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Was wurde ans Kreuz genagelt? Eine Untersuchung von Kolosser 2

While WLC no longer believes that the annual feast days are binding upon believers today, we humbly encourage all to set time aside to commemorate them with solemnity and joy, and to learn from Yahuwah’s instructions concerning their observance under the Old Covenant. Doing so will surely be a blessing to you and your home, as you study the wonderful types and shadows that point to the exaltation of Messiah Yahushua as the King of Kings, the Lord of Lords, the conquering lion of the tribe of Judah, and the Lamb of Yahuwah that takes away the sins of the world.

Kolosser 2,13-17

Vergeben! ... Frei! ... Nicht schuldig!

Der Apostel Paulus brachte den Heiden die hoffnungsvolle Botschaft, dass ihr Sündenregister gelöscht und ausradiert sei! Es wurde ans Kreuz genagelt. Alles war ihnen vergeben worden! Sie mussten sich nicht mehr abmühen, um sich das Paradies selbst zu verdienen.

Fast alle heidnischen Religionen bringen ihren Anhängern bei, dass man durch seine Werke erlöst werden könne. Doch Paulus verkündete die frohe Botschaft, dass alle notwendigen "Werke" bereits von unserem Erlöser, Jahushua, vollbracht wurden. Die Erlösung bekommt man ausschließlich durch den Glauben an ihn geschenkt!

Denn ich schäme mich des Evangeliums [= der frohen Botschaft] von Jahushua nicht, denn es ist Jahuwahs Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, [...] denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Jahuwahs aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: "Der Gerechte wird aus Glauben leben". (Siehe Römer 1,16-17.)

silhouette of a repentant man standing in front of a crossAlle, die den Glauben in Jahushua ausleben, akzeptieren seinen Tod an ihrer Statt, der als Preis für ihre Sünden gefordert wurde. Mit ihm können sie dann zu einem neuen Leben "auferweckt" werden. Sie sind nicht mehr länger an ihre alte, sündige Natur gebunden. Sie sind frei in Jahushua!

Ich bin mit Jahushua gekreuzigt, und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Jahushua lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Jahuwahs, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (Siehe Galater 2,20.)

Hierin liegt die Kraft des Evangeliums! Das Sündenregister der bekehrten Menschen wird ans Kreuz genagelt, weil sie an ihren Erlöser glauben und ihre bösen Taten bereut haben. Und dann können sie ein neues Leben in Jahushua führen. Diese Wahrheit verändert Menschen! 

Die Kraft des Evangeliums von Jahushua zerbricht Satans Herrschaft über die Menschen, die sie versklavt hat. Und der Widersacher weiß das und versucht deshalb, diese lebensverändernde Wahrheit von der Welt fernzuhalten. Daher hat er eine der deutlichsten Aussagen, die diesen Prozess erklärt, durch falsche Übersetzung und durch falsche Interpretation in Dunkelheit gehüllt.

Diese Textstelle befindet sich in Kolosser 2,13-17:

"Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen [...] mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete. Als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben. So lasst euch von niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber [Jahushua] [...] das Wesen hat." (Kolosser 2,13-17.)

Satan hat eine Vielzahl von Menschen in die Irre geführt, indem er sie glauben gemacht hat, dass die "auf Satzungen beruhende Schuldschrift", von der in dieser Textstelle die Rede ist, das Gesetz Jahuwahs selbst sei. Jahushua hat es angeblich "aus dem Weg geschafft" und "ans Kreuz genagelt". Und so meinen viele Christen, dass das göttliche Gesetz nicht mehr bindend ist und dass die Speisegebote sowie die Feier der Neumonde, der Sabbate und der jährlichen Feste "abgeschafft" sind. Auf diese Weise verführt Satan viele dazu, das heilige, unveränderliche Gesetz zu brechen, weil sie glauben, dieser Text lehre, dass das Gesetz insgesamt nicht mehr bindend ist.

man studying BibleDoch eine sorgfältige Untersuchung des Textes zeigt uns den Haken an dieser Überzeugung.

"Was war diese "auf Satzungen beruhende Schuldschrift"? Diese Worte sind eine Übersetzung aus der griechischen Wortverbindung cheirographon tois dogmasin. Cheirographon bedeutet alles "Handschriftliche", kann aber auch besonders auf ein rechtsgültiges Dokument, einen Schuldschein oder die Aufzeichnung einer Verbindlichkeit angewandt werden. Dogmasin bezieht sich auf Verordnungen, Gesetze oder Richtlinien, die das Alltagsleben der Menschen regeln." (Earl L. Henn, "Was Gods Law Nailed to the Cross?")

Die "Satzungen", die uns "entgegenstehen", können nicht das göttliche Gesetz sein, weil das heilige Gesetz für uns ist! Paulus erklärt: "So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut." (Römer 7,12.)

Das Gesetz Jahuwahs ist vollkommen, es erquickt die Seele. ... Die Befehle Jahuwahs sind richtig, sie erfreuen das Herz .... Sie sind begehrenswerter als Gold und viel Feingold ... Auch dein Knecht wird durch sie belehrt, und wer sie befolgt, empfängt reichen Lohn. (Vgl. Psalm 19,8-9; 11-12.)

Paulus verkündet in Kolosser 2 die frohe Botschaft der Erlösung! Durch den Tod des Erlösers ist die Verbindlichkeit der Sündenschuld bezahlt! Die Sünde ist die "auf Satzungen beruhende Schuldschrift" und diese war wahrhaftig "gegen uns".

Wenn eine Person gekreuzigt wurde, dann wurde auch eine Liste ihrer begangenen Straftaten ans Kreuz genagelt. Pilatus schrieb darauf Jahushuas "Verbrechen": König der Juden. Als unser König und Erlöser trug Jahushua die Bestrafung für unsere Sünden.

"...dafür, dass er [...] sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünde vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat." (Jesaja 53,12.)

 

"Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit [Jahuwahs] [...] wurden." (2. Korinther 5,21.)

Was wurde ans Kreuz genagelt?  Unsere S├╝ndenregister!

Das Sündenregister von allen, die den Tod des Erlösers für ihre Sünden akzeptieren, wird "ans Kreuz genagelt" und dadurch "aus dem Weg geschafft". HalleluJAH!

Das Sündenregister von allen, die den Tod des Erlösers für ihre Sünden akzeptieren, wird "ans Kreuz genagelt" und dadurch "aus dem Weg geschafft".

"... weil auch [Jahushua] [...] für uns gelitten [...] hat [...]. Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil geworden." (1. Petrus 2,21.24.)

Kolosser 2 präsentiert uns eine sehr schöne und tiefgründige Wahrheit: Die Lehre der Rechtfertigung.

"Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen [...], mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete." (Kolosser 2,13-14.) 

Das, was ans Kreuz geheftet wurde, ist nicht das "heilige, gerechte und gute" Gesetz Jahuwahs. Das, was ans Kreuz geheftet und "ausgelöscht" wurde, war der Bericht über die Gesetzesübertretungen der Menschen, also ihr Sündenregister! Als der Bericht über die begangenen Sünden ausgelöscht wurde, wurde Satans Macht über das Leben dieser Menschen gebrochen! 

"Als er so die Herrschaften und Gewalten entwaffnet hatte, stellte er sie öffentlich an den Pranger und triumphierte über sie an demselben." (Kolosser 2,15.)

Das ist heute eine frohe Botschaft für uns und es war auch für die Kolosser eine frohe Botschaft.

Kolossae war eine heidnische Stadt. Sie besaß eine Religionsform, die von der Lehre geprägt war, dass man sich durch gute Taten selbst erlösen könne bzw. müsse. Die Bewohner dieser Stadt glaubten, dass sie nur durch extreme Kasteiung und völlige Enthaltung von Freude die Vollkommenheit erreichen könnten. Sie meinten, das jeder, der sich für gläubig hält, ebenfalls diese strengen Regeln befolgen müsse, die sie selbst praktizierten. Diese Ansichten beeinflussten die neu bekehrten Christen in Kolossae, die zuvor Heiden waren. Statt ihr Vertrauen völlig auf den Verdienst ihres gekreuzigten und auferstandenen Erlösers zu setzen, kehrten die Christen in Kolossae wieder zu den selbstauferlegten Bürden zurück. Denn sie glaubten, diese wären für die Erlösung notwendig. 

Paulus warnte sie vor dem Versuch, sich " den Himmel verdienen" zu wollen. 

"Habt acht, das euch niemand beraubt durch die Philosophie und leeren Betrug, gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den Grundsätzen der Welt und nicht [...] [Jahushua] gemäß." (Kolosser 2,8.)

Jahuwah hat niemals von einem Menschen gefordert, sich selbst zu bestrafen, um dadurch erlöst zu werden. Paulus ermutigte die gläubigen Kolosser, ihre Freiheit in Jahushua zu bewahren und sich nicht von den selbstauferlegten Bürden der Heiden um sie herum beeinflussen zu lassen.

"So lasst euch von niemand richten wegen Speise oder Trank, oder wegen bestimmter Feiertage oder Neumondfeste oder Sabbate, die doch nur ein Schatten der Dinge sind, die kommen sollen, wovon aber [...] [Jahushua] das Wesen hat. Lasst nicht zu, dass euch irgend jemand um den Kampfpreis bringt, indem er sich in [falscher] Demut [...] gefällt [...], und nicht festhält an dem Haupt". (Kolosser 2,16-19.)

"Wovon aber [...] [Jahushua] das Wesen hat" ist eine Wortverbindung, die falsch übersetzt wurde.

"Eine buchstäbliche Übersetzung der letzten Worte in Kolosser 2,17 lautet: "sondern der Leib Christi (Jahushuas)." Was ist der Leib [Jahushuas] [...]? 1. Korinther 12,27 liefert die Antwort: "Ihr aber seid der Leib [Jahushuas] [...], und jeder ist ein Glied daran nach seinem Teil." Der Körper [Jahushuas] [...] ist die Gemeinde!" (Earl L. Henn: Are the Sabbath and Holy Days Done away?)

three crosses at sunsetPaulus brachte den Christen aus Kolossae bei, dass sie sich nicht von der Kritik der sie umgebenden Heiden bezüglich ihrer Praktiken beeinflussen lassen sollen. Denn nur die Gemeinde (ekklesia) kann diese Angelegenheiten beurteilen. Sie sollten sich also nicht von den Heiden richten und bekritteln lassen, sondern weiterhin essen und trinken und Neumonde, Sabbate und Feste feiern, wie sie es taten. Sie waren schließlich frei von den heidnischen Philosophien und konnten ein ausgewogenes Leben in Jahushua führen.

Der Grund dafür, dass WLC das Wort ekklesia und nicht "Kirche" verwendet, rührt daher, dass das Wort "Kirche" den Bedeutungsinhalt des griechischen Wortes ekklesia nicht wiedergibt. Im ganzen Neuen Testament bezieht sich ekklesia auf die einzelnen Kinder Jahuwahs, die herausgerufen worden sind. Das Wort "Kirche" legt jedoch den Fokus auf eine Gruppe oder eine Organisation und verfälscht daher den Textinhalt, wenn es in der Übersetzung verwendet wird. Christen sind wortwörtlich "herausgerufene Menschen". Denn sie verlassen tatsächlich die organisierten Kirchen und gefallenen Religionen, um Jahuwah treu zu sein, weil diese Teil des babylonischen Systems sind. Wer den Befehl, Babylon zu verlassen, hört und ihn befolgt, soll nie wieder in die alten Muster verfallen und nach Babylon zurückkehren.

 

"Wenn ihr nun mit [Jahushua] [...] den Grundsätzen der Welt gestorben seid, weshalb lasst ihr euch Satzungen auferlegen, als ob ihr noch in der Welt lebtet? "Rühre das nicht an, koste jenes nicht, betaste dies nicht!" - was doch alles durch den Gebrauch der Vernichtung anheimfällt - nach den Weisungen und Lehren der Menschen". (Kolosser 2,20-22.)

Niemand muss sich mehr an menschliche Traditionen klammern, um sich den Himmel zu verdienen. Durch Jahushuas Leben und seinen Tod am Kreuz wurde die Schuld des Sünders erlassen und beseitigt. Der Bericht über deine Sünden wurde ans Kreuz genagelt.

"Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm [...] und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. [...] [Jahuwah] warf unser aller Schuld auf ihn." (Jesaja 53,5-6.)

Dir ist vergeben worden! Du bist frei!

 


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