuhörer dazu auf, zu beten und im Gebet beständig zu sein. Dann erklärte er, warum man nicht immer die Antwort erhält, die man gern bekommen würde.
„Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan. Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt, und, wenn er um einen Fisch bittet, ihm eine Schlange gibt? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!“ (Matthäus 7,7-11.)
Jahuwah kennt die Zukunft, wir nicht. In unserer Unwissenheit denken wir vielleicht, dass wir etwas brauchen, von dem er weiß, dass es uns schaden würde. Er liebt uns und will unser Glück. Deswegen würde er uns niemals etwas gewähren, was uns schaden würde. Vertraue darauf, dass Jahuwah immer darauf bedacht ist, dich letztlich vor größerem Schaden zu schützen.
5. Du sollst lernen, dich auf Jahuwah zu verlassen.
Einer der Hauptgründe dafür, dass schlimme Erfahrungen zugelassen werden, besteht darin, dass wir lernen sollen, voll und ganz auf Jahuwah zu vertrauen. So etwas geschieht meist nicht in Zeiten von Frieden oder Wohlstand. Man kann es nur durch eine schmerzhafte Erfahrung verinnerlichen.
5. Mose 13, 4-5 beschreibt das Leben eines Gläubigen mit den Worten: „Denn Jahuwah, euer Gott, prüft euch, um zu erfahren, ob ihr Jahuwah, euren Gott, wirklich von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebt. Jahuwah, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhängen.“ Nichts bringt uns mehr dazu, dem Schöpfer „anzuhängen“ als Not.
Während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste gerieten die Kinder Israels wiederholt in schwierige und sogar lebensbedrohliche Situationen. Und das aus einem einzigen Grund: Sie sollten lernen, sich in jeder Not an Jahuwah zu klammern und ihn um Hilfe zu bitten.
Jahuwah kann unsere Bedürfnisse auch erfüllen, bevor wir ihn darum bitten. Aber wenn er das täte, würden wir nie lernen, wie wichtig es ist, auf ihn zu vertrauen und auf ihn warten zu können. Gerade diese Lektionen über das Warten und das Vertrauen sind für unsere geistliche Entwicklung sehr wichtig.

6. Jahuwah hat etwas Besseres im Sinn.
Jahuwah hat, was dich betrifft, einen großen Wunsch. Diesen kann man in einem Satz zusammenfassen: Er möchte, dass du glücklich bist. Das ist sein Herzenswunsch! Er möchte, dass dein Herzen vor Freude überquillt und singt. Manchmal fällt es uns schwer, das zu sehen. Gerade wenn man z. B. seinen Job verloren hat, fällt es einem noch schwerer, darauf zu vertrauen. Aber selbst, wenn es so scheint, als ob gerade alles um einen herum zusammenbricht, ist es dennoch wahr.
„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht Jahuwah, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ (Jeremia 29,11.)

Nicht nur du hast bestimmte Pläne für dein Leben. Dein himmlischer Vater hat auch welche! Er weiß jetzt schon, was alles noch geschehen wird, und er kennt auch deine Herzenswünsche und Bedürfnisse. Deshalb darfst du darauf vertrauen, dass er in jeder Lage das Beste für uns im Sinn hat.
Was bereitet dir Stress und Sorgen? Unbezahlte Rechnungen? Ein unsicherer Arbeitsplatz? Gesundheitliche Probleme? Hast du jemanden verloren, der dir nahestand? In allem kannst du auf die Liebe, das Mitgefühl und den guten Willen des himmlischen Vaters bauen. Seine Liebe ist unendlich groß und was er tut, dient immer unserem Wohl.
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„Vertraue auf Jahuwah von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen.“ (Sprüche 3,5-6.)
„Befiehl Jahuwah deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen.“ (Psalm 37,5.)

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In die gesamte Bibel ist ein Prinzip eingewebt, das mit unvorstellbarer Kraft verbunden ist. Es wartet nur darauf, von jedem angewendet zu werden, der es im Glauben in Anspruch nimmt.
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Die Heilige Schrift erklärt, dass Jahuwah nicht lügen kann. Der Grund dafür ist einfach: Was auch immer Jahuwah sagt, wird Realität, sobald er es sagt!
Wenn wir in einem dunklen Raum stehen und ich dir sage, dass es hell ist, lüge ich. In Wirklichkeit muss ich den Schalter betätigen oder eine Kerze anzünden, um meine Aussage zu verwirklichen.
Jahuwah muss das nicht tun. Sobald ER sagt: „Es werde Licht!“, so ist es hell. Das liegt daran, dass Jahuwahs Wort selbst die göttliche Kraft enthält, das zu erfüllen, was er sagt.
Dieses verblüffende Konzept wird in Jesaja 55 beschrieben. Es soll den Gläubigen dazu ermutigen, Jahuwah um Hilfe zu bitten:
„Sucht Jahuwah, so lange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu Jahuwah, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Eloah, denn bei ihm ist viel Vergebung.
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht Jahuwah, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst – genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“ (Jesaja 55,6-11)
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Das Wort Jahuwahs selbst enthält die Kraft, alles umzusetzen, was er spricht! Der himmlische Vater sagt: So wie der Regen die Erde aktiviert und sie erblühen lässt, „genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“ 
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Das ist das Geheimnis des Zugangs zu göttlicher Macht. Das Wort Jahuwahs selbst enthält die Kraft, alles umzusetzen, was er spricht! Der himmlische Vater sagt: So wie der Regen die Erde aktiviert und sie erblühen lässt, „genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“
Lasst euren Glauben diese Realität begreifen und euer geistlicher Weg wird ein Weg der ununterbrochenen Siege sein.
Die Rolle des Glaubens
Der Glaube spielt eine wichtige Rolle. Glaube besteht darin, dass der Verstand der Aussage eines anderen zustimmt und diese als wahr beurteilt, beruhend auf dessen Autorität und Glaubwürdigkeit und ohne weiteren Beweis. Es ist die geistige Entscheidung, dass eine Aussage oder ein Zeugnis wahr ist.1
Wahrer Glaube ist nie blind. Vielmehr basiert er auf persönlicher Bekanntschaft mit dem Schöpfer. Er weiß, dass er es hier mit einem Wesen von unbegrenzter Kraft und unendlicher Liebe zu tun hat. Sobald du verstehst, dass die Kraft, die du zum Überwinden brauchst, nur darauf wartet, dass du sie im Glauben beanspruchst, kannst du jede gegebene Verheißung in Anspruch nehmen. Wenn du dies getan hast, kannst du versichert sein, dass die Verheißung – in diesem Moment – erfüllt ist. Denn die göttliche Kraft, die dazu notwendig ist, ist bereits in den Worten selbst enthalten.
Der Erlöser versuchte immer wieder, seinen Zuhörern diese enge Verbindung zwischen göttlicher Kraft und Glauben nahezubringen. Als zwei blinde Männer zu ihm kamen und um Heilung baten, fragte er sie: „Glaubt ihr, dass ich dies tun kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr! Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben!“ (Matthäus 9, 28-29)
Als die Jünger fragten, warum sie nicht in der Lage waren, einen unreinen Geist aus dem von Dämonen besessenen Jungen zu vertreiben, erklärte Jahushua: „Um eures Unglaubens willen. Denn wahrlich ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein.“ (Matthäus, 17,20)
Die göttliche Kraft ist nicht im Glauben einer Person enthalten. Der Glaube ist keine magische Beschwörung. Vielmehr ist der Glaube die Hand, welche die bereits in der Verheißung enthaltene Kraft ergreift.
Wie es funktioniert
Die Geschichte des römischen Hauptmanns liefert eines der mächtigsten Zeugnisse des Glaubens. Der Römer vertraute auf die im göttlichen Wort enthaltene Kraft des Schöpfers.
Als Jahushua nach Kapernaum kam, „trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt daheim gelähmt danieder und ist furchtbar geplagt!
Und Jahushua spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen!
Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund werden! Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und habe Kriegsknechte unter mir; und wenn ich zu diesem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem anderen: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er´s.
Als Jahushua das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Einen so großen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden!“ (Matthäus 8, 5-10)
Der Hauptmann hielt es nicht für nötig, dass Jahushua seine Hände auf den kranken Diener legte. Er wusste, dass die Macht, seine Bitte zu erfüllen, in Jahushuas gesprochenem Wort enthalten war. Sein Glaube begriff, dass die in der Verheißung enthaltene Kraft die Verheißung selbst erfüllte. Und das war genug für ihn.
Verbindung zur Kraft
Wenn man begreift, dass die Macht zur Erfüllung eines Versprechens bereits in dem Versprechen selbst enthalten ist, betrachtet man so viele Aussagen Jahushuas in einem ganz anderen Licht. Sie bilden nicht nur Ankündigungen, sondern ganz praktische Hilfen, sobald sie vom Glauben erfasst werden!

Als die Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war, vor den Erlöser geschleppt wurde, sagte er sanft zu der Verängstigten: „So verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige nicht mehr!“ (Johannes 8,11) Diese Worte, „Geh hin und sündige nicht mehr!“, enthielten die Kraft, durch welche die Frau diese Anweisung auch umsetzen konnte. Diese Kraft ist immer noch da und verfügar. Sie wartet nur darauf, dass die Hand des Glaubens innehält und sie ergreift.
Auf diese Weise sollen wir jede bekannte Sünde überwinden. Petrus eröffnete seinen zweiten Brief mit der schönen Erklärung:
„Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil in der Erkenntnis Jahuwahs und unseres Herrn Jahushua! Da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottesfurcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend, durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht.“ (2. Petrus 1, 2-4)
Jahuwah hat das Versprechen gegeben, allen Nöten zu begegnen.
„So lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe!“ (Hebräer 4,16)

1 Noah Webster: American Dictionary of the English Language. 1928.
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In der Heiligen Schrift finden wir die mächtigste Verheißung, die jemals gegeben wurde!
Leider weiß kaum jemand davon, obwohl sie nicht schwer zu entdecken ist.
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Ich habe ein Geheimnis, das ich mit dir teilen möchte. Eigentlich ist es nicht wirklich ein Geheimnis. Die Informationen dazu sind jedem zugänglich, der bereit ist, sie aufzuspüren. Doch das Wissen darüber wurde absichtlich versteckt und ging verloren. Das Geheimnis lautet: Der göttliche Name birgt die mächtigste Verheißung im Universum!
Satan ist es gelungen, diese Verheißung zu verschleiern, indem er den Namen hinter allgemeinen Titeln wie Herr und Gott versteckte, die auch für heidnische Gottheiten gelten.
Jahuwah möchte, dass die in seinem Namen enthaltene Verheißung bekannt wird und angewandt wird. Deshalb fordert die Heilige Schrift die Gläubigen immer wieder auf, „den Namen Jahuwahs anzurufen.“ (1. Chronik 16,8) Allen, die das tun, wird eine Antwort versprochen. (Psalm 50,15) Es ist eine Quelle der Kraft. Eine Zusage! Ein Versprechen, das zu allen Bedürfnissen passt, die sich ergeben könnten.
Ein ungewöhnlicher Name

Der Schöpfer ist die Ursprungsquelle allen Lebens. Sein ungewöhnlicher Name beschreibt perfekt seinen Status als den Einen, den Allmächtigen, den aus sich selbst heraus Existierenden. Er leitet sich ab von dem Verb sein. Alle Zeitformen von sein entsprechen ihm in vollkommener Weise, denn er ist und war und wird für immer sein.
Als Mose am brennenden Busch fragte, was er auf die Frage erwidern solle, wer ihn geschickt habe, erhielt er eine Antwort, die auf Deutsch wie folgt übersetzt wird: „ICH BIN, DER ICH BIN! Und er sprach: So sollst du zu den Kindern Israel sagen: ICH BIN, der hat mich zu euch gesandt.“ (2. Mose 3,14)
Das tatsächliche Word lautet jedoch einfach: SEIN. „Sein! Sein! Sage, dass der Seiende mich zu euch geschickt hat.“
Das Wort sein heißt auf Hebräisch hayah.
Die Kraft im Namen
Im göttlichen Namen steckt Kraft. „Hayah!“ war ein antiker Kriegsschrei in Korea. Sogar heute noch lernen Menschen im Studium der Kampfkunst, dass der Schrei „Haijah“ die physische Kraft bei Schlägen oder Tritten erhöht.
Auch Jahuwahs Propheten wussten um die Kraft des göttlichen Namens. In 1. Mose 12,2 sprach Jahuwah zu Abram: „Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein.“
„Abram war bereits gesegnet worden. Die Verheißung Jahuwahs an ihn verlieh ihm also einen zukünftigen Segen. Die Verwendung des Begriffes hayah in solchen Passagen verkündet die tatsächliche, mit Sicherheit eintreffende Freisetzung von Kraft: Abram wird gesegnet sein, weil Jahuwah es bestimmt hat.
Die Propheten benutzten hayah, um Jahuwahs Absichten für die Zukunft darzustellen. Durch die Verwendung dieses Verbs betonten sie […] die zugrunde liegende göttliche Kraft, die an ihnen wirksam wird […]. Wenn zwischen zwei Partnern Bündnisse geschlossen wurden, wurde dies ebenso mit dem Wort hayah bekräftigt.
Eine Bibelstelle, bei der hayah verwendet wird und die am meisten debattiert wird, ist 2. Mose 3,14. Darin teilt Jahuwah Mose seinen Namen mit. Er sagt: „ICH BIN (hayah), DER ICH BIN (hayah).
Da der göttlichen Name […] Jahuwah schon vor langer Zeit wohl bekannt war, […] scheint diese Enthüllung zu betonen, dass der Gott [Eloah], der den Bund schloss, auch derjenige war, der diesen Bund einhielt. 2. Mose 3,14 ist also mehr als nur eine einfache Erklärung zur Identität: „ICH BIN, DER ICH BIN“ ist eine Erklärung der göttlichen Kontrolle über alle Dinge.“1
Das ist das Geheimnis der Kraft, die im göttlichen Namen verborgen ist. Diese Tatsache macht den Namen des himmlischen Vaters zur mächtigsten Verheißung im Universum.
Das Versprechen im Namen

In Jesaja 55,11 wird eine erstaunliche Tatsache offenbart: Jahuwahs Wort enthält selbst die Kraft, das zu erfüllen, was es aussagt: „…genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es gesandt habe!“
Dieses Wissen eröffnet uns in Kombination mit der Kraft des göttlichen Namens alle Schätze des Himmels. Es verbindet den demütig Bittenden mit der Macht des himmlischen Vaters, weil der Betende durch den Glauben an der göttliche Verheißung festhält und nicht loslässt – ähnlich wie Jakob, als er mit dem Engel rang.
Körperliche, geistige oder emotionale Heilung, Schutz, Vergebung, Reinigung und Wiederherstellung, Überwindung von Sünde… Für alles, was du brauchst, ist der göttliche Name ein Versprechen, das du in Anspruch nehmen kannst. Und die Kraft, dieses Versprechen zu erfüllen, ist im Wort selbst enthalten!
Auf diese Weise wurde auch das Universum ins Dasein gerufen. Bei der Schöpfung wurde der mächtige Name Jahuwahs immer wieder verwendet.
David erklärte, wie die Welt erschaffen wurde: „Die ganze Erde fürchte Jahuwah, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnt! Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da.“ (Psalm 33, 8-9) Was sprach er immer, immer und immer wieder? Seinen Namen.
Es WERDE… Licht!
Und es wurde Licht.
Es SEI … trockener Boden!
Und der trockene Boden erschien.
Es SEIEN … Pflanzen!
Und die Pflanzen erschienen.
Alles Geschaffene kam durch göttliche Kraft ins Dasein, die durch den göttlichen Namen angewendet wurde.
Die Verheißung in Anspruch nehmen

Diese Zusammenhänge erklären auch, warum Jahuwah nicht lügen kann. Sobald er die Worte spricht, existiert plötzlich das, was es bis dahin nicht gegeben hat.
Deshalb sollen wir auch den Namen Jahuwahs anrufen. Auf diese Weise können wir im Kampf gegen die Sünde bestehen. Buchstäblich alles, was wir für das Leben, für Gesundheit, Glück und die Überwindung der Sünde brauchen, wird durch die Kraft des göttlichen Namens ermöglicht.
Sein Name, SEIN, verwandelt sich im Verbund mit deinem Bedürfnis zu einer Verheißung. Sie wird erfüllt, wenn du sie im Glauben beanspruchst und ihre Erfüllung dem Willen des himmlischen Vaters entspricht.
Was also fehlt dir? Der Vater spricht zu dir:
- Sei geheilt.
- Sei versorgt.
- Sei stark.
- Sei getröstet.
- Sei mutig.
- Dir sei vergeben.
- Sei gereinigt.
- Ich stelle in dir mein Ebenbild wieder her.
Das alles bedeutet es, den Namen Jahuwahs anzurufen. Weil die Worte Jahuwahs genau die Kraft enthalten, die das Universum erschuf, verwandeln sich dieselben Worte zu einer Prophezeiung. Diese erfüllt sich, wenn ein Mensch sie im Glauben spricht, der sich dem Willen des himmlischen Vaters unterstellt hat und in dieser Hingabe lebt.
Wenn du also den Namen Jahuwahs anrufst und dein Glaube diese Verheißung ergreift, erfüllt sich sein Wort an dich. Paulus kannte dieses kraftvolle Konzept und verstand es. In Hebräer 11,1 erklärte er: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“
Jahushua sagte: „Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn.“ (Johannes 14,13) Aber das alles ist kein göttlicher Wunschautomat, so nach dem Motto: Sag es und du kriegst es. Denn immer gelten Jahuwahs Versprechen nur unter der Bedingung, dass man seinem geoffenbarten Willen gehorsam ist.
Allerdings hat er uns dieses gewaltige Versprechen gegeben, um uns dadurch zu Überwindern zu machen. Es ist ein Hilfsmittel, ein Schlüssel. Wenn dein Glaube erkennt, dass die Kraft zur Erfüllung der Verheißung in Jahuwas Wort selbst enthalten ist, wirst du auch wissen, dass du dich auf sie berufen und verlassen kannst. Und das nicht deshalb, weil du besonders gütig oder dergleichen bist, sondern auf Grund dessen, dass er der Schöpfer und zugleich dein Vater ist, der dich liebt.
Rufe den Namen Jahuwah an. Er will, dass du das tust! Deshalb lautet heute das Wort seines Sohnes an dich: „Bis jetzt habt ihr nichts in meinem Namen gebeten; bittet, so werdet ihr empfangen, damit eure Freude völlig wird!“

1 The New Strong’s Expanded Dictionary of Bible Words. Stichwort: Hayah. Eig. dt. Übersetzung. Der göttliche Name wurde eingesetzt.
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“Lobe Jahuwah, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen.“ (Psalm 103,2-3)
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Es mutet ironisch an und ist wohl auch ein Zeichen des Endes, dass je weiter die medizinische Wissenschaft voranschreitet, auch die verschiedenen Krankheiten gegen ihre Behandlung, z.B. mit Antibiotika, resistent werden und voranschreiten. Die Gesundheitsfürsorge wird sich in Zukunft als schwierig erweisen, vor allem, wenn es den Menschen verboten sein wird, zu kaufen und zu verkaufen. (Es sei denn, sie tragen das Malzeichen des Tieres…)
Es ist extrem wichtig, sich jetzt die Zeit dafür zu nehmen, um sich über einfache, wirksame Naturheilmittel zu informieren. Jahuwah hat für jede Krankheit ein Heilmittel in der Natur bereitgestellt. Und eines der besten und wirksamsten, das überall auf der Welt erhältlich ist, ist die Aktivkohle.
Die Verwendung von Holzkohle als Heilmittel wurde bereits 1500 v.Chr. dokumentiert. Vielleicht denkst du beim Wort Naturheilmittel sofort an Quacksalber, die Schlangenöl verkaufen. Du solltest aber wissen, dass Holzkohle auch heute im 21. Jahrhundert bei einer Vielzahl von Erkrankungen Verwendung findet.
Das Poison Control Center of America (Giftstoff-Überwachungszentrum) empfiehlt Aktivkohlepulver. Die US Food and Drug Administration ordnet Aktivkohle der Kategorie 1 zu, was so viel bedeutet wie sicher und effektiv.
Das beste aber daran ist, dass du es kaufen oder selbst herstellen kannst!
Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Holzkohle
Von allen uns zur Verfügung stehenden Heilmitteln ist Aktivkohle am wirkungsvollsten und sollte jedem bekannt sein, der sich für eine natürliche Behandlung von Krankheiten interessiert. Holzkohle absorbiert Toxine (bindet Giftstoffe). Sie wird bei der Bekämpfung von jeder Art Durchfall, Infektionen mit dem Bakterium E. coli, bei Ruhr und Cholera eingesetzt.
Aktivkohle ist dabei so schonend, dass sie auch bei Säuglingen sicher angewandt werden kann. Tatsächlich kann sie dann sogar Verstopfungen hervorrufen. Wenn du sie also verwendest, solltest du bei ihrer Einnahme genügend Wasser trinken.
Holzkohle wird auch zur Behandlung von Blähungen im Bauchraum und bei Gasbildung verwendet. Aufgrund ihrer Fähigkeit, Giftstoffe zu binden, ist sie oft das Mittel der Wahl, wenn jemand diese Dinge zu sich genommen hat. Täglich verwenden Krankenhäuser Aktivkohle zur Entgiftung von Patienten, die Sucht- und Schlafmittel, Aspirin und Morphium überdosiert haben.
Holzkohle eignet sich dazu deshalb so gut, weil sie nicht vom Körper aufgenommen wird. Stattdessen verbleibt sie im Verdauungstrakt, bindet alle Chemikalien und gelangt mit den absorbierten Giftstoffen aus dem Körper.

Tatsächlich ist ihre Fähigkeit zur Absorption so stark, dass Holzkohle nicht innerhalb von zwei Stunden nach der Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten eingenommen werden soll. Im Jahr 1831 zeigte Professor Touery an der Medizinischen Akademie in Frankreich, wie effektiv Aktivkohle wirklich ist. Er trank eine tödliche Dosis Strychnin – und überlebte. Der Trick? Er kombinierte das Gift mit Aktivkohle.
Aktivkohle ist auch bei äußerer Anwendung sehr wirkungsvoll. Sie lindert Infektionen, heilt Insektenstiche, absorbiert Schlangengift, neutralisiert den Stachel eines Skorpions und kann sogar zur Behandlung giftiger Bisse von den tödlichsten Spinnen der Welt eingesetzt werden. Die Behandlung ist wirklich effektiv. Nun wirst du wahrscheinlich wissen wollen, wie man damit beginnen kann, sie zu nutzen.
Wie man Aktivkohle verwendet
Aktivkohle ist äußerst benutzerfreundlich. Sie wird oft in Tabletten oder Kapseln verkauft. Die effektivste Art, davon eine Menge zu sich zu nehmen, besteht darin, sie einfach in Wasser oder Saft aufzulösen und zu trinken. Holzkohle ist geschmacklos. Eingerührt in Wasser kann sie allerdings leicht körnig sein.
Für die äußere Anwendung nimmst du einfach einen gehäuften Teelöffel Holzkohlepulver und gibst genügend Wasser dazu, um eine feuchte Paste herzustellen. Auf Wunsch kann auch gemahlener Leinsamen untergerührt werden, um eine bindende Textur zu erhalten. Wenn das Ganze zu flüssig geworden ist, fügst du einfach mehr Holzkohlepulver dazu. Danach verteilst du die Masse über der betroffenen Stelle. Mit einem feuchten Papiertuch oder einer feuchten Mullbinde abdecken. Zum Schluss mit Folie umwickeln, die das Austrocknen verhindert. Sobald alles trocken ist, kann die Kohle nicht mehr absorbieren. Es gibt auch medizinisches Klebeband, mit dem die Folie fixiert werden kann.
Holzkohlepaste kann auch schon auf ein sauberes Tuch aufgetragen und für eine spätere Verwendung verwahrt werden.
Wie man seine eigene Aktivkohle herstellt
Aktivkohle kann in Apotheken bezogen, online bestellt oder selbst hergestellt werden. Verwende dazu aber keine Holzkohlebriketts! Diese sind nicht lebensmittelecht und wurden mit feuerfesten Chemikalien hergestellt.
Beachte bei der Herstellung die folgenden Schritte:
- Entzünde ein Feuer im Freien. Fülle einen Metalltopf mit kleinen Stücken sehr trockenen Holzes. Hartes Holz ist am besten; es eignet sich aber auch dichtes Pflanzenmaterial, z.B. Kokosnussschalen. Decke den Topf mit einem Deckel ab, der ein Entlüftungsloch hat.
- Lass den Topf über offenem Feuer drei bis fünf Stunden hängen. Rauch und Gas entweichen durch das Loch im Deckel. Wenn kein Rauch oder Gas mehr durch das Lüftungsloch entweichen, ist das Holz fertig.
- Wenn am nächsten Tag die Holzkohle im Topf vollständig abgekühlt ist, kommt sie in einen sauberen Behälter. Sie wird dazu vorher mit sauberem Wasser gespült, um Schmutz und Asche vollständig zu entfernen.
- Zermahle deine Kohle in einem Mörser mit einem Stößel oder einem kleinen Hammer zu einem feinen Pulver.
- Lass das Holzkohlepulver vollständig an der Luft trocknen. Das kann bis zu 24 Stunden dauern. Starte den Aktivierungsprozess erst, wenn die Holzkohle vollständig trocken ist.
Nicht aktivierte Holzkohle kann extern zur Wasseraufbereitung oder für andere Zwecke benutzt werden. Die Aktivierung für die innere Anwendung erfordert einige zusätzliche Schritte.
- Mische Kalziumchlorid im Verhältnis 1:3 mit Wasser. Sei dabei vorsichtig! Die Lösung kann sehr heiß werden. Davon wird eine genügende Menge benötigt, um die Holzkohle vollständig abzudecken. (Kalziumchlorid kann in den meisten Baumärkten gekauft werden. Ist keins zu bekommen, kann stattdessen auch 310 ml Zitronensaft genommen werden.)
- In einer Glas- oder Edelstahlschale wird das Holzkohlepulver nach und nach so lange mit der Kalziumchloridlösung vermengt, bis eine Paste entsteht. Danach sollst du keine Flüssigkeit mehr hinzufügen.
- Decke die Schale ab und lass sie 24 Stunden ruhen. Lasse danach so viel wie möglich von der verbleibenden Flüssigkeit aus der Schüssel ab. Die Holzkohle sollte nass, jedoch nicht vollständig getränkt sein.
- Gib die nasse Holzkohle in einen Metalltopf. Sie muss jetzt drei Stunden köcheln (also bei einer Temperatur, bei der Wasser anfängt zu sieden). Danach ist die Holzkohle aktiviert und einsatzbereit.
Aktivkohle ist eines der wichtigsten und nützlichsten Heilmittel. Der ärmste Bettler der Welt kann sie selbst herstellen, um das Leben des reichsten Milliardärs zu retten.
Führe deine eigenen Recherchen zu diesem Thema durch! Fang an, die vielen Möglichkeiten zur Nutzung diese wunderbare Ressource zu entdecken. In der Zukunft kann dein Leben oder das eines geliebten Menschen davon abhängen.
