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Kommt heraus aus ihr, mein Volk! | Teil 1


Die letzte Einladung des Himmels

"Komm her und zieh dir eine Jacke an oder ich hau dir den Kopf 'runter!"

Verängstigt starrte ich den Vater meines Freundes mit offenem Mund an. Nie zuvor hatte ich ein Elternteil so mit einem Kind reden hören. Mein Freund sprang auf, rannte in das Haus, um eine Jacke  anzuziehen, und kam zum Spielen zurück, als ob nichts Schlimmes geschehen wäre. Ich konnte es einfach nicht fassen, wie ruhig er damit umging.

Ich hatte noch nie miterlebt, dass meine Mutter laut geworden war. Sie erzog ihre Kinder zum Gehorsam und zwar auf eine Art und Weise, dass es nie notwendig war, laut zu werden. Bis eines Tages...

Das Leben auf dem Land  war das Beste, was einem Kind passieren konnte. Während man dort aufwuchs, gab es so viele schöne und lustige Dinge zu erleben und so viele interessante Plätze zu entdecken! Meinem Bruder und mir taten all unsere Freunde leid, die in der Stadt leben mussten.

Als ich eines Tages fröhlich über die unbefestigte Straße hüpfte, die von unserem Wohnhaus zur großen Scheune führte, achtete ich nicht darauf, wohin ich trat. Plötzlich hörte ich einen Laut, den ich nie zuvor gehört hatte. Einen Schrei - von meiner Mutter.

"STOPP!!"

Ich gehorchte sofort und kam beim Anhalten fast ins Schleudern. Genau vor mir lag über der Straße (genau dort, wo meine tanzenden Füße gelandet wären)Klapperschlange eine einen Meter lange Klapperschlange.

Meine Mutter hatte mich zwar angeschrien, aber sie hatte mich gerettet. Es spielte keine Rolle, dass ich nie zuvor in diesem Ton von ihr angesprochen worden war. Ich hatte sowohl Angst als auch die Liebe zu mir in ihrer Stimme gehört. Sie hatte mich gerettet, weil sie mich liebte. Ich hatte sie von da an noch lieber als zuvor.

Wenn die Liebe Gefahr sieht, dann warnt sie. Die Liebe schreit, brüllt und tut alles, was möglich und notwendig ist, um zu retten.

Heutzutage steht die Welt am Rande einer ungeheuren Krise. Die nachdenkenden Männer und Frauen jeder Nation beobachten die Entwicklungen innerhalb der Staaten und zwischen ihnen. Sie wissen, dass etwas Schlimmes bevorsteht. Der Höhepunkt aller Zeiten wird bald mit ungebremster Gewalt über die Welt hereinbrechen.

In dieser Stunde der extremen Gefahr sendet der himmlische Vater seinen irdischen Kindern eine eindringliche Botschaft. Je größer die Gefahr wird, desto stärker und lauter ruft er nach ihnen, wie es ein irdischer Vater auch tun würde. Sein Wort versichert uns:"Nein, [Adonai Jahuwah] [...] tut nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat." (Amos 3,7.)

Im letzten Buch der Bibel finden wir die letzte gnädige Einladung, welche die Menschheit erhalten wird. Dies ist die letzte Warnung und zugleich die letzte Chance für diese Welt. Es wird keine andere mehr ausgesprochen werden. Daher ist es von größter Wichtigkeit, dass jeder lebende Mensch sie hört und vor allem auf sie hört.

"Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen [...]. Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große [...]. Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt! Denn ihre Sünden reichen bis zum Himmel, und Gott (Elohim) hat ihrer Ungerechtigkeiten gedacht. Vergeltet ihr, wie auch sie euch vergolten hat, und zahlt ihr das Doppelte heim gemäß ihren Werken! In den Becher, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr doppelt ein!" (Offenbarung 18,1-2.4-6.)

Die Bibel verwendet recht häufig den Begriff "Babylon" als Symbol. Es sind schon viele Interpretationen dafür angeboten worden. Einige meinen, "Babylon" sei die römisch-katholische Kirche. Andere sagen, damit seien die Vereinten Nationen (UN) gemeint. Und wieder andere vertreten die Ansicht, dass es sich bei "Babylon" um die USA handeln müsse.

Babylon beinhaltet diese Institutionen. Aber es gehört noch weitaus mehr dazu. In der Bibel versinnbildlicht Babylon unter anderem Verwirrung. Denn beim Turmbau zu Babel verwirrte Jahuwah die Sprachen der Bauleute, die gegen den Himmel rebellierten. Im antiken Akkadisch bedeutet das Wort Babylon (BAB.ILI) "Tor der Götter".

Babylon umfasst viel mehr als nur eine einzelne Entität. Es ist sowohl ein Begriff für Verwirrung als auch ein Name für "das Tor der Götter". Babylon symbolisiert das ganze täuschende und betrügerische Netzwerk Satans. Es umfasst alle Irrtümer und alle religiösen Körperschaften, die in irgendeiner Form mit irgendeiner Lüge verbunden sind.

Die himmlische Warnung und der Aufruf, Babylon zu verlassen, ist mit Konsequenzen für die Ewigkeit behaftet. Innerhalb der Bibel nimmt die Warnung "Babylon ist gefallen!" den Platz vor den sieben letzten Plagen ein, welche die Welt zerstören. Wer am Tag der Rache beschützt sein möchte, muss unter dem besonderen Schutz des Allerhöchsten stehen. Nur die Menschen, die dem Ruf, Babylon zu verlassen, gehorsam gewesen sind, werden sich zu dieser Zeit in Sicherheit befinden.

Junges Paar
Jeder, der der Warnung entsprechend handelt, wird von Jahuwah beschützt.

Satan ist sich dessen bewusst, dass jeder Mensch auf wunderbare Weise bewahrt und für die Ewigkeit vor seinen Betrügereien sicher sein wird, der diese Warnung befolgt. Daher ist es sein erklärtes Ziel, die Leute von dieser Aufforderung abzubringen, so dass sie ihr nicht gehorsam sind. Um es zu erreichen, hat er eine meisterhafte Verführung unter großen Mengen ernsthafter Christen verbreitet.

Diese ultimative Verführung lautet: "Der Ruf, Babylon zu verlassen, betrifft mich nicht, weil ich mich nicht in Babylon befinde!"

Satan hat auf diese Weise die Massen verblendet, um sie von ihrer Rettung fernzuhalten. Denn da sie auf seinen Betrug hereinfielen, bezogen sie die Warnung nicht auf sich und wiesen sie ab.

Es gibt viele verschiedene Gründe dafür, warum die gnädige Warnungsbotschaft des Himmels ignoriert wird. Satan schustert für jedes Individuum und alle Umstände maßgeschneiderte Entschuldigungen zusammen. Einige lehnen den Aufruf ab, Babylon zu verlassen, weil sie Protestanten sind. Sie sind keine Katholiken! Also sind sie der festen Überzeugung, dass die Botschaft sie nicht betreffen kann.

Andere schlagen die Warnung in den Wind, weil sie ihren Gottesdienst am Samstag halten. Der Fakt, dass sie nicht am Sonntag Gottesdienst halten, wird von ihnen als ein ausreichender Beweis dafür angesehen, dass sie sich nicht in Babylon befinden. Also kann diese Botschaft sie auch nicht betreffen!

Satans Betrug ist sehr erfolgreich, weil er an dem geistlichen Stolz der Menschen anknüpft. Jeder, der Jahuwahs Einladung ausschlägt, besteht darauf, die Einladung nicht nötig zu haben, weil er ja nicht in "Babylon" gefangen ist. Da er Kenntnisse über bestimmte Wahrheiten besitzt, meint er, sich dadurch von allen anderen abzuheben. Sein Glaube an diese Wahrheiten sorgt dafür, dass er sich anderen Menschen geistlich überlegen fühlt. Daher meint er, dass diese Warnung ihn nichts angeht.

Ein Mann lehnt an einer Wand.
Viele Menschen ignorieren den Befehl, Babylon zu verlassen, weil sie ihn nicht auf sich persönlich beziehen. Sie meinen, nicht in Babylons Netz verstrickt zu sein.

Leider spiegelt sich in dieser Haltung ein tiefsitzende, geistliche Blindheit wieder. Satan ist offensichtlich sehr erfolgreich darin, seine Endzeitverführungen unter die Leute zu bringen. Die letzte Generation ist mit großen, geistlichen Wahrheitsschätzen und mit viel Einsicht gesegnet worden. Sie hat weitaus mehr erhalten als die vorangegangenen Generationen. Satan hat verzweifelt versucht, diesen großen Segen abzuwenden. Er hat die Gedanken der Menschen dazu gebracht, zu meinen, dass es keine weitere, für die Erlösung relevante Wahrheit zu entdecken geben könne. Schließlich besäße man bereits so viel Wahrheit! Daher versäumen viele Menschen ihre Gelegenheit und weisen neues Licht (neue Einsichten) automatisch ab.

Jahuwah hat in seiner großen Liebe die Gefahr vorausgesehen, welche die Generation der Endzeit erwartet. Die Bibel warnt davor, dass geistlicher Stolz und die damit verbundene Blindheit die größte Gefahr für die letzte Generation in sich bergen.

"Und dem Engel der Gemeinde (Ekklesia) von Laodizea schreibe: [...] Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Mund. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluss, und mir mangelt es an nichts! – und du erkennst nicht, dass du elend und erbärmlich bist, arm, blind und entblößt." (Offenbarung 3,14-17.)

Wir verwenden auf worldslastchance.com den Begriff der Gemeinde bzw. der Ekklesia und nicht den der "Kirche", wenn wir uns auf Jahuwahs treue Nachfolger beziehen. Der Grund dafür besteht darin, dass das Wort "Kirche" den griechischen Begriff der "Ekklesia" nicht verständlich macht. Im ganzen Neuen Testament bezieht sich das Wort Ekklesia auf diejenigen, die von Jahuwah herausgerufen worden sind. Das Wort Kirche legt den Fokus mehr auf eine versammelte Gruppe und ist daher irreführend. Christen sind im wahrsten Sinne des Wortes Herausgerufene. Denn die Nachfolger Jahushuas werden von ihm aus den organisierten, gefallenen Kirchen und den sonstigen Tochtergesellschaften Babylons herausgerufen. Nachdem man seinen Warnruf gehört hat und ihm gefolgt ist, soll man nicht wieder in die babylonischen Kirchen und zu ihren Riten und Gebräuchen zurückkehren.

Diese Verse werden als die Botschaft an Laodizäa bezeichnet. Je größer die Wahrheit ist, die man bekommen hat und von der man überzeugt ist, desto größer ist die bestehende Gefahr, geistlichen Stolz zu entwickeln und "blind" zu werden.

Mitunter geben die Menschen sogar zu, dass sie Mitglieder Laodizäas sind. Doch dann nehmen sie an, dass diese Botschaft sie ebenfalls nicht länger angeht, weil sie diese Worte ausgesprochen und zugegeben haben, Laodizäer zu sein. Sie sind sogar noch stolz darauf, dass sie demütig genug sind, ihren Zustand anzuerkennen. Das Anerkennen dient ihnen als Beweis dafür, dass die Warnung sie nicht länger betrifft. Und so gehen sie weiter in ihrer geistlichen Blindheit voran, behaupten, nichts zu brauchen, und ermangeln doch allem Notwendigen.

Diese Täuschung ist wahrhaftig tödlich und daher eine von Satans erfolgreichsten Fallen, die er den Menschen gestellt hat. Der Irrtum ist für die gefallene Natur sehr angenehm. Die einzige Hoffnung auf Befreiung besteht nun darin, dass man im Glauben akzeptiert, dass die Warnungsbotschaft für einen selbst bindend ist. Ganz einfach, weil das Wort Jahuwahs es sagt! Wenn man im Glauben akzeptiert, dass diese Botschaft wirklich auf sich selbst passt, kann man auch nach der göttlichen Heilmethode greifen.

"Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst!" (Offenbarung 3,18.)

Das Gold, welches im Feuer geläutert worden ist, symbolisiert den Glauben und die Liebe. Der Glaube wirkt durch die Liebe und reinigt die gesamte Seele. Das weiße Gewand versinnbildlicht die Gerechtigkeit Jahushuas, die der Mensch erhält, der sich im Glauben auf das Versöhnungswerk Christi beruft. Die Augensalbe wiederum hilft dabei, geistliche Dinge zu unterscheiden und einzuschätzen. Nur, wenn man die Botschaft im Glauben annimmt, begibt man sich in eine Position, in der man auch die Hilfe annehmen wird. Wer diese Voraussetzung erfüllt, wird durch die Hilfsmittel in die Lage versetzt, die Bedrohungslage auch selbst zu erkennen und Babylon verlassen zu können.

Nachdenkliche Frau
Der Aufruf, Babylon zu verlassen, gilt insbesondere dem Volk Jahuwahs, also auch jedem Christen. Keine Denomination oder sonstige ideologische Ausrichtung bildet dabei eine Ausnahme.

Die Mitglieder Laodizäas sind sehr schnell dabei, den Aufruf, Babylon zu verlassen, auf jene Menschen zu beziehen, die ihre individuellen, bevorzugten Glaubenspunkte nicht unterstützen. Auch hier zeigen sich wieder Blindheit und geistlicher Stolz. Der Befehl, aus Babylon zu fliehen, richtet sich an Jahuwahs gesamtes Volk! Denn die Einladung ergeht an jene, die der Vater zärtlich "mein Volk" nennt.

Obwohl jeder Mensch gnädig angenommen werden wird, der diesen Befehl befolgt, richtet sich die Botschaft ausdrücklich an Jahuwahs bekenntliches Volk! Kein Glaubenssystem ist dabei ausgenommen. Keine bestimmte Denomination ist davon befreit. Wer sich also selbst als Jahuwahs Kind ansieht, sollte dieser Warnung besondere Aufmerksamkeit schenken: Sie ist für ihn geschrieben worden und hat nicht damit zu tun, wie viele Wahrheiten ihm schon geoffenbart worden sind. Niemand, der sich zu Jahuwahs Volk zählen lässt, ist von dem Befehl, Babylon zu verlassen, ausgenommen.

Gehörst du zu Jahuwahs Volk? Dann öffne deine Ohren für diese Botschaft. Sie richtet sich an dich!

Das Alte Testament schreibt über die Warnung an die letzte Generation:

"Rufe aus voller Kehle, schone nicht! Erhebe deine Stimme wie ein Schopharhorn und verkündige meinem Volk seine Übertretungen und dem Haus Jakob seine Sünde!" (Jesaja 58,1.)

Auch an dieser Stelle werden die Menschen angesprochen, die Jahuwah liebevoll als sein Volk bezeichnet. Sie werden vor einer Sünde gewarnt. Schon der nächste Vers macht deutlich, dass sie für diese Sünde blind sind!

Betende Frau
Jahuwah ruft sein Volk dazu auf, eine Sünde zu bereuen und zu lassen, die diesen Menschen bis dahin nicht bewusst war.
"Sie suchen mich Tag für Tag und begehren, meine Wege zu kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Recht seines Gottes (Elohim) nicht verlassen hat". (Jesaja 58,2.)

Diese Botschaft richtet sich also nicht an den rebellischen Weltmenschen. Die Leute, die hier vor ihrer Sünde gewarnt werden, sind ausgerechnet diejenigen, die immer ihre Morgenandachten halten und Jahuwah täglich suchen. Sie haben "ihre Freude daran", seine Wege zu kennen. Es erscheint unglaublich. Doch Jahuwah ruft seine Nachfolger dazu auf, von einer Sünde Abstand zu nehmen, die ihnen bis dahin nicht bekannt ist.

Am Ende der Warnung wird deutlich gemacht, welches Gebotverletzt worden ist, und es wird zur Umkehr und zum sorgfältigen Gehorsam aufgerufen.

"Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt; wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen [Tag] [Jahuwahs] [...] ehrenwert; wenn du ihn ehrst, so dass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest." (Jesaja 58,13.)

Jahuwah hat verheißen, dass die letzte Generation eine Sabbatreform durchführen muss:

"Und die aus dir [hervorgehen,] werden die Trümmer der Vorzeit wieder aufbauen, du wirst die Grundmauern früherer Geschlechter wieder aufrichten; und man wird dich nennen »Der die Breschen vermauert und die Straßen wiederherstellt, damit man [dort] wohnen kann«." (Jesaja 58,12.)

Zu Babylon, dem "Tor der Götter", gehören sehr viele Formen falscher Anbetung. Doch immer geht es um die Anbetung Luzifers, welcher Jahuwahs Erzfeind ist. Der Ruf, Babylon zu verlassen, führt zur Wiederherstellung der wahren Anbetung.

Doch es gibt ein Problem. Wer vollständig in Babylon integriert, ist sich dessen nicht bewusst und erkennt es nicht. Aus seiner geistlichen Blindheit heraus wird man stolz auf die Wahrheiten, die man bereits erhalten hat, und weist neues Licht ab. Man hält es einfach für falsch. Und so verwirft man die Warnung des Himmels, die für einen selbst angeblich nicht gilt.

church congregation
Jeder Irrtum ist ein Band, das uns an Babylon kettet.

Zu Babylon gehören u.a. alle organisierten Religionen und Denominationen. Sie alle gebrauchen einen päpstlichen Kalender, der wiederum auf einem heidnischen Kalender beruht, um ihre Zeit einzuteilen und ihre Tage für den Gottesdienst zu bestimmen: Freitag, Samstag oder Sonntag. Wenn eine Kirche in irgendeiner Weise an eine Lüge gefesselt ist, gehört sie zu Babylon. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Wahrheiten sie schon besitzt, ob sie einen echten Propheten hat oder ob ihre Traditionen göttlich inspiriert wurden.

Denke immer daran: Der Ruf, der zur Flucht aus Babylon auffordert, richtet sich an Jahuwahs Volk. Es befindet sich nicht wissentlich im Irrtum, sondern unwissentlich. Die Lügen, die sich innerhalb ihrer Glaubenspunkte angesammelt haben, zeigen deutlich, dass sie noch immer zu Babylon gehören.

"Wie stimmt der Tempel [Jahuwahs] [...] mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes (Elohim), wie [Jahuwah] [...] gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott (Elohim) sein, und sie sollen mein Volk sein«. Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht [Jahuwah] [...], und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht [Jahuwah] [...], der Allmächtige." (2. Korinther 6,16-18.)

Wenn auch nur 10 Prozent der Lehre verdorben ist, ist das schon zu viel. Denn in diesem Fall sorgt der hohe Wahrheitsanteil innerhalb der Lehre sogar dafür, dass die 10 Prozent Irrtum oder Lüge nicht so stark wahrgenommen werden und die Gefahr der Verführung daher umso höher ist.

Es ist egal, ob du nun römischer Katholik oder Orthodoxer bist, Siebenten-Tags-Adventist, Siebenten-Tags-Baptist oder Mitglied der Weltweiten Kirche Gottes, Methodist, Baptist, Presbyterianer, Lutheraner, Nazarener, Episkopaler oder Mitglied irgendeiner anderen Glaubensrichtung: Wenn deine Gemeinschaft an einem Freitag, Samstag oder Sonntag Gottesdienst hält, weil es Freitag, Samstag oder Sonntag ist, befindest du dich noch immer in Babylon und die Warnung ist an dich gerichtet.

Das Verlassen Babylons ist ein lebensverändernder Prozess und ein lebensveränderndes Ereignis. Jeder Bereich des Lebens ist davon betroffen.

Geschäftsmann
Wenn jemand dem babylonischen System den Rücken kehrt, wird von dieser Entscheidung jeder Lebensbereich beeinflusst.

Babylon ist ein Ausdruck der Bibel für Satans gesamtes Lügennetz mit all seinen Verführungen und Schlingen.

Wenn man Babylon verlässt, bricht man mit der Welt und ihren Attraktionen. Die Art der weltlichen Verlockungen variiert dabei von Mensch zu Mensch. Einige werden durch ihren weltlichen Erfolg in Babylon festgehalten: Für sie sind der Respekt innerhalb ihres Berufslebens und der Einfluss innerhalb ihres Freundeskreises das Wichtigste im Lebens. Wieder anderen ist die Gemeinschaft innerhalb ihrer familiären Gemeinde am wichtigsten: Ihnen geht es vor allem um den Ruf, den sie sich als ernsthafte, wahrheitsliebende Christen erworben haben, die allerdings dem Glaubensbekenntnis ihrer Denomination absolut treu sind.

Für wieder andere Menschen stellt die Liebe zu ihrem Haus, zu Autos, zur Karriere, zum Lebensstil, zu ihren Lieblingsfluchtmöglichkeiten aus der Realität, zu den Verlockungen des Stadtlebens oder zu sonstigen Lebenszielen die stärkste Kette dar, die sie an Babylon fesselt. Und doch ist es ihnen nicht bewusst. Für sie alle kann die Meinung der anderen maßgebend sein. Sie bleiben in Babylon, um anderen zu gefallen. Vielleicht ist es am schwierigsten, gerade diese Einstellung abzuändern und zu sagen: "Nicht ich, sondern Jahushua hat dies zu entscheiden."

Wenn du Babylon verlässt, aber deine liebsten Mitmenschen diesen Schritt nicht mitgehen, wird sich das auf eure Beziehungen auswirken. Andererseits setzt du dein ewiges Leben aufs Spiel, wenn du der Warnung nicht Folge leistest und alles so lässt, wie es ist. Es gibt eine wahre Geschichte, die diesen Zusammenhang gut veranschaulicht:

Ihr Ehemann war sehr gastfreundlich. Sie hatte sich schon daran gewöhnt, dass unerwartete Gäste zum Abendbrot kamen, und ein paar Strategien entwickelt,Früchte um aus einem gewöhnlichen Abendessen eine besondere Mahlzeit für Gäste zaubern zu können. Die zwei Männer, die er am Abend nach Hause gebracht hatte, schienen ihr keine ungewöhnlichen Menschen zu sein. Doch dann wurde die Sache sehr seltsam.

Die zwei Besucher erklärten: "Ihr müsst die Stadt heute Nacht verlassen. Diese Stadt wird zerstört werden."

Das musste ein Scherz sein! Wer hatte je davon gehört, dass eine Stadt aus dem Nichts heraus vernichtet wurde? Schließlich befand man sich nicht im Krieg. Außerdem war ihre Stadt nun nicht schlimmer als all die anderen Städte ringsum. Doch die zwei Männer traten sehr überzeugend und nachdrücklich auf. Sie bestanden auf ihrer Warnung.

Ihr Ehemann eilte durch die Stadt, um ihre verheirateten Kinder vor der Gefahr zu warnen. Doch er kehrte allein zurück. Sein Herz war gebrochen. Er fühlte sich wie besiegt. Niemand hatte ihm geglaubt. Seine Kinder waren wieder in ihre gemütlichen Betten zurückgekehrt und hatten über die Leichtgläubigkeit des guten alten Papa gelacht.

Sie schwankte noch. Es passierte alles so schnell. Das musste alles ein Irrtum sein. Warum sollten sie mitten in der Nacht die Stadt verlassen müssen? Man könnte natürlich umziehen. Doch es würde eine Zeit lang dauern, bis das Haus verkauft wäre. Es würde auch dauern, einen neuen Wohnort zu finden, alle Sachen zu packen und ihren Besitz an diesen neuen Ort zu bringen. Es war einfach unmöglich, einfach aufzustehen und wegzulaufen. So würde man ja alles zurücklassen!

Die Männer wurden eindringlicher. Jeder von ihnen packte zwei Hände: Ihre, die ihres Mannes und jeweils eine ihrer zwei Töchter. Während die Männer sie aus der Stadt zerrten, riefen sie: "Rennt um euer Leben! Beeilt euch! Und schaut nicht zurück!"

Wie betäubt und noch immer ungläubig und verwirrt begannen sie zu laufen. Schnell! Beeilung! Lauft weiter! Haltet nicht an! Schaut nicht zurück! Die Angst war ihnen auf den Fersen.

FeuerballAls die Morgendämmerung den Himmel im Osten zu erleuchten begann, zerriss ein lauter Donner die morgendliche Stille. Feuerbälle fielen vom Himmel herab, auf ihr Zuhause, auf ihre Stadt ... auf ihre Kinder!

Die Reaktion war nicht geplant. Ihre Kinder und ihre Enkelkinder waren immer noch dort! Sie hatten es abgelehnt, mitzukommen, als ihr Vater sie gewarnt hatte. Wie konnte sie sie zurücklassen!

Sie hielt an. Sie drehte sich um. Sie erstarrte zur Salzsäule. Ihre Kinder befanden sich noch immer in Sodom. An ihnen hing ihr Herz. So starb Lots Frau, als die große Vernichtung die Städte der Ebene auslöschte, obwohl sie sich schon in Sicherheit und auf dem Land befand. (Vgl. 1. Mose 19.)

Wahrscheinlich war Lots Frau keine böse Frau. Sie war eine Mutter. Sie liebte ihre Kinder. Sie blickte zurück, weil sie sie nicht verlassen wollte. Nachdem Abraham innig gebetet hatte (Vgl. 1. Mose 18,17-33.), schickte der Himmel zwei Engel nach Sodom, die das Leben von Lots Familie und das Leben aller retten sollten, die ihrer Botschaft glauben würden. Doch die Liebe dieser Frau zu ihren Kindern überwog ihre Liebe zu ihrem Erlöser. Dies brachte sie dazu, stehen zu bleiben, sich umzudrehen und selbst den Tod durch die Vernichtung zu finden, welche auch die Zurückgebliebenen ereilte. Sie war der Gnade, die ihr angeboten worden war, nicht wert.

Adam fiel, als er seine Frau mehr liebte als seinen Schöpfer. Wie viele Menschen heute treffen dieselbe Entscheidung?

Ein Mädchen wird von einer kleinen Gruppe verspottet.
Niemand mag es, wenn über ihn bzw. sie schlecht geredet oder gelacht wird.

Wenn du dich von anderen unterscheidest, kann es sein, dass du von ihnen gemieden und ausgeschlossen wirst. Die meisten Menschen haben es nicht gern, ausgeschlossen zu werden und anders zu sein als andere. Es kann sehr unangenehm sein, sogar beschämend. Es ist nicht erfreulich, missverstanden zu werden. Niemand mag es, wenn man über ihn herzieht und über ihn lacht. Viele werden ihr ewiges Leben aufgeben, weil sie Angst haben, sich unbeliebt zu machen und verhöhnt zu werden: Ihr Ehepartner oder ihre Kinder lehnen den Befehl, Babylon zu verlassen, ab, und sie wollen den Frieden nicht stören... Oder der Pastor besteht darauf, dass dieser Befehl nicht ihnen gelten könne, da sie sich nicht in Babylon befänden...

Jede Einzelperson wird sich mit einer anderen Kombination aus emotionalen Bindungen und weltlichen Verlockungen konfrontiert sehen, die sie in Babylon festhalten. Diese Bindungen können extremen Druck ausüben. Wenn jemand den Ruf vernimmt, dass er Babylon verlassen muss, wird Satan sofort versuchen, ihm einzureden, dass dieser Ruf für diesen Menschen nicht bedeutsam sei.

Kurz bevor Jahushua im Garten Gethsemane verraten wurde, versprach er seinen Jüngern, dass er ihnen den Heiligen Geist senden würde.

"Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht. [...] Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten". (Johannes 16,8. 13.)

Der Heilige Geist wird jedem einzelnen Menschen zeigen, was ihn in seinem Leben an Babylon bindet. Er wird dich darauf hinweisen, was dich dort festhält. Es ist von größter Wichtigkeit, dass den Anweisungen des Geistes Jahuwahs sofort Folge geleistet wird. Nur die Menschen, die ihren Schöpfer über alles lieben, werden dazu bereit sein, ihm alles zu unterstellen. Sie werden das Kreuz des Gehorsams auf sich nehmen, ihrem Heiland folgen und Babylon verlassen.

Mütter lieben ihre Kinder "mehr als ihr eigenes Leben". Doch alle müssen ihren Schöpfer und Erlöser nicht nur mehr als ihr eigenes Leben lieben, sondern auch mehr als ihre Kinder, ihre Karriere, ihre Wunschträume und persönlichen Ziele, mehr als den Einfluss ihrer Freunde, mehr als ihren Ruf und sogar mehr als ihren Ehepartner.

Jahushua hat klar aufgezeigt, was es uns kosten kann, wenn wir die Erlösung annehmen:

"Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert." (Matthäus 10,37-38.)

Wir müssen allerdings zuerst unsere geistliche Blindheit erkennen, die uns in der Vergangenheit belastet hat, damit wir dem Befehl gehorchen können, Babylon zu verlassen. Dies macht demütig. Die Trennung von Babylon erfordert die Bereitschaft, der Wahrheit zu folgen, ohne auf die Kosten Rücksicht zu nehmen.

Wirst du dem warnenden Aufruf gehorchen? Ist dein Glaube nicht stark genug, um allein stehen zu können? Ist deine Wahrheitsliebe nicht groß genug? Bringst du den Mut, dich von Babylon zu trennen, allein nicht auf? Dann bitte darum! Jahuwah hat verheißen und fest versprochen, dass er dir alles zur Verfügung stellen wird, was zu deiner Errettung notwendig ist, wenn du ihn darum bittest. "Alles ist möglich dem, der glaubt!" (Markus 9,23.)

Wirst du dein Kreuz auf dich nehmen und deinem Erlöser nachfolgen?

Wirst du Babylon verlassen?

Glückliches, älteres Paar